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Stefan 03.08.2021 07:52

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1614942)
"Die Bundesregierung" verschickt in der SMS tatsächlich nur einen WWW-Link mit weiteren Hinweisen.

So wie sie es jetzt machen ist der Aufwand wahrscheinlich am geringsten. Ich war vor zwei Wochen bei meinen Eltern in Deutschland und habe auf meine CH-Nummer sogar mehrere solcher SMS bekommen.
Vielen Menschen verstehen nicht, was technisch abläuft. Wenn sie eine solche SMS bekommen, dann haben sie das Gefühl, dass man sie "ertappt" und ihre Daten hat, obwohl sie doch vorher glaubten, dass sie save sind, weil sie an der Grenze nicht angehalten wurden.

dr_big 03.08.2021 07:54

Diese SMSn sind nicht an Rufnummern adressiert, sondern werden per Cell-Broadcasting an alle Endgeäte geschickt, die sich in das Netz einwählen. Da stecken keinerlei personenbezogenen Daten dahinter.

Stefan 03.08.2021 07:58

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1614947)
Diese SMSn sind nicht an Rufnummern adressiert, sondern werden per Cell-Broadcasting an alle Endgeäte geschickt, die sich in das Netz einwählen. Da stecken keinerlei personenbezogenen Daten dahinter.

Die 2. SMS bekam ich an meinem Heimatort, als ich das Smartphone abends aus- und morgens wieder eingeschaltet habe. Meine Brüder und Eltern bekommen diese SMS dort nicht.

merz 03.08.2021 07:58

ist kein Cell Broadcast (gibt es momentan DE nicht) sondern wird durchs Einbuchen getriggert, dabei werden aber Daten temporär nachgehalten,


https://www.bundesgesundheitsministe...6qRZA9Y5FiIHVo

https://www.telekom.de/datenschutzhi...wnload/266.pdf

https://www.vodafone.de/unternehmen/...z-aktuell.html

m.

captain hook 03.08.2021 07:58

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1614899)
Erklär doch mal bitte etwas konkreter, wie diese Eigenverantwortung z.B. an den Schulen und allgemein für die Kinder aussehen soll.

M.

Wir halten fest... Die sollen halt aufpassen und ein bissl Schwund ist immer. Das ist schon legitim wenn man keine Lust auf impfen hat sowas zu fordern. In meinem Bekanntenkreis sind dass dann die, die jetzt als mega Ökos neuerdings jeden Tag 100km mit dem Auto zur Arbeit fahren. Das mit dem Schwund gilt natürlich nur für die anderen.

Schwarzfahrer 03.08.2021 08:06

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1614941)
Du lenkst ab. Ich habe mich nie zum Thema Selbstverantwortung & Erziehung geäußert und das ist hier auch nicht Thema.

Es ging um Selbstverantwortung in der Pandemie. Und hier kommt man mit Selbstverantwortung schnell an Grenzen.

Eigenverantwortung ist in jedem Umfeld das Gleiche, auch in der Pandemie. Daher kann ich keine Trennung erkennen. Natürlich lebt man immer in einer Kombination von Selbstverantwortung und staatlichen Regeln, aber beides ist wichtig, unabhängig vom Szenario.
Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1614941)
Wenn auf dem Spielplatz alle anderen Kinder keinen Abstand halten, kann ich mein Kind zu noch so viel Eigenverantwortung erziehen, es kommt an Grenzen.

Richtig, und dann wird es eine Entscheidung fällen müssen: entweder er hält von sich aus seinen Abstand, auch wenn er sich damit absondert (ich weiß, es ist schwer, aber ein wesentliches Erziehungsziel muß sein, daß jedes Kind zu seiner Meinung stehen kann, ggf. auch gegen Gruppendruck), oder er spielt mit und akzeptiert das (in diesem Fall kleine) Risiko. Machen doch Erwachsene genauso: wenn auf der Straße mein Gegenüber ständig näher kommt im Gespräch, kann ich immer einen Schritt zurückgehen bzw. ihn bitten, zurückzutreten (ist ein häufiges Szenario), oder mich mit der Nähe abfinden.
Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1614941)
Eigenverantwortung klappt aben nur, wenn sich alle dran halten. Dann ist es aber keine Eigenverantwortung mehr, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe.

