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pepusalt 06.04.2021 12:01

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1594519)
Fast identischer Bericht auf Focus.de.

https://amp.focus.de/auto/reisemobil...vRdJWhMGI7ejrU

Hm, Kollegen zusammen unterwegs? Einer beim andren abgeschrieben?

Da entblödet sich der focus-Mutant nicht, gleich in den ersten zwei Fotos, den Porsche in München im absoluten Halteverbot zu parken und zu fotografieren :Lachen2: :dresche

dasgehtschneller 06.04.2021 12:23

Das mit dem Ladekartenwirrwarr ist auch nicht mehr ganz so dramatisch wie es oft dargestellt wird.
Ich fahre seit etwa 3 Jahren mit der ENBW Karte, bzw. App durch die Gegend und habe vielleicht 30-50 Mal auswärts geladen.

Dabei hat jede Ladestation die ich angefahren habe funktioniert und ich konnte alles mit der gleichen Karte laden und zum selben Preis laden.
Einige waren zugeparkt aber dafür kann die Karte nichts und sehr selten hat ein einzelner Ladepunkt nicht funktioniert dafür ein andere am gleichen Ort.

Vor 2 Wochen ist es mir dann das erste Mal seit langem passiert dass ich vor einer Säule stand welche meine Karte nicht wollte. Das war allerdings eine 300kW Ladesäule von Fastned an der ich mit meinen 3.7 kW Ladeleistung sowieso nichts verloren gehabt hätte.
Ich bin da zufällig rangefahren ohne auf der App zu schauen und wollte rein probehalber mal versuchen ob ich an der Säule laden könnte was dann nicht ging.

Eine Woche darauf kam dann eine Mail von ENBW dass Fastned Säulen jetzt auch unterstützt werden :Lachen2:

Die Karte kann ich also sehr empfehlen, zumindest für den deutschsprachigen Raum.
Von den genannten Ladevorgängen war das meiste im deutschsprachigen Raum, ein paar in Italien und Frankreich waren aber auch dabei.

MattF 06.04.2021 12:26

Zitat:

Zitat von dasgehtschneller (Beitrag 1594528)
Das mit dem Ladekartenwirrwarr ist auch nicht mehr ganz so dramatisch wie es oft dargestellt wird.
Ich fahre seit etwa 3 Jahren mit der ENBW Karte, bzw. App durch die Gegend und habe vielleicht 30-50 Mal auswärts geladen.

Gibt es solche Karten auch mit Ökostrom?

Hafu 06.04.2021 12:31

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1594522)
Da entblödet sich der focus-Mutant nicht, gleich in den ersten zwei Fotos, den Porsche in München im absoluten Halteverbot zu parken und zu fotografieren :Lachen2: :dresche

Aus dem Focus-Text:

Zitat:

...Eine volle Ladung würde demnach rund 35 Euro kosten – jedoch auch nur für kaum mehr als 300 Kilometer reichen. Günstig ist das elektrische Tanken nicht.
??? 35€ für 300km Fahrt in einem Porsche ist teuer?

Ich musste da mal kurz googeln, wie weit man mit einem benzingetriebenem 911er mit einer Tankfüllung kommt und was diese kostet. Das sind 77l Tankinhalt, mit denen man rund 55okm weit kommt (sofern man nicht einfach nur 120km fahren will, was einem Sportwagenfahrer selbstverständlich nicht zuzumuten ist;) ).

Da brauche ich offen gesagt nichtmal mich im Kopfrechnen anzustrengen (grob überschlagen sind 110€ in Österreich pro Super-Tankfüllung (an Autobahntankstellen natürlich nochmal deutlich mehr), um dabei festzustellen, dass Fahren mit Strom pro 100km selbst mit einem Porsche offenbar erheblich günstiger ist als das Fahren mit einem vergleichbar ps-starken verbrenner.

dr_big 06.04.2021 12:35

Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1594502)
Den Spiegel Porsche Zagreb Artikel wollte ich auch schon verlinken.

Ja, wieder ein Beispiel wie man es nicht macht.
Die traumatische Ladeleistung von 270kW wird faktisch nie erreicht, und somit sind die 22,5 Minuten von 5 auf 80% Wolkenmalerei. Muss mal nachrechnen, die kritisierte Lade-Fahrleistung dürfte nicht wirklich höher sein als mein Citigo eiV.

Irgendwie auch klar, dass man mit sportlichem Porsche Fahrstil auf Fernfahrten halt genau so scheitert. Das kann man am WE machen auf dem Weg im 200km Umkreis, aber sicher nicht nach Zagreb und dann scheitern, weil man sich nicht mit 120 (vor der Grenze) zufrieden gibt. Der Verbrauch geht halt hoch³ mit der Geschwindigkeit hoch.
....

Kannst du bitte präzisieren, was der Fahrer deiner Meinung nach falsch gemacht hat?
München-Salzburg hat ca. 50% Geschwindigkeitsbegrenzung, Österreich, Slowenien, Kroatien zu 100%. Was willst du da mit der Nebelgranate "Porsche Fahrstil" sagen?

