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Miccy 10.08.2021 19:05

Für mich war es der erste Ironman und die erste Langdistanz überhaupt. Und es wird bestimmt (hoffentlich) nicht meine letzte sein.

Und ich habs geschafft - immerhin in 11:37 und mit Platz 15 in meiner AK.

Gdynia war für mich übrigens die einzige Chance in diesem Jahr endlich mal eine Langdistanz zu finishen (nachdem Roth erst verschoben, Barock- und Ostseeman abgesagt wurden).

Und ich finde es hat sich für mich gelohnt.

Schwimmen:
Für mich das erste Mal ein Wettkampf im Meer. Mit den Wellen bin ich gut klar gekommen. Auch die Strecke war gut markiert, konnte mich problemlos orientieren. Nur die Brille hatte ich wohl zu fest gezogen und bereitete mir ab km 2 Kopfschmerzen. Ich war dann froh, als ich endlich wieder an Land war - ein wenig ausgekühlt.

Rad:
Sehr hügeliger Kurs. Und man musste quasi von Anfang bis Ende voll konzentriert sein. Erst schwebt man auf bestem Teer dahin und plötzlich fängt man sich ein Schlagloch ein. Und dann gab es noch den Abschnitt mit dem "Trinkflaschen"-Friedhof. Da habe ich dann auch meine beiden Trinkflaschen (Sattelhalter) verloren.

Laufen:
Nach dem ersten Kilometer, stellte sich mir sofort die Frage, wie ich diesen Wettkampf überhaupt finishen soll. Es tat verdammt weh. Dann, bei km 2-3 kamen die Gedanken, wie ich ein DNF meinem Trainer und meiner Familie und Freund*Innen erklären soll. Und erst dann knobelte ich mir meine Strategie aus und die sah in etwa wie folgt aus: 1-2km laufen, ca. 3min gehen. Und das klappte wirklich gut.
Die 2 ansteigenden Geraden am Anfang und in der Mitte der Runde fand ich schrecklich.
Der Streckenteil entlang der Uferpromenade war klasse.

Zieleinlauf:
Grandios. Ich war sprachlos. Toller Empfang durch die Zuschauer und das Supportpersonal. Das war ein tolles Gefühl!

Alles in allem: Klasse Organisation, professionelles und aufmerksames Supportteam, tolle Stimmung.

Antracis 10.08.2021 20:57

Schöne Berichte und super Leistungen.

Wie war eigentlich Eure Einschätzung bezüglich Windschatten? Für mich war’s ja mein erster Triathlon mit Windschattenverbot und mir fehlt der Vergleich.

Aber das meiste, was ich gesehen hab, war ziemlich fair. Klar, nicht immer wirklich 12 Meter und in den Anstiegen auch weniger, vor allem immer mal wieder Fahren von einzelnen in der Mitte, so dass man gar nicht fair überholen konnte und wenns sehr eng oder die Straße sehr schlecht wurde bildeten sich mal kleine Pulks, die sich dann aber schnell wieder auflösten.

So wirkliche organisierte Züge, die da unfair durchrollten, hab ich nicht oder nur selten gesehen.

zahnkranz 13.08.2021 11:28

Was mich im Zusammenhang mit der Radstrecke interessieren würde: wo ungefähr liegt der Abschnitt mit den vielen Schlaglöchern, kann man da eine ungefähre Kilometerangabe nennen? Ein Teil der Strecke ist ja neu im Programm, und in der Vergangenheit gab es auf der 70.3-Runde keine solchen Abschnitte (ausser vielleicht bei der Erstaustragung 2015, wobei das nicht wirklich schlimm war). So wie ich das Team vor Ort kennen gelernt habe, haben sie stets versucht den Wettkampf zu verbessern. Könnte mir vorstellen dass dies ein Punkt auf ihrer Liste ist.

Antracis 13.08.2021 12:04

Also ich meine mich zu erinnern, dass das gefühlt schlimmste/längste Stück direkt nach dem ersten Anstieg kam, müsste also so um km 25 rum gewesen sein ? Jedenfalls hab ich meine Radflaschen nach der ersten Verpflegungsstelle verloren und mich dann bei der zweiten ausgiebig versorgt.

Man muss aber dazu sagen, dass das Wetter halt die Probleme potenziert. Als ich losgefahren bin, hat es wirklich so stark geregnet, dass auf der Straße eine geschlossene Wasserdecke war. Das war selbst auf bestem Asphalt in Gdynia unangenehm. Zumindest die erste Hälfte der Radstrecke war es auch noch sehr nass, da werden dann halt auch mäßig schlechte Straßen noch schlechter.

