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Triasven 16.06.2020 14:51

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1538081)
... verstärkter Selbstbeobachtung....?


Ich denke (vermute) dass genau dies ein Parameter der Wirksamkeit sein soll. Verbunden mit (noch) freiwilliger eigenverantwortlicher Reduzierung der Sozialkontakte.

Ich finde übrigens sehr wenig Informationen darüber, WIE die App Corona Eindämmen soll. Technisch ist das alles sehr gut beschrieben. Aber die meisten Erklärungen enden bei... „werden die Kontakte informiert“ Und dann? Was machen „die Kontakte“ mit dieser Info?

Steff1702 16.06.2020 15:01

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1538081)
Danke, gute Übersicht. Aber mir fehlen noch ein paar Punkte zum Verständnis, vielleicht weiß da jemand mehr:


Bekommt man zumindest die Zeitinformation, wann es war? Ort oder Zeit wären ja sehr hilfreich, um selbst eine Risikoabschätzung zu machen (war ich da gerade im Park joggen, oder im Supermarktgedränge?). Ohne eine solche Zuordnung brauche ich speziell die Information gar nicht, zumal:

D.h., ich habe von einer solchen Meldung außer einer möglicherweise diffusen Angst und verstärkter Selbstbeobachtung gar nichts. Ich finde auch nichts darüber, ob bei einer Infektion das Gesundheitsamt die Daten vom Handy des Infizierten analysiert (war derjenige im Kino, im Restaurant, ...), und evtl. alle (laut App) möglicherweise Betroffenen gezielt befragt, um das Risiko genauer einzugrenzen. Wenn das nicht automatisch geschieht, und ich nach einer unspezifischen Warnung auch weder in Quarantäne noch zum Testen komme, frage ich mich, wo der Nutzen herkommt. Oder übersehe ich etwas?

Übrigens, meine Frau und mein Sohn können die App gar nicht installieren, da sie beide noch IOS12 haben. Das finde ich relativ schwach - oder geht es gleichzeitig um Wirtschaftsförderung (Leute, kauft euch neue Handys)?

Du musst 15 Minuten lang in 2 Metern Reichweite eines infizierten sein damit dich die App warnt.
Park Joggen oder Supermarkt sind da sehr Unwahrscheinlich.
So wie ich das verstanden habe muss der Infizierte aber in der App einstellen dass er positiv getestet wurde, freiwillig. Und daran wird es meiner Meinung nach scheitern.
Wer outet sich freiwillig als „seuchenklaus?“

qbz 16.06.2020 15:02

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1538081)
Danke, gute Übersicht. Aber mir fehlen noch ein paar Punkte zum Verständnis, vielleicht weiß da jemand mehr:


Bekommt man zumindest die Zeitinformation, wann es war? Ort oder Zeit wären ja sehr hilfreich, um selbst eine Risikoabschätzung zu machen (war ich da gerade im Park joggen, oder im Supermarktgedränge?). Ohne eine solche Zuordnung brauche ich speziell die Information gar nicht, zumal:

D.h., ich habe von einer solchen Meldung außer einer möglicherweise diffusen Angst und verstärkter Selbstbeobachtung gar nichts. Ich finde auch nichts darüber, ob bei einer Infektion das Gesundheitsamt die Daten vom Handy des Infizierten analysiert (war derjenige im Kino, im Restaurant, ...), und evtl. alle (laut App) möglicherweise Betroffenen gezielt befragt, um das Risiko genauer einzugrenzen. Wenn das nicht automatisch geschieht, und ich nach einer unspezifischen Warnung auch weder in Quarantäne noch zum Testen komme, frage ich mich, wo der Nutzen herkommt. Oder übersehe ich etwas?

Übrigens, meine Frau und mein Sohn können die App gar nicht installieren, da sie beide noch IOS12 haben. Das finde ich relativ schwach - oder geht es gleichzeitig um Wirtschaftsförderung (Leute, kauft euch neue Handys)?

Es basiert alles auf Freiwilligkeit, was jemand tut, erhält er die Info, er wäre im Kontaktbereich einer infizierten Person gewesen. Auch hat das Amt natürlich keinen Zugriff auf das Handy und es soll keine Möglichkeit geben, die Kontaktpersonen zu identifizieren, für niemanden. Das war doch gerade essentiell für das Konzept der App.

Das Problem mit der Testbewilligung sehe ich persönlich eher weniger. Jeder Hausarzt wird IMHO einen solchen bewilligen, hatte man Kontakt mit einer infizierten Person. In den Städten kann man sich teilweise auch direkt bei sog. Testzentren anmelden.

