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BunteSocke 15.11.2018 07:52

Aus meiner auch eher leidvollen Erfahrung mit einer zickenden Plantarsehne würde ich sagen: sch*** auf den Igelball und nimm einen Golfball! Das regelmäßige „Quälen“ der schmerzenden Stellen (in Kombination mit regelmäßigem Dehnen) damit wirkt bei mir Wunder :Blumen:

mrtomo 18.11.2018 18:07

Plantarfaszie: Check. Wenn ich neben der Masterarbeit kommende Woche dazu kommen, dann schreibe ich einmal alles zusammen.
Derzeit ist etwas ruhiger, da Tacx mir meinen alten Flux durch einen neuen Flux Smart S ersetzt hat. Probleme hatte ich im "Wer hat den Flux" Thema beschrieben.

Aber jetzt einmal zurück zu den Wichtigen Themen. Vor einer Woche war München mit der Leistungsdiagnostik. Diese Woche stand der nächste Test an. Am Samstag habe ich im 25M Becken 1000 Meter hinter mich gebracht. Gesamt habe ich 14:10 für die 1000 Meter gebraucht.
Für das bisherige Schwimmtraining bin ich sehr zufrieden mit der Zeit. Letztes Jahr stand da noch eine 14:40 zur gleichen Zeit. Demnach zeigt die Entwicklung nach oben.
Auch die Radform zeigt nach oben. Vor allem auf der neuen Rolle macht Zwift nochmal mehr Spaß. Endlich zeigen die Werte von P2M und Tacx Rolle zusammen.
Die ersten beiden Einheiten auf der Rolle waren noch auf den Ersatz-Lärm-Rollentrainer ausgelegt.
D.h. kommend Woche geht es los mit den schönen HIIT Intervallen.

Außerdem: Wenn kommende Woche eine Scheibe im Angebot ist. Zipp oder Citec für ein Felt B14 ? Weiß zufällig jemand, welche Scheibe für Felt Rahmen am besten passt (Amberger und Carfrae fahren Zipp, Ryf fährt DT Swiss gelabelte Lightweight Scheibe).

mrtomo 20.11.2018 09:08

Im Thema von iaux zur Schwimmmotivation habe ich einmal meine Entwicklung zeitlich aufbereitet. Da sollen alle teilhaben, also das ganze auch einmal für euch hier in diesem Blog.

Zitat:

Zitat von mrtomo (Beitrag 1420447)
Ja dann relativiere ich das alles doch mal ein wenig

Teil 1: Die Schule
Die 1:15 sind nun auch einige Jahre Training. Angefangen habe ich mit 17 in der Schule im Schwimmunterricht. Das war mehr schlecht als recht, aber hat sehr viel Spaß gemacht. 400 Meter unter 8 Minuten Brust waren damals die 15 Punkte. Das war damals auch meine Leistung.

Teil 2: Der Schwimm-Coach
Den größten Sprung von 1:45 auf 1:30 Zeiten im Tempo habe ich dann mit Start in einer Schwimmgruppe mit Trainer gehabt. Dort wurde mir einmal in der Woche sauber gesagt, woran ich arbeiten muss. 1.5 Stunden wurde dann nur diese Sache verbessert. Das hat die 15 Sekunden herunter gearbeitet. Wochenschnitt circa 6 km.

Teil 3: Das Hinterher Schwimmen
Die nächsten 10 Sekunden kamen dann durch hinterher schwimmen. Im Augsburger Triathlon Training war ich damals der schwächste auf der schnellen Bahn. Das hieß 4-7 Leute waren immer schneller. Was hat mich da schneller gemacht: Hinten rein hängen, zuschauen und viel Leiden. Dann war ich bei 1:20. Wochenschnitt circa 8-9 km.

Teil 4: Das Alleine Leiden
Die letzten 5 Sekunden zu den 1:15 kamen in den letzten beiden Jahren. Da habe ich im Becken so Sachen wie 15x100 Abgang alle 2:30 gemacht mit Tempo Max All Out. Sobald ich zweimal die Zielzeit von Anfangs 1:18/Ende 1:16 nicht mehr erreicht habe, wurde Abgebrochen, locker ausgeschwommen und das war die Tempo Einheit. Wochenschnitt im Winter um die 10-12 km. Manche Schwimmwochen mit 15-18 km. Im späten Frühjahr/Sommer dann eher nur noch 5-7 km, um die Form zu erhalten.

