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schnodo 20.02.2019 17:22

Zitat:

Zitat von Bommel91 (Beitrag 1435989)
Danke schnodo! Ich hoffe die Migräne ist wieder weg

Danke! Ich knabbere noch an den Nachwehen aber es reicht schon, um hier wieder meine Ergüsse abzusondern. :Cheese:

schnodo 01.03.2019 17:58

Ich wurde gestern an ein Zitat von Kurt Marti erinnert, das ich zuerst in einer Sendung von Arne gehört habe und das eingedeutscht so lautet:

Wo kämen wir hin,
wenn alle sagten,
wo kämen wir hin,
und niemand ginge,
um einmal zu schauen,
wohin man käme,
wenn man ginge.


Was hat das nun mit meiner Schwimmerei zu tun? So ziemlich gar nichts, außer, dass ich dennoch gelegentlich zaghaft gehe, um zu schauen. Aber ich finde den Spruch so schön, dass ich nicht an mich halten konnte. :)

Meine gesundheits- oder eher krankheitsbedingte Trockenphase ging vorgestern zu Ende und ich genieße es, wieder im Wasser zu sein. Ich bin immer noch sehr schnorchellastig unterwegs und merke, wie die Schnorchelei allmählich Früchte trägt. Ich habe eine bessere Kontrolle über die Streckung der Füße und bekomme nach und nach meinen Zug in den Griff, so dass ich einen spürbar kräftigeren Abdruck habe. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass die Kraftübertragung besser - im Sinne von effektiver und weniger schulterbelastend - funktioniert, wenn ich schon beim Anstellen den Körper leicht eindrehe und den Oberkörper seitlich "aus dem Weg nehme". Jetzt muss ich mir nur noch klar darüber werden, ob das so auch wünschenswert ist oder ob dadurch Nachteile entstehen.

Ein Wermutstropfen findet sich natürlich. Dadurch, dass ich nun relativ gut spüre, wie mein Zug verläuft, merke ich auch, dass ich Kraftdefizite habe. Beim einarmigen Üben klappt es noch ganz gut, aber sobald ich in eine rhythmische Schwimmbewegung übergehe, hält mein "Paddel" dem Druck des Wassers nicht stand und ich mache Entlastungsbewegungen. Eigentlich bin ich viel zu langsam, um solche Probleme zu haben aber ich werde wohl etwas Krafttraining machen müssen, wenn ich das unter Kontrolle haben will.

Hier noch eine kleine Erinnerung an den Urlaub auf Teneriffa. Da steige ich aus dem Wasser nachdem ich etwas über eine Stunde die Küste lang geschwommen bin. Die Boje war dringend notwendig, ansonsten wäre ich vermutlich über den Haufen gefahren worden. Die Halskrause ("Protector de cuello" von Mugiro) hat sich auch bewährt, auch wenn die Passform idealer sein könnte, denn vorne ist eine Lücke, die aber beim Schwimmen zum Glück keinen negativen Effekt hat. Hinten im Nacken, wo ich sonst Probleme hatte, scheuert nichts mehr.


Bildinhalt: schnodo steigt aus dem Meer

triconer 01.03.2019 19:51

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1437342)
Meine gesundheits- oder eher krankheitsbedingte Trockenphase ging vorgestern zu Ende und ich genieße es, wieder im Wasser zu sein. Ich bin immer noch sehr schnorchellastig unterwegs und merke, wie die Schnorchelei allmählich Früchte trägt. Ich habe eine bessere Kontrolle über die Streckung der Füße und bekomme nach und nach meinen Zug in den Griff, so dass ich einen spürbar kräftigeren Abdruck habe. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass die Kraftübertragung besser - im Sinne von effektiver und weniger schulterbelastend - funktioniert, wenn ich schon beim Anstellen den Körper leicht eindrehe und den Oberkörper seitlich "aus dem Weg nehme". Jetzt muss ich mir nur noch klar darüber werden, ob das so auch wünschenswert ist oder ob dadurch Nachteile entstehen.

Du testet das ja sicherlich stets im Anschluss ohne Hilfsmittel oder?
Muss ich mir etwa auch einen Schnorchel zulegen?:-((
Es hört sich danach an. Was für einen hast Du denn? Etwa den Powerbreath von Ameo?

schnodo 01.03.2019 20:06

Zitat:

Zitat von triconer (Beitrag 1437361)
Du testet das ja sicherlich stets im Anschluss ohne Hilfsmittel oder?

Ja, das tue ich. Daher rührt auch die Erkenntnis, dass ich zu schwächlich bin. :Cheese:

Zitat:

Zitat von triconer (Beitrag 1437361)
Muss ich mir etwa auch einen Schnorchel zulegen?:-((

Wenn Du so fragst, dann kann ich Dir nur dazu raten. Es kommt natürlich darauf an, was Du Dir davon versprichst.

Ich habe den Schnorchel lange ignoriert, aber wenn ich ich jetzt eine Rangliste meiner wichtigsten Schwimmutensilien aufstellen müsste, dann käme momentan wohl zuerst die Schwimmbrille, dann der Schnorchel, und dann die Badehose. ;)

Zitat:

Zitat von triconer (Beitrag 1437361)
Es hört sich danach an. Was für einen hast Du denn? Etwa den Powerbreath von Ameo?

