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schnodo 06.03.2018 11:50

Zitat:

Zitat von macoio (Beitrag 1365540)
Ich glaube er meint nicht Frequenz im Sinne von Üben vs. Training sondern im Sinne der Zugmechanik, zum Bewegungsweg des Körpers gehört die zeitliche Abfolge ja mit dazu.

Ich denke erfahrungsgemäß löst eine bloße Erhöhung der Zugfrequenz mittels Tempotrainer das Problem des Übergleitens nicht. Das ist ja nichts anderes als wenn du dir vornimmst mal ein paar 100er schneller zu schwimmen, das machst du ja auch indem du die Frequenz erhöhst, deshalb lässt du aber nicht automatisch das Übergleiten weg. Trotzdem kann man natürlich mit diesem Rampentest erstmal prinzipiell etwas darüber lernen.

Ich glaube, ich habe schon verstanden, dass es um die Effektivität des Zuges geht. Das Übergleiten ist halt keine Sache, die mich sonderlich plagt. Dass ich Möglichkeiten verschenke, Vortrieb zu erzeugen, nehme ich für den Moment hin, weil ich Lust habe, erst andere Dinge zu tun. Und ich habe kein Ziel, das eine Änderung dieser lustbetonten Strategie erfordern würde.

Wenn mir jemand sagt, "Aber so wirst Du nicht schneller!", antworte ich "Macht nix!". :Lachen2:

Zitat:

Zitat von macoio (Beitrag 1365540)
A - nie Abschlag schwimmen, diese Übung gehört für Leute mit dem Übergleiten-syndrom auf die Verbotsliste da sie das Problem betont. Alternativ normales einarmig schwimmen, 4er Wechsel etc...

Abschlagswimmen mache ich so gut wie nie. Das kommt in Deiner Eisenbahnschienen-Übung nicht vor und die schwimme ich momentan mit Vorliebe. :bussi:

Zitat:

Zitat von macoio (Beitrag 1365540)
B - beim einarmigen und beidarmigen Schwimmen mit verhältnismäßig großen Paddles...

Das werde ich eher nicht machen. Ich habe keine großen Paddles und will mir auch keine mehr zulegen. Ich sehe die Gefahr, dass ich nicht aufpasse, ziehe wie ein Ochse, und mir dann die Schulter zerschiesse.

Zitat:

Zitat von macoio (Beitrag 1365540)
C - Fußgelenksband, abwechselnd mit viel und wenig Übergleiten schwimmen, eine Nahtot-Erfahrung hat schon so manchen Lernprozess beschleunigt :) . Das Übergleiten ist der technische Fehler der beim Bandschwimmen am stärksten bestraft wird finde ich, den Unterschied merkt man deutlich.

Ich denke, ich werde generell mehr mit Band schwimmen. Es erscheint mir eine schöne Herausforderung zu sein, trotz Fußgelenksband gleiten zu können. :Cheese:

Zitat:

Zitat von macoio (Beitrag 1365540)
D - Visualisierung. Statt Vorbildern mit einem laaangen Zug in Slow-Motion Aufnahme nachzueifern wo es aussieht als wäre an der Gleit-Theorie doch was dran mal ein paar Videos raussuchen mit einem kürzeren rhytmischen Zug, z.B. das hier von Mel Benson
https://www.youtube.com/watch?v=wt6_bqj_808&t=180s , das schaue ich mir direkt vorm Schwimmen gern an und versuch mir dann beim Schwimmen vorzustellen ich wäre sie (Ok ich weiß dass das komisch klingt :Lachen2: )

Ich versuche gelegentlich, mir vorzustellen, ich schwimme wie Jono van Hazel. Ich finde, der hat einen schönen Rhythmus. Und manchmal versuche ich, mich zu bewegen wie Alexander Popov, dessen Bewegung mit noch mehr fasziniert. Mel Benson schwimmt mir viel zu hochfrequent. Das könnte ich nicht sauber umsetzen und das entspricht auch nicht der Vorstellung, nach der ich meine Schwimmtechnik modellieren möchte.

Wobei es ihr und vermutlich auch Dir schon steht, so zu schwimmen. :Blumen:

Mirko 06.03.2018 11:54

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1365545)
Ich denke, ich werde generell mehr mit Band schwimmen. Es erscheint mir eine schöne Herausforderung zu sein, trotz Fußgelenksband gleiten zu können. :Cheese:

Mit dem Bauch auf dem Beckenboden? :Cheese:

schnodo 06.03.2018 11:58

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1365548)
Mit dem Bauch auf dem Beckenboden? :Cheese:

Hehehe... Du sollst Dich nicht über meine Leibesfülle lustig machen! :dresche

Ich glaube, darin könnte auch die Lösung Deiner Zement-Beine liegen. Wenn Du es schaffst, trotz Band horizontal im Wasser zu liegen, hast Du gute Karten, dass es auch ohne Band funktioniert. :Lachen2:

macoio 06.03.2018 12:00

Zitat:

Zitat von maotzedong (Beitrag 1365543)
Hab ich da meinen Namen gehört :Blumen: :Cheese:
Bei einarmigen Schwimmen seh ich das ja noch ein, ansonsten ist meine These weiterhin, dass sie die Übergleitproblematik durch zu große Paddels verstärkt, da man in der Druckphase mehr Vortrieb erzeugt, was dazu verleitet, vorne länger liegen zu bleiben.

