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Itchybod 13.07.2021 13:44

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1610974)
Und die anderen, ebenfalls eher schlechter zu gewinnenden Rohstoffe für beispielsweise Batterien etc.?

Da fällt mir irgendwie der flache Spruch ein "Lieber Gott wir danken dir, dass die Neger hungern und nicht wir".
Wenns danach ginge, keinerlei Handel mit Ländern mit zweifelhafter Gesinnung, Regierung oder Ausbeutung zu treiben, würden wir nackig rumlaufen und ganz sicher nicht Auto fahren, egal wie angetrieben und Umweltgedanken mal noch vollkommen aussen vor.

Schon richtig.
Aber die Rohstoffe in der Batterie werden nicht verbraucht. Jedenfalls nicht so, wie wir Rohöl verbrauchen.
Ich behaupte, dass sich alle (Schwer)-Metalle aus Akkus zu nahezu 100% rück gewinnen lassen.
Es wurde ja schon oft geschrieben, dass "verbrauchte" Batterien noch ein paar Jährchen in stationären Speichern ihren Dienst tun. Wenn sie dann endgültig platt sind, werden sie halt recycelt.
Im Moment gibt es dafür noch keine etablierten Prozesse. Aber jeder Chemiker lernt im Anorganik Praktikum, wie man Metalle trennt. Das kann also großtechnisch nicht so schwer sein.

pepusalt 13.07.2021 13:53

Zitat:

Zitat von Itchybod (Beitrag 1610979)
Schon richtig.
Aber die Rohstoffe in der Batterie werden nicht verbraucht. Jedenfalls nicht so, wie wir Rohöl verbrauchen.
Ich behaupte, dass sich alle (Schwer)-Metalle aus Akkus zu nahezu 100% rück gewinnen lassen.
Es wurde ja schon oft geschrieben, dass "verbrauchte" Batterien noch ein paar Jährchen in stationären Speichern ihren Dienst tun. Wenn sie dann endgültig platt sind, werden sie halt recycelt.
Im Moment gibt es dafür noch keine etablierten Prozesse. Aber jeder Chemiker lernt im Anorganik Praktikum, wie man Metalle trennt. Das kann also großtechnisch nicht so schwer sein.

Das wurde übrigens beim 'Erwerb' als Grund genannt, warum ich sogar nur Leasen durfte (max. 4Jahre). Die wollen beim eMii/eiV/e.up die (sicher noch lange nicht defekten) Batterien recyceln und neue dann machbare modernere Batterien mit weit größerer Kapazität verwenden, um das Fahrzeug zu refurbishen und wieder zu verkaufen. Etwas was (mMn. zurecht!) dem privaten Autokäufer nicht zugetraut wird.

dasgehtschneller 13.07.2021 14:11

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1610975)
Rekuperation in den Bergen ist zwar wichtig um überhaupt zu rekuperieren (und nicht die Bremsen benutzen zu müssen), aber ich schätze den Wirkungsgrad der Rekuperation auf 70-80%, nicht mehr.

Macht es überhaupt einen Unterschied? Mein alter Ampera rekuperiert auch beim Bremsen erst mal so stark bis es nichts mehr zu rekuperieren gibt.
Die eingestellt Rekuperationsstufe ist eher ein Komfort Feature um z.B. bergab nicht dauernd auf die Bremse treten zu müssen.

Würde mich wundern wenn moderne Elektroautos das nicht mehr so handhaben.

Da mein Akku nur 50-80 km hält und ich so viel wie möglich elektrisch fahren will, bin ich inzwischen der Meister im Stromsparen :cool:
Die Rekuperationsstufe macht aber bei mir definitiv keinen Unterschied

pepusalt 13.07.2021 14:18

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1610985)
Macht es überhaupt einen Unterschied?

