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schnodo 23.04.2018 17:36

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1374787)
Kenne das Video leider noch nicht, aber wie genau hab ich das zu verstehen?
Meint Sie damit das eindrehen des Oberarms (Ähnlich wie ab 4:30 hier:Sutton - Catch )?

Das ist glaube ich, nicht ganz dasselbe auch wenn der Effekt ähnlich sein sollte; nur zeigen in Utel Mückels Variante die Fingerspitzen in der Anstellphase nicht direkt nach unten sondern irgendwie schräg nach innen.

Ute Mückel versucht, möglichst einfache Anweisungen zur Bewegungsausführung zu geben und bezieht sich dabei auf den Daumen, der bei vielen Schwimmern leicht abgespreizt ist. Sie unterteilt nun den Zug in drei Phasen:
  1. Streckung nach vorne, der Daumen zeigt in Schwimmrichtung, wodurch die Handfläche etwas schräg zur Seite zeigt.
  2. Heranführen des Daumens an den Brustkorb bis zu einer Distanz von 15 bis 25 cm.
  3. Folgen der Körperlinie an der Körperaußenseite mit dem Daumen bis zum Oberschenkel
In dem Video ist auch nicht alles ganz schlüssig hergeleitet aber der Punkt, den ich für mich mitgenommen habe, war, die Hand deutlich näher an die Brust zu führen als ich es sonst täte.

Diese Schwimmerin hier würde nun nach Mückel nur eines tun, nämlich den nach vorne gestreckten Daumen zum Brustkorb führen und wäre dann in einer guten Position um Druck aufs Wasser zu bringen. Für mich scheint diese Eselsbrücke zu funktionieren.



Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1374789)
Neuer Thread-Titel:
- Hilfe mein Catch ist zu kräftig
- Welches Hilfsmittel bremmst am besten
- Vom Bademeister geblitzt - Schwimmbadverbot was tun?

Kreativ bist Du ja. Die behalte ich mir mal in der Hinterhand. :Cheese:

mcbert 23.04.2018 18:31

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1374791)
Sie unterteilt nun den Zug in drei Phasen:
  1. Streckung nach vorne, der Daumen zeigt in Schwimmrichtung, wodurch die Handfläche etwas schräg zur Seite zeigt.
  2. Heranführen des Daumens an den Brustkorb bis zu einer Distanz von 15 bis 25 cm.
  3. Folgen der Körperlinie an der Körperaußenseite mit dem Daumen bis zum Oberschenkel

Sheila beschreibt in Ihrem Buch ja was ähnliches, zumindest glaube ich Sie meint das so. Verstehen tu ich beides nicht wirklich. Wenn ich es so lese klingt es immer irgendwie nach S-Zug oder einer leichteren Variante davon. Was ich nicht beurteilen kann ist ob das nun daran liegt, dass hier noch eine veraltete Lehrmeinung vorliegt (Buch von 2010) oder einfach was anderes gemeint ist.
In meiner Theoriewelt geht die Hand in einer geraden Linie zurück evtl. durch die Rotation kann ich mir noch eine Brust zur Hand Bewegung vorstellen.



Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1374791)
Die behalte ich mir mal in der Hinterhand. :Cheese:

Für den Fall der Fälle, falls wir doch das Zen des schwimmens erreichen oder widererwarten die Schallmauer durchbrechen?

schnodo 23.04.2018 19:42

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1374802)
Sheila beschreibt in Ihrem Buch ja was ähnliches, zumindest glaube ich Sie meint das so. Verstehen tu ich beides nicht wirklich. Wenn ich es so lese klingt es immer irgendwie nach S-Zug oder einer leichteren Variante davon. Was ich nicht beurteilen kann ist ob das nun daran liegt, dass hier noch eine veraltete Lehrmeinung vorliegt (Buch von 2010) oder einfach was anderes gemeint ist.
In meiner Theoriewelt geht die Hand in einer geraden Linie zurück evtl. durch die Rotation kann ich mir noch eine Brust zur Hand Bewegung vorstellen.

Der Stand von 2010 ist immer noch aktuell soweit ich das mitbekommen habe und ich stürze mich normalerweise auf alles Neue wie ein Aasgeier, wenn es ums Schwimmen geht. :Cheese:

Ich paraphrasiere mal, wie ich Sheila verstanden habe: Sie empfiehlt keinen S-Zug, sondern, dass man das Wasser gerade nach hinten schiebt. Sie sagt aber, dass die Idee hinter dem S-Zug, nämlich zu diesem Zweck das Wasser besser zu fassen, nicht verkehrt war. Das kann aber durch die Variation des Anstellwinkels der Hand erreicht werden, so dass ein exzessives Hin- und Herrudern des ganzen Armes nicht notwendig ist. Wenn man den Winkel nicht ändert und nur stur mit der Handfläche orthogonal zur Schwimmrichtung nach hinten zieht, so zitiert sie Maglischo, entsteht ein unerwünscht hölzerner Zug. (Kannst Du selbst nachlesen - im Index ist der S-Zug aufgeführt.)

