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noam 05.05.2021 08:39

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1600321)
Substanz zu besteuern hämmt den Ehrgeiz Vermögen anzuhäufen ungemein.

Und? Nur wenn Geld in einen Wirtschaftskreislauf vorhanden ist, kommt es den Beteiligten zu gute. Entziehe ich dem Kreislauf das Geld, in dem ich es für mich anhäufe, kommt es nur noch mir zu Gute.

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1600321)
Wenn die Renten/Pensionsansprüche der Arbeiter/Angestellten/Beamten bei jenen auch mit angerechnet werden, dann erkennen auch diese Personengruppen um was es geht, bevor sie Anderen gedenken in die Tasche greifen.

Vermögen ist aber ungleich einem Anspruch auf Zahlungen. Und zeige mir den (normalen) Beamten oder Angestellten ohne Nebeneinkünfte, der in der Lage ist je 6 Millionen Euro zu vererben.

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1600321)
Um finanziell unabhängig Leben zu können werden derzeit pro Person 2 Mio $ für gut befunden, war letzens im Börsenfernsehen gemeldet worden.
Das ist dann auch der Betrag, mit dem jeder H4'ler angesetzt werden müsste - sind es 2 Leute mit 2 Kindern, von denen alle auf H4 sind - dann wäre der Haushalt mit 8 Mio$ zu bewerten.

Vergessen wird, dass die mit Vermögen meistens auch die meisten Steuern bereits bezahlen, das werden sie dann natürlich nicht mehr als sinnvolles Lebensziel erachten - sie schmeißen hin, ist eh klar.

Alles in alles lese ich bei dir einen erhöhten Neidfaktor auf andere und den Unwillen Einschränkungen in Kauf zu nehmen, die dich selber (ich kenne deine wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht) stellvertretend für den Mittelstand kaum bis gar nicht betreffen würden.

Schwarzfahrer 05.05.2021 08:48

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1600323)
Vergessen wird sehr gerne daß die mit Vermögen oft schon mehr Steuern gespart haben als viel je im Leben zahlen können.

Es kommt am Ende auf die gezahlte Steuersumme an, nicht darauf, was gespart wurde. Und diese ist auch nach Steuerabschreibungen als absolute Summe höher, als bei Niedrigverdienenden.
Allerdings sehe ich das Thema Steuerabschreibungen auch kritisch. Real ist doch so, daß viele Leute, nur um Steuern zu sparen, deutlich mehr ausgeben, als nötig wäre. Steuersparmodelle sind eigentlich Konsum- und Wirtschaftsfördermodelle. In vielen Fällen merken die Leute nicht, daß durch Steuersparen zwar der Staat um etwas beschissen wurde, man selber aber trotzdem weniger übrig hat. Aber es ist halt ein gutes Gefühl, dem Staat etwas vorzuenthalten.
Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1600323)
Ja, schon klar, dann lieber auf HartzIV und in der Jogginghose auf die Couch.:Maso:

Wenn sich die Leute durch entsprechende Ausbildung, Engagement, Arbeit, Unternehmertum nicht deutlich mehr für sich erwirtschaften können, als andere, die dies nicht in ihr Leben investieren wollen oder können, dann sinkt eben die Motivation. Besonders, wenn man von HartzIV auch sorglos leben kann. Wieviel das "deutlich mehr" sein soll, ist diskutabel. Aber ein deutlicher Unterschied ist immer nötig, damit es eine Motivation gibt, aus der Sozialhilfe rauszukommen für alle, die es können.

qbz 05.05.2021 09:31

Die Bundesregierung scheint entschlossen, die Anforderungen des Bundesverfassungsgerichtes an das Klimaschutzgesetz noch vor den Wahlen umzusetzen.

Das Kabinett könnte die neuen Eckpunkte schon am kommenden Mittwoch verabschieden. Danach soll es im beschleunigten Verfahren im Bundestag diskutiert werden.


Zitat:

"...nun ist bis zum Jahr 2030 eine CO2-Reduktion von 65 Prozent angedacht. Das wären zehn Prozentpunkte mehr als bisher geplant. Das höhere Ziel soll sechs Monate nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes überprüft und gegebenenfalls noch einmal angepasst werden. Bis 2040 ist eine CO2-Reduktion von 85 bis 90 Prozent vorgesehen, ein solches Zwischenziel fehlte bisher – was einer der Hauptkritikpunkte des Verfassungsgerichts am bisherigen Klimaschutzgesetz war. Bis 2045, fünf Jahre früher als bisher, soll Deutschland vollständige Treibhausgasneutralität erreichen. Sogenannte natürliche CO2-Senken – also zum Beispiel Wälder und Moore, die das Treibhausgas binden – sollen angerechnet werden und drei bis fünf Prozentpunkte zur CO2-Reduktion beisteuern.

Wie die Regierung die neuen, ehrgeizigeren Ziele erreichen will, ist noch nicht ganz klar. Auf den ersten Blick zumindest scheinen die dafür geplanten Maßnahmen den höheren Klimaschutzambitionen nicht gerecht zu werden. So sollen die CO2-Einsparziele für einzelne Wirtschaftssektoren erst ab 2024 verschärft werden. Für die Zeit nach 2031 wurden weiterhin keine konkreten Jahresziele ausgelobt. Und ein beschleunigter Kohleausstieg ist bisher gar nicht Thema."

