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ironmansub10h 12.09.2020 19:30

... wenn ich heute die Tour angeschaut habe und sah wie dort die Zuschauer eng auf eng in 5 er Reihen im Zielbereich standen, fällt mir eigentlich nix mehr ein. Der Hype der in D veranstaltet wird was die Ahndung von Bußgeldern usw. angeht, zeigt mir, dass der deutsche Michel es wieder ganz perfekt machen muss/will und die Länder welche weitaus stärker betroffen waren /sind kümmerts einen sch...
ebenso erlebt in Frankreich im Urlaub.

Weiter so , wir schaffen das.

Stefan 12.09.2020 19:36

Zitat:

Zitat von ironmansub10h (Beitrag 1552389)
...........

In Bern und in Berlin darf ich ohne Maske durch die Stadt gehen, in Paris nicht.
Und Deine Kritik gilt Deutschland?
Ich bin gerne bereit, mich an ganz viele Verhaltensregeln zu halten, trage auch im Geschäft Maske (obwohl hier nicht vorgeschrieben), trage ohne Murren im Zug eine Maske, aber ich bin froh, dass ich ohne Maske durch die Stadt gehen kann (ich bemühe mich um Abstand und meide Menschenansammlungen).

Wasserbüffel 12.09.2020 21:04

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552369)
Was ist da dran irre?

SARS-Cov-2 wird v.a. durch Aerosole und Tröpfcheninfektion übertragen. Social Distancing ist unumstritten die wichtigste Einzelmaßnahme zur Unterbrechung von Infektionsketten. Wer raucht (oder isst) trägt keine Maske, also ist es sinnvoll in dieser Situation Abstand zu halten.

Speziell beim Rauchen wird ja auch mehr Atemluft beim aktiven Auspusten des Rauches von der Person an seine Umwelt abgeben im Vergleich zur normalen Atmung. Also auch mehr Aerosole.

ThomasG 12.09.2020 21:12

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1552322)
Ich denke das ist ein spannender Aspekt in der aktuellen Corona Diskussion bzw. weiterer kontrovers diskutierten Themen die ich immer wieder sehe, welchen Seiten / Quellen vertraut der einzelne. Vllt wäre es am Anfang einer Diskussion mittlerweile hilfreich, man erstellt eine Liste mit sagen wir 5-10 Quellen die der Teilnehmer als vertrauenswürdig(er) ansieht. Quasi sag mir was du liest und ich sag dir wer du bist (das ist jetzt nicht auf dich gemeint). Ich erlebe es immer wieder das man manche Leute (wieder nicht du!) mit im Großteil der Gesellschaft als vertrauenswürdig geschätzten Quellen einfach nicht erreicht, umgekehrt es aber eben auch so ist, das es recht einfach ist, "kritische" Äußerungen im Handumdrehen mit einer anderen Quelle zu "widerlegen". Ab dann dreht man sich nur noch im Kreis, weil jede Seite "Fakten" sehen will, die aber nicht ins eigene Schema passen und deshalb aus welchen Gründen auch immer disqualifiziert sind.

Das Internet ist (leider) mittlerweile so groß, dass es für jede Meinung, Ansicht, Standpunkt mehr als eine Referenz liefert, die pro oder contra dieser Ansicht ist.

Habe es schon mehr als einmal erlebt das ein "Austausch an Argumente" irgendwann in einer Sackgasse endete, bei der man nur noch sagen kann "we agree to disagree".

