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merz 08.04.2021 06:06

UK: AstraZeneca nicht mehr für Personen unter 30:

https://www.bbc.com/news/health-56665517

EMA/EU: AstraZeneca ohne Einschränkungen nutzbar:


https://www.tagesschau.de/ausland/eu...eneca-117.html

m.

Hafu 08.04.2021 06:11

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1594831)
...
Der Sahin hat das der EU vorgemacht gemacht - nur von der anderen Position (Verkäufer)aus. Der hat genau gewusst, dass er die zugesagten Mengen nicht wird liefern können. Jeder g‘standene mittelständische Unternehmer hätte den gefragt:“Lieber Herr Sahin, dass ist ja schön und gut was sie uns da versprechen, aber sie haben ja gar nicht die Kapazitäten das zu liefern. Wie wolle n sie das machen?“ Da fehlt es halt an praktischer Erfahrung im Produktions- und Logistikumfeld.

:Blumen:

Biontech-Pfizer hat seit ungefähr Mitte Februar über Kapazitätsausweitungen und neue impfstofffabriken alle seine gegenüber der EU gemachten Lieferzusagen eingehalten (und auch trotzdem den amerikanischen Markt bedient). Die Zuverlässigkeit der Biontech-Lieferunen sind ja der Grund, dass wir es uns überhaupt leisten können, Astra-Zeneca nicht mehr an unter 60-jährige zu verimpfen und trotzdem mit den impfungen an z.B. Grundschullehrer und Kitabetreuer fortzufahren.

Ich weiß aber nicht, ob Sahin bei den Verhandlungen mit der EU überhaupt nennenswert involviert war, denn als die EU im Herbst letzten Jahres (vier Monate nach den USA und zweifellos viel zu spät) den Biontech-Impfstoff verbindlich bestellt hatte, war der viel größere Partner Pfizer ja längst mit im Boot.

dr_big 08.04.2021 06:23

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1594832)
EMA/EU: AstraZeneca ohne Einschränkungen nutzbar:


https://www.tagesschau.de/ausland/eu...eneca-117.html

m.

Absolut unverständlich. Die EMA argumentiert damit, dass der Nutzen größer ist als der Schaden. Dabei haben andere Imprstoffe den gleichen Nutzen bei viel weniger Schaden. Warum soll man das Leben von jungen, gesunden Menschen riskieren, obwohl es bessere Alternativen gibt? Liegt es daran, dass AZ 5 Euro billiger ist? Oder hat man Angst das Gesicht zu verlieren, weil man AZ bereits mit Exportverboten gedroht hat und jetzt den Impfstoff evtl. nicht mehr in dieser Menge braucht?
Das alles führt zu weiterem massiven Vertrauensverlust in Impfungen und EMA.

Helmut S 08.04.2021 07:33

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1594833)
Biontech-Pfizer hat seit ungefähr Mitte Februar über Kapazitätsausweitungen und neue impfstofffabriken alle seine gegenüber der EU gemachten Lieferzusagen eingehalten

Ok - da habe ich leicht andere Informationen, nämlich: Biontech/Pfizer konnte die Lieferzusage im 1Q einhalten, weil sie seit Mitte Februar durch Umbauten erhöhte Kapazitäten hatten und so den Rückstand von ca. 2-3 Wochen ausgleichen konnten. Was zwei/drei Wochen Rückstand für die Impfkampagne bedeuten weißt du eh besser als ich.

Ich habe da irgendwie die Sicht drauf wie auf avg P und NP: Drei Monate mit 200W zu fahren ist halt nicht das selbe wie 1,5 Monate mit 100W und dann 1,5 Monate mit 300W. :Lachen2:

Wie auch immer - wenn es so war wie du sagst: Umso besser. Vielleicht habe ich die Kommunikation in den Medien einfach nur unvollständig wahr genommen. :Blumen:

El Stupido 08.04.2021 07:37

Aber hatte BioNTech diesen Rückstand nicht nur wegen eben dieser Umbauten?
Man wollte mehr liefern können und nahm dafür Umbauten vor. Hierdurch wurde kurzfristig weniger geliefert und später, nach erfolgreichem Umbau dann mehr.

Matthias75 08.04.2021 08:02

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1594846)
Ok - da habe ich leicht andere Informationen, nämlich: Biontech/Pfizer konnte die Lieferzusage im 1Q einhalten, weil sie seit Mitte Februar durch Umbauten erhöhte Kapazitäten hatten und so den Rückstand von ca. 2-3 Wochen ausgleichen konnten. Was zwei/drei Wochen Rückstand für die Impfkampagne bedeuten weißt du eh besser als ich.

Ich habe da irgendwie die Sicht drauf wie auf avg P und NP: Drei Monate mit 200W zu fahren ist halt nicht das selbe wie 1,5 Monate mit 100W und dann 1,5 Monate mit 300W. :Lachen2:

Wie auch immer - wenn es so war wie du sagst: Umso besser. Vielleicht habe ich die Kommunikation in den Medien einfach nur unvollständig wahr genommen. :Blumen:

Statistik ist doch was tolles :liebe053:

Natürlich ist es etwas anderes, wenn später geliefert wurde, denn bei einer früheren Lieferung und somit einer früheren Impfung hätte vielleicht die eine oder andere Infektion verhindert werden können. Insofern ist deine Aussage richtig.

