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Mirko 15.11.2018 18:06

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1419724)
Vielleicht mal den Neo mit elektroden ausstatten, die bei jeder Fehlstellung etc. einen Stromschlag abgeben. Das wäre doch die Erfindung für uns :cool:

Das ist eine gute Idee. Wenn man die Stromschläge stark genug einstellt haben auch die Mitschwimmer noch was davon!

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1419727)
Technische Erfolge beim Bewegungsablauf werden durch die Anstrengung nach spätestens hundert Metern infrage gestellt. Dann beginnt die Suche nach Leichtigkeit und das ganze Bewegungsmodell wird überdacht und gedreht. Zumindest mir geht das oft so. :Maso:

So ging es mir heute auch! ganz merkwürdige Erfahrung. Normal bin ich ja eher für Bolzen! :Cheese:

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1419734)
Spannende Idee! Ich habe schon darüber nachgedacht, meine Füße in Streckung zu tapen. Momentan schrecke ich davor aber noch zurück. :Lachen2:

Ja mach mal und berichte! Das hab ich auch schon überlegt, nur andersrum. Meine normale Fußhaltung ist sehr gestreckt. Das ist für das Schwimmen sehr praktisch weil meine Füße da natürlich auch gestreckt sind.
ich glaube allerdings das mir das beim Laufen Probleme macht mit den Waden. Dehnen hilft da leider nicht so viel. Wollte auch mal anfangen mir nachts die Füße in normale Stellung zu tapen, weiß aber noch nicht wie das funktionieren soll. :Lachen2:

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1417919)
Mir fiel auf, das Mirko in den Frontalaufnahmen sehr gut weg kommt ! Beachtet mal seine kleine Stirnfläche!
Mit der Oberkörper/Kopflage würde ich versuchen, die Armstreckung wieder nach oben zu korrigieren. So gelingt es vielleicht, die Hand und Unterarm, auch in die sowieso vorhandene Stirnfläche zu bekommen.

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1417950)
Versuch macht kluch, das ist wahr, aber ich wäre an seiner Stelle vorsichtig. Dein Gegenbeispiel Jono van Hazel hält zwar den Arm sehr hoch aber der liegt auch wie ein Brett auf dem Wasser. Und dreht sich nicht beim Atmen fast auf den Rücken.

Durch das Bisschen zusätzlichen Frontalwiderstand, das Mirkos dürrer rechter Arm dem Wasser anbietet, bekommt er den Vorteil einer sehr stabilen Lage.

Schau mal, wie er rumeiert wenn der linke Arm vorne ist. Das würde ich eher nicht auf die andere Seite kopieren wollen, sondern stattdessen auch mit dem linken Arm tiefer gehen.


Wenn beide Seiten identisch solide sind, kann man die Hände vielleicht etwas höher bringen - oder auch nicht.

Ich war erst heute das erste Mal seit dem Sasch wieder im Wasser. Der von Schnodo gemachte Scrennshot ist wirklich erschreckend und ich frage mich zum wiederholten mal wieso ich mit so einer Technik 1000m in 15 Minuten schwimmen kann...
Heute gab es dann mal kein Ballern, sondern 2500 Meter nur Üben! und der einzige Fokus lag dabei auf der Atmung.
Wenn ich nicht atmen muss, ist der linke Arm und die ganze Bewegung gar nicht sooo schlecht glaub ich, sobald ich atme wird es übel.
Ich hab daher versucht so oft wie möglich 4er-Atmung zu machen mir dabei bewusst zu machen wie ich im Wasser liege und das dann beim nächsten Zyklus mit Atmung so gut es geht beizubehalten. Ich denke das ist ein guter weg da besser zu werden. Dann habe ich noch auf die Kopfhaltung beim Atmen geachtet so wie von Schnodo empfohlen. uuund noch eine Sache: ich hab versucht die Kopfbewegung viel schneller zu machen, also unter Wasser schon komplett auszuatmen, flott einatmen und den Kopf dann schnell wieder in die richtige Position bringen.
Alles in allem ist das der richtige Weg, aber ich muss einfach viel öfter ins Wasser. das muss ich sicher noch 20 km üben bis es wirklich so wird das die Bewegung einigermaßen taugt und ich mich nicht mehr bewusst daran konzentrieren muss.

Die tiefe Haltung der Arme finde ich nach wie vor sehr gut, ich glaube das ist unter anderem für meine neuerdings viel bessere Wasserlage verantwortlich! Sieht wirklich bisschen krass aus im Video und kann noch optimiert werden, aber ich glaube das war (wie so oft) ein sehr guter Tipp vom Schwimm-Meister!

mcbert 15.11.2018 18:14

Zitat:

Zitat von adaniya (Beitrag 1419744)
Aber selbst, wenn man alles falsch macht, bleibt doch der Armzug das wichtigste Element:Cheese: Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber mir bereitet schnell schwimmen enormen Genuss:liebe053: .