Wie meinst Du das? (Verständnisfrage)
Wenn ich D drin habe, tut beim leichten Druck auf's Bremspedal mein eiV auch erstmal nur rekuperieren, erst bei einem Mindestmaß an Druck auch tatsächlich die Bremsen aufheizen.
Somit kann ich mit etwas Gefühl die Rekuperation bei D genauso feinfühlig steuern wie bei B, nur am anderen Pedal.
Für's Energiesparen geht's halt idealerweise mit D und Voraussicht, und auf der Autobahn oder großen Bundesstrasse, wenn frei ist, mit Tempomat.

dasgehtschneller 13.07.2021 14:42

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1610986)
Wie meinst Du das? (Verständnisfrage)
Wenn ich D drin habe, tut beim leichten Druck auf's Bremspedal mein eiV auch erstmal nur rekuperieren, erst bei einem Mindestmaß an Druck auch tatsächlich die Bremsen aufheizen.
Somit kann ich mit etwas Gefühl die Rekuperation bei D genauso feinfühlig steuern wie bei B, nur am anderen Pedal.
Für's Energiesparen geht's halt idealerweise mit D und Voraussicht, und auf der Autobahn oder großen Bundesstrasse, wenn frei ist, mit Tempomat.

Mein Ampera rekuperiert etwa bis 70kW. Das heisst dass jede Bremsung die weniger als 70kW benötigt erst mal keine Bremsscheiben braucht.
Alles darüber, was dann wirklich bremst, ist schon nahe an einer Vollbremsung. Nichts was man im täglichen Verkehr macht.

Ich habe eine Stufe D und eine Stufe L.
Auf Stufe D rollt er wenn ich vom Gas gehe langsam aus. Von 80 auf 50 brauche ich ein paar hundert Meter.
Auf Stufe L ist die Rekuperation deutlich stärker. Da bin ich vermutlich nach 50-100 Meter von 80 auf 50. Das geht in die Richtung was teilweise als OnePedal Drive verkauft wird aber vielleicht nicht ganz so weit.

Für den Verbrauch macht es aber keinen Unterschied da er auch beim betätigen des Bremspedales erst mal rekuperiert.

Ich fahre meist im D-Modus und geh so früh vor dem Ortsschild vom Gas (bzw. aus dem Tempomat) dass ich beim Schild so halbwegs ausgerollt bin. Das ist noch etwas sparender da nur wenig Energie in die Rekuperation und gar nichts in die Bremsen geht und das Tempo durch den sowieso vorhandenen Fahrtwiderstand vernichtet wird.

TriVet 13.07.2021 14:54

Es ist wohl so, dass man mit dem OnePedalDrive eher eine Komfortfunktion denn eine Sparmöglichkeit hat, bei mir macht das gefühlt 1-2 kWh/100km aus; also ohne OPD ist sparsamer (zumindest wenn man dafür "segelt", alos rollen lässt).
Die neueren Autos gehen mW auch beim Betätigen des Bremspedals erstmal in die Rekupertaion, legen aber die Bremsbeläge schon an; und nur wenn das nicht reicht (Vollbremsung etc), wird "echt" gebremst.

pepusalt 13.07.2021 14:54

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1610988)
Mein Ampera rekuperiert etwa bis 70kW. Das heisst dass jede Bremsung die weniger als 70kW benötigt erst mal keine Bremsscheiben braucht.
Alles darüber, was dann wirklich bremst, ist schon nahe an einer Vollbremsung. Nichts was man im täglichen Verkehr macht.

Ich habe eine Stufe D und eine Stufe L.
Auf Stufe D rollt er wenn ich vom Gas gehe langsam aus. Von 80 auf 50 brauche ich ein paar hundert Meter.
Auf Stufe L ist die Rekuperation deutlich stärker. Da bin ich vermutlich nach 50-100 Meter von 80 auf 50. Das geht in die Richtung was teilweise als OnePedal Drive verkauft wird aber vielleicht nicht ganz so weit.

Für den Verbrauch macht es aber keinen Unterschied da er auch beim betätigen des Bremspedales erst mal rekuperiert.

Ich fahre meist im D-Modus und geh so früh vor dem Ortsschild vom Gas (bzw. aus dem Tempomat) dass ich beim Schild so halbwegs ausgerollt bin. Das ist noch etwas sparender da nur wenig Energie in die Rekuperation und gar nichts in die Bremsen geht und das Tempo durch den sowieso vorhandenen Fahrtwiderstand vernichtet wird.

Die Stufen sind bei den Drillingen (e-up,e-Mii,eiV) D 1 2 3 B
D hat tatsächlich null Rekuperation
B hat die stärkste Rekuperation, die kW weiß ich aber nicht.
Mit B lässt sich schon lässig Onepedal Drive fahren.

