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Zitat von Hafu
Das Problem ist nicht so sehr das IOC, sondern vielmehr die ITU als Fachverband. Die hat kein Interesse, ein Rennformat wie 70.3 oder gar Ironma, bei dem in der Praxis der konkurrierende Sportverband WTC dominiert, in das Olympische Programm zu hieven.
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Nein.
Erstens wurden 2016
bereits zwei Drittel der Wettkämpfe in der "World Triathlon Series" von der WTC veranstaltet. Gold Coast in Australien war letztes Jahr das erste Mal, dass ein WTS-Wettkampf von der WTC veranstaltet wurde. Und bekanntlich hat die WTC Anfang des Jahres den Teil von Lagardère aufgekauft, der Hamburg, Abu Dhabi, Kapstadt, Leeds und Stockholm organisiert.
Die einzigen der neun Wettkämpfe aus der diesjährigen World Triathlon Series, die nicht von Ironman organisiert wurden, sind damit Yokohama, Edmonton und Cozumel.
Und zweitens sind die Chinesen kein "konkurrierender Sportverband", sondern ein kommerzielles Unternehmen, das Wettkämpfe veranstaltet (und - wenn auch nur noch in geringerem Umfang im Vergleich zu früher - ein befristetes Nutzungsrecht von Markenzeichen gegen Lizenzgebühren verkauft). Wie man oben sieht, eben auch für die ITU.
Bevor die ITU das relativ aussichtslose Unterfangen, das IOC von einer längeren Distanz (mit entsprechendem organisatorischen Aufwand z.B. für Straßensperren, etc.) ins olympische Programm zu überzeugen startet, wird sie zunächst versuchen, einen weiteren Wettbewerb und damit einen zusätzlichen Wettkampftag aufzunehmen. Und da ist sie mit Mixed-Relay ja auf einem guten Weg.