Na dann auf gehts und volle Pulle Beine. Ich sag nur Sarah Sjöstrom (oder so ähnlich), die macht 100m Beine in unter 1:10.

das Schwimmen ein Gesamtkunstwerk darstellt.
@FlyLive: treffender kann man es nicht beschreiben.

schnodo 15.11.2018 20:22

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1419750)
Wollte auch mal anfangen mir nachts die Füße in normale Stellung zu tapen, weiß aber noch nicht wie das funktionieren soll. :Lachen2:

Ich hatte als ich noch regelmäßig gelaufen bin öfters mal Probleme mit der Plantarsehne und habe mich etliche Tipps angeschaut. Einer davon war, nachts ein solches Teil zu tragen: Brace Night splint (Size 9+) for prolonged stretch of the Plantar Fascia for the treatment of Plantar Fasciitis and Achilles Tendonitis

Dann bin ich aber weniger gelaufen und die Sache hat sich quasi von alleine erledigt und somit habe ich mir das Teil nie gekauft. Ich war aber kurz davor. ;)

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1419750)
Der von Schnodo gemachte Scrennshot ist wirklich erschreckend und ich frage mich zum wiederholten mal wieso ich mit so einer Technik 1000m in 15 Minuten schwimmen kann...

Ich würde es anders sehen, ähnlich wie bei Lionel Sanders: Stell Dir mal vor, der lernt schwimmen! :)

Wenn Du mit einigen erkennbaren Technikproblemen schon so schnell bist, was meinst Du, wie Du erst abgehst, wenn die ausgebügelt sind. Noch schneller werden nur die Rentner sein, die panisch aus dem Becken springen. :Cheese:

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1419750)
Dann habe ich noch auf die Kopfhaltung beim Atmen geachtet so wie von Schnodo empfohlen. uuund noch eine Sache: ich hab versucht die Kopfbewegung viel schneller zu machen, also unter Wasser schon komplett auszuatmen, flott einatmen und den Kopf dann schnell wieder in die richtige Position bringen.

Das hört sich doch alles super an! Viel Erfolg! :Blumen:

Genau so wie Du wäre ich übrigens auch vorgegangen.

schnodo 16.11.2018 16:44

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1419662)
...der die Verbindung zwischen Hüftrotation und Schulterrotation/Catch/Pull schult: Connection Exercise - Hip Driven Freestyle

...ich werde das mal mit dem FINIS Agility Paddle ausprobieren

Gesagt, getan. Es hat ziemlich gut geklappt, in allen Kombinationen. Ich war mir nur zwischendurch nicht mehr sicher, worauf ich eigentlich achten sollte in der jeweiligen Flosse/Paddle-Kombination und bin dann einfach mit möglichst gleichmäßigem Sechserbeinschlag geschwommen. Das kann noch besser werden. ;)

Was ich auf jeden Fall gemerkt habe, ist, dass mir die Paddles sehr auf die Schulter gehen und dass ich Ausweichbewegungen durchführe. Ich werde sie also wohl weiterhin eher selten nutzen.

Fürs Wochenende habe ich mich in ein Swim Performance Camp eingebucht, das praktischerweise im Fächerbad stattfindet. Ich bin gespannt, ob ich nach dem Wochenende motiviert oder frustriert bin. :Lachen2:

schnodo 17.11.2018 22:55

Swim Performance Camp Karlsruhe - Tag 1
 
Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1420013)
Fürs Wochenende habe ich mich in ein Swim Performance Camp eingebucht, das praktischerweise im Fächerbad stattfindet. Ich bin gespannt, ob ich nach dem Wochenende motiviert oder frustriert bin. :Lachen2:

Tag 1 habe ich schon mal überlebt. "Immerhin hast Du jetzt bestimmt keinen Durst mehr." Diese zutreffende Bemerkung, vorgetragen mit einem zufriedenen Lächeln, ist mir als Zitat von Anto, einem der beiden Coaches im Gedächtnis hängen geblieben. Dazu später mehr. ;)

Amüsant war auch, dass ich heute vor dem "swim camp" eine WhatsApp-Nachricht von der Schwägerin bekam: "kennst du swinproformance? Mein cousin ist heute mit denen im fächerbad. Kennst du das?"

Ich hoffe, sie hat das nicht beim Fahren getippt. Normalerweise sieht das bei ihr aufgeräumter aus.
Ich habe ihr dann zurückgeschrieben, dass ich es nicht nur kenne, sondern auch mitmache. Und so habe ich den Cousin der Schwägerin kennengelernt, einen extrem netten Menschen, der für das Schwimmcamp extra aus Zürich angereist ist.