Aber B verführt auch zu deutlich hysterischer Fahrweise (im technischen Sinne), innerorts halt notwendig, bergig sinnvoll, aber zum Stromsparen auf Autobahn und Bundesstrasse verführend zum nicht-gleiten.

Insofern ist das schon ähnlich bei Dir und mir, bis auf das ich das OnepedalDriving ziemlich umsetzen kann.

pepusalt 13.07.2021 14:55

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1610991)
Es ist wohl so, dass man mit dem OnePedalDrive eher eine Komfortfunktion denn eine Sparmöglichkeit hat, bei mir macht das gefühlt 1-2 kWh/100km aus; also ohne OPD ist sparsamer (zumindest wenn man dafür "segelt", alos rollen lässt).
Die neueren Autos gehen mW auch beim Betätigen des Bremspedals erstmal in die Rekupertaion, legen aber die Bremsbeläge schon an; und nur wenn das nicht reicht (Vollbremsung etc), wird "echt" gebremst.

Richtig, ist so. :)

phonofreund 13.07.2021 15:34

Mit dem Leaf fahre ich immer one Drive Pedal und särkste Rekuperation. Ich muß mal nachsehen, ob die Bremsscheiben schon schimmeln…..

Körbel 14.07.2021 13:11

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1610976)
Kleiner Insider: Neulich auf der Wasserkuppe habe ich oben vollgeladen und mich beim Runterfahren erstmal gewundert, warum ich nicht rekuperieren konnte. :Cheese:

Wasserkuppe kenn ich, ahh auch ein Hesse.:cool:

Den Effekt haben wir hier auch, vollgeladen ins Tal auf einer 11 km langen, teilweise 14%igen Abfahrt, da rekuperiert garnichts.
Da muss man dann auch mal die Bremsen benutzen.;)

Ansonsten fahre wir meist in Rekup-Stufe 2 und Eco+, nur auf der Autobahn wird der Eco-Modus ausgeschaltet und der verflixte Spurhalteassistent, geht mir auf den Zeiger.
Wer erfindet solch einen Mist?

pepusalt 14.07.2021 13:31

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1611131)
Wasserkuppe kenn ich, ahh auch ein Hesse.:cool:

Den Effekt haben wir hier auch, vollgeladen ins Tal auf einer 11 km langen, teilweise 14%igen Abfahrt, da rekuperiert garnichts.
Da muss man dann auch mal die Bremsen benutzen.;)

Ansonsten fahre wir meist in Rekup-Stufe 2 und Eco+, nur auf der Autobahn wird der Eco-Modus ausgeschaltet und der verflixte Spurhalteassistent, geht mir auf den Zeiger.
Wer erfindet solch einen Mist?

Stimmt so nicht, ich komme lediglich mit 3/4 WLTP Reichweite halt so auf die Wasserkuppe. Dann nach- und volladen und die Kuppe wieder runter, dann muß der Schimmel auf den Bremsscheiben halt dran glauben.

Ich mag den Spurhalteassistenten. :Cheese: Geil!
Dagegen geht mir Eco+ auf den Zeiger. Was der kann kann ich eh auch.

TriVet 19.07.2021 06:23

Ok, Autobild, aber trotzdem mindestens interessant:
So wenig Strom brauchen 60 Elektroautos beim Laden (in der Tiefgarage)

Körbel 19.07.2021 12:44

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1612130)
Ok, Autobild, aber trotzdem mindestens interessant:
So wenig Strom brauchen 60 Elektroautos beim Laden (in der Tiefgarage)

Hätte ich niemals gedacht, aber man sieht, es geht.

Helios 19.07.2021 13:15

Im Text wurde eine Gleichzeitigkeit von 0,22 - also 22% angegeben. Das klingt für einen Laien als sehr wenig.
In "Elektrische Gebäudeausrüstung" (35 Jahre her) mussten wir auch Sicherungen und Leitungsquerschnitte größerer Versorgungsanlagen auslegen, dort wurde die Gleichzeitigkeit mit 14% angenommen, insofern ist 22% mehr als 50% von dem, was ich erwarten würde.