Hafu 16.06.2020 15:37

Zitat:

Zitat von Steff1702 (Beitrag 1538087)
...
So wie ich das verstanden habe muss der Infizierte aber in der App einstellen dass er positiv getestet wurde, freiwillig. Und daran wird es meiner Meinung nach scheitern.
Wer outet sich freiwillig als „seuchenklaus?“

In der App ist es in der Tat freiwillig, aber im Rahmen der Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter gemäß dem infektionsschutzgesetz ist es keineswegs freiwillig. Die Kontaktnachverfolgung passiert ja trotzdem und das Gesundheitsamt verhängt dann pro-aktiv Quarantäne zu den ermittelbaren engen Kontakten eines infizierten.

Durch die App kommen ggf. nur noch ein paar zusätzliche anonyme Kontakte hinzu, die von der ohnehin akribischen Kontaktnachverfolgung noch nicht erfasst worden sind.

Zweifellos wird auch in der Zukunft die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter die wichtigste Rolle bei der Aufdeckung möglicher Infektionscluster spielen. Aber evt. könnte, wenn es gelingen sollte, dass sich möglichst viele Leute die App installieren, diese App noch ein paar Zusatzkontakte liefern, wenn der infizierte in den Tagen vor dem negativen Test sehr viele anonyme Kontakte gehabt haben sollte.

gaehnforscher 16.06.2020 15:39

Zitat:

Zitat von Steff1702 (Beitrag 1538087)
Du musst 15 Minuten lang in 2 Metern Reichweite eines infizierten sein damit dich die App warnt.
Park Joggen oder Supermarkt sind da sehr Unwahrscheinlich.
So wie ich das verstanden habe muss der Infizierte aber in der App einstellen dass er positiv getestet wurde, freiwillig. Und daran wird es meiner Meinung nach scheitern.
Wer outet sich freiwillig als „seuchenklaus?“

Du musst entsprechend lang in der Nähe einer Person gewesen sein, welche später positiv getestet wurde.

Ja man müsste es dann ggf. in der App selbstständig angeben, aber da weder Ort noch Zeit übermittelt werden, muss sich eben niemand "als Seuchenklaus outen".

Triasven 16.06.2020 17:05

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1538096)
...diese App noch ein paar Zusatzkontakte liefern, wenn der infizierte in den Tagen vor dem negativen Test sehr viele anonyme Kontakte gehabt haben sollte.

Welche Zusatzinformationen können das sein, wenn so ziemlich alles anonym ist? Ich irre mich evtl., aber für das Aufspüren von Infektionsclustern ist die App doch total ungeeignet.
Die App liefert nichts über den wer, den was, den wo oder wann. Nur dass jemand Kontakt hatte.
Erhält dieser „Jemand“ die Info dass er Kontakt hatte, muss er doch getestet werden, und im Positiven Fall dann seine Kontakte preisgeben.

Unter diesem Aspekt macht es m. E. Sinn die App zu benutzen. Ich finde Grundbedingung ist der Test des „ Gewarnten“ und zwar so schnell und einfach wie möglich.

Hafu 16.06.2020 17:24

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1538101)
Welche Zusatzinformationen können das sein, wenn so ziemlich alles anonym ist? Ich irre mich evtl., aber für das Aufspüren von Infektionsclustern ist die App doch total ungeeignet.
Die App liefert nichts über den wer, den was, den wo oder wann. Nur dass jemand Kontakt hatte.
Erhält dieser „Jemand“ die Info dass er Kontakt hatte, muss er doch getestet werden, und im Positiven Fall dann seine Kontakte preisgeben.

Unter diesem Aspekt macht es m. E. Sinn die App zu benutzen. Ich finde Grundbedingung ist der Test des „ Gewarnten“ und zwar so schnell und einfach wie möglich.

Das wollte ich damit ausdrücken. Die App liefert möglichen (unbekannten) Kontaktpersonen (nachträglich) die Info, dass sie es mit einem positiv getesteten zu tun gehabt haben. Dem Gesundheitsamt liefert sie natürlich nichts.

Ich hab sie heute mittag installiert. Nicht weil ich sie aktuell für superwichtig halte, sondern weil die App eben nur dann einen gewissen Nutzen hat, wenn möglichst viele sie auch benutzen.

DocTom 16.06.2020 18:48

was ist denn da gerade im Aichach-Friedberg Landkreis passiert?
Zitat:

Link
Fälle 389
Fälle/100.000 EW 291,2
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW 56,1
Todesfälle 20
Einwohnerzahl 133.596
Aktualisierung 16.06.2020, 00:00 Uhr
Nachtrag:
ok, habs selber gefunden...

Spargelstecher und...


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