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Alt 22.06.2017, 13:12   #6968
trithos
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Ort: neue Kloster- und Burgstadt bei Wien
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Zitat:
Zitat von Klugschnacker Beitrag anzeigen
Falls Du im Sinne des Christentums gläubig bist, habe ich definitiv nichts dagegen. Auch dann nicht, wenn Du selektiv glaubst, also manches mehr und manches weniger. Das ist Deine Privatsache, solange Du die Rechte anderer Menschen respektierst. Wie Du Dich bestimmt erinnerst, war ich in der Kopftuchdebatte einer derjenigen, der diese Toleranz auch anderen Religionen, etwa den Moslems oder Hindus, entgegenbringt.
Ich weiß, dass ich Dir eigentlich nicht antworten sollte, weil es meiner selbstgewählten Rolle als Balkon-Muppet widerspricht. Aber eigentlich ist das auch wieder sehr typisch: du unterstellst mir zwischen den Zeilen etwas, und das auf dermaßen "gfeanzte" Art, dass man schon wieder einen Kommunikationspsychologen braucht, der die Sache analysiert.

Konkret unterstellst Du mir, ich sei Moslems gegenüber intolerant, weil ich gegen das Kopftuch sei. Dieser Vorwurf ist in irreführender Weise unvollständig. Denn Du verschweigst erstens, dass sich meine Kopftuch-Kritik auf bestimmte Funktionen bezogen hat, in der jemand als Vertreter des Staates agiert. Und zweitens, dass ich genau die selbe weltanschauliche Neutralität des Staates auch gegenüber dem Christentum eingefordert habe. Und das Ganze verpackst Du in eine Rhetorik, in der Du mir jetzt locker lässig antworten kannst: "Ich hab Dir das doch gar nicht vorgeworfen. Schaue meine Worte an: ich hab doch nur von mir geschrieben." In Deinen Formulierungen immunisierst Du Deine Aussage also gleich selbst gegen jede Kritik .

Und welche Rolle spielt mein persönlicher Glaube oder Nicht-Glaube in diesem Fall? Der Anfang des Absatzes, den ich hier als Zitat oben hineingestellt habe, wertet meine Argumentation ab, indem Du mir nämlich unterstellst, kein unabhängiger Sprach- und Diskussionsbeobachter zu sein, sondern Partei in dieser Diskussion. Diese Einordnung ist aus meiner Sicht eine reine Unterstellung.

Bevor ich mich jetzt aber weiter darüber ärgere, ziehe ich mich wirklich wieder auf meinen Beobachtungs-Balkon zurück.
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