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Thorsten 04.04.2019 18:32

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1444079)
Wohnwagen für 7 Mille, pfff...:Lachanfall:
Du hast den richtigen Spirit nicht...:Cheese:

Und Halle für 200€/Jahr?

Also ich mag meinen gebrauchten Wohnwagen für ebenfalls 7 Mille (8 Jahre alt gekauft) sehr gerne und werde ihn hoffentlich auch noch etliche Jahre fahren. Dass die Preise so hoch gehen wie aktuell und man ihn ohne Wertverlust verkaufen kann, dürfte allerdings auch nicht ewig so bleiben. Ein neuer Wohnwagen ist genauso wie ein neues Auto ...

Bei uns steht er geduldet auf einem öffentlichen Parkplatz im Ort oder vor der Tür, wo ich ab und an mal ein Ticket kassiere.

chris.fall 04.04.2019 19:21

Moin,

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1444242)
Es wird sich über schwere Autos beschwert, aber wer kauft heutzutage noch Autos ohne Klima und elektrische Fensterheber. Sitzheizung soll es auch haben und noch ganz viel Schnickschnack mehr.

Du weist mit Recht darauf hin, dass dass es ja Kundenwünsche sind, weche die Automobilindustrie befriedigt und dass deswegen unsere Kaufentscheidungen für viele (Fehl)Entwicklungen mit vertantwortlich sind: Mit fünf Minuten googeln findet man schnell heraus, dass der Marktanteil von SUVs und Geländewagen 2018 hierzulande etwa 20% betrug...

... Mir war gar nicht klar, dass es hier so viele Förster und Jäger gibt;)


Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1444242)
Und btw. schwere Fahrzeuge sind bei E-Autos gar nicht nicht mehr so problematisch, da sich der Mehrverbrauch durch die Rekuperation in Grenzen hält.

Ich kann mir (als Ingenieur) beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Rekupation einen Wirkungsgrad hat, der besser als 60% ... 70% ist, lasse mich aber gerne von jemanden, der die Fakten besser kennt als ich, eines besseren belehren.

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1444242)
Wartet noch ein paar Jahre, dann gibt es auch bezahlbare E-Autos von deutschen Herstellern.

Das halte ich angesichts des Aufwandes, der dort gerade betrieben wird, sogar für möglich. Nur würde das lediglich ein einziges Problem der E-Autos lösen, den hohen Preis. Alle anderen hier diskutierten Probleme bleiben bestehen.

In der Zwischenzeit würde ich wetten, dass sich beispielsweise diese Dinger verkaufen werden wie geschnitten Brot, weil sie ideal für alle ja-aber-Radler sind. Also diejenigen, die häufig Wege von wenigen km zurück legen müssen, auch furchtbar gerne das Rad nehmen würden, aber nicht verschwitzt ankommen wollen, es am Knie oder am Herzen haben usw.

Und auch die Leute (wie ich;-), die U-Bahnen bauen, machen jetzt schon ganz hervorragende und zukunftssicher Geschäfte, weil der weltweite Trend zu den Mega Metropolen mit xx Millionen Einwohnern weiter anhält. Dort ist der autobedingte totale Verkehrsinfarkt mit täglichen Arbeitswegen von mehreren Stunden längst Realität und wirklich niemand mehr bildet sich ein, da noch etwas mit ein paar zusätzlichen Straßen retten zu können.


Viele Grüße,

Christian

sybenwurz 04.04.2019 22:41

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 1444248)
Bei uns steht er geduldet auf einem öffentlichen Parkplatz im Ort oder vor der Tür, wo ich ab und an mal ein Ticket kassiere.

Da hatte ich schnell die Schnauze voll. Mal der Stecker abgeschnitten, mal die Unterlegkeile geklaut, ... , irgendwas war immer.
Verkaufen? An sich gerne, nach den ersten paar "was iss letzte Preis?"-Anrufen hatte ich die Faxen dicke. Nu steht er aufm Campingplatz. 700Öre per anno, da bezahl ich hier fürn Abstellplatz mehr...:Cheese:



Zitat:

Zitat von chris.fall (Beitrag 1444253)
Ich kann mir (als Ingenieur) beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Rekupation einen Wirkungsgrad hat, der besser als 60% ... 70% ist, lasse mich aber gerne von jemanden, der die Fakten besser kennt als ich, eines besseren belehren.

