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mumuku 22.06.2021 10:41

und du musst "nur" 3 watt (2x1,5W) hergeben....


captain hook 22.06.2021 11:01

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1607499)
Die ENtwicklungsstufen der Bilder 1 zu 2 und dann zu 3 sind schon heftig!!

Und das, obwohl Bild 3 durchaus auch noch bequem ist.

JeLü 22.06.2021 11:33

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1607493)
Es waren ja einige meiner Referenzfahrer in Stuttgart am Start. Ich könnte also durchaus kalkulieren was ich da hätte fahren können. Aber bringt ja keinen Mehrwert. Relevant im Ergebnis ist das eh nicht verglichen mit den dort fahrenden Profis. Die fahren in der Spitze deutlich (!!) schneller.

Ja, ich hatte das auch geschrieben, weil ich ein paar aus dem unteren Bereich der Top10 und Top5 U23 mittlerweile auch ganz gut kenne. Da sehe ich nicht, dass du das nicht fahren könntest.
Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich bei dir eine höhere Stundenleistung angesetzt hätte. Bei VO2Max um/über 80 und 5min Leistung von 420/430 vor ein paar Jahren (habe ich hier nachgelesen:Blumen: ) und den jetzigen Umfängen hätte ich ehrlich gesagt gedacht, dass du auf jeden Fall Stundenleistung 320 Watt fahren würdest und in Topform noch etwas mehr, womit ich dich dann in Stuttgart noch weiter vorne gesehen hätte (Unterschied zu Top3 ist unstrittig).

captain hook 22.06.2021 12:14

Zitat:

Zitat von JeLü (Beitrag 1607515)
Ja, ich hatte das auch geschrieben, weil ich ein paar aus dem unteren Bereich der Top10 und Top5 U23 mittlerweile auch ganz gut kenne. Da sehe ich nicht, dass du das nicht fahren könntest.
Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich bei dir eine höhere Stundenleistung angesetzt hätte. Bei VO2Max um/über 80 und 5min Leistung von 420/430 vor ein paar Jahren (habe ich hier nachgelesen:Blumen: ) und den jetzigen Umfängen hätte ich ehrlich gesagt gedacht, dass du auf jeden Fall Stundenleistung 320 Watt fahren würdest und in Topform noch etwas mehr, womit ich dich dann in Stuttgart noch weiter vorne gesehen hätte (Unterschied zu Top3 ist unstrittig).

Ich vermute, wir kommen bei den Einschätzungen nicht auf völlig unterschiedliche Ergebnisse. :Blumen:

Hafu 22.06.2021 12:20

Zitat:

Zitat von mumuku (Beitrag 1607504)
und du musst "nur" 3 watt (2x1,5W) hergeben....
...

Aber man gibt doch freiwillig beim Kampf um optimales Material nicht einfach mal 3 Watt her (es sei denn man bekommt Geld, um den Aerotan zu fahren, so wie die von Schwalbe gesponsorten Profis).
Auch Kleinvieh macht Mist.

Hinzu kommt der teure Preis des Aerothan, der weit über dem von Latex-Schläuchen liegt.
Das wäre so, wie wenn man Anzüge testet und sich dann im Wettkampf für den zweitbesten aber teuersten Anzug entscheidet.

captain hook 22.06.2021 12:32

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1607526)
Aber man gibt doch freiwillig beim Kampf um optimales Material nicht einfach mal 3 Watt her (es sei denn man bekommt Geld, um den Aerotan zu fahren, so wie die von Schwalbe gesponsorten Profis).
Auch Kleinvieh macht Mist.

Hinzu kommt der teure Preis des Aerothan, der weit über dem von Latex-Schläuchen liegt.
Das wäre so, wie wenn man Anzüge testet und sich dann im Wettkampf für den zweitbesten aber teuersten Anzug entscheidet.

Dieses Thema fixed mich wirklich irgendwie gar nicht an. Dafür funktioniert Latex für mich schon zu lange zu gut.

KevJames 22.06.2021 13:30

Zitat:

Zitat von JeLü (Beitrag 1607515)
... und 5min Leistung von 420/430 vor ein paar Jahren (habe ich hier nachgelesen:Blumen: ) und den jetzigen Umfängen hätte ich ehrlich gesagt gedacht, dass du auf jeden Fall Stundenleistung 320 Watt fahren würdest und in Topform noch etwas mehr ...

Danke fürs Raussuchen. :Cheese:

Ich meine auch, dass eine Stunde lang da bestimmt 320 Watt drin sind, wenn nicht eher noch mehr.

