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Nepumuk 14.09.2020 10:17

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1552589)
Wenn du einen Vorschlag hast, wie das gesamte Stromversorgungsnetz Deutschlands schnell und einfach saniert werden kann, sind dir die zuständigen Planungsbehörden sicher für einen Hinweis dankbar. :Huhu:

Es geht hier nicht um die Steckdose vor Ort. Wenn der Strom erstmal liegt, wäre das vermutlich das geringste Problem. Die größere Aufgabe ist, den Strom entsprechend zu verteilen, bspw. von den Windparks im Norden nach Süden. Das ist allein planungstechnisch nicht ganz trivial. Dann muss man die Stromtrassen noch gegen die Widerstände von Bevölkerung, Verbänden etc. bauen können. Von der Verteilung innerhalb der Städte mal abgesehen. Ob die Leitungen hier dafür ausgelegt sind, dass nachts alle ihre E-Autos laden lassen?

M.

Das ist sicher nicht trivial. Das war der Aufbau der Ölindustrie aber auch nicht. Auch der Aufbau des Stromnetzes hat mal klein angefangen und ist über die Jahre immer weiter ausgebaut worden. Das fällt natürlich nicht vom Himmel. Ich sehe aber kein grundlegendes Argument, warum man nicht einfach weiter machen soll, so dass dann eben in Zukunft alle ihre eAutos laden können.
Wir haben 40Mio. Verbrenner in D. Bis die alle ausgetauscht sind, dauert es locker 10-20 Jahre. Soviel Zeit haben wir, um das Stromnetz und die -erzeugung entsprechend um- und auszubauen. Das soll nicht möglich sein? Nicht wirklich, oder?

Matthias75 14.09.2020 10:28

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1552591)
Das ist sicher nicht trivial. Das war der Aufbau der Ölindustrie aber auch nicht. Auch der Aufbau des Stromnetzes hat mal klein angefangen und ist über die Jahre immer weiter ausgebaut worden. Das fällt natürlich nicht vom Himmel. Ich sehe aber kein grundlegendes Argument, warum man nicht einfach weiter machen soll, so dass dann eben in Zukunft alle ihre eAutos laden können.
Wir haben 40Mio. Verbrenner in D. Bis die alle ausgetauscht sind, dauert es locker 10-20 Jahre. Soviel Zeit haben wir, um das Stromnetz und die -erzeugung entsprechend um- und auszubauen. Das soll nicht möglich sein? Nicht wirklich, oder?

Nicht möglich habe ich nicht gesagt. Es ist aber auch nicht so trivial, dass man einfach mal ein Kupferkabel dahinlegen kann. Man muss ja die gesamte Infrastruktur hintendrin auch schaffen bzw. modernisieren.

Um mal auf den Vergleich mit der Tankstelle zu kommen: Die Förderanlagen und Raffinerien (=Windparks, Kraftwerke etc.) stehen schon, die Energie kann also bereitgestellt werden. Allerdings wären die Straßen maximal Feldwege, die nur LKW bis 5t verkraften, weil bislang nicht mehr nötig war. Der Bedarf ist aber langsam gestiegen, so dass die Feldwege jetzt schon am Limit sind. Mit einem Mal muss aber ein 40t-LKW über die Straße, um den immens gestiegenen Bedarf zu decken. Wenn jetzt aber die ersten 40t über die maroden Feldwege fahren, ist endgültig Sense... D.h. das gesamte Straßennetz müssten in diese Vergleich umgebaut werden, um sicherzustellen, dass die größeren LKW von der Raffinerie zu jeder Tankstelle fahren können.

An dem Punkt sind wir mit dem Stromnetz. Klar hätte man in den letzten Jahren schon viel machen können und sollen. Vielleicht geht es jetzt auch schneller. Trivial und in ein paar Jahren erledigt ist das aber nicht. Vor allem, da man ja am besten auch für einen zukünftigen Anstieg des Stromverbrauchs planen muss, um nicht in 20 Jahren wieder vor demselben Problem zu stehen.

M.

sybenwurz 14.09.2020 12:34

Das ist immer noch viel zu trivial ausgedrückt.
Unser aktuelles Stromnetz wurde ab den 50ern mit ganz anderen Anforderungen aufgebaut, nämlich, den Strom von ner handvoll Kraftwerken zu allen Haushalten zu leiten und seither nur geflickt.
Streng genommen ist es aktuell nichtmal in der Lage, die derzeitigen Anforderungen, also viele dezentrale Energiequellen und Einspeisungen vernünftig zu händeln.
Um das, sowie eine Versorgung aller zukünftigen Verbraucher sicherzustellen, wäre eine komplette Umstrukturierung mit fast vollständigem neubau notwendig. Das geht nicht peu a peu.
Hinzu kommt, dass es eine Vielzahl an Netzbetreibern gibt, nicht eine zentrale Stelle, die alles steuert, regelt und plant.

Ich frag mich beispielsweise hier in der Gegend, da legense seit Monaten mit irrem Aufwand überall Glasfaser.
Jede gottverdammte Strasse, entlang von Feldwegen zwischen den Ortschaften, jeder mistige Vorgarten, alles wird aufgegraben und zumindest ein Leerrohr reingelegt;- von zukunftssicherer Stromversorgung dabei keine Spur.