Zudem hat er sich anscheinend von seinem Onboard-Navi leiten lassen, das auch Ladestationen vorschlägt. Willst du es jetzt dem Fahrer zum Vorwurf machen, wenn da nicht existente oder funktionale Ladestationen vorgeschlagen werden?

trithos 06.04.2021 13:04

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1594470)
Ohne es zu wissen gehe ich davon aus, dass die meisten hier im Forum zu einem privilegierten Teil der Gesellschaft gehören, da wir uns in unsere Freizeit mit Triathlon beschäftigen dürfen. Ich denke, dass es für diesen Personenkreis bald möglich sein wird C02-neutral an den Gardasee zu fahren, auch mehrmals.

Für einen großen Teil der Gesellschaft kann ich persönlich mir das aus Kostengründen nicht mehr vorstellen,
besonders wenn ich an die wirtschaftlichen Folgen von Corona denke. Die Frage ist für mich also nicht, wie es dem Einzelnen (Privilegierten, so wie mir) ergeht, wenn er statt 2x nur 1x zum Radfahren wohin fahren/fliegen kann, sondern wenn für die Breite der Gesellschaft weitreichendere und tiefere Einschnitte kommen werden, die aus meiner Sicht nötig sein werden.
:Blumen:

In Deiner Argumentation lässt Du meiner Ansicht nach einen wichtigen Punkt außer Acht: die "Breite der Gesellschaft" muss sich ja gar nicht weitreichend einschränken. Ich verweise auf folgende Oxfam-Studie:

https://www.oxfam.de/ueber-uns/aktue...ppelt-so-stark

Zitat daraus: "Das reichste 1 Prozent schädigt das Klima doppelt so stark wie die ärmere Hälfte der Welt
... Analysiert wurden die klimapolitisch wichtigen Jahre zwischen 1990 und 2015, in denen sich die klimaschädlichen Emissionen weltweit verdoppelt haben. Für diesen Anstieg sind insbesondere die reichsten 10 Prozent verantwortlich – und nicht die globale Mittelklasse, wie häufig angenommen wird."

Jetzt weiß ich schon, dass wir in Mitteleuropa ein anderes Koordinatensystem anlegen, als den weltweiten Vergleich. Wir vergleichen uns mit den reichsten Deutschen oder Österreichern und kommen uns dann soooo arm vor. Aus der globalen Perspektive sind wir aber arrogante Neureiche. Und da die Klimaerwärmung ganz sicher ein globales Problem ist, sollten wir die globale Perspektive doch mitdenken.

Das Jammern über Einschränkungen, die uns drohen, ist global betrachtet Jammern auf höchstem Niveau. Ich halte es für zumutbar, wichtig und richtig, dass wir arroganten neureichen Mitteleuropäer uns beim CO2-Ausstoß einschränken.

Zumal z.B. für Deutschland genau das selbe gilt (Zitat aus oben angeführter Studie): "In Deutschland waren die reichsten 10 Prozent (8,3 Millionen Menschen) im Jahr 2015 für mehr CO2-Ausstoß verantwortlich als die gesamte ärmere Hälfte der Bevölkerung (41,3 Millionen Menschen)."

Es müssen sich also nicht die Armen anstrengen, sondern die Reichen! Also z.B. wir Triathleten. Und wenn das ein paar minutenlange elektromobile Ladestopps mit sich bringt - was soll´s? Diese Probleme würden andere gerne haben. ;)

Thomas W. 06.04.2021 13:05

Ich empfinde Porsche Fahrer immer extrem entspannt und häufiger auf der rechten Spur als auf der linken.
Finde ich auch logisch, wem musst Du mit ´nem 911er Turbo S noch was beweisen, ist dann ja eh klar.

Schwarzfahrer 06.04.2021 13:13

Zitat:

.... Flächendeckend zur alternativlosen Pflicht gemacht führt es zu einer Verschlechterung der verfügbaren Funktionalität für viele Nutzer.
Zitat:

Zitat von pepusalt (Beitrag 1594514)
Super, genau das ist doch das Lenkungsziel. :)

Urlaub Reisen Transporte privat oder geschäftlich kannst Du anders und intelligenter machen, traue ich gerade Dir zu. Darfst halt nicht pienzen.

Ich kann es natürlich anders (ob intelligenter, sei dahingestellt, da Definitionsfrage), aber in den meisten Fällen wird es deutlich langsamer und/oder eingeschränkt bzgl. Flexibilität und Transportkapazität. Also funktional meist unterlegen, wenn man als Hauptfunktion nicht CO2-Ersparnis ansieht, sondern z.B. Reisezeitaufwand und Transporteffizienz. Es kann natürlich ein Lenkungsziel sein, etwas zu verhindern oder zu erschweren - dann soll man aber auch dazu offen stehen, mit den zu erwartenden Gegenargumenten leben, und nicht von gleichwertigem Angebot reden.


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