Vielleicht sollte ich doch auch mal Latex ausprobieren ...

captain hook 22.06.2021 13:44

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1607546)
Danke fürs Raussuchen. :Cheese:

Ich meine auch, dass eine Stunde lang da bestimmt 320 Watt drin sind, wenn nicht eher noch mehr.

Vielleicht sollte ich doch auch mal Latex ausprobieren ...

Nu bin ich aber Radrennfahrer mit einem ganz gutem Maß an anaerober Kapazität. Und da ist nen gradeaus 5min Hügel mit Sprintentscheid oben bissl unterschiedlich zu 50kmh in Position Kopf runter 1h mit Kurven und Wellen die Watt halten.

KevJames 22.06.2021 20:32

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1607553)
Nu bin ich aber Radrennfahrer mit einem ganz gutem Maß an anaerober Kapazität. Und da ist nen gradeaus 5min Hügel mit Sprintentscheid oben bissl unterschiedlich zu 50kmh in Position Kopf runter 1h mit Kurven und Wellen die Watt halten.

Was trittst Du denn beim KOTL so?

Aber stimmt schon, eine Stunde ist schon hart und wenn es nicht ganz flach ist nochmal mehr. Ich bekomme 1h lang auch nicht annähernd gefahren (noch nicht :Cheese: ), was ich nach dem 5 und 20 min. Wert eigentlich fahren können sollte (und das obwohl ich weit davon entfernt bin Radsportler zu sein).

captain hook 23.06.2021 05:51

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1607618)
Was trittst Du denn beim KOTL so?

Aber stimmt schon, eine Stunde ist schon hart und wenn es nicht ganz flach ist nochmal mehr. Ich bekomme 1h lang auch nicht annähernd gefahren (noch nicht :Cheese: ), was ich nach dem 5 und 20 min. Wert eigentlich fahren können sollte (und das obwohl ich weit davon entfernt bin Radsportler zu sein).

Ich bin ja erst einmal gefahren. Das ist ja weit entfernt davon eine solide Datenbasis zu haben. Hab das ja zur Wiederaufnahme mal erläutert was da los war. Als Zahlenreduktion... Mir haben 290w für sub1h gereicht. Hört sich einfach an, aber das ist immer noch so schnell, dass ich damit zb 40s schneller war als der typ, der beim Monsterzeitfahren in Holland 2ter hinter Boris Stein war. Und der ist ehemaliger Master Stundenrekordler. Und Stein ist beim Monsterrennen alltime rekord gefahren. Was ist das Ergebnis aus solchen Überlegungen? Ich habe keine Ahnung. Aber es scheint vorteilhaft zu sein eine gute Aerodynamik zu haben. Sogar an schlechten Tagen. An der Stunde haben sich viele deutsche top Masters Leute bislang die Zähne ausgebissen. Um nicht zu sagen, ich war der erste von denen der drunter blieb.

Da stellt sich halt die Frage, was sagen einem die Zahlen und die 290w?

captain hook 23.06.2021 10:25

Bin heute vor der Arbeit kurz mal bissl fahren gewesen nach nem Kaffee. In der Mitte fielen dann 30km mit 47,5kmh bei knapp über 300W raus. Was man halt so vorm Frühstück so macht. Allerdings war heute glaube ich jeder Trecker den es in der Region gibt unterwegs und musste irgendwo abbiegen oder langsam fahren wo ich kam, natürlich jedesmal mit Autokolonne, so dass es nicht mit raus und vorbei getan war. War ganz OK. Niveau dürfte jetzt schon so sein wie letztes Jahr kurz vorm King. Kann dann zum Termin hin natürlich nur noch schneller werden. :Lachanfall: Seit Mitte Mai hab ich rund nen halbes kmh bei vergleichbaren Bedingungen gefunden auf der Strecke. So kann es wegen mir weitergehen.

captain hook 23.06.2021 13:31

https://anchor.fm/tryathlete/episode...a-Kopf-e137mou

Podcast ist online.

Bleierpel 23.06.2021 14:19

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1607745)

Alter, dicker, ambitionierter Freizeitathtlet :Lachanfall::Lachanfall:

captain hook 23.06.2021 14:26

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1607761)
Alter, dicker, ambitionierter Freizeitathtlet :Lachanfall::Lachanfall:

45 Jahre, 65 bis 70kg bei 170cm und seit über 20 Jahren Vollzeitjob. Kauft sein Material selbst, hat keinen Trainer und keinen Plan.