Hafus Aussage war aber, dass Biotech eine Anzahl von X Dosen Impfstoff versprochen hat und diese Zusage auch eingehalten hat. Biontech hatte einen Lieferengpass aufgrund der Umbauten, hat diesen Rückstand aber auch wieder aufgeholt, indem sie in den Folgewochen mehr geliefert haben. Somit hat Biontech insgesamt die versprochene Anzahl Impfdosen geliefert. Die Aussage von Hafu stimmt also auch.

Natürlich wäre eine konstante Lieferung schön gewesen. Aber um in deinem Beispiel zu bleiben: Biontech kann jetzt die nächsten Monate weiterhin konstant mit 300W fahren. Wenn sie versucht hätten konstant die 200W zu bringen, wären die 300W vielleicht wesentlich später reicht worden.

M.

Nepumuk 08.04.2021 08:13

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1594804)
Warum hat die EU nicht noch mehr Eisen im Feuer, warum sind die Briten in dem einen Impfstoff drinnen, aber Europa nicht und die USA können bei AZ müde abwinken? Es reget mich mglw. so auf, weil ich aus der Generation Europa bin ...

m.

Erinnerst du dich noch an die Sache "Schweinegrippe"-Pandemie 2009. Damals hat die Bundesregierung richtig gehandelt und Impfstoff in großen Mengen gekauft, die dann aber doch nicht benötigt wurden. Dafür haben die dann, wegen der angeblichen Geldverschwendung, Unmengen Prügel bezogen. Wundert es dich da, wenn man dieses Mal vorsichtiger vorgeht?

pepusalt 08.04.2021 08:47

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594834)
Warum soll man das Leben von jungen, gesunden Menschen riskieren, obwohl es bessere Alternativen gibt?

Seltsames Argument. Die Impfstoffe sind schlichtweg noch nicht ausreichend. Da sollte man halt auch ein Citybike statt Rennrad nehmen für die Alternative 'vom Fleck weg zu kommen'.

dr_big 08.04.2021 08:55

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1594872)
Seltsames Argument. Die Impfstoffe sind schlichtweg noch nicht ausreichend. Da sollte man halt auch ein Citybike statt Rennrad nehmen für die Alternative 'vom Fleck weg zu kommen'.

Ich verstehe nicht was du damit sagen willst. Es gibt ausreichend Impfberechtigte die man risikoärmer mit AZ impfen kann, da wäre es doch nur logisch wenn man jetzt die Ü60 mit AZ impft und die U60 mit mRNA. Warum sollte man da an einer Emfpehlung von AZ für alle Altersgruppen festhalten? Wenn alle Ü60 geimpft sind und immer noch nicht genügend alternative Impfstoffe zur Verfügung stehen, dann kann man das wieder neu bewerten. Aber Stand heute macht es einfach keinen Sinn, AZ für U60 zu empfehlen.

Matthias75 08.04.2021 09:26

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594834)
Dabei haben andere Imprstoffe den gleichen Nutzen bei viel weniger Schaden. Warum soll man das Leben von jungen, gesunden Menschen riskieren, obwohl es bessere Alternativen gibt?

Mal eine Frage na die Mediziner hier im Forum, irgendwie habe ich auf die Schnelle keine zufriedenstellend Antwort finden können:

Wie schnell bildet sich so eine Sinusvenenthrombose aus? Habe ich bei Auftreten der ersten Symptome noch ausreichend Zeit einen Arzt zu konsultieren oder wache ich eines Morgens auf und bin tot?

Oder anders ausgedrückt: Kann ich das Risiko minimieren oder im besten Fall sogar ganz ausschließen, wenn ich auf die möglichen Symptome achte und rechtzeitig zu Arzt gehe, wenn ich diese feststelle oder mir unsicher bin?

Ich gehe mal davon aus, dass fast jeder Arzt/jede Notaufnahme mittlerweile weiß, was zu tun ist, wenn ich mit den entsprechenden Symptomen komme and sage, dass ich vor x Tagen eine Impfung mit Astra-Zeneca bekommen habe.

M.

pepusalt 08.04.2021 09:31

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594879)
Ich verstehe nicht was du damit sagen willst. Es gibt ausreichend Impfberechtigte die man risikoärmer mit AZ impfen kann, da wäre es doch nur logisch wenn man jetzt die Ü60 mit AZ impft und die U60 mit mRNA. Warum sollte man da an einer Emfpehlung von AZ für alle Altersgruppen festhalten? Wenn alle Ü60 geimpft sind und immer noch nicht genügend alternative Impfstoffe zur Verfügung stehen, dann kann man das wieder neu bewerten. Aber Stand heute macht es einfach keinen Sinn, AZ für U60 zu empfehlen.

Es macht eben keinen Sinn, Priogruppe oder nicht, für 30 jährige mögliches AZ abzulehnen und auf Biontech zu bestehen und ggf. lange zu warten.