Diese Gleichzeitigkeiten in der Dimensionierung der Kabel, Trafo's und dazugehörigen Sicherungen kann man knicken, wenn ein Großteil zu Heizzwecken (wie WP'n) verwendet werden soll. In der Berechnung des Wärmebedarfs sind bereits Gleichzeitigkeiten berücksichtigt, nimmt man dann noch unterhalb einer Außentremperatur von -8 gradC den Wärmeerzeuger vom Netz, dann bleibt die Bude kalt.

dasgehtschneller 19.07.2021 13:35

Der Laie hat im Normalfall den Eindruck dass alle Personen zur gleichen Zeit heim kommen und dann jeder per 150kW Schnellader seinen 100kWh Akku von 0 auf 100 laden muss.

In der Realität zeigt sich eben dass das deutlich weniger kritisch ist.
Die Leute kommen nicht alle zur gleichen Zeit heim und laden pro Tag recht wenig.
Das Potenzial in der Nacht zu laden wurde dabei noch nicht mal richtig ausgeschöpft. Grade mit einem grösseren Akku ist es im Normalfall kein Problem den Akku irgendwann zwischen Heimkehr und der nächsten Fahrt am Tag darauf zu laden.
Solange noch genug Ladung für eine Fahrt zum nächsten Krankenhaus oder so drin ist, muss der Akku nicht schon direkt nach der Heimkehr voll sein.

Im Winter mache ich das jeweils aufgrund des nächtlichen Niedertarifes.
Im Sommer lade ich meist sofort um noch möglichst viel PV Strom abzugreifen.

happytrain 19.07.2021 16:36

Wie zufrieden bist mit dem Leaf, da ich mir den demnächst mal für ein halbes jahr mieten will. Lädt der auch ohne WallBox?

phonofreund 19.07.2021 18:42

Zitat:

Zitat von happytrain (Beitrag 1612253)
Wie zufrieden bist mit dem Leaf, da ich mir den demnächst mal für ein halbes jahr mieten will. Lädt der auch ohne WallBox?

Lädt auch mit Kabel an der Steckdose ,dauert aber…..Hol dir eine Ladekarte vom ADAC.Ist am günstigsten. Aber in dem Club mußt du schon sein.

Körbel 20.07.2021 01:13

Zitat:

Zitat von happytrain (Beitrag 1612253)
Lädt der auch ohne WallBox?

Theoretisch kannst du fast jedes E-Auto ohne wallbox laden.
Dauert halt entsprechend länger an einer 230 V Steckdose.

Für "nur mal so ein halbes Jahr probieren" geht das auf jeden Fall.

dr_big 20.07.2021 05:50

Kann man eigentlich auch an einer dreiphasen CEE Dose laden?

Helios 20.07.2021 06:11

Tante gugel spuckt eine mobility wallbox aus:
https://esl-emobility.com/de/nrgkick...iABEgK1xPD_BwE

Die E-Versorger haben in ihren Verträgen die Option dich 6h täglich aus dem Netz zu schmeißen, oder 960h/a oder oder oder - für Alternativen zum Strom musst selber vorsorge tragen. :Gruebeln: :Gruebeln:

TriVet 20.07.2021 06:18

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1612304)
Kann man eigentlich auch an einer dreiphasen CEE Dose laden?

Ja, mache ich routinemäßig, keinerlei Problem.
Kabel ist sowas:
https://mamoparts.com/polestar-ladek... ABEgJ4XvD_BwE

dr_big 20.07.2021 06:23

Danke für den Link, mir ist das nach wie vor alles zu kompliziert mit 1000 Steckern, Adaptern, Kabeln (die eigentlich Leitungen sind), Wallboxen, ...
Ich habe eine 32A CEE Dose in der Garage, da müsste man doch einfach nur Stecker einstecken und Laden können. Aber scheinbar kostet das schon wieder 1000Euro extra.

TriVet 20.07.2021 06:36

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1612308)
Danke für den Link, mir ist das nach wie vor alles zu kompliziert mit 1000 Steckern, Adaptern, Kabeln (die eigentlich Leitungen sind), Wallboxen, ...
Ich habe eine 32A CEE Dose in der Garage, da müsste man doch einfach nur Stecker einstecken und Laden können. Aber scheinbar kostet das schon wieder 1000Euro extra.