Also kann man die Entwicklung nun auch auf 6 Jahre beziehen. Von Nichts in der Schule (außer dem Seepferdchen) zu dem was ich jetzt schwimme.
Ich komme auch von den 2:00, habe viel bei anderen gelernt, viel Zeit gebraucht und die aus meiner Sicht wichtigsten Sachen:
1. Konstanz (kam bei mir mit dem Willen) 2. Jemand der die Technik verbessern kann (hast du bereits) 3. Tun (siehe 1.)

Viele Grüße
Tom


mrtomo 25.11.2018 12:23

Sonntag. Morgens.
Es geht aufwärts.

Und zwar in jeglicher Hinsicht. Ich mach das mal in der gewohnten Chronologischen Reihenfolge. Habe da gestern ein sehr dubioses T Shirt gesehen von einem normal sehr guten Hersteller. Da war es Swim Run Bike. Haben wohl im Creative Office mehr Super League geschaut.

Also Schwimmen: In der vergangenen Woche war es genau eine Schwimmeinheit am Montag im Vereinstraining. Selbst an schlechten Tagen werde ich fleißig auf der Bahn mitgezogen. Auch ohne Kraft (nach einer harten Woche) gehen die 4k Montags doch immer. Auf dem Programm standen 10x200 Meter mit je 100m Lagen und 100 Kraul. Alles im GA2, damit ich hinten dran bleiben kann :dresche

Das Radfahren ist dagegen diese Woche im Vordergrund gestanden. Unter anderem, weil ich meine Smart Rolle aus der Reparatur wieder habe und weil ich die 14 Tage Challenge von Zwift freischalten will. Im "Wer hat den Flux" Thema hatte ich geschrieben, dass mein alter Flux bei mehr Watt mehr Abweichung nach unten hatte. Die neue Tacx Smart S (ausgetauscht von Tacx) zeigt nun valide Werte an. Selber vergleich wie im Thema dort beschrieben.
Die zentralen Einheiten waren dieses Wochenende. Gestern vor und nach der Bibliothek jeweils 45 bzw. 60 Minuten. Heute morgen stand eine längere Runde an. Und ich habe die Mount Everest Challenge geschafft. D.h. jetzt sind es nur noch 41000 Meter zu klettern bis zum Tron Bike. Also noch ein wenig vor mir.

Beim Laufen, ja, hehe. Noch letzte Woche habe ich den Post zur Plantarfaszie auf meinen Blog gestellt. Jetzt wird es schon viel schneller. Meine beiden neusten Tools sind der Küchenstuhl und ein klassisches 30cm Holz-Lineal. Warum ? Weil ich mir damit richtig die Faszie massieren kann. Der Stuhl hat eine Holzstrebe zwischen den Stuhlbeinen. Dort kann ich im sitzen entlang fahren. Das Lineal erfüllt den gleichen Zweck, nur ziehe ich da mit den Händen selbst.
Effekt: Die letzten 3 Tage hat trotz morgendlichem Laufen der Schmerz immer weiter abgenommen. (Die anderen Übungen mache ich auch weiterhin).
Kommende Woche wird der Laufumfang demnach direkt um 50% je Lauf gesteigert. Es geht also aufwärts. Bzw. weiter vorwärts.

Das war nun erstmal die Woche im Überblick. Folgt mir auf Strava, dann seht ihr fast alle Einheiten (außer die 10 Minuten Rollen an manchen Tagen für die Zwift Challenge).
Ansonsten, danke fürs Lesen :) Freut mich sehr, wenn ihr noch dabei seid, auch wenn derzeit die Masterarbeit und das Studium mehr Zeit beanspruchen.
Viele Grüße
Tom

mrtomo 02.12.2018 21:18

Die letzten 5 Prozent
 
Folgend kommen Kritik, eventuell etwas generalisierende Aussagen und viel Selbstreflexion von meiner Seite. Deshalb anschnallen, zurücklehnen und das ganze genießen.

