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merz 19.07.2020 21:17

Habe ich bisher in deutschen Medie noch nicht so gefunden: längere Ausarbeitung des Krisenmanagements auf europäischer Ebene im ersten Quartal 2020 - Geschichtsschreibung dann später :cool:

https://www.theguardian.com/world/20...e_iOSApp_Other

m.

Bockwuchst 20.07.2020 06:30

Ich arbeite ja für einen amerikanischen Konzern, d.h. unsere Firmenzentrale ist in Kalifornien. Dort waren sie gerade dabei, wieder mehr und mehr Leute aus dem Home Office wieder vor Ort in die Firma zu holen. Das wurde jetzt gestoppt und es wurde kommuniziert, dass Leute, deren Anwesenheit vor Ort nicht dringend nötig ist, nicht vor dem 4. Januar 2021 zurück beordert werden. Unser Firmenleitung geht also nicht von einer schnellen Entspannnung der Lage in USA aus. Es sollen auch weiterhin freiwillige Tests auf Kosten der Firma ermöglicht werden.

dr_big 20.07.2020 13:12

Ich war grad beim MPreis in Sölden und stelle fest, dass ich als einziger eine Maske im Gesicht hatte. Die Regierung in AT plant bereits wieder die Maskenpflicht einzuführen, aber kein Österreicher scheint bereit zu sein freiwillig Maske zu tragen.
An der Kasse war eine ältere Österreicherin hinter mir und sagt "Sie sind aber fleißig mit der Maske". Meine Antwort "die Maske kostet nichts, stört nicht und hilft viel. Da trage ich doch leiber freiwillig die Maske anstatt wieder auf die Einführung der Maskenpflicht zu warten", sagt sie "da haben Sie vollkommen Recht, da haben Sie wirklich Recht". :confused:

Ich finde es langsam unfassbar wie dumm die Menschheit geworden ist. Mit freiwilligen Maßnahmen kann man heute wirklich nichts mehr bewegen, ohne Zwang und Strafandrohung funktioniert nichts mehr.

Man muss noch dazu sagen, dass das ganze Dorfe gerade von Italienern, Franzosen, Belgiern, Niederländern, Polen, Tschechen und mindestens so vielen Deutschen wie alle anderen zusammen, belagert wird.

merz 20.07.2020 15:37

dieses Zögern mit den Masken verstehe ich nicht.
Wunderte mich schon, daß das so spät in öffentlichen Verkehrsmitteln in der Schweiz kam. Heute lese ich, dass es sie ab heute (!) in der Öffentlichkeit in Frankreich gibt (https://www.tagesschau.de/ausland/ma...reich-101.html) ; ein Kollege aus UK pingte mich gerade an, ob man auch in Deutschland erwäge, Masken in Supermärkten zu empfehlen (mmmh, was jetzt?!?!)

m.

NBer 20.07.2020 17:18

ja, ich weiss...BILD zeitung. aber vielleicht mal eine positive nachricht: Uni Oxford meldet Durchbruch

Bockwuchst 20.07.2020 18:36

Ist prinzipiell ne gute Nachricht. Aber sowas wird man jetzt öfter hören. Muss sich noch in größeren Studien bestätigen. Ein Zwischenschritt.

Hafu 20.07.2020 19:09

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1543270)
ja, ich weiss...BILD zeitung. aber vielleicht mal eine positive nachricht: Uni Oxford meldet Durchbruch

Hier ist der Link zur Originalstudie. Es ist beim differenzierten Blick auf die Ergebnisse ganz sicher kein Durchbruch, wie von Bild behauptet, aber ein Ergebnis, mit dem zu beschäftigen sich lohnt.

Es waren zwar insgesamt immerhin knapp über 1000 Personen in die Studie eingeschlossen (alles junge, kerngesunde Personen ohne jegliche gesundheitliche Risikofaktoren, also die Gruppe, für die eine Covid-19-infektion ohnehin nur in den allerseltensten Fällen gefährliche Konsequenzen hat.
Die Studie liest sich vom Design und der Subgruppenbildung leider sehr unübersichtlich, da man offensichtlich (während der laufenden Studie?) mehrfach Änderungen vorgenommen hat und neue Untergruppen mit jeweils leicht geänderter Impfdosis bzw. mit zusätzlicher Paracetamol-Gabe vor der Impfung gebildet hat, da der impfstoff mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit zu individuell durchaus unangenehmen Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Fieber, Gliederschmerzen etc.) geführt hat. Mit Schmerzmitteleinnahme kurz vor der Impfung waren die Nebenwirkungen signifikant geringer.
Bei einem Teilnehmer einer nur 44 Personen großen Untergruppe (ohne begleitende Schmerzmitteleinnahme) trat sogar eine sogar eine sogenannte hämolytische Anämie auf, was als sehr ernstzunehmende Nebenwirkungen einzustufen ist. Es hat schon Medikamente gegeben, die die Zulassung entzogen bekommen haben, wenn eine hämolytische Anämie nur in einem von 10 000 Fällen aufgetreten ist.

Und das zweite Problem neben der Verträglichkeit, die bei einer Impfung die potenziell gerade auch ältere und vorerkrankte Menschen bekommen sollen und die deshalb besonders sicher sein muss, erst recht wenn sie für hunderte Millionen Menschen gedacht ist, ist die Dauer der Wirksamkeit, was freilich das Oxford-Vaccine mit allen anderen derzeit untersuchten impfstoffen teilt. Kein Forscher weiß derzeit, ob die durch eine impfung (oder auch einen überstanden Covid-19-Infekt) hervorgerufene Immunität Jahre oder vielleicht auch nur wenige Wochen anhält.

Um das heraus zu bekommen benötigt man entweder Studien die auch über Jahre die Teilnehmer im Blick haben oder entsprechende epidemiologische Nachuntersuchungen nach bereits erfolgter Zulassung von impfstoffen.

merz 20.07.2020 20:36

Wie immer, seit Monaten, Danke für die unglaublich hilfreiche Aufarbeitungen und in den Kontext Setzung!


Eine Frage: ich lese das so, dass die Anämie in einer MenACWY -Kontrollgruppe war, oder ist das eine Kombination gewesen? (ich verstehe wahrscheinlich den Sinn einer Kontrollgruppe hier nicht)

m.


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