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Pillemann 25.01.2022 09:34

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1643120)
Au weia. Wie gesagt. Ich bin nur Gynäkologin. Aber: ja. Klassisch für den Wirkmechanismus von Ibuprofen und Co (die sogenannten NSAR) ist, dass nervale Schmerzen davon völlig unberührt sind.
Bei nervalen Schmerzen greifen wir gerne auf Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Antikonvulsiva (das sind Medis gegen epileptische Anfälle) zurück. Tatsächlich werden gelegentlich auch Antidepressiva verordnet, welche zum einen eine analgetische Wirkung haben und zum anderen auch Distanz zum Schmerzgeschehen ermöglichen. Das alles gehört aber DRINGEND in die Hand eines*r hierfür speziell ausgebildeten Spezialist*in. Ich sag immer: Schuster bleib bei Deinen Leisten. Ich möchte auch nicht, dass ein Hals-Nasen-Ohrenarzt halbschlaue Sachen zum Thema Präeklampsie in der 28. Schwangerschaftswoche raushaut ;)

Danke für den Fachfräulichen Rat, mit Ibu 600 bin ich versorgt und die werden auch regelmäßig verabreicht. Nicht so viele wie Smarties, aber 3mal täglich 1.
Mit meinen fast 38 bin ich dann doch nicht mehr der jüngste :Lachanfall: oder doch?
Naja, es soll ja "nur" für ne 70.3 in diesem oder nächsten Jahr reichen, das sollte machbar sein :liebe053:

Pillemann 25.01.2022 09:46

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1643122)
Gute Besserung und Erholung, was für Übungen hast du denn bekommen?
Passt doch mMn auch sehr gut zur allgemeinen Information hier ins Forum.
Und ich suche mir auch gerade eine Seniorengymnastikgruppe hier ums Eck, einfach mehr Mobilität in allen Muskelsträngen erzielen...

:Blumen: Thomas :Blumen:

Vielen Dank dir Thomas,
heut morgen beim schwimmen hab ich´s schon recht gut gemerkt, beim Lauf und Rad spür ich komischerweise null komma nix. Seniorengymnastikgruppe klingt
gut, wenn ich die Jungs im Bad immer durchs Wasser pflügen sehe bin ich immer ganz traurig das ich bestimmt ausseh wie eine Boje :Lachen2: :Cheese:

Zu den besagten Übungen versuche ich mich mal kurz zu halten, bin kein Professor:

Übung1:
Auf den Rücken legen, Beine anwinkeln und mit den Händen die Knie festhalten. Dann gaaaaaaaanz langsam versuchen die WS rund zu machen und sich so immer weiter vorzubeugen bis man sitzt. Das gleiche dann wieder zurück zum liegen. Wie gesagt, langsam und nicht ruckartig. Wenn man ein Pflegefall ist so wie ich dann darf man einen Arm neben sich ablegen und über diesen die Bewegung unterstützen.

Übung2:
Auf eine Bank setzen, beide Hände parallel neben sich auf die Bank legen und versuchen vom Körper wegzuschieben, bis man merkt das sich das Gesäß bewegen will. In dieser Haltung dann versuchen die Ellenbogen noch auf der Bank abzulegen. Wichtig: Das Gesäß soll komplett auf der Bank bleiben, nicht abheben!!

Übung 3:
Auf einen Stuhl mit starrer Rückenlehne setzen, aufrecht hinsetzen und dann langsam Wirbel für Wirbel nach vorn beugen, der untere Rücken soll dabei aber immer Kontakt zur Lehne haben. Das gleiche dann rückwärts bis man wieder aufrecht sitzt.

Da hab ich erst gemerkt wie unflexibel ich bin, mein Physio sah dabei so geschmeidig aus wie eine Schlange

Miss Mika 25.01.2022 10:38

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1643120)
Au weia. Wie gesagt. Ich bin nur Gynäkologin. Aber: ja. Klassisch für den Wirkmechanismus von Ibuprofen und Co (die sogenannten NSAR) ist, dass nervale Schmerzen davon völlig unberührt sind.