Das Warten auf Biontech hat ein größeres Risiko als die jetztige Verwendung von AZ.
Wenn 20 Dosen BionTech und 20Dosen AZ da sind, warum sollte man 40 Leute vor AZ warnen? Ergibt keinen Sinn.

Jetzt verstanden?

Das wäre ja so wie eine Warnung, man könne sich am Sicherheitsgurt auch verletzen.

dr_big 08.04.2021 09:43

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1594898)
Es macht eben keinen Sinn, Priogruppe oder nicht, für 30 jährige mögliches AZ abzulehnen und auf Biontech zu bestehen und ggf. lange zu warten.

Das Warten auf Biontech hat ein größeres Risiko als die jetztige Verwendung von AZ.
Jetzt verstanden?
Warum sollte man dann von AZ warnen?

Das wäre ja so wie eine Warnung, man könne sich am Sicherheitsgurt auch verletzen.

Nein. Wenn man AZ richtig verteilt, dann stellt sich für die 30jährige überhaupt nicht die Frage ob AZ oder Nichts. AZ liefert (nach Spiegel Grafik geschätzt) 11 Mio Impfdosen in Q2. Die lassen sich vollständig an Ü60 verimpfen. Der größte Anteil kommt von Biontech. Also: falls eine 30jährige Frau impfberechtigt ist, dann kann man ihr Biontech anbieten und die AZ vollständig bei Ü60 verimpfen. Es gibt keinerlei Nachteile, nur Vorteile. Warum sollte man also das zusätzliche Risiko mit AZ für jüngere Frauen eingehen?

pepusalt 08.04.2021 09:46

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594904)
Nein. Wenn man AZ richtig verteilt, dann stellt sich für die 30jährige überhaupt nicht die Frage ob AZ oder Nichts. AZ liefert (nach Spiegel Grafik geschätzt) 11 Mio Impfdosen in Q2. Die lassen sich vollständig an Ü60 verimpfen. Der größte Anteil kommt von Biontech. Also: falls eine 30jährige Frau impfberechtigt ist, dann kann man ihr Biontech anbieten und die AZ vollständig bei Ü60 verimpfen. Es gibt keinerlei Nachteile, nur Vorteile. Warum sollte man also das zusätzliche Risiko mit AZ für jüngere Frauen eingehen?

Wird doch eh schon sinngemäß so verteilt, ich weiß gar nicht was du hast.

Aber es ist Schwachsinn vor AZ zu warnen.
AZ ist nicht gefährlicher als kein AZ.

Helmut S 08.04.2021 10:04

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594852)
Statistik ist doch was tolles :liebe053:

Alles gut - ich wollte da kein Faß aufmachen :Lachen2:

Mir ging es halt darum, dass man da als EU auch hinlangen soll, wenn sich so eine Gelegenheit ergibt. Einfach mal machen halt. So ähnlich wie der Söder jetzt:

Wenn es aus Gründen die HaFu angeführt hat tatsächlich so überhaupt keinen Sinn macht - well. Da wird ein Unternehmer halt wohl anders drauf schauen als ein Arzt. :Blumen:

Allerdings ist es m.M.n. in dem konkreten Fall des guten Herrn Söder halt nicht da selbe, auch wenn Zwei das gleiche tun. ;) Man muss sich m.E. schon Fragen, ob ein einzelnes Bundesland und nicht wenigstens der Staat oder noch besser die EU das hätte machen sollen. Ich verstehe Söder einerseits: Er macht halt. Andererseits war die Impfstoffbeschaffung (ob gut oder schlecht) doch bisher immer vom Gemeinschaftsgeiste der EU getragen. Das is es was ich der EU vorwerfe. Sie ist zu träge und schaut viel zu lange zu. Aber ein Ausscheren aus dem Gemeinschaftsgeist muss sich Söder ankreiden lassen. Ich finde das bedenklich. :Blumen:

Schwarzfahrer 08.04.2021 10:14

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1594907)
Aber es ist Schwachsinn vor AZ zu warnen.
AZ ist nicht gefährlicher als kein AZ.

Gilt das für jeden? Riskoanalysen sind erst quantitativ aussagekräftig. Es wäre interessant, mal eine Berechnung für eine z.B. 30-Jährige Frau zu sehen:

1 von xxx Impfungen führt zu tödlichen Komplikationen. 1 von yyy ungeimpften Frauen in dieser Gruppe stirbt an Corona. Wie ist das quantitative Verhältnis von xxx zu yyy? Deine Behauptung impliziert daß yyy kleiner oder höchstens gleich ist wie xxx. Ist das belegbar, hast Du Zahlen dazu?

So könnte man z.b. nach Alterskohorten rechnen, und eine Altersgrenze finden, bei der das Risikoverhältnis zu Gunsten der Impfung wechselt (oder auch zeigt, daß Du für alle Altersgruppen Recht hast). Gibt es diese Berechnung bei EMA oder STIKO? Wenn nicht, warum nicht?

dr_big 08.04.2021 10:23

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1594907)
Aber es ist Schwachsinn vor AZ zu warnen.