Ein Zitat, welches mich bisher in meinem Triathlon-Leben begleitet ist, dass das Material erst unter den besten 10 Prozent etwas signifikantes ausmacht. Das Zitat ist von meinem Dad mit welchem ich meine Investitionen immer besprochen habe.
Deshalb gehe ich hier einmal weg vom Material und spreche über das körperliche.
Und zwar über das Motto meiner kommenden Saison:
Die letzten 5%
Woher kommt dieses Motto ? Dafür springe ich zu zwei Einheiten aus der letzten Saison zurück.
Im Winter geht es um 4x4 Minuten bei deutlich über meiner FTP. Die ersten vier Minuten gehen in der Regel immer. Die zweiten tuen dann schon nach 20-25% der Zeit etwas mehr weh. Deshalb habe ich in der vergangenen Saison auf der Rolle über die App den Widerstand herunter gedreht habe. Das Ergebnis: Ich habe die Einheit nur zu gefühlten 95% erfüllt. Es fehlten einfach die Wattwerte, weil ich mental das ganze nicht durchgezogen habe.
Ein noch besseres Beispiel war ein schöner Sommertag mit 1h45 Laufintervallen draussen. Die Intervalle und 20 KM habe ich Sauber durchgezogen. Danach stand auf dem Plan, dass ich noch 15 Minuten auslaufe. Ich war aber sehr nah zur Wohnung und zum Sofa. Also wurde aus den 15 Minuten laufen ein gemütliches Spazieren. Wieder fehlten die gefühlten letzten 5 Prozent. Mental war ich da ich auch an diesem Tag "schwach".

Demnach jetzt meine sehr generelle Aussage: Im letzten Jahr haben 5% von den Einheiten gefehlt, welche ich angefangen und durchgezogen habe. Das ist natürlich sehr generell, weil auch einige guten Einheiten dabei waren.
Also geht es hier um den mentalen Schweinehund in mir. Und diesen habe ich mir für die Saison als Motto genommen.
Ich stelle eine Saison immer unter ein Motto. Letztes Jahr war es "Von Roth nach Zell". Dieses Jahr ist es aus dem Training "die letzten 5% rauszuholen", aus den Einheiten, welche ich anfange.

Wie mache ich das: Ich kämpfe gegen meinen Kopf.
Das habe ich heute zum ersten mal richtig merken dürfen. Rolle, 4x4 Minuten, 3 Minuten Pause bei 375 Watt. Nach zwei Intervallen habe ich gemerkt, dass wird verdammt hart. Und ich habe überlegt die Companion aufzumachen und den Widerstand zu verringern.
Genau in diesem Moment kam das Motto in meinen Kopf. Die letzten 5 Prozent bekommt man nur, wenn man jedes der Intervalle sauber durchzieht.
Und das habe ich heute Abend durchgezogen:

[Hier war ein Pain Face Bilder. Das habe ich aus persönlichen Gründen entfernt.]

Das Aufstellen und Visualisieren von Zielen bringt mich nach vorne. Ich kann mein Training und meine Motivation dadurch besser steuern.
Meine persönliche Empfehlung ist: Stellt ein Ziel auf, Visualisiert das Ziel und arbeitet jeden Tag daran. Macht das Ziel so generell wie nötig, aber so genau wie möglich. Z.b. Bei mir in jeder Einheit den Plan vollständig auszuführen. Und das ist so allgemein, dass von Stabi bis Wechseltraining funktioniert. Es ist aber so genau, dass ich weiß, was ich in jeder Einheit machen muss, um das Motto zu erreichen.

Das ist nun mal die Vorstellung meiner Motivation.
Eventuell könnt ihr dieses weite Thema mit euren Tipps noch etwas ergänzen.
Wie motiviert ihr euch ? Wie kommt ihr im Winter raus ? Wie kommen die Einheiten auf dem Plan zu 100% auf die Strasse ?
Ich freue mich auf eure Tipps und Tricks :Blumen:
Viele Grüße und schönen Abend und einen motivierten Start in die kommende Woche
Tom


runningmaus 03.12.2018 07:27

Zitat:

Zitat von mrtomo (Beitrag 1423035)
....
Wie motiviert ihr euch ?

Do the Job in front of you!
Machs einfach.
Zitat:

Wie kommt ihr im Winter raus ?
Es ist doch großartig, daß es endlich nicht mehr so heiß ist...!
Zitat:

Wie kommen die Einheiten auf dem Plan zu 100% auf die Strasse ?....
Ernsthaft - ich mach Häkchen in den Plan....
die grünen und blauen Häkchen für "erfolgreich erledigt" sind prima :)

Und: ich versuche meine Art des herangehens, fast 100% Häkchen zu haben!!! nicht mehr so wichtig zu nehmen - denn all die anderen berichten mir, daß sie 60 bis 80 % der geplanten Einheiten überhaupt nur machen... und damit sind sie meist viel schneller (als ich), also könnte es sein, daß mehr Regeneration besser wäre :cool:

happy Training! :Blumen:

trithos 03.12.2018 08:17

Zitat:

Zitat von mrtomo (Beitrag 1423035)
Wie kommen die Einheiten auf dem Plan zu 100% auf die Strasse ?