Findest du die Beschreibung unangemessen? 🤯

Bleierpel 23.06.2021 14:44

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1607764)
45 Jahre, 65 bis 70kg bei 170cm und seit über 20 Jahren Vollzeitjob. Kauft sein Material selbst, hat keinen Trainer und keinen Plan.

Findest du die Beschreibung unangemessen? 🤯

56, 175 cm (Tendenz kleiner werdend), Rad 82 kg, 40 Jahre im Job, KFA > 20% :o ; froh über 30km/h bei gesperrter Strecke; dass ist ein kleiner, Dicker ohne Plan ;)

Ich wollte nicht provozieren, Captain. Ich fand es nämlich ganz im Gegenteil hochgradig sympathisch, wie Du rüberkamst. :Blumen:

captain hook 23.06.2021 14:49

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1607767)
56, 175 cm (Tendenz kleiner werdend), Rad 82 kg, 40 Jahre im Job, KFA > 20% :o ; froh über 30km/h bei gesperrter Strecke; dass ist ein kleiner, Dicker ohne Plan ;)

Ich wollte nicht provozieren, Captain. Ich fand es nämlich ganz im Gegenteil hochgradig sympathisch, wie Du rüberkamst. :Blumen:

Dachte der smilie taugte. Alles bestens. :Blumen:

Danke :liebe053:

KevJames 24.06.2021 05:41

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1607764)
45 Jahre, 65 bis 70kg bei 170cm und seit über 20 Jahren Vollzeitjob. Kauft sein Material selbst, hat keinen Trainer und keinen Plan.

Findest du die Beschreibung unangemessen? 🤯

Finde auch, bei dem was Du so leistest, bemerkenswert sympathisch!

Die Bezeichnung Amateur oder Profi finde ich heutzutage ohnehin problematisch. Durch Social Media können ja heute Leute Profis sein, die 20 km'h langsamer als Du sind. Jedenfalls kenne ich das aus dem Kraftsport, da sind Leute "Profis", da nimmst Du einen von der Straße, trainierst ihn 6 Monate und dann ist er besser. Also Profi definiert als jemand der im weitesten Sinne nicht arbeitet, sondern von seinem Sport leben kann.

Insofern könnte man auch schauen, wer sind die 10-20 besten eines Landes einer Altersklasse - ganz unabhängig davon, was sie sonst in ihrem Leben machen. So gesehen, Du b ringst ja nun wirklich Top Leistungen und bezeichnest Dich selbst als Hobbyathleten - ich finde das bemerkenswert bodenständig.

KevJames 24.06.2021 05:46

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1607639)
Ich bin ja erst einmal gefahren. Das ist ja weit entfernt davon eine solide Datenbasis zu haben. Hab das ja zur Wiederaufnahme mal erläutert was da los war. Als Zahlenreduktion... Mir haben 290w für sub1h gereicht. Hört sich einfach an, aber das ist immer noch so schnell, dass ich damit zb 40s schneller war als der typ, der beim Monsterzeitfahren in Holland 2ter hinter Boris Stein war. Und der ist ehemaliger Master Stundenrekordler. Und Stein ist beim Monsterrennen alltime rekord gefahren. Was ist das Ergebnis aus solchen Überlegungen? Ich habe keine Ahnung. Aber es scheint vorteilhaft zu sein eine gute Aerodynamik zu haben. Sogar an schlechten Tagen. An der Stunde haben sich viele deutsche top Masters Leute bislang die Zähne ausgebissen. Um nicht zu sagen, ich war der erste von denen der drunter blieb.

Da stellt sich halt die Frage, was sagen einem die Zahlen und die 290w?

Ah ok, wusste ich nicht - stecke ja noch nicht so in der Materie - dachte irgendwie, das ist so ein Standard Rennen für die sehr guten Zeitfahrer. :Cheese:

Nun, ich lerne, dass ich rein von der Leistung her nicht so weit weg von der Spitze bin, aber einfach nicht die körperlichen Voraussetzungen (Aerodynamik) habe um auch nur annähernd so schnell zu sein, sondern auf jedem kleinen Wettkampf von fast allen im Feld geschlagen werde (da für mich aktuell schon 40 km'h nicht ohne sind). Das heisst, ich muss weiter an meinem Gewicht und dann an meiner Position arbeiten und dabei versuchen die Leistung mindestens zu halten. Insofern vielen Dank für den Einblick.