Gar nicht kompliziert.
Genauso wie du schreibst mache ich das.
„Rote Steckdose“ war eh da (für die Brennholzsäge), obiges Kabel dazu und fertig ist...

Heimkommen, einstecken, gut.
Dauert keine Minute.

dr_big 20.07.2021 06:50

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1612311)
Gar nicht kompliziert.
Genauso wie du schreibst mache ich das.
„Rote Steckdose“ war eh da (für die Brennholzsäge), obiges Kabel dazu und fertig ist...

Heimkommen, einstecken, gut.
Dauert keine Minute.

Das klingt ja mal erfreulich. Das heisst, ich brauche nix Wallbox :Cheese:

Was anderes, hat sich schon jemand Gedanken darüber gemacht, was mit der Mineralölsteuer passiert? Spätestens 2035, wenn die EU vom Verbrenner abrücken will und die E-Autos massiv zu nehmen, dann muss doch der Staat die ausfallende Mineralölsteuer kompensieren. Wird dann elektrische Energie entsprechend höher besteuert? Kostet dann die kWh Strom 1 Euro?

Hafu 20.07.2021 09:39

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1612314)
Das klingt ja mal erfreulich. Das heisst, ich brauche nix Wallbox :Cheese:

Die Wallbox bekommst du derzeit vom Staat geschenkt, wenn sie ein Elektriker montiert und bei einer Situation wie deiner mit existierendem 3-Phasen-Anschluss kostet die Montage unter 100€, ist also auch in der Fördersumme bei einer Wallbox bis 900-€ inklusive.
Da wärst du blöd, wenn du teure Adapterkabel selbst kaufst.
Mit Wallbox kannst du den Ladevorgang besser (und automatisiert steuern), z.B. nur bei günstigem Nachtstrom mit maximaler Geschwindigkeit laden oder (bei vorhandener Solaranlage) nur bei Sonneneinstrahlung, um den Eigenverbrauchsanteil zu optimieren und außerdem kannst du dir dann gleich eine Wallbox mit ausreichend langem Kabel montieren lassen, so dass du das Fahrzeug auch laden kannst, wenn das Auto (oder der Zweitwagen) vor der Garage steht.

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1612314)
Was anderes, hat sich schon jemand Gedanken darüber gemacht, was mit der Mineralölsteuer passiert? Spätestens 2035, wenn die EU vom Verbrenner abrücken will und die E-Autos massiv zu nehmen, dann muss doch der Staat die ausfallende Mineralölsteuer kompensieren. Wird dann elektrische Energie entsprechend höher besteuert? Kostet dann die kWh Strom 1 Euro?

Schon jetzt wird der Strom mit 50% besteuert, so dass der Staat bei zunehmendem Stromverbrauch keine große Angst vor Einnahmeausfällen haben muss.
Bei Benzin sind es bei einem Literpreis von 1,50€ pro Liter 60% staatliche Abgaben. Bei so einem kleinen Unterschied muss man sich keine große Angst machen, dass der Staat verarmt.

dr_big 20.07.2021 10:33

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1612373)

Schon jetzt wird der Strom mit 50% besteuert, so dass der Staat bei zunehmendem Stromverbrauch keine große Angst vor Einnahmeausfällen haben muss.
Bei Benzin sind es bei einem Literpreis von 1,50€ pro Liter 60% staatliche Abgaben. Bei so einem kleinen Unterschied muss man sich keine große Angst machen, dass der Staat verarmt.

Jetzt mal auf 100km gerechnet: Benzinverbrauch 8L/100km, macht ca. 8 Euro Steuereinnahmen pro 100km. 20kWh/100km bei 40ct/kWh macht ca. 4 Euro Steuereinnahmen pro 100km. Das macht Steuermindereinnahmen von 50%.

Hafu 20.07.2021 11:09

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1612401)
Jetzt mal auf 100km gerechnet: Benzinverbrauch 8L/100km, macht ca. 8 Euro Steuereinnahmen pro 100km. 20kWh/100km bei 40ct/kWh macht ca. 4 Euro Steuereinnahmen pro 100km. Das macht Steuermindereinnahmen von 50%.