Keine Sorge, ich nagle dich nicht drauf fest und mir war klar, dass du keine "Expertin" bist. Aber medizinisches Verständnis ist ja zur Genüge gegeben. Es hat mich nur sehr interessiert und mir reicht das so als Einschätzung auch aus. :Blumen:

Danke dir :)

Miss Mika 25.01.2022 10:39

Zitat:

Zitat von Pillemann (Beitrag 1643138)
Das hab ich mich auch schon immer gefragt, aber ich glaub die Ibus wirken auch Entzündungshemmend, oder? Und haben Schmerzen, wenn sie nicht gerade auf einen Knochenbruch zurückzuführen sind häufig was mit einer Entzündung zu tun?

Bei Entzündungen gibt es glaube ich bessere Medis als Ibu. Ich habe mal gehört Diclo wäre besser. Aber ich habe wirklich keine Ahnung :)

anna.runner 27.01.2022 15:45

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1643120)

Oh nein. Das tut mir leid für Dich. Was für ein abfuck.
Nun bin ich nur Frauenärztin und finde es selber immer doof, wenn fachfremde überall ihren Senf dazu geben, aber das folgende kann ich mir grad nicht verkneifen: bist Du denn ausreichend mit Schmerzmitteln versorgt? Gerade bei akute. Schmerzen im muskuloskelettalen Bereich bringt eine vernünftige Analgesie häufig eben nicht nur kurzfristige Linderung für die Dauer der Medikamenten-Einnahme, sondern sorgt für nachhaltige Verbesserung der Situation durch Unterbrechung des Kreislaufs aus Schmerz-Anspannung-mehr Schmerz-mehr Anspannung usw. Gerade Rückenschmerzen führen zu unphysiologischen Schonhaltungen, die erneut Eine Zunahme weiterer Schmerzen nach sich ziehen kann.
Daher wäre der Ansatz zB 600 mg Ibuprofen alle sechs Stunden plus morgens 20 mg Pantoprazol ein Versuch, den ich nicht auslassen würde (andere Schmerzmittel gehen auch, das ist nur eine Idee). Du vergibst Dir auch nichts, wenn Du das versuchst; Du kannst ja immer noch diagnostisch und befundabhängig auch therapeutisch eskalieren.
Lediglich gilt es ein paar absolute Warnzeichen zu berücksichtigen, welche Dich sofort (auch morgens um vier) in eine Klinik mit Abteilungen für Neurochirurgie führen sollten (oder auch Orthopädie, wenn die mit der Wirbelsäule Erfahrung haben). Einschießende, wie elektrische Schläge wirkende Schmerzen der unteren Extremität, Sensibilitäts- oder Funktionsstörungen der Genital- oder Analregion wie Harnverhalt oder auch unwillkürlicher Harn- oder Stuhlabgang. Bei Kribbelphänomenen und/oder Kraftverminderung in einem der Beine sollte auch ein entsprechender Fachmensch aufgesucht werden, dann reicht allerdings auch nach dem Frühstück.
Das mit der Bildgebung ist immer so eine Sache: meistens findet sich jenseits der 20er Jahre irgendein Ausdruck von Verschleiß oder Degeneration an der Wirbelsäule und nicht selten findet sich auch beim asymptomatischen irgendwo eine Protrusion der Bandscheibe. Da isses dann extrem wichtig, dass die Lokalisation der Auffälligkeit auch sicher mit dem Beschwerdemuster korreliert.
Ich würde mich ja fast grundsätzlich dafür aussprechen, dass die Op- Indikation niemals von dem/derjenigen gestellt werden sollte, der/die den Eingriff durchführt. Wir operieren alle schrecklich gerne, das gibt uns das gute Gefühl, schnell was effektiv tun zu können.
Naja ich hoffe das war nicht too much.
Alles gute für Dich, halte durch.