Beim Fahrrad gings da eher um ein paar Meter mehr denn um Steigerung der Reichweite um greifbare Prozent.
Aber so n Ding wiegt ja nix und bereits auf der ersten Rekuperationsstufe (nehmen wir mal nen BionX, da warens insgesamt vier, die dickste bremste ungefähr wie ne solide Ziegelmauer) war man schon auf ein paar Gefälleprozente angewiesen, um nicht mittreten zu müssen.
Nu gut, nu hat so n paareinhalb-Tonner ja keine Pedale, aber die Geschichte mit der Rekuperation, wo man bergab locker ein Vielfaches reinholt, was man bergauf verbraucht hat, erinnert mich an die Zeiten, als für Bikes noch ein extra Generator für die Beleuchtung vorgeschrieben war.
Ein paar Hersteller ignorierten da die Gesetzeslage und betrieben die Lampen sinnvollerweise mit dem Ebikeakku.
Physikalisches Fussvolk war dann gerne mal der Meinung, dass das voll doof sei, denn wenn man nen Dynamo einbaue, saugts Licht ja den Akku nicht leer.

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1444063)
Ich muss nur an eine Kollegin von mir denken, die ein eigenes Pferd hat, mit dem sie geschätzt zweimal pro Jahr irgendwo im Pferdeanhänger irgendwo hin fährt und die alleine wegen dieser seltenen Ausnahmefälle einen wuchtigen, treibstoffschluckenden SUV mit maximal viel PS und Hängerkupplung sich angeschafft hat, der an 361 Tagen im Jahr komplett übermotorisiert ist.

Da gäbs ne (an sich) einfache Lösung: Ein Gespann darf 100km/h schnell fahren. Wer ein Fahrzeug benötigt, um einen Anhänger zu ziehen, dem reicht somit ja ne Büchse, die ne Vmax von beispielsweise 120km/h hat. Logger.
Drehmoment, um an Steigungen nicht zum Verkehrshindernis zu werden, widerspricht dem ja nicht.

Wer nen Geländewagen braucht, wieso auch immer, Jäger, Förster, Baustelleninspektoren, der braucht nen guten Allradantrieb. Kann man haben, darauf kommts schliesslich bei nem Geländefahrzeug an.
Worauf es nicht ankommt: an der 200km/h-Marke zu kratzen. Wenn so ne Büchse auf irrsinnig geländetauglichen Reifen 80-100km/h erreicht, ist das mehr als ausreichend.

Mal sehn, wer meint, dann noch ein SUV oder nen Geländewagen tatsächlich zu brauchen.

Nächster Punkt: man mag Platz nötig haben, um regelmässig Dinge zu befördern. Ein Kombi oder Bus machts möglich.
Was der aber sicher nicht braucht, um Dinge zu befördern, sind endlose Sitzreihen mit Klima von oben und unten, Intercom, um sich mit der Ladung zu unterhalten oder dick gepolsterte Verkleidungen, damits hinten nedd so rappelt. Idealerweise dagegen noch ne Trennwand, dass die Ladung bei ner Vollbremsung da bleibt, wo sie hingehört: hinten.

Ein Englischlehrer von mir hatte sieben Kinder. War ein bissl doof, zu neunt mit Gepäck mitm Auto in Urlaub zu fahren (Englisch/Lehrer. Also in den Sommerferien 6 Wochen England).
Problem wurde mit zwo Autos gelöst. Ich kann aus Erfahrung berichten, dass man bereits zu Acht in nem Neunsitzer mit Gepäck nicht mehr wirklich Spass hat. Das kann die Bahn viel besser (wenngleich man in Deutschland und vielen anderen Nationen sicherlich einiges an der Zuverlässigkeit der Verbindungen schrauben könnte) und selbst wenn man Bikes oder Ski dabeihat oder jeder zwo Taschen undn Rucksack, weils Kletterequipment nu mal etwas Platz braucht, ists viel lustiger.

Die Schlupflöcher für den Flottenverbrauch zu stopfen, stell ich mir nicht wirklich als Problem vor.
Wenn man denn wollte...


Die Frage mit der Sicherheit hab ich an anderer Stelle schon gestellt. Wo fängt man an, wo hört man auf? ABS oder Airbag ist sicher nicht unsinnig, passive Sicherheit wiegt nichtmal unbedingt mehr.
Sind dagegen Zentralverriegelung, elektrisch verstellbare Spiegel und Sitze, Klimaanlage und sonstige, ich würds 'Gimmicks' nennen, nötig?

