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BananeToWin 02.05.2019 21:29

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1449568)
Wachs ist da meiner Meinung nach etwas zu steif. Gefühlt läuft da sowas wie Dryfluid besser und leichter.

Meinst du das Einkochen in Parrafin? Warum sollte das bei einem Monoblatt schlechter sein, wenns und "normalen 2x11" Umständen besser sein soll?

Hafu 02.05.2019 21:33

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1449618)
Meinst du das Einkochen in Parrafin? Warum sollte das bei einem Monoblatt schlechter sein, wenns und "normalen 2x11" Umständen besser sein soll?

Es ist generell etwas schlechter, sowohl bei 1x11 als auch bei 2X11. V.a. hält es auch bei weitem nicht so lange, was v.a. bei Triathlons in schlechtem Wetter, wenn die Kette auch länger Regen/ Spritzwasser ausgesetzt ist, eine praktische Rolle spielt.

captain hook 02.05.2019 21:58

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1449618)
Meinst du das Einkochen in Parrafin? Warum sollte das bei einem Monoblatt schlechter sein, wenns und "normalen 2x11" Umständen besser sein soll?

Monoblätter sind ja leicht anders als normale Kettenblätter, damit die Kette nicht runterfällt. Die Zähne haben ein sogenanntes narrow/wide Profil und sind länger. Für mein Gefühl tut sich eine etwas steifere Kette (wie zB wenn man sie mit Wachs einkocht) etwas schwerer sich um diese Zahnform herumzuschmiegen als eine, die etwas seidiger läuft.

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1449619)
Es ist generell etwas schlechter, sowohl bei 1x11 als auch bei 2X11. V.a. hält es auch bei weitem nicht so lange, was v.a. bei Triathlons in schlechtem Wetter, wenn die Kette auch länger Regen/ Spritzwasser ausgesetzt ist, eine praktische Rolle spielt.

Damit argumentierst Du genau in die Gegenrichtung von dem, was ein Australier bei seinen tausenden von Testkilometern auf seinem Kettenmessstand herausgefunden hat. Oder meinst Du flüssige Wachschmiermittel? Auf die trifft das zu.

https://zerofrictioncycling.com.au/lubetesting/

Aus dieser Sicht wäre speziell Triathleten dazu zu raten.

Abgesehen davon ist Wachs auch bei Ceramicspeed (bis natürlich auf ihr eigenes Zeug) bis heute angeblich ungeschlagen.

BananeToWin 02.05.2019 22:16

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1449620)
Monoblätter sind ja leicht anders als normale Kettenblätter, damit die Kette nicht runterfällt...


Ah, das wusste ich nicht. Danke für deine Erklärung.

D.h. einfach Umwerfer und kleines Kettenblatt wegschrauben ist nicht ratsam? Wenn Mono, dann mit entsprechendem Kettenblatt?

Was ist denn deiner Meinung nach (bei gängigem 2x11 Setup) der real mögliche Gewinn des Wachseinkochens gegen Dryfluid? Vernachlässigbar? Wenn man schlecht einkocht sogar ein Nachteil?

BananeToWin 02.05.2019 22:18

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1449619)
Es ist generell etwas schlechter, sowohl bei 1x11 als auch bei 2X11. V.a. hält es auch bei weitem nicht so lange, was v.a. bei Triathlons in schlechtem Wetter, wenn die Kette auch länger Regen/ Spritzwasser ausgesetzt ist, eine praktische Rolle spielt.

Ich kenne mich da nicht so genau aus, aber wie der Captain auch schrieb war mein Stand bisher, dass es schneller ist (2x11fach) und zumindest in etwa 300km hält (was ja bis zu LD reichen würde).

captain hook 02.05.2019 22:51

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1449621)
Ah, das wusste ich nicht. Danke für deine Erklärung.

D.h. einfach Umwerfer und kleines Kettenblatt wegschrauben ist nicht ratsam? Wenn Mono, dann mit entsprechendem Kettenblatt?

Was ist denn deiner Meinung nach (bei gängigem 2x11 Setup) der real mögliche Gewinn des Wachseinkochens gegen Dryfluid? Vernachlässigbar? Wenn man schlecht einkocht sogar ein Nachteil?

