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LidlRacer 27.09.2020 15:30

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1554858)
Das entspricht doch dem Zeitgeist: der Wunsch nach Führung mit starker Hand.

Das Verrückte ist doch (u.a.): Das wollen die Rechtsextremen, die aber so tun, als würden sie dagegen protestieren.

keko# 27.09.2020 16:46

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1554858)
Das entspricht doch dem Zeitgeist: der Wunsch nach Führung mit starker Hand.

Finde es erschreckend, wie unter dem "Mantel der Solidarität"/Infektionsschutz letztlich ein autoritäres Duchgreifen gefordert wird. Beim Versuch jeglicher Diskussion wird mit Totschlagargumenten und dem Vermeiden jedes Todes und jeder Infektion reagiert. Nur der Virologe hat in diesen Zeiten das Sagen und die Politik hat mit harter Hand zu regieren.

Deutlich überspitzt, aber so nehme ich den Zeitgeist leider mittlerweile oft wahr. Ohne Verbote und Strafen kann nichts mehr funktionieren. Eine argumentativer Austausch unter Beachtung unterschiedlicher Perspektiven wird ausgeschlossen. Ich hoffe, dass "nach" Corona wieder etwas Normalität einkehrt und wir uns wieder auf lebendiges und demokratisches Miteinander freuen können.

Mich beschlecht das Gefühl, dass der eine oder andere Politiker am Durchregieren gefallen finden könnte. Mit der Maske hat man ein einfaches Zeichen gefunden, wer zu bestrafen ist und wer nicht. Und das Volk ruft dem Verweigerer zu "Hang ’em high".

Wenn ich Politiker schon reden höre "..Die Menschen [muss man überzeugen/man muss mit ihnen sprechen]..", gerade so, als seien die Politiker keine Menschen oder "die Menschen" eine wilde Horde des selbständigen Denkens Unfähiger.

Irgendwie habe ich das Gefühl, als entwickelt sich die Gesellschaft zurück.

LidlRacer 27.09.2020 16:51

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1554869)
Mich beschlecht das Gefühl, dass der eine oder andere Politiker am Durchregieren gefallen finden könnte. Mit der Maske hat man ein einfaches Zeichen gefunden, wer zu bestrafen ist und wer nicht. Und das Volk ruft dem Verweigerer zu "Hang ’em high".

Wenn ich Politiker schon reden höre "..Die Menschen [muss man überzeugen/man muss mit ihnen sprechen]..", gerade so, als seien die Politiker keine Menschen oder "die Menschen" eine wilde Horde des selbständigen Denkens Unfähiger.

Irgendwie habe ich das Gefühl, als entwickelt sich die Gesellschaft zurück.

Und ich habe das Gefühl, dass Du eine ziemlich verzerrte Wahrnehmung hast.

aequitas 27.09.2020 17:40

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1554860)
Das Verrückte ist doch (u.a.): Das wollen die Rechtsextremen, die aber so tun, als würden sie dagegen protestieren.

Sowieso.

Allerdings redete ich eher von der „linken“ Bubble, denen die Corona-Maßnahmen nicht hart genug sein können und den autoritären Habitus von Söder loben. Aber diese Entwicklung wundert mich vor dem Hintergrund anderer Tendenzen in der Linken (Cancel Culture, Deutungshoheit etc.). nicht mehr. Deshalb bin ich tatsächlich ganz froh, dass die FDP zumindest zu Teilen wieder Bürgerrechtsthemen entdeckt hat und sozialliberale Köpfe nach oben streben.

P.s. Gabriel redet auf dem Podium wie so oft natürlich viel Stuss, den will ich an dieser Stelle auch gar nicht verteidigen.

LidlRacer 27.09.2020 19:08



Originalquelle(!):
https://twitter.com/KnutUweMaria/sta...67619040727047

ThomasG 27.09.2020 21:20

Zitat:

Zitat von Clemens Arvay
Biologe und Gesundheitsökologe Clemens Arvay über eine mögliche Unterwanderung von Wikipedia durch die Pharmaindustrie. In seinem Buch „Wir können es besser“ zeigt der Biologe auf, was wir gerade erleben: Eine nie dagewesene Einflussnahme pharmazeutischer Interessen auf die weltweite Politik und die Gesellschaft. Die Geschehnisse rund um Wikipedia erhärten diese Analyse.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=-DMIPBH2F1Y

Hafu 27.09.2020 21:50

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1554933)

Zur Einordnung von Clemens Arvay:

Zitat:

Zitat von Science bridge
Deutschland wird von einer Experten-Inflation heimgesucht. Bei wissenschaftlichen Themen ist es für Laien oft sehr schwierig, wirkliche Experten von selbsternannten Experten oder gar Scharlatanen zu unterscheiden. Wen kann man ernst nehmen und wer ist vielleicht eher zweifelhaft?
...
Clemens Arvay hat Angewandte Pflanzenwissenschaften (M.Sc.) und Landschaftsökologie (B.Sc.) studiert und schreibt u. a. über die „verborgenen Kräfte des Waldes“. Er selbst bezeichnet sich als Gesundheitsökologe und Autor.
...so findet man, dass die Bücher von Arvay fast ausschließlich in Artikeln zitiert werden, die sich mit Naturheilkräften beschäftigen. Über Viren und Impfstoffe findet man auch in der Sekundärliteratur nichts.
...
Der kurze „Experten-Check“ liefert in diesem Fall eindeutige Ergebnisse: Arvay hat im besten Fall ein gutes Laienwissen. Er selbst sieht das nicht so und verweist auf seine Sachbücher zu „umstrittenen biotechnologischen Methoden, zunächst in der Saatgut- und Agroindustrie, danach auch in der Pharmaindustrie.“

Klickzahlen von Youtube-Videos sagen leider überhaupt nichts über Kompetenz des Erstellers und Richtigkeit der transportierten Inhalte aus.

Schwarzfahrer 27.09.2020 22:02

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1554869)
Mich beschleicht das Gefühl, dass der eine oder andere Politiker am Durchregieren gefallen finden könnte.

Ich fürchte, daran finden die meisten Politiker Gefallen. Es ist allerdings ein kleiner Unterschied, ob es ihnen quasi dank Corona in den Schoß fällt und sie ihre Chance nutzen, oder ob sie langfristig zielstrebig daran arbeiten (wie ein Putin, oder Orbán).
Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1554869)
Wenn ich Politiker schon reden höre "..Die Menschen [muss man überzeugen/man muss mit ihnen sprechen]..", gerade so, als seien die Politiker keine Menschen oder "die Menschen" eine wilde Horde des selbständigen Denkens Unfähiger.

Irgendwie habe ich das Gefühl, als entwickelt sich die Gesellschaft zurück.

Ist es nicht einfach der Beginn eines neuen Zyklus' des Kreislaufs, bei dem relativ freie, offene Gesellschaften zu anfällig werden, von autoritären, totalitären, destruktiven Alternativen verdrängt zu werden - bis diese wiederum ihre eigene Machtgrundlage zerstören, und somit Platz für etwas Neues, offeneres bieten? Solche Wechsel gab es doch in der Geschichte schon vielfach, wir erleben es halt wieder.


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