Helios 05.05.2021 11:16

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1600326)
Das ist ja die gegenwärtige Regelung pro Erbe, für 6 Mio über den einzelnen Freibetrag, 19% für Erben der Klasse I. Ist nicht gerade viel, oder?

m.

schaut so im Durchschnitt aus, ist es aber nicht, hier sind bereits - ich mein - 30% in der Spitze dabei - die 6 und 1 hab ich mir gemerkt, als ich mir das mal einen nachmittag zu Gemüte führte.

(Ab 6 Mio stehst beim FA auf der Liste, wo sie Dir die Schwarzen Schwadronen an den Hals schicken und wenn sie dich liquidiert haben, lassen sie im FA die Korken knallen, wieder einen erlegt :Lachen2: ).

Eine sehr weit entfernte kinderlose Verwandte mit Häuschen war verstorben - beim Firseur meinte man, dass ich den selben urururu-sonstwas gehabt hätte und ich mich doch um das Häuschen kümmern könnte - mein Komentar war: bei 70% Erbschaftssteuer hab ich keine Lust, nur einen Finger zu krümmen, soll sich wer anders freuen/ mit dem FA herumärgern.

Vermögen aufbauen heisst erstmal Konsumverzicht - Einige scheint dafür die Lebenserfahrung zu fehlen, meist wurde das Vermögen bereist schon x-mal versteuert und deshalb wird es als komplett ungerecht empfunden, das man nochmal geschröpft wird und nicht nur der Ertrag.

Hafu 05.05.2021 11:32

Wird brutal offtopic hier, aber es gibt massenweise vernünftige Untersuchungen darüber, dass man das ganze Konstrukt "Erben" mal massiv hinterfragen sollten.

Es schadet nachweislich in fast allen Fällen den Erben, schränkt sie in ihren Lebensentwürfen ein, führt regelmäßig zu Zerwürfnissen unter den Nachkommen und trägt i.d.R. kein bisschen zu mehr Lebensglück bei.

Die sinnvollste Investition mit der nachweisbar höchsten Rendite ist die Ausbildung der eigenen Kinder. Hier ist jeder Cent gut angelegt. Ansonsten macht ein gewisses begrenztes Vermögen noch als persönliche Altersvorsorge Sinn, aber alles Vermögen was darüberhinaus geht und das zu hoch ist, als dass man es selbst noch sinnvoll verbrauchen kann, ist kontraproduktiv: für denjenigen der es nach dem Tod vererbt sowieso, aber auch für die dann meist 50 bis 60 Jahre alten "Kinder", die es bekommen (sofern vorhanden) und die zum Zeitpunkt des Erbes oft nur wenige Jahre von der eigenen Rente entfernt sind und erst recht für andere Verwandte.

Helios 05.05.2021 11:47

Das würde ich nicht so ideologiebehaftet betrachten - es gilt immer noch der alte Grundsatz: eine Generation schaffts - eine erhält es - und die 3. verballert es.

Spätestens die 4. Generation steht wieder mit null am Start, sollte es überhaupt eine geben, wie im Fall der Verstorbenen weit entfernt verwandten unbekannten Dame.

tandem65 05.05.2021 11:52

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1600340)
Wenn sich die Leute durch entsprechende Ausbildung, Engagement, Arbeit, Unternehmertum nicht deutlich mehr für sich erwirtschaften können, als andere, die dies nicht in ihr Leben investieren wollen oder können, dann sinkt eben die Motivation. Besonders, wenn man von HartzIV auch sorglos leben kann. Wieviel das "deutlich mehr" sein soll, ist diskutabel. Aber ein deutlicher Unterschied ist immer nötig, damit es eine Motivation gibt, aus der Sozialhilfe rauszukommen für alle, die es können.

OK, Du argumentierst gerade für den Mindestlohn oder verstehe ich Dich falsch?
Nach meiner Erfahrung ist jedenfalls mein Nettoeinkommen trotz höherer Steuerlast heute höher als noch vor einem oder zwei Jahren mit deutlich niedrigerem Einkommen.
Ich kann mich aber auch täuschen.;)
Jedenfalls ist das eine alte ausgelutschte Fake-News Kamelle, daß nur weil die Steuerlast höher ist auch gleich der Eindruck vermittelt wird daß auch das Netto verfügbare Einkommen geringer ist als mit niedrigerem Einkommen. Ja ich weiß um die Schwellenwerte, ich weiß aber auch daß es einen Spitzensteuersatz gibt.;)
Und ich schätze schon daß selbst bei etwas höherem Spitzensteuersatz es einen merkbaren Unterschied zum HartzIV-Regelsatz gibt der ausreichend groß ist selbst Dich zum Arbeiten zu bewegen.
Ein wenig Mitgefühl meinerseits hast Du daß Du Deine Arbeitsmotivation hauptsächlich aus dem monetären Erfolg ziehst. Allerdings nur ein wenig, Augen auf bei der Berufswahl!:Huhu:

merz 05.05.2021 12:17

noch was letztes zum Erben: Wenn man sich über eine ausweichende Arm-Reich Schere in einer Gesellschaft Sorgen macht - das ist ein Erbeffekt.

Wenn man es egalitärer haben will, muss man höher besteuern.

m.


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