Für Dich würde ich sagen heisst das, dass Du mit 300+ Watt nochmal deutlich schneller sein solltest und eigentlich unbedingt mal den Masters Stundenweltrekord angehen solltest. :Cheese: (Sag mir bescheid, wenn es soweit ist, ich bin dann dabei!)

captain hook 24.06.2021 07:19

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1607837)
und bezeichnest Dich selbst als Hobbyathleten - ich finde das bemerkenswert bodenständig.

Es gibt ja auch Leute, die schauen 2h am Tag Netflix. Ich fahr 2h am Tag Rad. Deshalb ist der Netflixer kein Steven Spielberg und ich kein Radprofi.

Natürlich ist es ein Unterschied, ob Du Deinen Arbeitstag komplett dem Sport und der Verbesserung Deiner Leistung widmest oder ob Du Sport machen gehst wenn Dein Job Dir die Zeit dazu lässt. Vielleicht gar nicht so wegen jeder einzelnen Einheit, aber wegen der eigentlich relevanten Dinge außen rum. Physiotherapie, Stabi-Übungen, Zeit für angemessene Ernährung und Regeneration, professionelle Auseinandersetzung mit sich und seinem Training, seinem Material, Tests... Was halt so Zeit kostet, die man nicht hat, wenn man den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt.

Um so erstaunter bin ich manchmal, wenn so genannte Profis schon auf den ersten Blick offensichtliche Baustellen die ihre Ergebnisse beeinflussen nicht angehen. Natürlich mag es manchmal vorteilhaft sein sich mal locker zu machen, dann muss man sich halt jemanden suchen der das für einen macht.

Aber das kann jeder für sich entscheiden. Ich hab mich damals gegen den Profisport entschieden und würde aus heutiger Sicht sagen, dass das die richtige Entscheidung war. Und in meinem Alter muss man da auch keine unrealistischen Ambitionen mehr haben. Ich beschäftige mich zu viel mit Material und damit mit dem Sport Teile meines restlichen Lebens zu kompensieren und zu wenig mit ordentlichem Training, sinnvoller Struktur und klarer Zieldefinition. Mach ich halt so, weils "Hobby" ist.


Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1607838)
Ah ok, wusste ich nicht - stecke ja noch nicht so in der Materie - dachte irgendwie, das ist so ein Standard Rennen für die sehr guten Zeitfahrer. :Cheese:

Nun, ich lerne, dass ich rein von der Leistung her nicht so weit weg von der Spitze bin, aber einfach nicht die körperlichen Voraussetzungen (Aerodynamik) habe um auch nur annähernd so schnell zu sein, sondern auf jedem kleinen Wettkampf von fast allen im Feld geschlagen werde (da für mich aktuell schon 40 km'h nicht ohne sind). Das heisst, ich muss weiter an meinem Gewicht und dann an meiner Position arbeiten und dabei versuchen die Leistung mindestens zu halten. Insofern vielen Dank für den Einblick.

Für Dich würde ich sagen heisst das, dass Du mit 300+ Watt nochmal deutlich schneller sein solltest und eigentlich unbedingt mal den Masters Stundenweltrekord angehen solltest. :Cheese: (Sag mir bescheid, wenn es soweit ist, ich bin dann dabei!)

Es treffen sich inzwischen auch außerhalb es Eliterennens dort ein paar ganz gute Hobbyzeitfahrer, das stimmt. Meistens ist das für mich terminlich und wegen der Streckenlänge mit den UCI Geschichten aus dem Lizenzbereich kollidiert.

40kmh... red doch mal mit Deinen Kollegen im Büro. Das finden die schon richtig irre. Vergleiche mit anderen Leuten taugen eh nur sehr bedingt. Ich hab von Leuten gehört, die haben für die sub1h beim King gelebt wie ein Mönch, haben nur Teilzeit oder gar nicht gearbeitet oder haben extrem lange leistungssportliche Vergangenheiten, waren mal Pros, sind auf dem Weg dazu oder was auch immer. Warum sollte man mit dem was man als Hobby tut auf solche Leute schielen? Ich denke da sollte man auf sich selbst schauen und so machen, wie es für einen selbst gut ist.

KevJames 03.07.2021 14:23

Sehr gesunde Einstellung - für einen doch so starken Athleten. Kenne ich aus dem Kraftsport anders, da drehte sich bei der "Hobbyelite" alles um den Sport, alleine der Begriff "Hobbysportler" hätte quasi alle maßlos beleidigt.

captain hook 05.07.2021 13:38

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1609517)
Sehr gesunde Einstellung - für einen doch so starken Athleten. Kenne ich aus dem Kraftsport anders, da drehte sich bei der "Hobbyelite" alles um den Sport, alleine der Begriff "Hobbysportler" hätte quasi alle maßlos beleidigt.

