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Zitat von aequitas
Bei Zeit-Online ist gestern Abend noch ein Artikel mit Augenzeugenberichten erschienen. Hier wird auch kurz darauf eingegangen, welche Chance die Opfer bei einer Anzeige gegen die polizeilichen Täter haben: Gegenanzeige und Nichts.
"Wie Pitbulls auf Speed"
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Den Artikel finde ich sehr gut. Diese "beiläufigen" Körperverletzungen im Amt, die aus irgendwelchen unprofessionellen gruppendynamischen Prozessen geschehen, finde ich schrecklich. Ich habe auch keinen Schimmer woran es liegt, dass regelmäßig Polizeibeamte offensichtlich hypersensibel überreagieren bzw. wie im Bericht geschrieben den Einsatzfrust am normalen Demostrationsteilnehmer auslassen. Da finde ich inakzeptabel und bemühe mich in Einsätzen stets auf mich selber aber auch auf alle mit mir eingesetzten Kollegen einzuwirken, dass man entsprechend differenziert an die Sache herangeht. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich sehr häufig politisch eher die Meinung des polizeilichen Gegenübers vertrete, diese aber in diesem Moment professionell zurückstellen muss.
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Zitat von flaix
Aber!: mit einer de-eskalativen Taktik hätte man die vielen "Mitmacher" stark reduzieren können. Da sind ja viele leute dabei die der Polizie grundsätzlich sehr, sehr ablehnend gegenüberstehen aber nicht notwendigerweise den Antrieb aufbringen auch wirklich so richtig hässlich loszulegen.
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Aber dafür hat uns diese Eskalation der Gewalt (ich glaube nicht, dass man diese bewusst herbeigeführt hat) einmal schön vor Augen geführt, welche gewaltbereites und menschenverachtendes Potential eben auch in der Linken Szene vertreten ist. Vielleicht wird es bald wie bei den Fußballfans eine Kategorisierung von Demoteilnehmern geben. Da es augenscheinlich sehr viele Mitläufer gibt, die grundsätzlich gewaltbereit sind und dies unter entsprechenden äußeren Möglichkeiten zur Schau stellen