Mit normalem Kettenblatt? Niemals ohne Umwerfer. Die Kette fällt beim ersten Mal Kopfsteinpflaster oder schlechter, schlagiger Straße runter. Am besten Mono und ein Schaltwerk mit Dämpfer. Bei mir funktioniert das aber auch mit einem normalen Schaltwerk.

Wir haben da mal ein bisschen mit PM Kurbel und Cyclus 2 Ergometer probiert. Wenn die Kette eng läuft war bei uns das seidigere Schmiermittel besser (normales Schaltwerk, auch mal kleines Blatt mit kleinerem Ritzel...). Am besten war Dryfluid extreme (Ist aber draußen mit Einschränkungen versehen - sehr sehr fein) gefolgt vom normalen Dryfluid. Je größer die Radien (großen Schaltrollen, großes Blatt...) desto besser wurde das Wachs bei uns. War allerdings Molton Speedwax mit diversen zusätzen. Glaube aber mich erinnern zu können, dass ich sie nicht noch zusätzlich gepudert hatte. ;-)

Auf den Monoblättern empfinde ich persönlich das Wachs als zu starr für die Zahnanordnung.

Im Sinne der Sram Line... normale Schaltwerke, kleine Blätter, entsprechend kleine Ritzel und am besten noch Mono... Da würde ich mir nicht vorstellen können, das Wachs da noch der Spitzenreiter ist.

Aber der Test ist bei Wachs etwas manipulierbar / kann unterschiedlich ausfallen. Wenn es warm ist oder man das System aufm Prüfstand warm laufen lässt, hat das bei Wachs Einfluss auf die Eigenschaften.

Losgelöst von den Lauf- und Schalteigenschaften der Kette und der Geräuschentwicklung... die Unterschiede sind halt, wie man es heute so schön nennt, maginal gains. Niedriger Einstelliger Wattbereich. Auf eine Zahl würde ich mich bei den Messtoleranzen der eigesetzten Geräte nicht festlegen wollen. Aber die Zahlen waren damal reproduzierbar. Auch bei mehrfachem hin und herwechseln und durchtauschen.

zahnkranz 03.05.2019 07:18

Zitat:

Zitat von veloholic (Beitrag 1449536)
Auf dem MTB fahre ich 1-fach schon einige Jahre bevor SRAM damals 1x11 rausgebracht hat. Will nie wieder was anderes haben, macht (für mich) einfach keinen Sinn.

Am Rennrad würde ich 1-fach nicht fahren wollen, dafür fehlt mir der Bums in den Beinen, bzw. hätte ich kein Interesse die Vielseitigkeit zu verlieren, wenn Berge auf dem Programm stehen.

An der Triathlonkiste könnte ich es mir allerdings gut vorstellen. Zumal mit entsprechender Kassette und SRAM XD Nabenkörper die Bandbreite doch wieder recht groß wird. Da ich aber nicht um jedes Watt feilschen muss und eh irgendwo unter ferner liefen platziert sein werde, gibt es sicher erstmal andere Baustellen.

Gleiche Ausgangslage bei mir. Auf dem Enduro, auch im verblocktem Gelände, hat sich 1x11 bewährt.

Auf dem TT ist mir eine feine Abstufung wichtig, weil sich bestimmte Übersetzungen einfach gut anfühlen. Wenn ich aber bei 1x eine feine Abstufung wähle, verliere ich die Bandbreite, die ich aber benötige wenn es bergig wird, und das ist bei mir meistens der Fall.

Werde das beobachten, vielleicht kommt es eines Tages, wenn die Beine auf einem besseren Niveau sind, doch noch in Frage.

ph1l 03.05.2019 07:40

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1449645)
Wenn ich aber bei 1x eine feine Abstufung wähle, verliere ich die Bandbreite, die ich aber benötige wenn es bergig wird, und das ist bei mir meistens der Fall.


Genau aus dem gleichen Grund kommt es für mich auch nicht in frage.
Wenn man in Holland oder Hamburg wohnt mag das vielleicht ganz nett sein mit 1x, aber wenn man wie ich den Odenwald vor der Haustür hat braucht man einfach Gänge.


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