Das ist pragmatischer Realismus.

Necon 22.07.2021 10:44

Captain ich hoffe ich darf hier kurz eine Frage stellen, es geht auch um Aero.

Vielleicht kurz der Hintergrund. Mich zieht es immer mehr weg von eher klassischen Triathlons hin zu bergigeren mit durchaus auch schweren Abfahrten.
In der Ebene auf geringen Steigungen ist die Aeroposition klar im Vorteil, auf Abfahrten verliert man aber mit dem TT (zumindest ich) durch den Lenker und den Bremsen doch einiges an Zeit.

Folgende Frage.
Wie viel kostet mich bzw generell jemanden mit einer guten Aeropositon (also doch nicht mich) ein Drop Handlebar im Vergleich zum klassischen flat Aeroaufbau?

Also mal angenommen man hat ein Rad wie das Airstreem TT Road Disc
https://airstreeem.com/de/produkte/f...e/tt-road-disc
Geht mit der Sattelstütze Richtung 78° statt 73° und baut sich eine gute Aeroposition auf, fährt aber eben Handelbars, wie groß ist die Aeroeinbuße.

Ich hoffe ich konnte meine Frage klar formulieren.

captain hook 22.07.2021 11:29

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1612937)
Captain ich hoffe ich darf hier kurz eine Frage stellen, es geht auch um Aero.

Vielleicht kurz der Hintergrund. Mich zieht es immer mehr weg von eher klassischen Triathlons hin zu bergigeren mit durchaus auch schweren Abfahrten.
In der Ebene auf geringen Steigungen ist die Aeroposition klar im Vorteil, auf Abfahrten verliert man aber mit dem TT (zumindest ich) durch den Lenker und den Bremsen doch einiges an Zeit.

Folgende Frage.
Wie viel kostet mich bzw generell jemanden mit einer guten Aeropositon (also doch nicht mich) ein Drop Handlebar im Vergleich zum klassischen flat Aeroaufbau?

Also mal angenommen man hat ein Rad wie das Airstreem TT Road Disc
https://airstreeem.com/de/produkte/f...e/tt-road-disc
Geht mit der Sattelstütze Richtung 78° statt 73° und baut sich eine gute Aeroposition auf, fährt aber eben Handelbars, wie groß ist die Aeroeinbuße.

Ich hoffe ich konnte meine Frage klar formulieren.

Klassisch Straßenrad vs TT Bike sind so 2 bis 3kmh die da flöten gehen.

Ein Straßenrad auf eine extrem aerooptimierte Dropbar-Position umzubauen mit Sattel extrem vor etc geht meiner Meinung nach zu lasten des RR Vorteils, weil das Handling extrem bescheiden wird, weswegen man aber ja das RR eigentlich auswählt.

Ich würde in deinem Fall ein Straßenrad mit nem leichten Auflieger bauen. Dann kannst Du klassische RR Position fahren wo du es brauchst... also steil bergauf oder aber auch in technischen Abfahrten und wenn es dann mal flacher ist, nutzt du den Auflieger zur Entlastung und zur Verbesserung der Aerodynamik.

Ich habe sowas noch nicht gemessen, denke aber aus dem Bauch heraus, dass sich der Nachteil zu nem vollwertigen TT damit ungefähr halbieren lassen würde. Dürfte dabei auch darauf ankommen welches Rad du als Ausgangsbasis nimmst. Zusatzshifter am Auflieger würde ich montieren. Der Auswahl der Laufräder könnte eine Bedeutung zukommen. Im Disczeitalter ist ja "leicht" und rel. aero eigentlich machbar auch am Berg.

zahnkranz 22.07.2021 11:35

Meiner Meinung nach bringt es mehr an der Fahrtechnik zu üben, als auf ein anderes Rad umzusteigen. Wieviel bist du auf dem Rennrad schneller auf der Abfahrt, hast du es ausprobiert? Leih dir ein Rennrad aus, stopp mal die Zeit, dann hast du einen konkreten Ansatzpunkt.

captain hook 22.07.2021 11:47

Was den ursprünglichen Sinn dieses Themas hier mal anging... wie immer im Leben geht das Leben weiter und manchmal bleiben Dinge nicht wie sie sind. Bei mir haben Belastungen außerhalb des Sports so zugenommen, dass ich geplanten und ergebnisfokussierten Sport eine Weile zurückstellen werde, bis ich mich wieder so fühle, dass ich das als Freude und nicht als zusätzlichen Stress empfinden kann. Ein bisschen vor mich hinradeln werde ich natürlich weiterhin.

