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Jay 09.09.2013 16:48

Lionel Sanders - Lionel wer?
 
Hallo Zusammen,

im
http://tri-mag.de/aktuell/langstreck...-raelert-47353
steht:
"Auf der Radstrecke brummte Sanders, der sich vor zwei Jahren über den Triathlon aus dem Drogensumpf rettete, seinem prominenten Gegner gleich sieben Minuten auf."

und:

"Auch beim Laufen hatte Raelert statt Zeit gutzumachen, noch fast zwei Minuten auf den Überraschungssieger verloren"

Hmm, Andi Raelert feiert seit 1995 (3. Platz DM Junioren) Erfolge und ist auf höchstem Niveau (sauber) im Triathlonsport unterwegs.
Ich habe irgendwie ein Scheißgefühl...

MarcoFFM 09.09.2013 16:55

Tja, der hat wohl eine ganz üble Nummer mitgemacht. Drogen, etc. Strick hatte er auch schonmal um den Hals.

Die Leistung ist schon brutal - kommt ein bisschen sehr aus dem Nichts, aber wer weiß, woher er tatsächlich die Kraft nimmt. Müssen nicht immer gleich die chemischen Kraftspender aus der Apotheke sein...

Pmueller69 09.09.2013 17:17

Von den ersten 5 hat Raelert die schlechteste Radzeit. Die anderen 4 müssen alle gedopt sein.

StanX 09.09.2013 18:28

Raelert kam direkt aus dem Trainingslager, ohne extra zu tapern, da kann dA schonmal passieren. Ich frage mich allerdings schon, wo er den radbums gelassen hat, den er zb in Roth 2011 hatte.

stevo 09.09.2013 18:51

Seine früheren Erfahrungen als Drogensüchtiger werden sicher zu einem gewissen Anteil dazu beigetragen haben, dass er jetzt solche enormen sportlichen Leistungen vollbringen kann, sei es auch nur ein weinig im mentalen Bereich.

Es soll ja schon andere Athleten gegeben haben, die in ihrem Leben schon ganz knapp vorm Abgrund standen und daraus gestärkt hervorgegangen sind und sich dann noch stärker weiter entwickelt haben.

Seine persönliche Entwicklung, weg von der Drogensucht in ein "normales" Leben, ist schon sehr beachtlich.

Als sportlicher Leistungsträger wird er es sicher umso schwerer haben, mögliche Zweifel an seiner Leistungsfähigkeit auszuräumen im Vergleich zu den Leuten, die bereits von Anfang an eine saubere "weiße Weste" hatten und noch nie extrem gefährliche Substanzen ausprobiert haben.

sbechtel 09.09.2013 19:00

Vgl. Andreas Niedrig.

Jay 09.09.2013 19:28

Leider pure Polemik:
Zitat:

Zitat von Pmueller69 (Beitrag 952545)
Von den ersten 5 hat Raelert die schlechteste Radzeit. Die anderen 4 müssen alle gedopt sein.

Im Ernst: Ich bezweifele nicht, dass man innerhalb von zwei Jahren Training ein beachtliches Niveau erreichen kann. Ich bezweifle auch nicht die mentale Stärke eines "Ex-Junkies", die sicher nicht mit einem normalen "Werdegang" vergleichbar ist. Ich kenne auch die Geschichte von Andreas Niedrig.

Es ist nur eigenartig, dass alle Welt davon spricht, dass ein Körper gerade in Richtung Langdistanz mehrere Jahre der Anpassungen "durchlaufen" muss, bevor ein Weltklasseniveau erreicht werden kann. Auch ein Andreas Niedrig hat ein paar Jahre dafür gebraucht.

Eine 1:10 im Halbmarathon eines IM 70.3 zu laufen und das, nachdem er sich angeblich vor 2 Jahren noch "kannenweise" die Lunge (oder "kanülenweise" andere Organe) zerstört hat, das halte ich einfach für unglaubwürdig.
Vielmehr glaube ich, dass diese Person bereits ein extrem hohes Niveau gehabt haben muss, dann (vielleicht nur für kurze Zeit) auf die schiefe Bahn geraten ist und nun diese Schlagzeige zustande gekommen sind.
Auf http://tri-mag.de habe ich ja schon öfter fragwürdige Artikel lesen müssen...

Daher meine Nachfrage, ob den durchlauchten Insidern hier die Person bekannt ist.

Klugschnacker 09.09.2013 19:44

Ich halte diese Romantisierungen des Drogenmissbrauchs nach dem Muster "mir ging’s mal dreckig, drum habe ich heute im Sport eine härtere Birne als andere Weltklasseathleten" für ein modernes Märchen.

Meiner Meinung nach taugt eine frühere Drogenkarriere nicht als Begründung für herausragende sportliche Leistungen. Ganz im Gegenteil, es macht solche Leistungen in besonderem Maße erklärungsbedürftig.

Grüße,
Arne


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