Videoaufnahmen meiner Schwimmerei kenne ich ja nun zur Genüge und es sah gewohnt schlimm aus. Tagesformabhängig waren die Baustellen besonders gut zu erkennen. Ich habe jedoch einige teils ungewohnte Tipps dafür mitgenommen, die ich festhalten will, damit ich sie nicht vergesse:
  • Blick nicht nach unten, sondern schräg nach vorne.
  • Kopfdrehung zur Atmung erst einleiten, wenn der Zug schon fast beendet ist.
  • Becken vorschieben, keine Angst vor dem Hohlkreuz haben.
  • Krallenförmig verformte Finger mit Fingerpaddles korrigieren.
  • Weiter außen eintauchen, nicht zu nahe am Kopf.
  • Den Zug nicht zu früh mit einem "Reißen" beginnen, geduldig anstellen.
  • Den Zug kräftig beenden.
  • Mit verschiedenen Positionen experimentieren.
Das angedeutete Nahtod-Erlebnis hatte ich übrigens bei einer Partnerübung: Zwei Schimmer hintereinander, der hintere hält sich an den Füßen des vorderen fest. Der vordere macht nur Arme, der hintere nur Beine. Leider hingen die Beine meines geschätzten Schwimmkollegen etwas tief, so dass ich beim Versuch zu atmen, an den Füßen hängend, eine volle Ladung Beckenwasser "eingeatmet" habe und das Schwimmexperiment kurzzeitig unterbrechen musste.

Bislang hat mir die Geschichte gut gefallen, wenn sie auch mental und körperlich anstrengend ist. Die üben nicht so, wie es ein schnodo gewohnt ist. ;)

Ich habe einige neue Denkanstöße bekommen und die Mitschwimmer, die teilweise Wege von deutlich über 500 km auf sich genommen haben, sind sehr nett und haben interessante Geschichten zu erzählen. Ich weiß nicht genau warum, aber die meisten Österreicher mag ich und es wärmt mein Herz und macht die Welt zu einem schöneren Ort, wenn junge Damen vom "Bewerb" sprechen und erzählen, dass sie erst "im Jänner" größere Umfänge schwimmen wollen. :)

Morgen geht es weiter. Es gruselt mich etwas vor dem letzten Teil am Nachmittag, in dem das Wörtchen "Kondition" auftaucht.

Mirko 18.11.2018 05:28

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1419796)
Ich hatte als ich noch regelmäßig gelaufen bin öfters mal Probleme mit der Plantarsehne und habe mich etliche Tipps angeschaut. Einer davon war, nachts ein solches Teil zu tragen: Brace Night splint (Size 9+) for prolonged stretch of the Plantar Fascia for the treatment of Plantar Fasciitis and Achilles Tendonitis

Danke dir! Unglaublich was es alles gibt. Hab ich natürlich direkt bestellt da ich offensichtlich (beim Laufen) ziemlich verzweifelt bin. :Cheese:
Bin mal gespannt ob ich mit dem Klotz am Bein schlafen kann und wie sich die Wade dann morgens anfühlt.

FlyLive 18.11.2018 14:05

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1420153)
Tag 1 habe ich schon mal überlebt.....

Ich habe jedoch einige teils ungewohnte Tipps dafür mitgenommen, die ich festhalten will, damit ich sie nicht vergesse:
  • Blick nicht nach unten, sondern schräg nach vorne.
  • Kopfdrehung zur Atmung erst einleiten, wenn der Zug schon fast beendet ist.
  • Becken vorschieben, keine Angst vor dem Hohlkreuz haben.
  • Krallenförmig verformte Finger mit Fingerpaddles korrigieren.
  • Weiter außen eintauchen, nicht zu nahe am Kopf.
  • Den Zug nicht zu früh mit einem "Reißen" beginnen, geduldig anstellen.
  • Den Zug kräftig beenden.
  • Mit verschiedenen Positionen experimentieren.

Das angedeutete Nahtod-Erlebnis .....

Morgen geht es weiter....

Sehr spannend ! :)

Ich denke, all die guten und ungewohnten Tipps müssen intensiv schnodolisch hinterfragt werden und lösen sich deshalb auch wieder größtenteils auf.
Es kann mir niemand erzählen, das dem Schnodo an einem einzigen Wochenend-Seminar, die komplett perfekte Technik in den Schoß fällt. Ein Schnodo, wie ich ihn kenne, will das Gröbste selbst austüfteln und nicht einfach, ganz platt präsentiert bekommen. :Lachen2:

Die Übungen zu deinem Nahtod-Erlebnis kenne ich auch. Diese Übungen sind Chaos und ich frage mich, ob die wirklich einen Nutzen haben. Deine Chaosübung geht ja noch einigermaßen - warte bis 3 oder 4 Schwimmer aneinanderhängen. Auch nebeneinander zu dritt - Hand in Hand kraulen ....:Holzhammer:

Schön das es Dir trotzdem gut gefällt und weiter viel Spaß heute.

Blick immer schön schräg nach vorne und denke an das Hohlkreuz :Cheese:

mcbert 18.11.2018 15:57

Becken nach vorne schieben verstehe ich nicht ganz. Meinst du/der Trainer es nach vorne zu kippen ähnlich wie beim laufen?

Glaube solche Nahtodübungen dienen nur der Abwechslung. Manche schulen vielleicht noch die Koordination aber ich primär heißt es wohl einfach Fokus ändern und Kopf frei machen.


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