A

Ich gebe Dir absolut Recht, dass Diskussionen zwischen "festgefahrenen Lagern" sehr oft frustrierend sind und auch entsprechend irgendwann enden.
Auch ich habe öfter keine Lust mich aufzuraffen mich darum zu bemühen argumentativ andere zu erreichen, wenn ich meine zu erkennen, dass da eine Mindestbereitschaft bzw. -offenheit die eigenen Positionen zu hinterfragen einfach nicht da ist.
Mir geht es in Diskussionen auch oft darum herüberzubringen bzw. anzudeuten, wie ich eine Sache aktuell sehe oder einordne und das in vollem Bewusstsein, dass ich nicht genügend weiß, um mir eigentlich ein Urteil erlauben zu dürfen.
Ich bin aber der Ansicht, dass es einfach kaum Menschen gelingt nicht trotzdem ein solches (Urteil) innerlich zu fällen im Laufe der Zeit bzw. sich einem tendenziell zu nähern und wenn noch so oft gesagt und geschrieben wird, dass man sich eben kein Urteil erlauben kann.
Meiner Ansicht nach ist es wichtig zumindest grob ein Gefühl dafür zu haben, wie es um die "inneren Urteile" der Zeitgenossen bestellt ist, wenn es um Probleme geht, die eine relativ große Gruppe betrifft und die nur gelöst werden können, wenn viele sich solidarisch verhalten.
Das erfährt man eher nicht, wenn man bestimmte Ansichten auf die Art und Weise kommentiert bzw. über Menschen öffentlich urteilt, wie es hier durchaus schon recht oft vorgekommen ist.
Jeder kann sich nach einer Weile an drei Fingern abzählen, was passieren wird, wenn er einen bestimmten "Rahmen" verlässt.
Die meisten Menschen stehen eher nicht darauf die Gefahr allzu oft einzugehen, dass man sich nach entsprechenden Äußerungen ziemlich unwohl in seiner Haut fühlt, aufgrund der nachfolgenden Reaktionen.
Es gibt hier einige Leute, die viel Wissen angehäuft haben auch in Bezug auf Corona und die sich viele Gedanken darüber gemacht haben und dies auf wesentlich geordnetere Art und Weise wie vergleichbares bei mir abläuft bzw. ablaufen würde.
Jedem, dem es um eine gute Informationslage geht, würde ich empfehlen sich mit diesen Beiträgen zu beschäftigen und sich dort nach Links zu Hintergrundinformationen umzuschauen.
Was mir sehr missfällt, ist die hier dargebotene Art und Weise über Menschen zu schreiben und über sie zu urteilen, die in den Augen mancher sich mit völlig unmöglichen Quellen und Äußerungen von Menschen beschäftigen z.B..
Da habe ich den Eindruck, es ist besser geworden und darüber freue ich mich :-).
Falls ich dazu beigetragen haben sollte und wenn in noch so geringem Maße, dann bin ich froh darüber.
Ein Mensch, der sich wie ich häufig durch das Internet zappt, sollte nicht erwarten, dass andere sich von seinen Worten großartig beeinflussen lassen.
Das ist auch gut so.
Man kann aber denke ich erkennen, wann auch ich mal mein übliches Verhalten für eine Weile ändere und dann kommt dabei u.U. auch was dabei herum, über das man mal nachdenken könnte.

Schönen Abend und angenehmen Sonntag!

Schwarzfahrer 12.09.2020 22:03

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552351)
In den Jahren, in denen es gelingt eine wirksame Impfung gegen die saisonal vorherrschenden influenzaviren rechtzeitig zu kreieren ..., haben wir akzeptiert, dass es ein paar tausend Influenzatote gibt und gelernt damit zu leben.
Aber es hat schon mehrere Influenzawellen in den vergangenen hundert Jahren gegeben, in denen die angebotene Impfung kaum oder zu wenig wirksam waren, die Influenzavariante gefährlicher als normal war und das Gesundheitssystem (Arztpraxen, Krankenhäuser, Intensivstationen) komplett überfordert war, so dass viele Kranke nicht mehr die Behandlung bekommen haben, die sie eigentlich benötigten.

Ja, es gab schon beides - und wir haben gelernt, mit beidem zu leben. Auch in den Jahren, in denen Betten in den Krankenhausfluren stehen mussten, gab es gerade mal ein-zwei betroffene Artikel, das war's dann.
Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552351)
Im Prinzip genau die Situation, die mit der Ausbreitung von Covid-19 im März befürchtet worden war.