Das Verbrennen von Benzin/ Diesel erzeugt ja erhebliche Schäden (Klimawandel, erhöhtes Erkrankungsrisiko gerade in Innenstädten oder für Anwohner an viel befahrenen Straßen), die letztlich (über das Solidarprinzip in der Krankenversicherung oder auch z.B. beim Hochwasserschutz) von der Gemeinschaft getragen werden müssen und in der vergleichsweisen geringen steuerlichen Abgabenlast, die überwiegend für die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur genutzt wird, nicht ansatzweise abgebildet wird. Bei einer fairen Co2-Besteuerung, die alle Folgekosten berücksichtigt, wäre die Abgabenlast für fossile Brennstoffe derart hoch, dass niemand je auf die Idee gekommen wäre, Öl oder Kohle im großen Stil zum Verbrennen zu nutzen.

Strom, insbesondere wenn er auf regenerativem Weg erzeugt wird, was ja bei der Entwicklung der letzten 15 Jahre bis 2030 absolut realistisch ist, hat nicht ansatzweise diese Folgekosten an Schäden für die Gemeinschaft.

dr_big 20.07.2021 11:58

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1612411)
Strom, insbesondere wenn er auf regenerativem Weg erzeugt wird, was ja bei der Entwicklung der letzten 15 Jahre bis 2030 absolut realistisch ist, hat nicht ansatzweise diese Folgekosten an Schäden für die Gemeinschaft.

Glaubst du ernsthaft, dass der Staat in Zukunft weniger Geld braucht? Ich gehe vom Gegenteil aus, schau nur auf die vernachlässigte Infrastruktur, Digitalisierung, Folgeschäden durch Klimawandel (die aktuellen Unwetter werden nicht die letzten sein),... Der Staat wird 2035 mehr Steuereinnahmen benötigen als heute, da kann man auf 50% der Kraftstoffsteuern nicht einfach verzichten.

Körbel 20.07.2021 13:14

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1612314)
Das klingt ja mal erfreulich. Das heisst, ich brauche nix Wallbox :Cheese:

Wird dann elektrische Energie entsprechend höher besteuert? Kostet dann die kWh Strom 1 Euro?

Im Grunde nein, es sei denn du hast eine Riesenbatterie zum Laden, dann ist eine 230V-Steckdose heillos überfordert.

Tja so wird es wohl kommen und dann kannst du als Hausbesitzer ja immer noch in eine Photovoltaikanlage investieren, rentiert sich immer.


Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1612373)
Die Wallbox bekommst du derzeit vom Staat geschenkt....

Hier leider nicht.
Deswegen lade ich mit meiner "Schmalspurziegel", die gabs nämlich umsonst zum Auto dazu.;)

Ich hatte mir auch schon überlegt eine Wallbox zu kaufen, aber den Anschaffungspreis bekomme ich nie und nimmer rein.

X S 1 C H T 20.07.2021 13:37

Ich lade Zuhause derzeit auch noch mit dem Ladeziegel. Wenn der Akku mal halbwegs leer ist und ich doch spontan wohin muss, gibt es keine 2km entfernt den nächsten Schnelllader, da bin ich dann in 30min on the Road.

noam 20.07.2021 14:22

Zitat:

Zitat von X S 1 C H T (Beitrag 1612480)
Wenn der Akku mal halbwegs leer ist und ich doch spontan wohin muss, gibt es keine 2km entfernt den nächsten Schnelllader, da bin ich dann in 30min on the Road.

Joa... So richtig spontan ist das dann ja nun nicht mehr. Ich liebäugel auch mit einem E Auto als Nachfolger für eines der beiden Autos (je nach dem welches zuerst die Segel streicht).

Gibt es mittlerweile E Autos (in der größe Volvo V50, Ford Focus, Hyundai I30, o.ä.), die mit Anhängerkupplung (Anhängelast ungebremst 500kg reicht, da eh nur der Hundehänger dran können muss) verfügbar sind? Daran ist meine letzte Suche nämlich gescheitert. Da gingen anhängertaugliche Fahrzeuge erst deutlich im nicht mehr zu rechtfertigenden Preissegment los.

dasgehtschneller 20.07.2021 14:33

Hier habe ich eine schöne Übersicht gefunden
https://www.carwow.de/ratgeber/elekt...d-die-probleme

