Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Hier wird davon ausgegangen, dass der Mensch seine eigenen Gedanken vollständig kontrollieren könne. Heute wissen wir jedoch, dass das ein Irrtum ist. Deshalb wird heute zwischen Handlungsfreiheit und Willensfreiheit unterschieden. Ähnliche Vorstellungen gibt es beispielsweise bei Martin Luther und Arthur Schopenhauer, sie sind also nichts Neues.
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Nein, ich denke nicht, daß es um 100%ige Kontrolle geht. Es geht schlichtweg darum, sich selbst nicht gehen zu lassen. Sonst würden wir uns ja alle ständig bespringen wie die Tiere

Es ist ja auch ein Stück weit Würde dabei. Ein Sexsüchtiger wird sich nicht unbedingt würdevoll fühlen, wenn wir vom Ehebruch sprechen. Es ist ja auch nicht so, daß er so auf die Welt gekommen ist, sondern sich selbst in diesen Zustand gebracht hat.
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
[...] Das gilt insbesondere für das sexuelle Begehren: Was Du in dieser Sphäre willst und begehrst, entzieht sich Deiner Selbstkontrolle. [...]
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Ich bin mir da nicht sicher, inwieweit die ständige Verfügbarkeit sexueller Inhalte (Ich will das jetzt nicht moralisch werten, bitte richtig verstehen!) und Sex als Konsumgut in unserer Gesellschaft die Perspektive verzerrt und inwieweit überhaupt der Wille oder das Bewußtsein da ist, sich damit aktiv auseinanderzusetzen. Daß es extrem unbequem ist, will ich gar nicht leugnen ...
Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Angenommen, Dein Nachbar, der gelegentlich Deiner Frau hinterher schaut, risse sich eines Tages erst das eine, dann das andere Auge heraus. Würdest Du ihn als einen weisen Mann ansehen, oder als einen psychisch Kranken, der sofort Hilfe braucht, bevor noch Schlimmeres geschieht?

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Du hast den Bibelvers weitergelesen, sehr schön! Aber wörtlich nehmen haut in den seltensten Fällen hin.

Meine Antwort deckt sich zu 100% mit MattFs juristischem Exkurs!