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Triasven 20.05.2020 10:33

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1533649)
Aber es wundert auch nicht, dass es nun Leute gibt die meinen schon immer alles gewusst zu haben. Das sind die gleichen, die einem erklären, dass sie 2007 schon wussten, wie sich die Finanzkrise entwickelt hätte usw...
Jede Maßnahme muss mit den Informationen und Eindrücken der jeweiligen Zeit beurteilen. Hab ich glaub ich mal in der 8. klasse Geschichte gelernt..

Herrn Drosten als „irgendwelche Leute“ hinstellen halte ich für nicht richtig.
Er hat bereits 2011 vor der Gefährlichkeit von Corona Mutationen gewarnt. Dazu gibt es genügend Strategiepapiere aus vorangegangenen Atemwegserkrankungs Pandemien. Und so‘n kompletter Lockdown in China im Dezember hätte zumindest die WHO „hellhörig“ werden lassen müssen.

Ich denke nicht, dass wir hier von einem „nachher ist man immer schlauer“ Fall reden sollten.
Schlau genug war man bereits vorher.

Damit will ich nicht sagen, dass irgendein Szenario besser gewesen wäre. Schon aber dass (zu viele?) Fehler gemacht wurden, und mir diesbezgl. zu wenig Kritik zugelassen wird.

Flow 20.05.2020 10:37

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1533650)
Ich weiss es auch nicht.

Ich schon ... :Cheese:

Wie gehabt denke ich, daß so ein massiver Eingriff in den Alltag nahezu aller vor allem zu einer allgemeinen Bewußtseinsänderung geführt hat.
Theoretisch hätte man vielleicht eine kurze Durchsage machen können :
"Vorsicht, Pandemie im Anflug ! Händewaschen, Abstand halten, MNS in ÖPNV, im Zweifel besser zu Hause bleiben."

~5% hätten das vielleicht auch adäquat umgesetzt.
Damit es die nötigen vielleicht 70-80% umsetzen, braucht es eben einen mehrwöchigen Lernprozess mit entsprechendem Spektakel.

Die Schlauen sind in dem Fall halt mal wieder die Dummen ... :Lachen2:

Trillerpfeife 20.05.2020 10:40

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1533653)
...

Damit will ich nicht sagen, dass irgendein Szenario besser gewesen wäre. Schon aber dass (zu viele?) Fehler gemacht wurden, und mir diesbezgl. zu wenig Kritik zugelassen wird.

nimms bitte nicht gleich wieder persönlich,

aber was meinst du mit ".... zuwenig Kritik zugelassen"?

welche Kritik wurde von wem nicht zugelassen?

Estebban 20.05.2020 10:40

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1533653)
Herrn Drosten als „irgendwelche Leute“ hinstellen halte ich für nicht richtig.
Er hat bereits 2011 vor der Gefährlichkeit von Corona Mutationen gewarnt. Dazu gibt es genügend Strategiepapiere aus vorangegangenen Atemwegserkrankungs Pandemien. Und so‘n kompletter Lockdown in China im Dezember hätte zumindest die WHO „hellhörig“ werden lassen müssen.

Ich denke nicht, dass wir hier von einem „nachher ist man immer schlauer“ Fall reden sollten.
Schlau genug war man bereits vorher.

Damit will ich nicht sagen, dass irgendein Szenario besser gewesen wäre. Schon aber dass (zu viele?) Fehler gemacht wurden, und mir diesbezgl. zu wenig Kritik zugelassen wird.

Ich muss mich wohl genauer ausdrücken.
Mit "irgendwelche Leute" meine ich nicht Professor Drosten sondern dich.
Und alle anderen Leute die im Mai schlau daherreden, dass man alles hätte ja besser machen können.
Klar kann man drüber diskutieren, ob es andere Möglichkeiten gab. Sich hinzustellen und sagen "war doch klar, dass man im Januar hätte das und das machen können" ist halt verdammt einfach.
Vielleicht hab ichs verpasst, aber ich kann mich von dir auch nicht an den Vorschlag im Januar erinnern.

Trillerpfeife 20.05.2020 10:41

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1533655)
Ich schon ... :Cheese:

Wie gehabt denke ich, daß so ein massiver Eingriff in den Alltag nahezu aller vor allem zu einer allgemeinen Bewußtseinsänderung geführt hat.
Theoretisch hätte man vielleicht eine kurze Durchsage machen können :
"Vorsicht, Pandemie im Anflug ! Händewaschen, Abstand halten, MNS in ÖPNV, im Zweifel besser zu Hause bleiben."

~5% hätten das vielleicht auch adäquat umgesetzt.
Damit es die nötigen vielleicht 70-80% umsetzen, braucht es eben einen mehrwöchigen Lernprozess mit entsprechendem Spektakel.
...

das ist eine interesante Überlegung.

Triasven 20.05.2020 10:42

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1533655)
Ich schon ... :Cheese:

Wie gehabt denke ich, daß so ein massiver Eingriff in den Alltag nahezu aller vor allem zu einer allgemeinen Bewußtseinsänderung geführt hat.
Theoretisch hätte man vielleicht eine kurze Durchsage machen können :
"Vorsicht, Pandemie im Anflug ! Händewaschen, Abstand halten, MNS in ÖPNV, im Zweifel besser zu Hause bleiben."

~5% hätten das vielleicht auch adäquat umgesetzt.
Damit es die nötigen vielleicht 70-80% umsetzen, braucht es eben einen mehrwöchigen Lernprozess mit entsprechendem Spektakel.

Die Schlauen sind in dem Fall halt mal wieder die Dummen ... :Lachen2:

Die Schlauen werden immer schlau bleiben, dumm (dran) sind die Schlauen ohne Anwälte und ohne Lobby.
Ich möchte lieber nicht wissen wieviele Konzernanwälte grade weltweit die Klagentwürfe formulieren in denen unendlich viele Alternativen bzw. Fehler aufgeführt werden.

Flow 20.05.2020 10:46

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1533653)
Damit will ich nicht sagen, dass irgendein Szenario besser gewesen wäre. Schon aber dass (zu viele?) Fehler gemacht wurden, und mir diesbezgl. zu wenig Kritik zugelassen wird.

Ich sehe einen potentiellen Fehler in der Überschätzung der Gefahr.
Möglicherweise ist die Bedrohung doch deutlich harmloser als zunächst angenommen.
Dann liegt wohl eine gewisse Aufgabe darin, wieder sauber herauszukommen.

Die andere offene Frage, wie gut wäre man mit einer tatsächlichen großen Bedrohung umgegangen ?

merz 20.05.2020 10:48

Wenn ich das richtig erinnere war Prof. Drosten in 01.2020 schon sehr deutlich

Das RKI hatte aber eher beruhigt (27.01.2020):

https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-m...ering-100.html


wie immer: "Hinterher ist man ....", "hindsight is 20/20" etc. etc.


m


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