zahnkranz 22.07.2021 11:49

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1612948)
Was den ursprünglichen Sinn dieses Themas hier mal anging... wie immer im Leben geht das Leben weiter und manchmal bleiben Dinge nicht wie sie sind. Bei mir haben Belastungen außerhalb des Sports so zugenommen, dass ich geplanten und ergebnisfokussierten Sport eine Weile zurückstellen werde, bis ich mich wieder so fühle, dass ich das als Freude und nicht als zusätzlichen Stress empfinden kann. Ein bisschen vor mich hinradeln werde ich natürlich weiterhin.

Alles alles Gute! Vielen Dank für deine bisherigen Beiträge hier, sind für mich eine Inspiration gewesen :Blumen:

captain hook 22.07.2021 11:52

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1612943)
Meiner Meinung nach bringt es mehr an der Fahrtechnik zu üben, als auf ein anderes Rad umzusteigen. Wieviel bist du auf dem Rennrad schneller auf der Abfahrt, hast du es ausprobiert? Leih dir ein Rennrad aus, stopp mal die Zeit, dann hast du einen konkreten Ansatzpunkt.

Hast du das Giro EZF gesehen wo die übern Berg sind? Da sind einige gestandene Profis mit dem TT Bike bergab geeiert, dass man Angst beim Zuschauen hatte. Und da war die Abfahrt extrem einfach. Da halte ich es für eine kühne Forderung, dass Hobbysportler das mal ein bisschen üben sollen und dann geschmeidig mit einem Boliden auch ne schwierige Abfahrt so schnell und sicher runter kommen wie mit nem RR mit einer stabilen Position.

captain hook 22.07.2021 11:59

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1612950)
Alles alles Gute! Vielen Dank für deine bisherigen Beiträge hier, sind für mich eine Inspiration gewesen :Blumen:

Soweit ich das beurteilen kann funktioniert meine Tastatur ja noch. Ich werde euch also weiter nerven. :Lachen2:

Gestern bin ich mal mit dem RR los über die Referenzstrecke. 42,1kmh im Schnitt mit 278W avg. Allerdings mit einem eher nicht so optimalem Setup. 28mm Reifen auf ner 26mm breiten Felge, dicke Schläuche, 2 Flaschen... Ich mach da mal ein paar weitere Versuche wenn Lust und Zeit da ist. cdA war übers Rechenmodell bei 0,237 was sich rel. gut mit den Versuchsfahrten deckt, die Hein mal mit mir gemacht hatte Anfang 2020.

zahnkranz 22.07.2021 12:07

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1612951)
Hast du das Giro EZF gesehen wo die übern Berg sind? Da sind einige gestandene Profis mit dem TT Bike bergab geeiert, dass man Angst beim Zuschauen hatte. Und da war die Abfahrt extrem einfach. Da halte ich es für eine kühne Forderung, dass Hobbysportler das mal ein bisschen üben sollen und dann geschmeidig mit einem Boliden auch ne schwierige Abfahrt so schnell und sicher runter kommen wie mit nem RR mit einer stabilen Position.

Bei einem Großteil der Hobby-Sportler stimmt bei Abfahrten so ziemlich gar nichts, egal mit welchem Bike diese unterwegs sind. Es geht nicht darum aus diesen Sportlern Abfahrt-Profis zu machen, aber mit etwas Übung kommen diese schneller und sicherer runter. Um ein paar Basics zu üben genügt ein kleiner Platz, bspw. ein enger 180-Grad-Wendepunkt.
Auch ich bin mit dem Rennrad ein klein wenig schneller bergab in engen Kurven, aber selbst mit dem TT schneller als ein Großteil der Rennrad-Fahrer.

Necon 22.07.2021 12:13

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1612941)
Klassisch Straßenrad vs TT Bike sind so 2 bis 3kmh die da flöten gehen.

Ein Straßenrad auf eine extrem aerooptimierte Dropbar-Position umzubauen mit Sattel extrem vor etc geht meiner Meinung nach zu lasten des RR Vorteils, weil das Handling extrem bescheiden wird, weswegen man aber ja das RR eigentlich auswählt.

Ich würde in deinem Fall ein Straßenrad mit nem leichten Auflieger bauen. Dann kannst Du klassische RR Position fahren wo du es brauchst... also steil bergauf oder aber auch in technischen Abfahrten und wenn es dann mal flacher ist, nutzt du den Auflieger zur Entlastung und zur Verbesserung der Aerodynamik.