Nein, eben nicht. Nach den letzten Zahlen (ich habe schon länger keine Updates mehr gesehen) war das Risiko bei jungen Frauen ca. 1:50.000. Das ist nicht so extrem selten. Daher sollte die EMA meiner Meinung nach die Anwendung von AZ bei jungen Frauen nicht empfehlen. Dadurch müssten nicht alle Länder wieder individuell unterschiedliche Regelungen schaffen und das Vertrauen in die Europäische Organisation und die Impfkampagne insgesamt würde gestärkt.

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1594907)
AZ ist nicht gefährlicher als kein AZ.

Diese Frage stellt sich nicht, siehe mein vorheriger Kommentar.

dr_big 08.04.2021 10:29

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594895)
Mal eine Frage na die Mediziner hier im Forum, irgendwie habe ich auf die Schnelle keine zufriedenstellend Antwort finden können:

Wie schnell bildet sich so eine Sinusvenenthrombose aus? Habe ich bei Auftreten der ersten Symptome noch ausreichend Zeit einen Arzt zu konsultieren oder wache ich eines Morgens auf und bin tot?

Oder anders ausgedrückt: Kann ich das Risiko minimieren oder im besten Fall sogar ganz ausschließen, wenn ich auf die möglichen Symptome achte und rechtzeitig zu Arzt gehe, wenn ich diese feststelle oder mir unsicher bin?

Ich gehe mal davon aus, dass fast jeder Arzt/jede Notaufnahme mittlerweile weiß, was zu tun ist, wenn ich mit den entsprechenden Symptomen komme and sage, dass ich vor x Tagen eine Impfung mit Astra-Zeneca bekommen habe.

M.

Ich bin kein Mediziner, habe mir diese Frage aber auch gestellt bevor ich AZ bekommen habe. Mein Schluss:
- die Symptome sind sehr unspezifisch und eine direkte Diagnose nicht möglich
- Hausärzte wissen sicher von der Gefahr, unterliegen aber auch finanziellen Zwängen und werden dich bei unspezifischen Symptomen nicht gleich zu MRT oder CRT schicken (ich weiss auch nicht ob das wirklich helfen würde)

Ich vermute aus bisheriger Lebenserfahrung, dass dich der Hausarzt zuerst vertröstet, nach dem Motto "wenn es nicht besser wird, dann kommen Sie in ein paar Tagen wieder". Ob das dann noch rechtzeitig oder zu spät ist steht in den Sternen.

pepusalt 08.04.2021 10:38

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594917)
Nein, eben nicht. Nach den letzten Zahlen (ich habe schon länger keine Updates mehr gesehen) war das Risiko bei jungen Frauen ca. 1:50.000. Das ist nicht so extrem selten. Daher sollte die EMA meiner Meinung nach vor die Anwendung von AZ bei jungen Frauen nicht empfehlen. Dadurch müssten nicht alle Länder wieder individuell unterschiedliche Regelungen schaffen und das Vertrauen in die Europäische Organisation und die Impfkampagne insgesamt würde gestärkt.

Ich erinnere mich an den glaubhaften zahlenmäßigen Vergleich, dass es ein weit höheres Risiko als die 1:50k an fatalen Sinustrombosen bei der Anwendung der Pille und diverser anderer Medikamenten gibt. Und da warnt keiner überdreht wie jetzt bei AZ, sondern es gibt eine Warnung vor sehr seltenen Nebenwirkungen und Folgen, aber keine Warnung vor dem nach wie vor in der Anwendung sinnigen Produkt.

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594917)
Diese Frage stellt sich nicht, siehe mein vorheriger Kommentar.

sollte sie aber, auch wenn's nicht in Dein Konzept passt.

dr_big 08.04.2021 10:50

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1594922)
Ich erinnere mich an den glaubhaften zahlenmäßigen Vergleich, dass es ein weit höheres Risiko als die 1:50k an fatalen Sinustrombosen bei der Anwendung der Pille und diverser anderer Medikamenten gibt. Und da warnt keiner überdreht wie jetzt bei AZ, sondern es gibt eine Warnung vor sehr seltenen Nebenwirkungen und Folgen, aber keine Warnung vor dem nach wie vor in der Anwendung sinnigen Produkt.

Du verwechselst wieder VTE und CVST.

vherzo 08.04.2021 10:55

Besonders bei "Pillen" mit hohem Östrogenanteil ist das Risiko einer Sinusvenenthrombose und allgemein venöser Thrombosen erheblich höher als nach Astra Zeneca.


Hier ist eine gute Handreichung für das Vorgehen nach Astra Zeneca Impfung und einschlägigen Beschwerden. Das würde ich ggf meinem Arzt vorlegen:

https://gth-online.org/wp-content/up...a_4-1-2021.pdf

Auszug daraus:
"Grippeähnliche Symptome wie Gelenk-, Muskel-und Kopfschmerzen, die über 1–2 Tage nach erfolgter Impfung anhalten, stellen eine häufige Nebenwirkung dar und sind kein Anlass zur Besorgnis.

Bei Nebenwirkungen, die > 3Tage nach erfolgter Impfung anhalten oder neu auftreten (z.B. Schwindel,Kopfschmerzen, Sehstörungen, Übelkeit/Erbrechen, Luftnot, akute Schmerzen in Brustkorb, Abdomen oder Extremitäten),sollte eine weitere ärztliche Diagnostik zur Abklärung einer Thrombose erfolgen.