Zudem würd ichs (in nem gewissen Rahmen) anerkennen, wenn jemand das Bedürfnis oder gar das Muss nach Mobilität hat. Bis zu nem gewissen Punkt würd ich auch sagen, dass es in nem individuellen Rahmen zu befriedigen sein sollte.
Aber es muss Schluss sein damit, dass jemand, nur weil er es sich leisten kann, ökologisch widersinnige Rammbolzen anschaffen und bewegen kann.
Um Mobilität zu gewährleisten, sind weder aufgeladene 3l-Motoren (ich meine natürlich den Hubraum, hahaha...:Lachanfall: ) noch Klappenauspuffe oder Reifenbreiten jenseits irgendwelcher Motorsportdisziplinen notwendig.


Ähnliche Vorbehalte hab ich in Sachen Ebike. Klaro ists knorke, wenn der Oldie statt auf der Couch hocken zu müssen, nu wieder radeln kann.
Freilich ists sinnvoll, wenn ungleiche Partner wieder miteinander radeln können.
Komplett unnötig ist es imho, diese körperlichen Handicaps nu in Gefilden abseits befestigter Wege befriedigen zu können.
Es gibt genug Strassen, Rad- und selbst Feldwege, wo diese neu- bzw. wiedergewonnene Einspurmobilität ausgelebt werden kann.
Gegenden, wo die Betreffenden aus guten, biologischen Gründen aus eigener Kraft nicht mehr hingelangen, könnten da doch weiterhin problemlos aussen vor sein.
Andersrum: wer mitm Bio-MTB irgendwo nicht hinkommt, solls halt lassen.
Ich such mir auch Ziele und Etappen, die im Bereich meiner Möglichkeiten liegen.
Nur, weil nu 250W mehr mitschieben, kann man halt nu mal nicht besser Radfahren. Von daher empfinde ich eMTBs als genauso unnütz wie SUVs oder Geländewagen.

Mauna Kea 05.04.2019 07:17

Mmmh, wenn ich das hier so überfliege hab ich den Eindruck, das die meisten sich hier nur aus der deutschen Lügenpresse über EMobilität informieren. Die stecken leider unter einer Decke mit ihren großen Anzeigekunden (deutsche Autohersteller) und betreiben ein echtes Lügenspiel mit Falschmeldungen und Verwirrung.
Ihr solltet mal andere Quellen lesen.

Weil sie technisch nicht mithalten können versuchen die krampfhaft ihr sterbendes Geschäftsmodell (Verbrenner) am leben zu halten.
Natürlich ist E mäßig noch nicht alles so wie es sein soll, aber es läuft.
Wir können Elon Musk dankbar sein, ohne ihn würden die immer noch ihre Bescheißautos hochjubeln.

Das Problem ist doch, dass weltweit der Zug schon in Richtung E abgefahren ist. Die größten Märkte sind doch nicht in Deutschland. Wir sind da uninteressant.
Sollten die Chinesen erstmal loslegen, wird's hier ganz bitter bei Audi und Konsorten.
(siehe Kodak, Nokia etc.)

Greyhound 05.04.2019 08:07

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1444296)
Mmmh, wenn ich das hier so überfliege hab ich den Eindruck, das die meisten sich hier nur aus der deutschen Lügenpresse über EMobilität informieren. Die stecken leider unter einer Decke mit ihren großen Anzeigekunden (deutsche Autohersteller) und betreiben ein echtes Lügenspiel mit Falschmeldungen und Verwirrung.
Ihr solltet mal andere Quellen lesen.

Weil sie technisch nicht mithalten können versuchen die krampfhaft ihr sterbendes Geschäftsmodell (Verbrenner) am leben zu halten.
Natürlich ist E mäßig noch nicht alles so wie es sein soll, aber es läuft.
Wir können Elon Musk dankbar sein, ohne ihn würden die immer noch ihre Bescheißautos hochjubeln.

Das Problem ist doch, dass weltweit der Zug schon in Richtung E abgefahren ist. Die größten Märkte sind doch nicht in Deutschland. Wir sind da uninteressant.
Sollten die Chinesen erstmal loslegen, wird's hier ganz bitter bei Audi und Konsorten.
(siehe Kodak, Nokia etc.)

Das hat aber lange gedauert, bis endlich die Verschwörungstheorien hochkommen. Die Automobilindustrie hat damals doch auch gezielt kleinere innovative Firmen aufgekauft, die die Wunderbatterie bereits fertig entwickelt hatten. Nur um das Wissen sicher in irgendwelchen Tresoren zu verstecken. Stimmt's?