Du hast den Widerspruch selbst gemerkt. Eigenverantwortung ist völlig unabhängig von den anderen und klappt beim Einzelnen. Das Endergebnis hängt natürlich von allen zusammen ab.
Unsere Diskrepanz ist, daß Du im Gegensatz zu mir nicht glaubst, daß Eigenverantwortung ausreicht, und daher eine "gesellschaftliche Aufgabe" für erforderlich hältst, was (wie ich es verstehe) die Eigenverantwortung ersetzen soll durch starre, einheitliche Verhaltensnormen. Für mich wäre es eine der wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben, möglichst viele Menschen zu Eigenverantwortung zu erziehen, befähigen und ermutigen; das gibt m.M.n. eine lebenswertere Gesellschaft, als eine, die unter sozialem Druck versucht daß alle "an einem Strang ziehen" und Infragestellen der gemeinsamen Ziele für problematisch hält.

Matthias75 03.08.2021 08:22

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1614955)
Richtig, und dann wird es eine Entscheidung fällen müssen: entweder er hält von sich aus seinen Abstand, auch wenn er sich damit absondert (ich weiß, es ist schwer, aber ein wesentliches Erziehungsziel muß sein, daß jedes Kind zu seiner Meinung stehen kann, ggf. auch gegen Gruppendruck), oder er spielt mit und akzeptiert das (in diesem Fall kleine) Risiko.

Und wohin führt das? Siehe oben: Das Kind sondert sich ab, damit andere ihre Freiheit ausleben können, indem sie sich nicht an Regeln halten. Die andere Möglichkeit der Risikoabschätzung ist zwar nett, aber von Kinder bis zu einem gewissen Alter doch etwas viel verlangt, egal wie eigenverantwortlich sie erzogen werden.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1614938)
Das ist, was ich in der Entwicklung der letzten Monate am schlimmsten finde, was die Gesellschaft katastrophal spaltet: Das Bild, daß jeder "seine Ungefährlichkeit" nachweisen muß, impliziert, daß jeder als Gefahr für andere gesehen wird - und das bei einem Infektionsgeschehen, wo kaum jemals mehr als einer von 1000 wirklich infektiös war. Ist für mich das Gleiche, wie wenn man verlangen würde, daß jeder Muslim vor betreten eines Kinos nachweist, daß er keine Terrorwerkzeuge dabei hat (oder gleich draußen bleiben muß). Sowas wurde vor gar nicht so langer Zeit als Generalverdacht bezeichnet, und als falsch verurteilt.

Da du das Beispiel Straßenverkehr ansprichst: Hier wird die größere Verantwortung/Gefahr von Kfz-Fahrern übrigens anerkannt. Nennt sich Gefährdungshaftung. Und du musst über einen mehrstündigen Kurs mit Prüfungen nachweisen, dass du überhaupt am Straßenverkehr teilnehmen darfst. Wenn du größere Fahrzeuge fährst, musst du die sogar regelmäßig wiederholen. Auch sonst wirst du permanent „gegängelt“: StVO, TÜV, Alkohol-, Geschwindigkeits- und allgemeine Verkehrskontrollen. Es gibt Bereiche, in die du nicht einfahren darfst. Dabei stellst du doch grundsätzlich keine Gefahr da und die Fußgänger müssen doch auch aufpassen…

M.

dasgehtschneller 03.08.2021 08:23

Ich wohne nahe an der Grenze und kriege diese SMS mehrfach täglich.
Schon fast nervig.
Eigentlich eine gute Idee aber die darin verlinkten Seiten sind, wie halt auch die zugrundeliegenden Regeln, viel zu kompliziert um das als Reisender auf seinem Handy zu lesen.

Lustigerweise kriege ich die SMS auch immer von unterschiedlichen, sehr komplizierten Nummern.
Ich vermute es liegt am Netzbetreiber der einen als erstes erwischt.
Das wäre auch schön wenn man sowas von einer immer gleichen und offiziell aussehenden Nummer kriegen würde.


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