Ich habe sowas noch nicht gemessen, denke aber aus dem Bauch heraus, dass sich der Nachteil zu nem vollwertigen TT damit ungefähr halbieren lassen würde. Dürfte dabei auch darauf ankommen welches Rad du als Ausgangsbasis nimmst. Zusatzshifter am Auflieger würde ich montieren. Der Auswahl der Laufräder könnte eine Bedeutung zukommen. Im Disczeitalter ist ja "leicht" und rel. aero eigentlich machbar auch am Berg.

Darum hab ich das Airstreem als BSP ausgewählt, denn hier wird bereits vom Hersteller angedacht, dass man eben eine TT Position aufbaut.
Aber dann vielleicht die Frage anders herum, wenn ich ein TT mit Dropbar aufbaue gehst du davon aus das statt 2-3 km/h Unterschied RR zu TT, durch die Dropbars der Unterschied sich auf 1,5-2km/h verringern würde. Also noch immer deutlicher Vorteil durch die Aeroposition aber nicht ganz so ausgeprägt wird die flat Variante.

Danke! :Blumen:

captain hook 22.07.2021 13:10

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1612957)
Darum hab ich das Airstreem als BSP ausgewählt, denn hier wird bereits vom Hersteller angedacht, dass man eben eine TT Position aufbaut.
Aber dann vielleicht die Frage anders herum, wenn ich ein TT mit Dropbar aufbaue gehst du davon aus das statt 2-3 km/h Unterschied RR zu TT, durch die Dropbars der Unterschied sich auf 1,5-2km/h verringern würde. Also noch immer deutlicher Vorteil durch die Aeroposition aber nicht ganz so ausgeprägt wird die flat Variante.

Danke! :Blumen:

TT Bike mit Dropbar bringt quasi gar nix. Der Aerovorteil des Rahmens ist so klein, dass ist in Deinem Sinne geschenkt.

Die Reduzierung bezieht sich auf RR mit RR Lenker plus Auflieger.

Necon 22.07.2021 13:22

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1612971)
TT Bike mit Dropbar bringt quasi gar nix. Der Aerovorteil des Rahmens ist so klein, dass ist in Deinem Sinne geschenkt.

Die Reduzierung bezieht sich auf RR mit RR Lenker plus Auflieger.

AH alles klar! Danke!

captain hook 23.07.2021 15:29

Weils so schön ist auf der Teststrecke und ich Lust aufs RR fahren hab und da mit der Position nie richtig zufrieden war, hab ich gestern mal geschraubt...

Anderer Sattel. Und wo ich schon dabei war ein bisschen Videoanalyse. Die Position wirkte immer sehr aufrecht, aber egal was ich tat, ich kam nicht weiter runter. Auf der Rolle dann mal ein bisschen rumexperimentiert mit vor zurück und hoch und runter... und siehe da, weiter hinter brauchte es für vorne runter. Das Problem war schlicht, dass der Platz zwischen Sattel und Lenker nicht reichte um den Rücken zu begradigen. Da ich aber schon nen 120er Vorbau und nen Lenker mit 90mm Reach montiert habe, war mehr Platz vorne zu generieren irgendwie nicht so angesagt. Außerdem kostet an nem Madone ein Vorbau zum probieren mal kurz über 300€.

Weil das Tretlager am Trek eh bb90 üblich knackt gleich mal probiert, wie es mit einer anderen Kurbel aussieht. Also die 165er aus dem TT Bike genommen, wo es mit einem WheelsMFG völlig problemlos tut. Knackt weiterhin, fühlte sich aber verheißungsvoll an.

Der Rücken ist jetzt schön frei und es staucht ihn nicht mehr so zusammen. Dadurch kann ich in bei flacher Bremsgriffposition und am Unterlenker flacher halten. Der Gewichtsverteilung kommt es außerdem entgegen. Der Hüftwinkel ist mit der kurzen Kurbel einigermaßen unter Kontrolle.

Also das Setup von vorgestern mit der neuen Position und los. Tiefe Bremsgriffhaltung (also Unterarme mehr oder weniger parallel zum Boden) geht jetzt viel besser. Konnte ich also dann auch viel so fahren über die Stunde. Im Ergebnis wurden es dann 43,1kmh für 281W, Nicht so verkehrt für mit Rennrad. Irgendwann die Tage kommen neue Laufräder, die dann mal angemessene Reifen und Schläuche bekommen. Mal sehen wie weit sich das Spiel treiben lässt. Unterarme auf Oberlenker könnte man natürlich auch mal fahren, ist aber im Rennen aber ja inzwischen eh verboten.