Ich habe einen normalen Finis Center-Mount Snorkel. Den Ameo Powerbreather hatte ich mal, bin dann aber nicht damit zurechtgekommen, weshalb ich ihn hier im Forum verhökert habe. Es gibt aber wohl viele Leute, die mit dem Ameo sehr zufrieden sind.

mcbert 06.03.2019 21:05

Da ich zur Zeit wegen Erkältung und Arbeit leider kaum zum schwimmen komme :( kann ich nur ein paar interessante Links posten:

Ein schönes Video bei mit Jan Wolfgarten (lang aber informativ):
https://youtu.be/JWf3CLJ1HUg

Zusätzlich macht er mit swimazing wieder Podcast. Bisher mehr über seinen Werdegang aber trotzdem sehr interessant.
https://youtu.be/oPzqEkRPnSw
(Auch auf anderen Plattformen wie Apple und Co verfügbar)

Hoffe mal bei euch läufts, für die Jahreszeit ist es recht ruhig hier

schnodo 06.03.2019 23:16

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1438291)
Da ich zur Zeit wegen Erkältung und Arbeit leider kaum zum schwimmen komme...

Oh, wie schade! Gute Besserung! :Blumen:

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1438291)
Ein schönes Video bei mit Jan Wolfgarten (lang aber informativ):
https://youtu.be/JWf3CLJ1HUg

Ich mag den Jan, aber mit etwas weniger Selbstbeweihräucherung wäre er mir sogar noch lieber und das Video deutlich kürzer. :Cheese:

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1438291)
Hoffe mal bei euch läufts, für die Jahreszeit ist es recht ruhig hier

Bei mir passiert momentan nicht viel, außer, dass ich fast verbissen an meiner Baustelle "Armzug" arbeite. Es wird langsam besser, viel hilft viel. Heute habe ich es ganz extrem getrieben und zwischendurch mehr als 1 km EVF-Drills mit Schnorchel, Pull Buoy und Knöchelband gemacht, damit ich mich wirklich um nichts anderes kümmern muss als die Arme.

Ich glaube, es hat gefruchtet. Bei meiner zweiten Einheit heute Abend habe ich mich gefühlt wie Alexander Popov beim Schwimmen aussieht. Zum Glück konnte ich mich nicht selbst sehen, sonst wäre vielleicht von der Euphorie nicht viel übrig geblieben. :Lachen2:

PS: Eine Schlüsselerkenntnis heute war, dass ich nicht gelenkig genug bin, um den hohen Ellenbogen effektiv direkt an die Wasseroberfläche stellen zu können. Wenn ich den Arm nur etwas absenke, geht es deutlich entspannter aber gefühlt mit mehr Kraft.

TiJoe 07.03.2019 06:31

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1438317)

Ich glaube, es hat gefruchtet. Bei meiner zweiten Einheit heute Abend habe ich mich gefühlt, wie Alexander Popov beim Schwimmen aussieht. Zum Glück konnte ich mich nicht selbst sehen, sonst wäre vielleicht von der Euphorie nicht viel übrig geblieben. :Lachen2:

ymmd! :Lachanfall:

schnodo 07.03.2019 14:15

Zitat:

Zitat von TiJoe (Beitrag 1438327)
ymmd! :Lachanfall:

Dann sind meine Schwimmversuche wenigstens für etwas gut. :Lachen2:

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Heute habe ich meine Armzug-Bemühungen fortgesetzt. Ich habe dabei etwas mehr auf Timing und Rhythmus geachtet und demzufolge ziemlich viel UNCO-Drill geübt.

Dabei ist mir eine Sache aufgefallen, auf die ich vorher so gut wie gar nicht geachtet habe: Das Herausheben des hinteren Armes beim UNCO ist nicht nur Show, sondern wichtig zum Einstudieren der Synchronisation mit dem Anstellens des vorderen Armes. Im Prinzip wird so der Catch-Lift Drill aus Swim Speed Secrets mit einbezogen.

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1377983)
In Sheilas Buch gibt es dann noch den Catch-Lift Drill, den ich auch immer mal wieder einstreue, weil sich das Resultat toll anfühlt. Für diejenigen, die das Buch nicht haben: Das ist ein Timing-Drill, bei dem es darum geht, den Beginn der Rückholphase (die Hand geht hinten aus dem Wasser) mit dem Anstellen vorne zu synchronisieren. Gleichzeitig soll dabei vermittelt werden, dass diese Anstellbewegung langsam auszuführen ist, weil man auch später im vollständigen Zug von langsam (Anstellen) zu schnell (Druckphase) einen Tempowechsel hat, den Sheila Taormina für sehr wichtig erachtet.

Der Drill geht so: Aus einer gestreckten Position, Blick in Richtung Beckenboden, ein Arm vorne gestreckt, einer hinten, Vortrieb durch Beinschlag, stellt man gleichzeitig den vorderen Arm an und hebt den hinteren Arm aus dem Wasser. Dann geht man in die Ausgansposition zurück, d.h. man streckt den vorderen Arm wieder aus und lässt den hinteren ins Wasser fallen. Das wiederholt man dreimal und macht dann einen vollständigen Zug mit Seitenwechsel. Danach wiederholt man die Übung auf der anderen Seite.



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