Au weia. Wie gesagt. Ich bin nur Gynäkologin. Aber: ja. Klassisch für den Wirkmechanismus von Ibuprofen und Co (die sogenannten NSAR) ist, dass nervale Schmerzen davon völlig unberührt sind.
Bei nervalen Schmerzen greifen wir gerne auf Medikamente aus der Wirkstoffgruppe der Antikonvulsiva (das sind Medis gegen epileptische Anfälle) zurück. Tatsächlich werden gelegentlich auch Antidepressiva verordnet, welche zum einen eine analgetische Wirkung haben und zum anderen auch Distanz zum Schmerzgeschehen ermöglichen. Das alles gehört aber DRINGEND in die Hand eines*r hierfür speziell ausgebildeten Spezialist*in. Ich sag immer: Schuster bleib bei Deinen Leisten. Ich möchte auch nicht, dass ein Hals-Nasen-Ohrenarzt halbschlaue Sachen zum Thema Präeklampsie in der 28. Schwangerschaftswoche raushaut ;)

Vielleicht kann ich als Neurochirurgin noch etwas ergänzen, obwohl du das wichtigste schon zusammengefasst hast :

Prinzipiell verläuft die Schmerztherapie bei durch einen Bandscheibenvorfall bedingten Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in ein Bein (auf medizinisch Lumboischialgie) nach dem WHO Stufenschema:
Stufe 1 NSAR (zB Diclofenac, Ibuprofen, etc.)
Stufe 2 schwach wirksame Opiodie (zB Tramal, etc.)
Stufe 3 stark wirksame Opiode (zB Hydal, etc.)
+ggf. schmerzmodulierende Medikation (Antikonvulsiva, Antidepressiva)

Zusätzlich empfehlen sich Physiotherapie und physikalische Therapiemaßnahmen.

Eine UMGEHENDE neurochirurgische Vorstellung muss bei Lähmungen, Stuhl-/Harnentleerungsstörungen (Inkontinez, Harnsperre, etc.) erfolgen und/oder bei einem Taubheitsgefühl im Genitalbereich (ABSOLUTE OP-Indikationen)

Eine relative OP-Indikation besteht bei konservativ therapieresistenten Schmerzen über 6-8 Wochen.

Generell müssen nur 15% der PatientInnen mit symptomatischem Bandscheibenvorfall operiert werden, bei 85% werden die Beschwerden durch konservative Behandlungsmaßnahmen besser.

An unserer Klinik ist es übrigens so, dass der/diejenige, der/die die OP-Indikation stellt im Allgemeinen auch operiert. Ich finde es sinnvoll den/die PatientIn vom Erstgespräch bis zur Entlassung und ggf. Nachkontrolle zu begleiten.

PabT 27.01.2022 19:54

Patient: PabT
Befund: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, positiver Schnelltest
seit: 27. Januar 2022
Medikation: keine
Training: Pause
Bemerkung: PCR-Testergebnis steht noch aus. Ich finde es aber schon jetzt gut, dass das "milder Verlauf" heißt, weil da ohne Impfung noch so viel mehr gegangen wäre ...

FMMT 27.01.2022 19:59

Zitat:

Zitat von PabT (Beitrag 1643578)
Patient: PabT
Befund: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, positiver Schnelltest
seit: 27. Januar 2022
Medikation: keine
Training: Pause
Bemerkung: PCR-Testergebnis steht noch aus. Ich finde es aber schon jetzt gut, dass das "milder Verlauf" heißt, weil da ohne Impfung noch so viel mehr gegangen wäre ...

Gute Besserung :Blumen:

Benni1983 28.01.2022 05:19

Gute Besserung.

Hat sich das Impfen deiner Meinung gelohnt anhand deiner Symptome?


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