Jetzt, wo ich gerade noch einmal in das Buch hineingeschaut habe, fällt mir auf, dass eines der Bilder sich ziemlich exakt mit dem deckt, was ich aus Mückels Beschreibung entnehme. (Figure 5.13 - Position of the Hand and Forearm - Bild 4 und 5; müsste in der deutschen Fassung auch unter ähnlicher Adresse zu finden sein.)

Sieht so ähnlich aus wie das hier, nur der linke Arm statt dem rechten (Nachtrag: Den gestreckten Arm ignorieren wir mal, der ist für Mückel zu weit innen):


Bildinhalt: Schwimmerin von vorne in der Druckphase

Zurück zu Mückel: Wenn der Daumen in der Streckung direkt vor der Schulter ist, dann ist die Linie zur Brust und die Verlängerung zum Oberschenkel nahezu gerade. Eine leichte Welle kommt vielleicht dadurch zustande, dass der Körper natürlich währenddessen rotiert. Aber man soll sich nicht vornehmen, aktiv outsweep, insweep (die bei Brust und Schmetterling Anwendung finden) und was halt so zum klassischen S-Zug gehört ins Wasser zu malen.

In der Sendung verzettelt sich Ute Mückel leider etwas bei ihren Ausführungen, so dass man hinterher nicht genau weiß, was sie denn nun sagen wollte; aber so hat sie es gemeint, vertrau' mir. ;)

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1374802)
Für den Fall der Fälle, falls wir doch das Zen des schwimmens erreichen oder widererwarten die Schallmauer durchbrechen?

Das steht nicht zu erwarten aber wie sagt meine Holde so schön: "Vorbereitung ist die Mutter der Porzellankiste." ;)

mon_cheri 23.04.2018 20:56

Zitat:

Zitat von mcbert (Beitrag 1374789)
:Lachanfall:
Neuer Thread-Titel:
- Hilfe mein Catch ist zu kräftig
- Welches Hilfsmittel bremmst am besten
- Vom Bademeister geblitzt - Schwimmbadverbot was tun?

Du hast
Hilfe meine Wasserlage ist zu gut so dass meine Beine schon über Wasser kicken
vergessen.;) :Lachanfall:

Ich verstehe in diesem Blog leider irgendwie meist nur Bahnhof.:o

schnodo 23.04.2018 21:10

Zitat:

Zitat von mon_cheri (Beitrag 1374833)
Du hast
Hilfe meine Wasserlage ist zu gut so dass meine Beine schon über Wasser kicken
vergessen.;) :Lachanfall:

Pfff...


Bildinhalt: Unglückliches Kind

Zitat:

Zitat von mon_cheri (Beitrag 1374833)
Ich verstehe in diesem Blog leider irgendwie meist nur Bahnhof.:o

Das ist schade, wo ich mir doch Mühe gebe, mich möglichst verständlich auszudrücken. :Weinen:

Wenn man allerdings Sheila Taorminas Buch nicht kennt und auch die Sendung mit Ute Mückel nicht gesehen hat, kann es schwer sein, dem Dialog zu folgen. :)

mon_cheri 23.04.2018 21:17

Drum habe ich mir das Buch gestern auch bestellt, in der Hoffnung, hier dann besser folgen zu können. Prinzipiell interessiert mich das Thema nämlich sehr.;)

schnodo 23.04.2018 21:20

Zitat:

Zitat von maotzedong (Beitrag 1374681)
Wenn du das schaffst, versuchen die Spannung erstmal in der exzentrischen Phase (also wenn du in die Ausgangsposition gehst) bis zur Ausgangsposition beizubehalten. (Heißt von Konzentration erstmal von Endposition zu Anfangsposition).

Nun muss ich doch nochmal nachfragen: Ich kriege es hin, dass ich am Zugseil die Spannung von vorne bis hinten (und umgekehrt) aufrecht erhalten kann. Ist das aber auch beim Schwimmen so erwünscht, das der Latissimus von der Streckung vorne bis zum Abruck hinten aktiviert bleibt?

Zitat:

Zitat von mon_cheri (Beitrag 1374836)
Drum habe ich mir das Buch gestern auch bestellt, in der Hoffnung, hier dann besser folgen zu können. Prinzipiell interessiert mich das Thema nämlich sehr.;)

Super! Ich bin gespannt, was Du dazu sagst! :)

maotzedong 24.04.2018 07:07

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1374839)
Nun muss ich doch nochmal nachfragen: Ich kriege es hin, dass ich am Zugseil die Spannung von vorne bis hinten (und umgekehrt) aufrecht erhalten kann. Ist das aber auch beim Schwimmen so erwünscht, das der Latissimus von der Streckung vorne bis zum Abruck hinten aktiviert bleibt?


Nein, dass ist eine reine Ansteuerungsübung, mit der du lernen kannst, denn Druck durch die großen Muskeln aufzubauen. (da jetzt auch ruhig mal den Zug ein bisschen variieren und versuchen zu spüren, wann der Brustmuskel und Rückenmuskel leichter zu aktivieren sind).
Wenn überhaupt einmal die Ansteuerung klappt und ein Gefühl dafür da ist, weiß man wie es sich im Wasser anfühlen muss.

(Es kommen danach ziemlich schnell Armbeuger/strecker zur Bewegung mit dazu):


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