Wichtige Untersuchungen sind insbesondere Blutbild mit Bestimmung der Thrombozytenzahl, Blutausstrich, D-Dimere und ggf. eine weiterführende bildgebende Diagnostik(z.B. cMRT, Ultraschall, CT-Thorax/Abdomen)"


Ein Blutbild ist leicht verfügbar und gibt erste wichtige Infos. Ich empfehle, im dringenden Verdachtsfall einer Thrombose, wenn CT oder MRT nicht schnell verfügbar sind, und keine harten Kontraindikationen vorliegen, Beginn einer Gerinnungshemmung mit Eliquis oder Xarelto, keinesfalls mit Heparinen, um das Fortschreiten der Thrombose zu hemmen.

dr_big 08.04.2021 11:03

Zitat:

Zitat von vherzo (Beitrag 1594929)
Besonders bei "Pillen" mit hohem Östrogenanteil ist das Risiko einer Sinusvenenthrombose und allgemein venöser Thrombosen erheblich höher als nach Astra Zeneca.

Hier steht z.B. von 3,5 Fällen pro Jahr:
https://www.pharmazeutische-zeitung....24522/seite/2/

pepusalt 08.04.2021 11:08

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594927)
Du verwechselst wieder VTE und CVST.

WTF... .:Lachen2:
Klar kann ich's googeln, wäre netter wenn Du's mal klar schreibst. :bussi:

LidlRacer 08.04.2021 11:23

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594895)
Mal eine Frage na die Mediziner hier im Forum, irgendwie habe ich auf die Schnelle keine zufriedenstellend Antwort finden können:

Wie schnell bildet sich so eine Sinusvenenthrombose aus? Habe ich bei Auftreten der ersten Symptome noch ausreichend Zeit einen Arzt zu konsultieren oder wache ich eines Morgens auf und bin tot?

Oder anders ausgedrückt: Kann ich das Risiko minimieren oder im besten Fall sogar ganz ausschließen, wenn ich auf die möglichen Symptome achte und rechtzeitig zu Arzt gehe, wenn ich diese feststelle oder mir unsicher bin?

Ich gehe mal davon aus, dass fast jeder Arzt/jede Notaufnahme mittlerweile weiß, was zu tun ist, wenn ich mit den entsprechenden Symptomen komme and sage, dass ich vor x Tagen eine Impfung mit Astra-Zeneca bekommen habe.

Vielleicht hilft dies vom Bundesgesundheitsministerium:

"Wie sollten sich mit AstraZeneca-Geimpfte bei Beschwerden verhalten?

Geimpfte sollten sich sofort an einen Arzt wenden, wenn sie vier bis 16 Tage nach einer Impfung - also nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen - Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickeln. Auch bei starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen sollten Betroffene sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen."
https://www.bundesgesundheitsministe...ca.html#c20960

LidlRacer 08.04.2021 11:24

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1594075)
japp, wir packen ja auch schon die Sachen...

Magst Du sagen, wie's weiter ging?
Hoffentlich gut!?

Hafu 08.04.2021 11:31

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1594904)
Nein. Wenn man AZ richtig verteilt, dann stellt sich für die 30jährige überhaupt nicht die Frage ob AZ oder Nichts. AZ liefert (nach Spiegel Grafik geschätzt) 11 Mio Impfdosen in Q2. Die lassen sich vollständig an Ü60 verimpfen. Der größte Anteil kommt von Biontech. Also: falls eine 30jährige Frau impfberechtigt ist, dann kann man ihr Biontech anbieten und die AZ vollständig bei Ü60 verimpfen. Es gibt keinerlei Nachteile, nur Vorteile. Warum sollte man also das zusätzliche Risiko mit AZ für jüngere Frauen eingehen?

Das ist auch meine Meinung und IMHO hat die Stiko auch eine vernünftige Entscheidung mit ihrer Anwendungseinschränkung auf unter 60jährige getroffen. Auf jeden Fall vernünftiger als die EMA, die gestern zwar plötzlich zugegeben hat, dass es doch einen mutmaßlich kausalen Zusammenhang zwischen Sinusvenenthrombosen und AZ-Impfung gibt (was sie 2 Wochen zuvor noch sehr nachdrücklich widersprochen hatte), aber keine Indikationseinschränkungen (unabhängig von der Verfügbarkeit von Alternativ-Impfungen) empfohlen hat.

Auch Sandra Ciesek hat sich im jüngsten NDR-Coronavirus-Update-Podcast für das deutsche Vorgehen in Abrenzung zur EMA-Empfehlung stark gemacht.

El Stupido 08.04.2021 11:33

Neue Zahlen vom RKI:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...uoten-Tab.html

Demnach gestern 656K Impfungen, davon 564K Erstimpfungen! (Wobei ich denke, dass die Menge der Impfungen durch Hausärzt*innen da von zwei Tagen kumuliert wurden)
Mal schauen, auf welche täglichen Mengen es sich jetzt in den nächsten Tagen / Wochen einpendeln wird.

Bremen mit 16,5 % Impfquote (Erstimpfungen), Saarland 15,9 % usw.