Das klingt jetzt so, daß Covid gar nicht so schlimm wurde, wie befürchtet, also auch weniger schlimm, als die schlimmen Grippe-Jahre.
Wenn das so ist, wieso wird jetzt der enorme Aufwand getrieben, jedes kleinste Infektionsrisiko auszuschließen, während wir die Grippetoten einfach akzeptiert haben, bzw. uns mit den üblichen Maßnahmen (etwas Abstand, mehr Händewaschen, etc.) begnügt haben? Oder ist die Konsequenz, daß wir in Zunkunft jeden Winter im Teil-Lockdown mit Massen-Maskerade verbringen, im vergeblichen Bemühen, alle Grippe-Infektionen zu verhindern? Ist das ein auf Dauer funktionsfähiges Gesellschafts-Modell?
Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1552351)
Ein Staat hat sehr wohl die Verpflichtung die Gesundheit seiner Bürger zu schützen.
Das gilt im Falle des Kampfes gegen Influenza genauso wie im Fall von Covid-19.

Diese Aussage ergibt quasi die Staatspflicht, in Zukunft jede Grippeepidemie mit den aktuell angewendeten Maßnahmen bei Corona zu begleiten. Hältst Du das für angemessen?
Ich bin kein Jurist, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit den Staat dazu berechtigt, zu Gunsten dieses Rechts alle anderen Grundrechte zurückzustellen, zumindest nicht bei einer Bedrohung, die nicht die Größenordnung von bisher akzeptierten Bedrohungen übersteigt. Ich hätte Verständnis dafür bei Pandemien in der Größenordnung, wie in Camus' "Die Pest" beschrieben wird - aber davon sind sogar die am schlimmsten betroffenen Ländern noch um Größenordnungen entfernt.

merz 12.09.2020 22:05

Übrigens gab es heute wieder in mehreren deutschen Städten „Coronademos“ - ich nenne es mal so um mir kontroversere Wörter zu ersparen - mit durchaus nenneswerten Teilnehmerzahlen (relativ zu den Berliner Ereignissen)

- links sparen ich mir, ist ja alles MSM (ich hatte es aus der Tagesschau) :cool:

verstanden um was es konkret geht, habe ich immer noch nicht.

Na, schauen wir mal, der Herbst kommt, da wird es kälter draussen.

m.

merz 12.09.2020 22:19

Ich weiss jetzt nicht mehr genau wie oft wir noch über Covid 19 vs Influenza sprechen müssen, öfters vermutlich...
Es wird ein beträchtlicher Aufwand gefahren die Grippe in Schach zu halten inkl. massenhafte Impfung (meine steht in zwei Wochen an, was mich sehr freut) - das letzte Mal, wo das wirklich in Westdeutschland schief gegangen war, war 1969/70 - alles vermasselt, Schulschliessungen gab es auch, war eh jeder krank.

Um es ganz kurz zu sagen: wenn wir jetzt sagen, okay, wir gehen auf unser gesamtgesellschaftliches Verhalten von Januar 2020 zurück, dann fliegt uns Corona um die Ohren - garantiert. Soweit Konsens?

m.

deralexxx 12.09.2020 22:20

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1552409)
Diese Aussage ergibt quasi die Staatspflicht, in Zukunft jede Grippeepidemie mit den aktuell angewendeten Maßnahmen bei Corona zu begleiten. Hältst Du das für angemessen?
Ich bin kein Jurist, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit den Staat dazu berechtigt, zu Gunsten dieses Rechts alle anderen Grundrechte zurückzustellen, zumindest nicht bei einer Bedrohung, die nicht die Größenordnung von bisher akzeptierten Bedrohungen übersteigt. Ich hätte Verständnis dafür bei Pandemien in der Größenordnung, wie in Camus' "Die Pest" beschrieben wird - aber davon sind sogar die am schlimmsten betroffenen Ländern noch um Größenordnungen entfernt.

Ich hoffe doch sehr das Staaten bei jeder Pandemie in Zukunft mit angemessenen und dem Stand der dann verfügbaren Wissenschaft Maßnahmen reagieren.
Die beiden Situationen die du vergleichst, sind nicht vergleichbar. Das eine ist eine regionale Influenza mit entsprechenden Übertragungsgeschwindigkeiten, das andere ist eine globale Pandemie die noch immer (global gesehen) nicht im Griff ist und dadurch lokale (Reisebeschränkungen usw) Maßnahmen erfordert.


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