Kollege wollt nen Anschluss zum Autoladen zuhause haben;- dauerte ein dreiviertel Jahr, weil sein Versorger den benötigten Strom nicht bereitstellen konnte.
Und wie so oft heutzutage, wo jeder alle naslang den Versorger wechselt, ist der natürlich nicht zwangsweise identisch mit dem Netzbetreiber. Der wiederum hat nämlich natürlich wenig Ambitionen, das halbe Kaff umzugraben, um einem Nicht-Kunden Strom zu liefern, damit der sein Auto laden kann.

Körbel 14.09.2020 13:53

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1552589)
Die größere Aufgabe ist, den Strom entsprechend zu verteilen, bspw. von den Windparks im Norden nach Süden. Das ist allein planungstechnisch nicht ganz trivial. Dann muss man die Stromtrassen noch gegen die Widerstände von Bevölkerung, Verbänden etc. bauen können.

Deswegen ja, Ausbau der privaten Photovoltaikanlagen. Es wird so vie in Deutschland subventioniert, da geht auch noch was beim privaten Stromproduzenten.

Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1552591)
Wir haben 40Mio. Verbrenner in D. Bis die alle ausgetauscht sind, dauert es locker 10-20 Jahre. Soviel Zeit haben wir, um das Stromnetz und die -erzeugung entsprechend um- und auszubauen. Das soll nicht möglich sein? Nicht wirklich, oder?

In den ganzen "Betonköpfen" ganz sicher nicht.

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1552613)
Kollege wollt nen Anschluss zum Autoladen zuhause haben;- dauerte ein dreiviertel Jahr, weil sein Versorger den benötigten Strom nicht bereitstellen konnte.
Und wie so oft heutzutage, wo jeder alle naslang den Versorger wechselt, ist der natürlich nicht zwangsweise identisch mit dem Netzbetreiber. Der wiederum hat nämlich natürlich wenig Ambitionen, das halbe Kaff umzugraben, um einem Nicht-Kunden Strom zu liefern, damit der sein Auto laden kann.

Wollte mit Sicherheit eine 22KW Wallbox.
Tja einfach kleiner denken und man bekommt sein Auto auch mit der Hälfte an Leistung gut voll und da macht der Energieversorger meist keine Probleme.

Meines wird mit 2,3 KW geladen, geht auch und obendrein ist ein solch niedriger Ladestrom wesentlich schonender für die Batterie.

Körbel 20.09.2020 01:17

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1553485)
Nochmal zum Mitschreiben: es gibt KEINE Infrastruktur für Wasserstoff. Keine Produktionskapazität, weder für erneuerbaren noch für fossilen Wasserstoff, kein Distributionsnetzwerk, keine Speicher.
Die Brennstoffzellen in ein Demonstratorfahrzeug zu setzen ist das kleinste Problem!
Wir reden nicht über Milliarden Investitionen, wir reden da über Grössenordnungen mehr. Niemand nimmt dieses Geld in die Hand für eine flächendeckende Infrastruktur für H2.
Der Wirkungsgrad ist auch schlechter als beim BEV. Es gibt keinen vernünftigen Grund für H2 im PKW.

Passt auch hierher.:Huhu: :Cheese:

Cogi Tatum 20.09.2020 07:18

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1553498)
Passt auch hierher.:Huhu: :Cheese:

Was leider auch wieder gut passt, ist zu erwähnen, dass Herr Körbel zur vorgerückten Stunde wieder fragwürdige Quellen verwendet.

Körbel zitiert einen Kommentar der mit einer LÜGE beginnt!

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1553485)
Nochmal zum Mitschreiben: es gibt KEINE Infrastruktur für Wasserstoff.

Wie kann man so **** sein und so einen Quatsch ungeprüft 1:1 übernehmen?

Hier der Link zur angeblich nicht vorhandenen Infrastruktur: https://h2.live/tankstellen
Oder bezog sich Siebenschwein ausschließlich auf die Schweiz? Dann hätte er es so formulieren sollen. :bussi:

Greyhound 20.09.2020 08:48

Zitat:

Zitat von Cogi Tatum (Beitrag 1553507)
Was leider auch wieder gut passt, ist zu erwähnen, dass Herr Körbel zur vorgerückten Stunde wieder fragwürdige Quellen verwendet.

Körbel zitiert einen Kommentar der mit einer LÜGE beginnt!



Wie kann man so **** sein und so einen Quatsch ungeprüft 1:1 übernehmen?

Hier der Link zur angeblich nicht vorhandenen Infrastruktur: https://h2.live/tankstellen
Oder bezog sich Siebenschwein ausschließlich auf die Schweiz? Dann hätte er es so formulieren sollen. :bussi:

So ganz unrecht hat er nicht. Zähle mal, wie viele H2 Tankstellen es in Mecklenburg-Vorpommern gibt. Unter "vorhandene Infrastruktur" verstehe ich etwas anderes.

badenonkel28 20.09.2020 09:01

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1552622)
Wollte mit Sicherheit eine 22KW Wallbox.
Tja einfach kleiner denken und man bekommt sein Auto auch mit der Hälfte an Leistung gut voll und da macht der Energieversorger meist keine Probleme.

Meines wird mit 2,3 KW geladen, geht auch und obendrein ist ein solch niedriger Ladestrom wesentlich schonender für die Batterie.

11kw Wallbox bestellt und 2 Wochen später hing das Ding. Hat inkl. Montage keine 800€ gekostet.

Leider dauert es noch etwas länger bis das Auto kommt (30. Dezember).
Es ist übrigens unser einziges Auto.


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