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keko# 20.04.2021 09:36

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1597579)
...

Frische Ansätze bekommen wir nur unter grüner Führung.

Wobei natürlich das Thema Klimwandel längst gesetzt ist. Egal ob bei der EU oder dem Weltwirtschaftsforum, dort steht das Thema jeweils ganz oben. Kommen wird deren Umsetzung in den nationalen Regierungen also sowieso. Die Frage ist nur wie. Und da fände ich grün-rot besser als grün-schwarz oder gar schwarz-grün. Jede zukünftige Regierung wird sich dem Thema annehmen müssen und auch werden.
:Blumen:

El Stupido 20.04.2021 09:37

Ich denke bei B90/Grüne gibt es einige, die sich jetzt bereits eine klare Absage an die Union wünschen würden. Unter dem Motto "Regierung nicht um jeden Preis".
Baerbock wäre aber blöd, wenn sie jetzt völlig ohne Not monatelang vor der Wahl einer möglichen Koalition mit der Union eine Absage zu erteilen nur um Applaus bei Teilen der eigenen Leute zu bekommen.

Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz dürften die realistischsten Szenarien sein. Ggfs. auch nahezu auf Augenhöhe mit nur geringen Vorteilen / Vorsprung der einen Partei auf die andere. Und dann wird sich in den Sondierungsgesprächen und den Kolationsverhandlungen zeigen, wer sich kompromissbereit gibt und wer mehr eigene Kernthemen durchbekommt.

Deine Szenarien, Nepumuk halte ich auch nicht für unmöglich. Auch wenn es mich dabei schaudert.

tridinski 20.04.2021 09:40

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1597586)
Wobei natürlich das Thema Klimwandel längst gesetzt ist. ... Jede zukünftige Regierung wird sich dem Thema annehmen müssen und auch werden.
:Blumen:

Der Unterschied ist nur dass unter schwarzer Führung wird das verschleppt und irgendwelche Maßnahmen für 2038 oder 2045 "beschlossen", wohingegen man das ganze ja auch als Chance begreifen kann und SOFORT aktiv wird, um aus der Position heraus Lösungen exportieren zu können.

Eins ist für mich sonnenklar: Die Bekämpfung des Klimawandels wird sauteuer und auch in Teilen schmerzhaft. Ihn jetzt nicht entschlossen zu bekämpfen wird aber noch viel viel teurer.

Zitat:

Zitat von El Stupido (Beitrag 1597587)
Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz dürften die realistischsten Szenarien sein. Ggfs. auch nahezu auf Augenhöhe mit nur geringen Vorteilen / Vorsprung der einen Partei auf die andere.

Am Ende macht es schon einen wichtigen Unterschied für die Richtung der Politik wer bei engen Verhältnissen die Nase vorn hat, also wer bei hypothetischen 1% Unterschied die Kanzlerin stellt. ("Können in D eigentlich auch Männer Kanzlerin werden?")

Hafu 20.04.2021 09:45

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1597579)
... Ich würde es sowohl Laschet als auch Lindner zutrauen, dass sie sich mit der AfD ins Bett legen um an die Macht zu kommen. Das wäre dann richtig schlecht.
...

Die AFD ist weder unter Laschet noch unter Söder eine Koalitionsoption, erst recht nicht, nachdem Höcke dort gerade wieder Oberwasser gewonnen hat.

Das ist eine klare rote Linie, die Merkel gezogen hat und die garantiert auch nicht überschritten werden wird.

Aber wie bereits geschrieben rechne ich damit, dass die Menschen sich an Baerbock gewöhnen und die Grünen daher noch Luft nach oben haben, solange die Grünen sich keine Angriffsfläche mit der Ankündigung übertriebener Steuererhöhungen, Rentenkürzungen oder Fahrverbote geben. Und in der Hinsicht halte ich die Grünen mittlerweile für diszipliniert genug, solchen Fallen aus dem Weg zu gehen.

Moderne Wahlkämpfe leben stark von Bildern. Das weiß ja auch Söder, der im vergangenen Jahr keine Gelegenheit ausgelassen hat, bei Pressekonferenzen sich direkt neben Angela Merkel zu setzen. Und man denke nur an den inszenierten Empfang der Kanzelerin im Thronsaal von Herrenchiemsee im letzten Sommer. Söders hohe Zustimmungswerte in der Bevölkerung kommen garantiert auch von diesen Bildern, denn an den nach wie vor sehr schlechten Covid-19-Inzidenzzahlen in Bayern, also an den direkten Folgen seiner Politik, können die Zustimmungswerte nicht liegen.