Ansonsten führt eine Zugzahlerhöhung bei gleicher Zeit natürlich dazu, dass man weniger gleitet :confused:

gute Reaktionszeit :Cheese:

Wenn man Gleiten nicht in Zeit misst sondern in zeitlichem prozentualem Anteil am Gesamtzyklus (z.B. 20%) ist das nicht unbedingt so, selbst wenn man das Schwimmtempo konstant hält. Wenn ich die Zugfrequenz bei gleichbleibendem Tempo erhöhe muss ich ja primär die Zuglänge verkürzen wenn ich nicht schneller werden will.

maotzedong 06.03.2018 12:17

Zitat:

Zitat von macoio (Beitrag 1365550)
gute Reaktionszeit :Cheese:

Wenn man Gleiten nicht in Zeit misst sondern in zeitlichem prozentualem Anteil am Gesamtzyklus (z.B. 20%) ist das nicht unbedingt so, selbst wenn man das Schwimmtempo konstant hält. Wenn ich die Zugfrequenz bei gleichbleibendem Tempo erhöhe muss ich ja primär die Zuglänge verkürzen wenn ich nicht schneller werden will.

Oder aber ich ändere den Krafteinsatz, was erfahrungsgemäß meistens passiert und funktioniert. Es ist für viele einfacher den Krafteinsatz zu verändern, als das koordinative Bewegungsmuster.

Mirko 06.03.2018 12:34

Das verstehe ich nicht. Ich kann mir das physikalisch nicht erklären. Bei gleichem Zug kann ich meinen Krafteinsatz doch nur über die Frequenz steuern. Den Zug absichtlich ineffektiver zu machen um höhere Frequenz bei gleicher Kraft zu erzeugen kann ja kein guter Plan sein. Ich dachte bisher eher ich sollte möglichst viel Kraft in meinen Zug bekommen (sinnvolle Kraft die Vortrieb erzeugt natürlich). Wo ist mein Denkfehler?

macoio 06.03.2018 12:51

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1365545)
Abschlagswimmen mache ich so gut wie nie. Das kommt in Deiner Eisenbahnschienen-Übung nicht vor und die schwimme ich momentan mit Vorliebe. :bussi:

Dann wird sich das mit dem Schneller werden kaum vermeiden lassen, sag hinterher nicht ich hätte dich nicht gewarnt ;)
Wobei mir im Zweifelsfall auch ein Set einfällt mit dem man solch unliebsamen Tendenzen entgegenwirken kann :Lachen2:

maotzedong 06.03.2018 12:54

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1365554)
Das verstehe ich nicht. Ich kann mir das physikalisch nicht erklären. Bei gleichem Zug kann ich meinen Krafteinsatz doch nur über die Frequenz steuern. Den Zug absichtlich ineffektiver zu machen um höhere Frequenz bei gleicher Kraft zu erzeugen kann ja kein guter Plan sein. Ich dachte bisher eher ich sollte möglichst viel Kraft in meinen Zug bekommen (sinnvolle Kraft die Vortrieb erzeugt natürlich). Wo ist mein Denkfehler?


Es kommt immer darauf an, was du erreichen willst.

Meiner persönlichen Ansicht nach gehen gravierende Veränderungen in eingeschliffenen Bewegungsmustern (sei es Innervationsmuster hinsichtlich Bewegungsfrequenz, Veränderung einer Armposition, Veränderung Kopfposition, Synchronisation Arm-Beinschlag, usw...) immer mit einem Verlust von anderen Bewegungstechniken einher (zumindest was das Schwimmen betrifft).

Letztendlich hast du keinen Denkfehler, aber mir ging es in meinem Post nur um die Schulung der Bewegungsfrequenz und Ansteuerung der Muskulatur, inklusive daraus resultierendem inefffektiven Zugmuster. Bei höherer automatisierter Bewegungsfrequenz fällt es dann einfacher, auf bereits alte Innervationsmuster zurückzugreifen.


Meiner Erfahrung nach klappt eine Erhöhung der Zugfrequenz mit Paddles nicht, da hier der Kraftouput zu groß ist (bei Erhöhung der Frequenz) und hier der Zug meistens entweder zu früh abgebrochen wird (weil die Kraft für die korrekte Ausführung fehlt), ich dem optimalen Weg - und Druckpunkten ausweiche (weil bei der erhöhten Frequenz die Kraft fehlt) oder aber ich die Kraft und Gleitphase ausnutze um länger zu gleiten.

Just my 2 cents.


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