Dann schön O-Saft Malto aufm Weg ins Büro und los ging der Ernst des Lebens.

DocTom 23.07.2021 22:45

Gibt es schon Bilder von Dir und Rad mit kurzer Kurbel?
:Huhu:
Tom

captain hook 24.07.2021 07:47

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1613174)
Gibt es schon Bilder von Dir und Rad mit kurzer Kurbel?
:Huhu:
Tom

Nur aufm tt 🤯 mal sehen was sich so ausgeht. Denke da sollte mal was möglich sein. Vielleicht mach ich dann doch auch mal nen test mit der uci verbotenen arms on bar Position.

Genussläufer 25.07.2021 14:24

Ich habe mir jetzt an zwei Tagen den ganzen Faden durchgelesen. Ich bin erstens entsetzt, daß mich die Denke nicht losgelassen hat und zweiten daß akute Ansteckungsgefahr besteht. Ich komme eher vom Laufen und weiche lediglich bei Verletzungspausen aufs Rad aus. Eigentlich wollte ich nur noch just for fun ein wenig rumtraben und Spaß am Training haben. Jetzt ist unglücklicherweise der Funke übergesprungen. Ich bin drei Jahre älter als Du und wiege 63kg. Meine Wattzahlen auf dem Rad sind gar nicht soviel niedriger, die Geschwindigkeit schon :Lachen2:
Aber die große Liebe und Stärke ist und bleibt das Laufen. Und die Ambition kriege ich nach der Lektüre wohl auch nicht wieder raus. Danke für die Einblicke und nach mehr Dank für die Motivation :Blumen:

captain hook 25.07.2021 14:34

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1613420)
Ich habe mir jetzt an zwei Tagen den ganzen Faden durchgelesen. Ich bin erstens entsetzt, daß mich die Denke nicht losgelassen hat und zweiten daß akute Ansteckungsgefahr besteht. Ich komme eher vom Laufen und weiche lediglich bei Verletzungspausen aufs Rad aus. Eigentlich wollte ich nur noch just for fun ein wenig rumtraben und Spaß am Training haben. Jetzt ist unglücklicherweise der Funke übergesprungen. Ich bin drei Jahre älter als Du und wiege 63kg. Meine Wattzahlen auf dem Rad sind gar nicht soviel niedriger, die Geschwindigkeit schon :Lachen2:
Aber die große Liebe und Stärke ist und bleibt das Laufen. Und die Ambition kriege ich nach der Lektüre wohl auch nicht wieder raus. Danke für die Einblicke und nach mehr Dank für die Motivation :Blumen:

Ja, das laufen. Ich bin ja nach 15 Jahren auch mal kurz rückfällig geworden. Man kann seine Herkunft wohl nicht verleugnen. 🤯

Vielleicht ist tt eine gute Sache für dich. Dem Laufen nicht so unähnlich. Und man hat nicht so oft was an den Knochen. 😂

captain hook 25.07.2021 14:40

Heute hab ich mal Laufräder und Reifen in angemessener aerodynamischer Qualität ins Madone gesteckt. Am Ende gab's auf der 43km Teststrecke nen 43,6kmh Schnitt mit 271w. Mehr Watt war nach 3 Tagen am Stück nicht freiwillig zu wollen. Also 0,5kmh plus und 10w minus zum letzten Versuch. Ein Teil geht auf die Temperatur und den Luftdruck zurück. Ein bisschen was aufs Material. Bissl was ginge noch mit Flaschen ab, Überschuhe und tt Übersetzung. Dann noch ein paar Watt dazu in frisch und wieder im Flow. Vielleicht geht da mit nem all in Versuch mal was Richtung 44,5kmh oder so für ne Stunde. Also Rennrad, nicht tt Bike.

captain hook 27.07.2021 09:00

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Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1613174)
Gibt es schon Bilder von Dir und Rad mit kurzer Kurbel?
:Huhu:
Tom

Ungefähr so :Blumen:

captain hook 28.07.2021 10:14

Heute früh bin ich mal etwas frischer die Teststrecke mit dem Rennrad gefahren.

43km Streckenlänge out and back gaben 44,4kmh für 287W.

Gewöhn mich noch an die Position. Limit ist dabei eher das halten der Position als Puls oder Laktat. Aber es wird immer besser.


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