Am Ende darf natürlich der unpassende Nokia/Kodak Vergleich nicht fehlen.

Es ist alles ganz einfach, es wird das gebaut, was verkauft wird. Wenn die Kunden irgendwann mal E-Autos kaufen, dann stellen die deutschen Hersteller E-Autos her.

Tesla ist gerade eine Paradebeispiel dafür, dass man derzeit nur mit dem E-Auto Geschäft nicht in der Lage ist Gewinne zu machen.

Hafu 05.04.2019 08:45

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1444305)
...
Tesla ist gerade eine Paradebeispiel dafür, dass man derzeit nur mit dem E-Auto Geschäft nicht in der Lage ist Gewinne zu machen.

Aber man kann Märkte besetzen.

Google und Amazon haben in den ersten 10 Jahren ihres Bestehens ebenfalls Null Gewinn gemacht, sondern alles ins weitere Wachstum und Besetzen von Marktpositionen gesteckt, bis sie derartig groß waren, dass sie faktisch nahezu Monopolisten waren und ab einer bestimmten Größe und Marktmacht bestimmt man dann selbst Preise und Markkonditionen und verdient selbstverständlich auch Geld.

Ich habe mir noch keine abschließende Meinung zu Tesla und Elon Musk gebildet. Musk ist sicherlich auch ein gigantischer Schaumschläger, aber auch wenn er oft seine Deadlines nicht einhält und Produkte erst mit beträchtlicher zeitlicher Verzögerung auf den Markt kommen, ist er doch trotzdem in den Märkten, in denen er sich bewegt erkennbar schneller als die Konkurrenz.

Der oben verlinkte Audi E-Tron hätte übrigens schon im Herbst letzten Jahres laut Audi auf den Markt kommen sollen und ist jetzt, im April 2019 immer noch nicht als Serienprodukt verfügbar. Wenn man also über Tesla Lieferverzögerungen lästert, dann muss man auch sehen, welche Probleme scheinbar arrivierte deutsche Premiumhersteller in der Entwicklung und Produktion konkurrenzfähiger Elektro-Autos haben.

Mauna Kea 05.04.2019 08:47

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1444305)
Das hat aber lange gedauert, bis endlich die Verschwörungstheorien hochkommen. Die Automobilindustrie hat damals doch auch gezielt kleinere innovative Firmen aufgekauft, die die Wunderbatterie bereits fertig entwickelt hatten. Nur um das Wissen sicher in irgendwelchen Tresoren zu verstecken. Stimmt's?

Am Ende darf natürlich der unpassende Nokia/Kodak Vergleich nicht fehlen.

Es ist alles ganz einfach, es wird das gebaut, was verkauft wird. Wenn die Kunden irgendwann mal E-Autos kaufen, dann stellen die deutschen Hersteller E-Autos her.

Tesla ist gerade eine Paradebeispiel dafür, dass man derzeit nur mit dem E-Auto Geschäft nicht in der Lage ist Gewinne zu machen.

Wie soll eine Firma gewinne machen, wenn sie von 0 anfangen muss.
Auch Amazon steckt jeden Euro ins Geschäft.

Natürlich werden die ach so tollen Deutschen Megaautos bauen. Haben bloß kein Know How. Aber Batterien kann man ja billig überall kaufen. lach. träum weiter.

Jimmi 05.04.2019 08:57

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1444132)

Ich bin da skeptisch. Siehe vorherige Kommentare.

Anderseits weiß ich aus beruflichem Hintergrund, welch ein Aufwand betrieben wird, um die Rohstoffe für Solarzellen kontaminationsfrei von Metallatomen zu halten. Reinheitskontrollen haben eine Auflösung von einem Stück Würfelzucker im Chiemsee. Jedes Fremdatom mindert den Wirkungsgrad (und damit den erzielbaren Preis).

Vielleicht ist die Hochreinheit ja auch Ursache der verbesserten Leistungsdaten. Wie dem auch immer sei: Die Umsetzung in einer solchen großindustriellen Produktion eines gänzlich neuen Produktes ist nicht einfach aus der Hand geschüttelt und eher bei 10 als bei 2 Jahren anzusiedeln. Musk hat das nur mit der Brechstange und horrenden Verlusten bei einem recht simplen Produkt wie einem Elektroauto hinbekommen, dass eigentlich jeder Depp bauen kann.


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