Matthias75 08.04.2021 12:12

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1594934)
Vielleicht hilft dies vom Bundesgesundheitsministerium:

"Wie sollten sich mit AstraZeneca-Geimpfte bei Beschwerden verhalten?

Geimpfte sollten sich sofort an einen Arzt wenden, wenn sie vier bis 16 Tage nach einer Impfung - also nach Abklingen der üblichen Impfreaktionen - Symptome wie Kurzatmigkeit, Unterleibsschmerzen oder Schwellungen in Armen oder Beinen entwickeln. Auch bei starken oder anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen sollten Betroffene sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen."
https://www.bundesgesundheitsministe...ca.html#c20960

Danke, die Infos habe ich auch gelesen. Zur Einschätzung des Risikos (das für mich als Mann ja schonmal sehr niedrig ist), fände ich eben ein paar Infos mehr hilfreich, insbesondere wie schnell so eine Sinusvenenthrombose kritisch werden kann, also wie schnell ich mich an einen Arzt wenden muss, wenn ich erste Symptome feststelle? Kann ich abwarten, bis deutlichere Symptome auftreten oder muss ich mich unverzüglich zum Arzt begeben? Reicht der Hausarzt, gehe ich besser direkt zur nächsten Notaufnahme oder rufe ich gleich den Notarzt?

Mir ist dabei schon klar, dass das nicht eindeutig zu beantworten ist.

Ich denke aber, dass es für viele einen Unterschied in der Risikobewertung macht, ob man nach Auftreten der ersten Symptome Minuten, Stunden oder Tage Zeit hat, ensprechende Massnahmen einzuleiten, also ob ich als Patient eine realistische Chance habe, die Symptome rechtzeitig zu erkennen?

Man findet allerdings sehr wenig informationen darüber.

M.

Hafu 08.04.2021 12:51

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594947)
...
Ich denke aber, dass es für viele einen Unterschied in der Risikobewertung macht, ob man nach Auftreten der ersten Symptome Minuten, Stunden oder Tage Zeit hat, ensprechende Massnahmen einzuleiten, also ob ich als Patient eine realistische Chance habe, die Symptome rechtzeitig zu erkennen?

Man findet allerdings sehr wenig informationen darüber.

M.

Von den wenigen tödlichen Fällen gibt es ja im Netz bei einigen sehr genau Beschreibungen der zeitlichen Verläufe (z.B. die junge Lehrerin aus Marbella, die Krankenpflegerin aus dem Allgäu oder auch von den in Norwegen aufgetretenen Fällen) und dort war es eigentlich nie ein ganz plötzliches fulminantes Geschehen, sondern eher über mehrere Tagen bis zwei Wochen sich verschlechternde Symptome.

Ob Hausarzt oder Notaufnahme die erste Anlaufstelle ist, wenn unklare Symptome länger als 4 Tage nach der Impfung anhalten, würde ich davon abhängig machen, ob Wochenende ist oder ob der Hausarzt schnell verfügbar ist.
Es spricht einiges dafür, dass die Sinusvenenthrombose außer mit speziellen Gerinnungshemmern auch in ihrem Krankheitsgeschehen mit Immunglobulingabe behandelbar ist, weil sie viele Parallelen mit dem schon länger bekannten HIT-Syndrom hat. Ob es dazu mittlerweile aber schon echte klinische Daten gibt, weiß ich nicht.

Helmut S 08.04.2021 17:33

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1594911)
Man muss sich m.E. schon Fragen, ob ein einzelnes Bundesland und nicht wenigstens der Staat oder noch besser die EU das hätte machen sollen. Ich verstehe Söder einerseits: Er macht halt. Andererseits war die Impfstoffbeschaffung (ob gut oder schlecht) doch bisher immer vom Gemeinschaftsgeiste der EU getragen. Das is es was ich der EU vorwerfe. Sie ist zu träge und schaut viel zu lange zu. Aber ein Ausscheren aus dem Gemeinschaftsgeist muss sich Söder ankreiden lassen. Ich finde das bedenklich. :Blumen:

Jetzt macht‘s der Spahn auch selbst, weil die EU nicht will. Weil man hat ja schon genug bestellt. Ehrlich: Vollpfosten.

https://www.sueddeutsche.de/gesundhe...0408-99-123802

Wenn ich alleine das zusammenzähle was nicht pünktlich geliefert wurde während der Pandemie an Rohstoffen für die Produktion in unserem Unternehmen .... oh mei .... wenn ich da nicht aus Risikomanagementgründen und Gefühl für möglicherweise aufkommende Probleme in der Lieferkette über Bedarf bestellen und reservieren hätte lassen, wären wir nicht durchgängig lieferfähig gewesen. Dafür bedienen wir jetzt Kunden von Wettbewerbern, die wohl bei der EU auf Schulung bzgl. Bestandsmanagement waren :Cheese:

:Blumen:

Matthias75 09.04.2021 07:32

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1594960)
Von den wenigen tödlichen Fällen gibt es ja im Netz bei einigen sehr genau Beschreibungen der zeitlichen Verläufe (z.B. die junge Lehrerin aus Marbella, die Krankenpflegerin aus dem Allgäu oder auch von den in Norwegen aufgetretenen Fällen) und dort war es eigentlich nie ein ganz plötzliches fulminantes Geschehen, sondern eher über mehrere Tagen bis zwei Wochen sich verschlechternde Symptome.

