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Necon 16.09.2021 12:11

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1623672)
Kleiner Realitätscheck mit meiner Tageszeitung von heute:

Die Zahl der Autos in DE hat Stand Janaur 2021 weiter zugenommen. 14 Millionen mehr als vor 10 Jahren.
Der Trend im Privaten geht zum Zweit- oder Drittwagen.
Mehr als 2/3 aller Erwerbstätigen (68%) fuhren 2020 mit dem Auto zur Arbeit - auch bei Strecken von weniger als 10km.

Deckt sich mit meiner gefühlten Wahrheit in meiner Stuttgarter Vorstadt.

:Blumen:

Das ist kein Realitätscheck. Ich bin mir dessen durchaus bewusst. In Wien ist die durchschnittlich zurückgelegte Strecke mit dem Auto glaube ich sogar bei unter 3 km. Aber zumindest gibt es in Wien bei der jüngeren Generation einen starken Rückgang an Autos und auch Führerscheinen.
Dafür ist die Situation am Land total anders, denn dort gibt es eben das 2-4 Auto, plus Motorrad und Traktor etc. pp.

Zeigt aber umso mehr, dass es höchste Zeit ist zu handeln und damit meine ich nicht alles auf E-Autos umzustellen, denn es macht für mich wenig Unterschied welche 2 Tonnen man durch die Gegend schiebt um von A nach B zu gelangen.

keko# 16.09.2021 12:14

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1623680)
Ich halte es auch für gut möglich, aber nicht weil sich etwas erweisen würde, sondern es reicht, daß einige glauben, daß China schneller oder besser durch Corona kommt, bzw. daß es anders nicht geht (und Länder wie Schweden ausblenden). Schließlich dürften für viele Mächtigen autoritäre Regierungsmodelle attraktiv erscheinen. Und Angst ist ein gutes Mittel, die Gegenwehr in der Bevölkerung zu begrenzen.

Wenn das autoritäre China wirtschaftliche Supermacht wird, wovon ich ausgehe, könnte dies allein Vorbild sein.
Ich habe auch schon gelesen, dass manche neuen und erfolgreichen Tech-Unternehmen intern recht hierarchisch und stramm funktionieren.
Manche Maßnahmen, die wegen Corona eingeführt wurden, finde ich diesbezüglich auch bemerkenswert (ich kann diese nicht bewerten und möchte das hier auch nicht).

keko# 16.09.2021 12:16

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1623683)
...
Zeigt aber umso mehr, dass es höchste Zeit ist zu handeln und damit meine ich nicht alles auf E-Autos umzustellen, denn es macht für mich wenig Unterschied welche 2 Tonnen man durch die Gegend schiebt um von A nach B zu gelangen.

Die Realtität ist oft komplex: ich habe Arbeitskollegen, die sind weit aus Stuttgart hinausgezogen, weil der Wohnraum für Normalerverdiener mittlerweile recht schwer zu bezahlen ist. Jetzt pendeln sie mit 2 Autos rum. Die Bundesregierung hat zum Glück die Pendlerpauschale erhöht ;-)

sybenwurz 16.09.2021 12:18

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1623685)
Wenn das autoritäre China wirtschaftliche Supermacht wird, wovon ich ausgehe, könnte dies allein Vorbild sein.

Auf nem guten Weg sind sie ja durchaus.
Heute ein recht treffendes Bild dazu gesehn, grad mit Bezug auf Mobilität:


Necon 16.09.2021 12:24

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1623687)
Die Realtität ist oft komplex: ich habe Arbeitskollegen, die sind weit aus Stuttgart hinausgezogen, weil der Wohnraum für Normalerverdiener mittlerweile recht schwer zu bezahlen ist. Jetzt pendeln sie mit 2 Autos rum. Die Bundesregierung hat zum Glück die Pendlerpauschale erhöht ;-)

Natürlich sind die Situationen komplex, aber dann muss man auch komplexe Lösungen ergreifen. Komplex heißt aber nicht immer kompliziert.

Lebensraum zu teuer. Wie wäre es mit Einschränkung der Spekulationsmöglichkeiten mit Immobilien, Mietdeckel usw.
Ausbau der Öffis und vielleicht sogar Öffis komplett gratis anbieten oder gegen finanzieren mit City Maut.
Forcierung von Home Office Möglichkeiten (dort wo es Sinn macht) und Anreiz Systeme schaffen, dass Firmen sich damit beschäftigen.
Angst vor Massenarbeitslosigkeit weil die Politik Geisel der Automobilindustrie ist => Entwicklung Richtung Grundeinkommen

Es wird einen großen Blumenstrauß an neuen Lösungen brauchen um die kommenden Aufgaben zu bewältigen, dafür braucht es halt andere Politiker als Laschet und alles andere was da bei euch oder uns gerade so herumfliegt.

Helios 16.09.2021 12:27

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1623671)
Diktatorisch geführte Nationen tun sich da mit der Umsetzung ggf. etwas leichter, da sie nicht lange in Parlamenten streiten oder auf irgendwelche Lobbygruppen Rücksicht nehmen müssen.
Höchstens, abweichende Meinungen in Foren oder der Öffentlichkeit niederzuhalten, bedeutet eventuell etwas mehr Aufwand.

in Bezug auf die E-Mobilität hat mich eine Meldung aus China verwundert, in der es sinngemäß hies - die Anzahl der E-Autobauer wird drastisch verringert - auch denen ist inzwischen aufgefallen, dass man erst e-karren zulassen sollte, wenn der dazugehörige Energie-erzeuger/-lieferant am Start steht und nicht umgekehrt ;)

keko# 16.09.2021 12:51

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1623692)
..

Lebensraum zu teuer. Wie wäre es mit Einschränkung der Spekulationsmöglichkeiten mit Immobilien, Mietdeckel usw.
Ausbau der Öffis und vielleicht sogar Öffis komplett gratis anbieten oder gegen finanzieren mit City Maut.
Forcierung von Home Office Möglichkeiten (dort wo es Sinn macht) und Anreiz Systeme schaffen, dass Firmen sich damit beschäftigen.
Angst vor Massenarbeitslosigkeit weil die Politik Geisel der Automobilindustrie ist => Entwicklung Richtung Grundeinkommen

Es wird einen großen Blumenstrauß an neuen Lösungen brauchen um die kommenden Aufgaben zu bewältigen, dafür braucht es halt andere Politiker als Laschet und alles andere was da bei euch oder uns gerade so herumfliegt.

Ich stimme dir da vollkommen zu. Diese Probleme sind meist keine Naturgesetze sondern die Folge politischer (also menschlicher) Entscheidungen.

Feanor 16.09.2021 14:15

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1623694)
in Bezug auf die E-Mobilität hat mich eine Meldung aus China verwundert, in der es sinngemäß hies - die Anzahl der E-Autobauer wird drastisch verringert - auch denen ist inzwischen aufgefallen, dass man erst e-karren zulassen sollte, wenn der dazugehörige Energie-erzeuger/-lieferant am Start steht und nicht umgekehrt ;)

Ich denke eher, denen ist aufgefallen, dass die vielen kleineren Hersteller mittelfristig eh nicht überleben werden. Dann lieber wenige schlagkräftige Hersteller, die dann auch auf dem Weltmarkt mitspielen können. So ein Vorgehen haben die Chinesen schon bei mehreren Branchen vorgemacht.


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