Zitat:

Zitat von runningmaus (Beitrag 1423068)
Und: ich versuche meine Art des herangehens, fast 100% Häkchen zu haben!!! nicht mehr so wichtig zu nehmen - denn all die anderen berichten mir, daß sie 60 bis 80 % der geplanten Einheiten überhaupt nur machen... und damit sind sie meist viel schneller (als ich), also könnte es sein, daß mehr Regeneration besser wäre :cool:

Ich stimme runningmaus zu 100 Prozent zu. Immer wieder höre ich von befreundeten Triathleten: "Ich hab den Plan doch hundertprozentig umgesetzt. Warum hab ich dann den Wettkampf verschissen?"

Genau darum! Es gibt doch für jeden Tage, an denen es nicht läuft, an denen die Tagesverfassung nicht stimmt usw... Wenn man da seinen Körper zu oft drüberknüppelt, vernichtet man sich. Da ist weniger oft wirklich mehr!

Und sollte es Dir regelmäßig so gehen, dass Du das Gefühl hast, die Trainingseinheiten sind zu schwer, dann sind sie es vermutlich wirklich. Dann nimm ein bisschen Intensität raus. Du musst Dich ja nicht in jedem Training "All-Out"-belasten. Damit plädiere ich nicht dafür, das Training schleifen zu lassen. Aber die Gefahr besteht bei Dir (glaub ich) ohnehin nicht.

Aber im Trainingsplan flexibel bleiben, ja nach Tagesverfassung einmal rauszunehmen (oder auch, wenn es gut läuft vielleicht mal draufzulegen) schadet sicher nicht - auch wenn Du den Plan dann nicht hundertprozentig umgesetzt hast.

mrtomo 03.12.2018 10:40

Zitat:

Zitat von runningmaus (Beitrag 1423068)
Und: ich versuche meine Art des herangehens, fast 100% Häkchen zu haben!!! nicht mehr so wichtig zu nehmen - denn all die anderen berichten mir, daß sie 60 bis 80 % der geplanten Einheiten überhaupt nur machen... und damit sind sie meist viel schneller (als ich), also könnte es sein, daß mehr Regeneration besser wäre :cool:

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1423087)
Genau darum! Es gibt doch für jeden Tage, an denen es nicht läuft, an denen die Tagesverfassung nicht stimmt usw... Wenn man da seinen Körper zu oft drüberknüppelt, vernichtet man sich. Da ist weniger oft wirklich mehr!
[...]
Aber im Trainingsplan flexibel bleiben, ja nach Tagesverfassung einmal rauszunehmen (oder auch, wenn es gut läuft vielleicht mal draufzulegen) schadet sicher nicht - auch wenn Du den Plan dann nicht hundertprozentig umgesetzt hast.

Diesem Punkt kann ich auch voll zustimmen. Die Flexibilität von 80% gibt so viel Freiheit, dass die Einheiten und Regeneration besser zusammen kommen.
Es gibt zwar einen Plan mit 100%, aber auch mein Coach sagt, dass unser Ziel geringer ist. Genau wegen dem "drüberknüppeln und vernichten" ist es an manchen Tagen nicht sinnvoll. Das spielt auch eine große Rolle.

Der Fokus an den 100% fit und motiviert Tagen an diese obersten Grenzen zu gehen, dass zu schaffen, war letztes Jahr öfters das Problem. Da ist die Motivation nach 70% runter gegangen und bei 90-95% habe ich die Einheit beendet.
Das obwohl ich fit und motiviert gewesen bin.
An diesen Tagen kam (kommt ...) der Frust, dass ich die Einheit früher beendet habe, dann meist bereits unter der Dusche oder spätestens, wenn ich viel zu früh irgendwo bin (z.B. auf YouTube bei TEDx Talks :Lachen2: ).

Also bin ich da voll bei euch.
100% Umsetzung sind noch härter und eventuell weniger effizient als 60/80 oder 95%.
Wenn der Körper keine 4x4 @ 375Watt schafft, dann sollte darauf gehört werden. Aber wenn er es schaffen kann, dann das ganze durchziehen und nicht der zweiten Drei-Minuten Pause in der Companion App die Watt verschieben :dresche

Ein Beispiel dazu bei mir ist, dass Musik hilft, wenn ich GA oder SST/Schwelle fahre. wenn ich am obersten Rand bin, dann spreche ich im Kopf eher zu mir "Komm Tom, Auf gehts, noch 120 Sekunden, noch 90, jetzt nur noch bis zum Intervall-Bogen".

Habt ihr dafür dann auch Rituale ?


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