Oder hier mit ein paar leichten Abweichnungen
https://www.autozeitung.de/elektroau...ng-199325.html

Mir reicht ein Fahrradträger, der ist aber ein Muss

Die Modelle von VW, Skoda oder Tesla Model 3 sind dabei die erschwinglichsten

Körbel 22.07.2021 15:25

400000 km im Tesla
 
Ein Erfahrungsbericht,
auch wenn ich kein Tesla-Fan bin, aber trotzdem beeindruckend.

https://efahrer.chip.de/news/ingenie...uMaaI-H_ArZehk

X S 1 C H T 22.07.2021 15:42

Model S, wie ich finde ein klasse Auto. Vermutlich wird das auch mein nächstes.

zahnkranz 22.07.2021 15:44

Wie ich bereits schrieb, ein e-Auto sollte siebenstellige Laufleistungen vertragen. Wenn das so bleibt und sich auch bei anderen Herstellern bewahrheitet, ziehe ich meine Bedenken zurück. Bremsen, Radlager, das sind übliche Reparaturen die bei allen Fahrzeugen auftreten und nicht viel kosten. Als Hersteller hat man heutzutage kein Interesse mehr Fahrzeuge zu bauen, die ewig halten. In den 80ern gab es mal eine Phase, da sind Autos gebaut worden, deren Motoren ewig halten und und die Autos nicht rosten. Aber davon kam man ja wieder weg.

TriVet 22.07.2021 16:56

Tesla will (oder muss) übrigens sein Ladenetz jetzt für alle zugänglich machen:
https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-17447885.html

keko# 22.07.2021 20:29

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1613000)
... In den 80ern gab es mal eine Phase, da sind Autos gebaut worden, deren Motoren ewig halten und und die Autos nicht rosten. Aber davon kam man ja wieder weg.

Mein VW 2.0 Diesel hat 200.000km auf dem Tacho und die Wertkstatt nur für die üblichen Inspektionen gesehen. TÜV immer ohne Mängel.

Itchybod 23.07.2021 07:40

Zitat:

Zitat von zahnkranz (Beitrag 1613000)
Wie ich bereits schrieb, ein e-Auto sollte siebenstellige Laufleistungen vertragen. Wenn das so bleibt und sich auch bei anderen Herstellern bewahrheitet, ziehe ich meine Bedenken zurück. Bremsen, Radlager, das sind übliche Reparaturen die bei allen Fahrzeugen auftreten und nicht viel kosten. Als Hersteller hat man heutzutage kein Interesse mehr Fahrzeuge zu bauen, die ewig halten. In den 80ern gab es mal eine Phase, da sind Autos gebaut worden, deren Motoren ewig halten und und die Autos nicht rosten. Aber davon kam man ja wieder weg.

Ich schreibe es bei der Gelegenheit immer wieder gern:
Einfach Inspektion meines 118d mit 100.000 km beim BMW Vertragshändler. OK jetzt werden einige schreiben, dass ich halt zu einer freien Werkstatt gehen soll. Aber darum soll es ja nicht gehen.
Jedenfalls habe ich 600 € für Diesel- und Ölfilterwechsel, Ölwechsel und Kleinkram gezahlt. Beim Rausgehen habe ich mir noch gedacht, dass nichts davon bei einem E-Auto angefallen wäre, da es diese Teile noch nicht mal gibt.

Mo77 23.07.2021 08:36

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1612995)
Ein Erfahrungsbericht,
auch wenn ich kein Tesla-Fan bin, aber trotzdem beeindruckend.

https://efahrer.chip.de/news/ingenie...uMaaI-H_ArZehk

Anschaffungskosten von neu ca. 100.000 € und jährliche Fahrleistung von 90.000 km entspricht jetzt ganz knapp nicht meinem Profil.

Die Lösung liegt in wenig Mobilität und nicht extrem viel im E-Panzer.

MattF 23.07.2021 08:52

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1613060)

Die Lösung liegt in wenig Mobilität



Ganz so würde ich das nicht sehen, ich komme mit meinem Fahrrad überall hin, wo ich auch mit dem Auto hin komme und hab noch Spass dabei :liebe053:

Zur Not dann noch ein paar km mit der Bahn.

Man muss in Zukunft auch nicht nur daheim hocken. :Huhu:


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