Was mich auch gewundert hat: Ich bin mir 100% sicher, dass ich im Frühjahr, als ich mich angemeldet habe, dort einerseits am Anfang der Radstreckenbeschreibung den Satz "The Bike course ist mostly flat" gelesen zu haben, andererseits gab es ein aussagekräftiges Höhenprofil, wo man eigentlich gesehen hat, dass es anfangs deutlich hoch, am ende deutlich runter und dazwischen immer so ein leichtes auf- und ab gibt. Beides war dann ab Juni plötzlich nicht mehr zu finden. Bezog sich vielleicht noch auf die alte Strecke und neue Grafik wurde nicht fertig ?

Vielleicht gabs auch Coronabedingt oder warum auch immer dieses Jahr keine gute Wiederherstellung der Straßen. So Asphaltschäden entstehen ja in jedem feuchteren Winter und müssen dann wieder ausgebessert werden.

Ich fands jedenfalls schade, weil ich den Wettkampf sonst sehr gelungen fand. Ich bin aber technisch kein guter Radfahrer und zumindest mit Zeitfahrhobel mag ich möglichst guten Untergrund...also andere sehen das vielleicht anders.

zahnkranz 13.08.2021 14:13

Bis 2015 war die Radstrecke nahezu komplett flach (2015 erstmals unterm Label Ironman), führte viel durchs Industrie- und Gewerbegebiet und war landschaftlich nicht wirklich schön. Ab 2016 eine neue Radstrecke mit den Höhenmetern, die aber bis letztes Jahr in umgekehrter Richtung gefahren worden ist. Der Richtungswechsel wurde durch die Langdistanz notwendig, da auch die Laufstrecke angepasst worden ist und sich sonst Radfahrer und Läufer in die Quere gekommen wären. Also die Strecke, die Ihr nun bergauf gefahren seid, wurde bergab gefahren. Ich sehe gerade, dass auch die 70.3-Strecke etwas geändert worden ist, und das diesjährige Stück ab Kilometer 30 ist in der Vergangenheit beim 70.3 nicht befahren worden. Schade dass ein schlechtes Stück Straße die Freude doch etwas trübt.

Ich glaube 2018 gab es einen heftigen Platzregen, in Gdynia selbst standen die Straßen teils um die 10cm unter Wasser. Es gab viele Stürze da man keine Unebenheiten sehen konnte, keine Gullydeckel, keine Farbahnmarkierungen. Ich bin an einer Bushaltestelle den Bordstein hoch und dann auf dem Gehweg weiter.

Marcus1893 16.08.2021 08:50

Es ist schon Lustig, ich hab irgendwie zumindest bei manchen Punkten eine andere Wahrnehmung. Das Schwimmen fand ich ziemlich gut, 2 Runden am Strand. Es war ziemlich wellig und weiße Bojen vor grauem Hintergrund war nicht ganz optimal aber gut. Zur Radstrecke habt ihr schon alles beschrieben. Abgesehen von dem Asphalt fand ich die Strecke aber sehr abwechslungsreich. Ich war in einer kleinen Radgruppe um Christian Haupt, da wurde schon sehr taktisch gefahren, sehr viel attakiert und versucht den anderen weh zu tun. Die 12 m wurden von den 5 Fahrern etwas unterschiedlich interpretiert.
Jetzt komme ich aber zum großen Kritikpunkt. Ich fand den Marathon echt ätzend. 4km eine Hässliche Hauptraße hoch, die gleiche wieder runter, 1km eine andere hässliche Straße hoche und dann 1km schön am Meer. Stimmung war fande ich extrem wenig und die Verpflegung war die volle Katastrophe. 3 Verpflegungsstationen pro Runde und die schlecht aufgeteilt. 4KM ohne Verplegung, dann 5 KM ohne Verpflegung und dann nach 1Km wieder eine. Keine Gels, Cola nur an 1 Station, es gab nur irgendeine billig Iso Blörre (nicht Enervit oder sowas) und Müsliriegel und Bananen. Ich konnte mit den Sachen nicht genug Energie aufnehmen. Vielleicht hatte ich mich auch etwas schlecht Informiert, da ich ausgieng das Ironman einen gewissen Standart hat. Aber das war mies.
So konnte ich den Marathon auch nur nach Hause traben.
Am Ende kam trotzdem ein AK Sieg und 10. Gesamtplatz heraus.
Genauso Schlecht das Finisher Essen. Ein Salat - Karotten Sellerie Sticks ein Zero Calorie Getränk. Nach nem Ironman wäre etwas Zucker schon nett gewesen.
Also ich kann den Ironman Polen so nicht empfehlen


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