Zitat:
Zitat von keko
Formal besteht zwar Chancengleichheit, so dass jeder einen Studienabschluß erreichen kann. Doch ist es so, dass auch bei uns Bildung Geld kostet (manche Eltern investieren sehr viel und schrauben somit die Ansprüche an alle hoch) und auch Lehrer gern mal kategorisieren oder von Haus aus benachteiligte Kinder nicht fördern (meist aus Zeitgründen). So bleiben doch wieder viele auf der Strecke. Um es mal krass zu sagen: ein auf der Müllkippe geborenes Kind wird nie zu einem Einstein.
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Die Chancengleichheit besteht nicht nur "formal", sondern sie besteht. PUNKT.
Denn die Chancengleichheit ist nicht das gleiche wie die Torwahrscheinlichkeit (um mein Fußballbeispiel wieder zu bemühen), sondern eine im Grundgesetz verankerte Maxime, die dazu dient, juristisch nachweisbare Missachtung auf dem Klageweg ahnden zu können.
Das ist, und das weiß ich, nciht das gleiche wie "alle Kinder haben eine nur von ihrer Begabung (und wir lassen die Diskussion mal weg, was das ist, wie man das feststellt,...) abhängige Chance auf die für ihre Begabung bestmögliche Ausbildung", weil da eben viele "weiche" Faktoren hinzukommen. Und ich weiß auch, dass einige dieser "weichen" Faktoren in den letzten Jahren durchaus leicht kristallin wirken. Trotzdem hat ein begabter Grundschüler immer noch das Anrecht auf einen Platz auf einer für den Schüler kostenfreien weiterführenden Schule. Und Menschen mit studierfähigem Schulabschluß finden in DE ein (i.W. studiengebührfreies) breites Angebot an Hochschulplätzen vor.