Und ich kann mir wenige Bilder vorstellen, in denen eine Kandidatin Baerbock im direkten Vergleich zu Olaf Scholz oder Armin Laschet nicht nahezu zwangsläufig die weitaus besseren Bilder liefern wird. Allzu viele Inhalte braucht sie da gar nicht beizusteuern; hat Merkel ja im Wahlkampf auch nie gemacht.

Helmut S 20.04.2021 09:45

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1597557)
Beziehst du da Baerbock mit ein, oder beziehst du dich nur auf die alten "Voksparteien Union/ SPD?

Kennst du Baerbock schon so gut, um dir über sie ein Urteil analog zur Beurteilung von Laschet, Söder, Scholz zuzutrauen?

Ein klares Jein. :) Ich meinte in Summe. Baerbock plus, Laschet minus-minus, Söder minus-minus, Scholz wie die gesamte SPD: n/a Im Endeffekt, wenn man sich nur die Kanzlerkandidaten ansieht, ist die Auswahl halt eigentlich keine.

Ich habe das Duo Habeck/Baerbock seit Ende 2018 / Anfang 2019 recht interessiert verfolgt. Zunächst vor allem wegen Habeck; er ist promovierter Philosoph und hat n Buch über Demokratie und Sprache (vor dem Hintergrund der politischen Sprache in Zeiten der AfD) geschrieben, zu dem ich wiederum über Habermas gekommen bin. :Lachen2:

Jedenfalls finde ich Baerbock recht gut - zumindest das was ich von ihr weiß, gefällt mir. Sie war in allen Beiträgen, die ich von ihr las/sah immer sehr gut informiert. Das Integrative, dass man als Kanzler*in m.E. braucht, fehlt mir noch, das hätte ich in Habeck mehr gesehen. Aber das kann ja auch in ihr stecken. Sie is ja nicht doof ;)

Thematisch ist sie in vielen Dingen die mir wichtig sind auf meiner Linie. Gerade das was sie zur Verzahnung von Wirtschafts- und Umweltpolitik sagt, finde ich klug. Ich bin überzeugt, dass man auch mit diesem Thema viel Wirtschaftswachstum erzeugen kann. Wichtig scheint mir hier eine flankierende Förderung der Gründerszene und unbedingt Stärkung des Forschungsstandortes Deutschland. Insbesondere die geforderte Aufweichung der "schwarzen Null" für die dringend nötigen Investitionen im Land ist für mich ein Muss.

Bei aller Thematischen Begeisterung: Sie ist auch - wie jede/r in so einer möglichen Position - auf den Kompromiss, das Machbare und die "normative Kraft des Faktischen" im Sinne der politischen Einbettung (angefangen beim Kleinen bis hin zum Großen) gefangen. Also von der Partei über Koalition bis hin zur EU. Es bleibt für mich also die Frage offen, ob sie es schafft ihre Wirksamkeit, die sie zweifellos in der Partei hat auch in der Koalition, im Land und vor allem in Europa zu entfalten. :Blumen:

LidlRacer 20.04.2021 09:46

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1597579)
Werden die Grünen nur zweitstärkste Kraft, dann haben wir womöglich die Wahl zwischen Schwarz-Grün und Schwarz-Gelb-Blau. Ich würde es sowohl Laschet als auch Lindner zutrauen, dass sie sich mit der AfD ins Bett legen um an die Macht zu kommen. Das wäre dann richtig schlecht.

Du meinst braun.
Das ist in meinen übelsten Alpträumen nicht denkbar, dass irgendeine andere Partei im Bund mit denen koaliert. Gut, die FDP ist nicht mehr so weit weg von denen, aber die haben ja nix zu entscheiden.

tridinski 20.04.2021 09:48

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1597590)
Ich bin überzeugt, dass man auch mit diesem Thema viel Wirtschaftswachstum erzeugen kann.

+200

merz 20.04.2021 10:07

In der Maskenaffäre der Union summieren sich die „Provisionen“ jetzt auf ......

11.5 Millionen Euro

https://www.tagesschau.de/investigat...ionen-103.html

Bin etwas sprachlos....

m.


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