Ob Hausarzt oder Notaufnahme die erste Anlaufstelle ist, wenn unklare Symptome länger als 4 Tage nach der Impfung anhalten, würde ich davon abhängig machen, ob Wochenende ist oder ob der Hausarzt schnell verfügbar ist.
Es spricht einiges dafür, dass die Sinusvenenthrombose außer mit speziellen Gerinnungshemmern auch in ihrem Krankheitsgeschehen mit Immunglobulingabe behandelbar ist, weil sie viele Parallelen mit dem schon länger bekannten HIT-Syndrom hat. Ob es dazu mittlerweile aber schon echte klinische Daten gibt, weiß ich nicht.

Danke!

Für mich würde das bedeuten, dass ich zwar ein paar Tage hypochondrisch durch die Gegen rennen würde, aber bei entsprechenden Anzeichen durchaus noch genug zeit habe, mal Luft zu holen und zum Arzt zu fahren, was das Risiko aus meiner Sicht etwas relativiert.

M.

crazy 09.04.2021 08:02

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1595106)
Danke!

Für mich würde das bedeuten, dass ich zwar ein paar Tage hypochondrisch durch die Gegen rennen würde, aber bei entsprechenden Anzeichen durchaus noch genug zeit habe, mal Luft zu holen und zum Arzt zu fahren, was das Risiko aus meiner Sicht etwas relativiert.

M.

Zudem Du als Mann ein nur sehr geringes Risiko aufweist.
Bis dato wurden knapp 3mio Dosen AZ in Deutschland verimpft ( Quelle ), wobei 31 Fälle von Impfkomplikationen hinsichtlich einer Sinusvenenthrombose auftraten ( Quelle ). Von den 31 Fällen waren 2 Männer betroffen.

Klar, das waren viele Impfungen im Bereich Pflegepersonal, Erziehungs- und Bildungswesen, wo traditionell mehr Frauen im risikobehafteten Alter geimpft wurden.

Statistisch nicht richtig, aber grob 1:1.5mio... das ist immerhin 4mal wahrscheinlicher als ein Blitzschlag, da liegt's bei 1:6mio. ;)

Matthias75 09.04.2021 08:16

Zitat:

Zitat von crazy (Beitrag 1595114)
Zudem Du als Mann ein nur sehr geringes Risiko aufweist.
Bis dato wurden knapp 3mio Dosen AZ in Deutschland verimpft ( Quelle ), wobei 31 Fälle von Impfkomplikationen hinsichtlich einer Sinusvenenthrombose auftraten ( Quelle ). Von den 31 Fällen waren 2 Männer betroffen.

Klar, das waren viele Impfungen im Bereich Pflegepersonal, Erziehungs- und Bildungswesen, wo traditionell mehr Frauen im risikobehafteten Alter geimpft wurden.

Statistisch nicht richtig, aber grob 1:1.5mio... das ist immerhin 4mal wahrscheinlicher als ein Blitzschlag, da liegt's bei 1:6mio. ;)

Schon klar. Trotzdem würde eine geringe Restangst bleiben, dass man dann der 3. Mann in der Statistik ist.

Wie in vielen Bereichen, fände ich, dass hier eine bessere Kommunikation grundsätzlich nicht schaden könnte.

Für den medizinischen Laien bleibt doch aus der ganzen Diskussion hängen: Gefahr von Sinusvenenthrombosen, die tödlich sein können. Wenn klar ist, dass so eine Thrombose in den meisten Fällen rechtzeitig erkannt und gut behandelt werden kann, und man eben nicht wenige Stunden nach Auftreten der ersten Symptome tot umfällt, relativiert sich das Risiko. Es würden vermutlich mehr Personen nach der Impfung in den Notaufnahmen auftauchen und entsprechende Tests einfordern, aber vielleicht würde die Skepsis gegenüber dem Impfstoff etwas abnehmen.

M.

merz 09.04.2021 10:05

Die spezielle FAQ Seite zu AZ des RKI ist hier ein gute Quelle:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/CO...en/gesamt.html

m.

Lebemann 09.04.2021 12:00

Hafu mit welchem Impfstoff würdest du deine Zweitimpfung machen. Soweit ich mich erinnere hast du deine erste mit AZ bekommen.

Bei mir war’s jedenfalls so. Hatte nur ganz minimale Nachwirkungen. Tendenziell würde ich wieder AZ nehmen. (34 Jahre, männlich)

Schlafschaf 09.04.2021 16:23

Bei mir baut zum Glück der Arbeitgeber BASF einfach ne Impfstation auf die nächste Woche in Betrieb geht. Die wichtigen Arbeitskräfte in der unverzichtbaren chemischen Industrie sind also bald gesichert. *

So wird es bei mir vielleicht doch noch was diesen Sommer. :liebe053:

*Ironie. Ich freu mich zwar mal wieder drüber in der basf zu arbeiten und bin froh wenn ich geimpft bin, aber so ganz fair ist das halt nicht. Verkäufer, Frisöre und co sind ja noch nicht durch und ich denke die wären sinnvollerweise vor mir dran...

