triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Triathlon allgemein (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=56)
-   -   Säugling <> Langdistanztraining (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=46418)

andi123 19.06.2019 13:50

Säugling <> Langdistanztraining
 
Hallo zusammen,

da ich leider im Umfeld keine Erfahrungsträger möchte ich gerne die Erfahrungen hier nutzen.
Habe für nächstes Jahr die Langdistanz in Frankfurt geplant und wollte eine neu PB setzen (10:xx). Ich werde nun auch zusätzlich Vater im Dezember.
Nun an die bereits erfolgreichen Familienväter die Frage. Ist es möglich zielgerichtet mit einem Säugling zu trainieren? Hätte von Januar bis Juni zusätzlich noch zwei Monate Elternzeit und knapp 40 Tage Urlaub/Überstunden zur Verfügung. Nur die Langdistanz zu finishen wäre mir fast zu wenig, ich will schon versuchen meine Bestzeit von 11:05 zu drücken.

Eure Erfahrungen?


Grüße
Andi

adaniya 19.06.2019 13:54

Du wirst sehr verschiedene Meinungen hören... ich bin letzten September Vater geworden und konnte weiterhin trainieren (für MD aber nur), weil die Kleine von Beginn an vom frühen Abend bis zum nächsten Morgen geschlafen hat und gestillt wurde. In der Zeit hab ich meiner Freundin alles hergerichtet, was sie brauchen könnte und konnte dann trainieren gehen. Bei anderen läuft das komplett anders ab. Die Sache ist: du kannst das überhaupt nicht planen. Deshalb würde ich mir auch keinen Plan aufstellen.
Es gab vor einigen Wochen mal eine ähnliche Frage, vielleicht findest du was über die Suchfunktion.

Edit: Fast vergessen - Herzlichen Glückwunsch natürlich :)

kvlfliege 19.06.2019 13:58

Hallo Andi123,

ich bin letztes Jahr im April Papa geworden und wollte dieses Jahr in FFM starten. Im März diesen Jahres habe ich entschieden, dass es für mich keinen Sinn macht. Meine Kleine war bei Beginn des Trainings im November schon 6 Monate alt. Davor, aus meiner Sicht zumindest, brauchte sie auch die volle Aufmerksamkeit; auch um meine Frau ein wenig zu entlasten. Lange Rede kurzer Sinn, bis März wurde es immer anstrengender, weil die Nächte auch richtig kurz waren. Am Ende hat auch der Körper gestreikt. Aus diesem Grunde habe ich alles auf nächstes Jahr verschoben. Jedes Kind und Umfeld ist da aber anders. Für mich hatte es nicht funktioniert. Wünsche dir aber viel Erfolg :)

KJS 19.06.2019 14:12

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Euch und Euer Kind!

Denke, wie viel Du investieren kannst hängt sehr stark von Deinem Umfeld und den Bedürfnissen Eures Kindes ab.

Wir waren damals Jung, hatten keinen Zugriff auf Großeltern, stressiger Job...
Meine Kinder waren jetzt auch nicht Mama-fixiert. Ich habe - bis auf stillen - ab Minute 1 genau so alle Jobs an und um die Kinder/Haushalt ausgeführt, die man sich so vorstellen kann :-) Hat meine Partnerin einfach auch so erwartet.

Da war das Thema mit ernsthaftem Sport bei mir tatsächlich erst mal durch.

Kenne aber genügend Familien, in denen die Partner da anders übereinkommen.

Denke, Du kennst Deine Partnerin besser. Rede mit ihr und stimmt auch so gut wie möglich ab - in der Hoffnung, dass ihr den Plan dann auch durchziehen könnt :-)

Viel Erfolg und alles Gute!

tridinski 19.06.2019 14:20

Erstmal Glückwunsch!

Es gibt Kinder die schlafen mehr oder weniger sofort durch, sind kaum krank etc.,
genauso wie das Gegenteil natürlich und alles dazwischen auch. Deine Frau kann der entspannte Typ sein oder eher am Rad drehen sobald das Kind da ist. Das wirst du alles erst wissen wenn es soweit ist, von daher ist es jetzt unmöglich Vorhersagen zu treffen. Wenn du in einer Nacht zum dritten Mal das vollgekotzte Kinderbett neu hergerichtet hast und das brüllende Kind seit Stunden auf dem Arm durchs Haus trägst wird du auch anders denken als jetzt in der Theorie. Da ist dann noch der wichtige Kundentermin im Büro am nächsten Tag, und abends die Key-Session auf dem Trainingsplan ... ? Kann aber auch sein dass deine Frau tagsüber anruft und dich nach Hause bittet weil sie nicht mehr kann ... OK, klingt nach Horrorszenario und wird auch nicht ständig so extrem vorkommen, aber in die Richtung wird's schon auch mal gehen zwischendurch.

Ich habe meine erste LD gemacht als die Kinder 2 und 5 waren, Ziel war "Finish", Trainingsumfang Januar-Juni 6,5h im Schnitt, hat mit Endzeit 12:30 am Ende gut geklappt. Das war mit Job und Familie halbwegs unter einen Hut zu bringen, zB Training Lauf auf dem Weg vom Büro nach Hause oder Radtraining Abends auf der Rolle im Keller mit Babyfon während meine Frau außer Haus war bzw. Sonntag morgens von 5:30 bis 10.

Sich jetzt vorab auf ein Training mit genauem Plan mit Ziel PB festzulegen halte ich für schwierig und würde eher abraten. Entspannt auf Genießer-Finish schon eher, aber eigentlich würde ich empfehlen sportliche Ziele mit weniger Trainingsaufwand zu wählen, zB mal ein Jahr Laufschwerpunkt oder so, und dann, wenn sich zu Hause alles eingespielt hat und ihr wisst was Sache ist wieder die sportlichen Ambitionen hochzuschrauben.

Trillerpfeife 19.06.2019 14:26

Zitat:

Zitat von andi123 (Beitrag 1458588)
Hallo zusammen,

da ich leider im Umfeld keine Erfahrungsträger möchte ich gerne die Erfahrungen hier nutzen.
Habe für nächstes Jahr die Langdistanz in Frankfurt geplant und wollte eine neu PB setzen (10:xx). Ich werde nun auch zusätzlich Vater im Dezember.
Nun an die bereits erfolgreichen Familienväter die Frage. Ist es möglich zielgerichtet mit einem Säugling zu trainieren? Hätte von Januar bis Juni zusätzlich noch zwei Monate Elternzeit und knapp 40 Tage Urlaub/Überstunden zur Verfügung. Nur die Langdistanz zu finishen wäre mir fast zu wenig, ich will schon versuchen meine Bestzeit von 11:05 zu drücken.

Eure Erfahrungen?


Grüße
Andi

herzlichen Glückwunsch.

wie die anderen schon gechrieben haben. Es ist auch von der Einstellung der Mutter abhängig.
Das Training in der Elternzeit tät ich so planen, dass ich sobald die Mama da ist, mit dem Training loslege, aber die Zeit mit dem Kind alleine auch dem Kind widme. Plus alles was man so im Haushalt macht und Einkaufen und so.

Viel macht so ein Würschtel ja noch nicht in den ersten 6 Monaten. Aber es freut sich über die volle Aufmerksamkeit und die Töne die aus Papas Mund kommen.

Möglicherweise ist dir deine Bestzeit auch, ab dem Moment nicht mehr so wichtig, ab dem du deinen Sprössling das erste Mal im Arm hast. :-)

Praktisch war bei uns, die Mutter hat Milch abgepumpt und dadurch konnte sie auch mal für ein paar Stunden verschwinden. Ich als Papa hatte dann das gute Gefühl, meine Tochter auch komplet zu betüddeln.

Letztendlich solltest du sehr flexibel sein, wenn du dein Kind, die Mutter und deine Ionman PLäne nicht vernachlässigen willst.

:-)

andi123 19.06.2019 14:30

Danke schon mal für die vielen Rückmeldungen und die Glückwünsche.



Ja, hab ich mir schon gedacht. Vielen Dank für das Teilen eurer Erfahrungen. Die Richtung geht klar nicht planbar und eher ein "Genießerfinish". Das muss ich mir eben überlegen ob es mir wert ist evtl. das Geld für Frankfurt in den Sand zu setzen bzw. wirklich deutlich langsamer als geplant anzukommen. Anmelden muss ich mich ja schon vor Geburt, von daher keine Erfahrung sammeln.

baleno15 19.06.2019 14:33

Ich glaube, er wird erst kommenden Dezember Vater ;)

Ich stelle es mir schwierig vor für eine Bestzeit auf der LD zu trainieren wenn man gerade ein Baby bekommen hat. Es ist schon eine riesige Umstellung des gewohnten Lebens.
Warum denn alles gleichzeitig?
Ein Jahr später hat sich alles eingespielt und es läuft bestimmt einfacher.
:)


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:11 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, Jelsoft Enterprises Ltd.