Helmut S 09.04.2021 18:18

Bist du sicher, das die dann einfach jeden BASFler impfen der will? Die kriegen ja auch nur wegen der Werksärzte den Impfstoff. Und die werden sich dann ja auch wie die Hausärzte zunächst an die Impfreihenfolge halten müssen denke ich. Oder?

:Blumen:

Hafu 09.04.2021 18:59

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1595200)
Hafu mit welchem Impfstoff würdest du deine Zweitimpfung machen. Soweit ich mich erinnere hast du deine erste mit AZ bekommen.

Bei mir war’s jedenfalls so. Hatte nur ganz minimale Nachwirkungen. Tendenziell würde ich wieder AZ nehmen. (34 Jahre, männlich)

Wenn du die erste AZ-Impfung vertragen hast, hätte ich keine Bedenken, auch die zweite Impfung mit AZ durchführen lassen.

Tendenziell sind die Impfnebenwirkungen Bei AZ bei der ersten impfung stärker ausgeprägt (wohl da das Immunsystem nicht nur auf die Spike-Proteinanteil des Vektorvirus sondern auch auf den für den Menschen erstmal komplett unbekannten Schimpansenvektorvirus reagiert. Beim zweiten mal ist der Vektorvirus dann schon dem Immunsystem bekannt.

Bei den mRNA-Impfstoffen ruft tendenziell eher die zweite Impfung die stärkere Reaktion hervor. Hier gibt es ja keinen Vektorvirus, sondern die verimpfte mRNA muss erstmal in eigene Körperzellen gelangen, wo dann vorübergehend die Spike-Protein-Teile von SARS-Cov2 von den eigenen Körperzellen produziert werden und das eigene Immunsystem dann gegen diese neu produzierten Proteine Antikörper produzieren und die T-Zellen passend umprogrammieren.
Warum statistisch die impfnebenwirkungen bei den mRNA-Impfstoffen beim zweiten mal oft stärker sind, weiß ich aber auch nicht. Gibt bestimmt auch dafür Erklärungsansätze.

(ich selbst bin übrigens vor 6 Wochen mit Moderna geimpft worden (hätte aber damals - und als Mann auch heute- nichts gegen AZ einzuwenden gehabt, meine Frau hatte AZ erhalten. Am Sonntag folgt dann Impfzentrum im die zweite Dosis Moderna.)

Schlafschaf 09.04.2021 19:05

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1595277)
Bist du sicher, das die dann einfach jeden BASFler impfen der will? Die kriegen ja auch nur wegen der Werksärzte den Impfstoff. Und die werden sich dann ja auch wie die Hausärzte zunächst an die Impfreihenfolge halten müssen denke ich. Oder?

:Blumen:

Ich hab das so verstanden, dass sich zwar an die Impfreihenfolge gehalten wird, aber eben nur innerhalb der Mitarbeiter. Das Zentrum steht auf dem Werksgelände, da kommt man ohne Ausweis gar nicht hin.
Also ganz sicher bin ich nicht, das Impfen geht ja so langsam weil nicht genug Impfstoff da ist. Wundert mich schon das die BASF da überhaupt Impfstoff bekommen hat.
Aber so hab ich das mal verstanden und die Kollegen auch. Schau mer mal. Ich glaub ich würde mich freuen wenn du recht hättest. Die Reihenfolge hat ja einen Grund. Ich sag Bescheid wenn ich mehr weiß.

Helmut S 09.04.2021 19:14

Danke. Alles klar. Wir haben ja das selbe Thema hier mit BMW. Da geht m.W.n. diesbezüglich auch was vorwärts. Es arbeitet (oder arbeitete) ja praktisch meine ganze Verwandschaft dort ... werde dementsprechend bestimmt auch informiert - da komme ich garnicht aus 😉

:Blumen:

abc1971 09.04.2021 19:35

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1595277)
Bist du sicher, das die dann einfach jeden BASFler impfen der will? Die kriegen ja auch nur wegen der Werksärzte den Impfstoff. Und die werden sich dann ja auch wie die Hausärzte zunächst an die Impfreihenfolge halten müssen denke ich. Oder?

:Blumen:

Glaubst Du das wirklich?

Mitarbeiter mit akutem Krebsleiden, Demenz oder über 70jährige wird man bei BASF kaum finden. Allerhöchstens Kontaktpersonen von Schwangeren oder pflegebedürftigen Personen. Aber diese Personen können sich auch alle über Impfzentrum oder Hausärzte impfen lassen.

Das die Politik inzwischen Großunternehmen offenbar recht schnell die Möglichkeit zur Impfung der Mitarbeiter einräumt, hat für mich andere Ziele bzw. Hintergründe. VW, BASF, Audi, BMW etc. werden in kürze alle impfen können, wenn sie es nicht heute schon tun (Ich meine VW wäre bereits soweit, natürlich als "Modellversuch" in Niedersachen, um zu prüfen, ob es überhaupt praktikabel sei, wenn Betriebsärzte impfen).

Die Wahrheit ist doch, dass die verordnete Impfreihenfolge nicht einmal das Papier wert ist, auf dem sie steht.


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