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Schwarzfahrer 16.03.2021 13:00

Zitat:

Zitat von trina (Beitrag 1590897)
Ich kann keine persönlichen Erfahrungen beitragen, aber eine Bekannte meiner Eltern hat über 20 Jahre mit biolgischer Klappe ohne Wechsel gelebt ("So alt wird kein Schwein" war ihr typischer Satz dazu), allerdings kann ich dir nicht sagen, um welche Klappe es sich da gehandelt hat. In deinem Alter kann es aber natürlich auch sein, dass doch irgendwann ein Austausch erfolgen muss. Ich habe von einer Person mal gehört, dass sie extreme Schwierigkeiten hatten, sich an das `Klicken`der mech. Klappe zu gewöhnen. Bist Du in so Dingen empfindlich?
Tja, keine einfache Entscheidung...
Alles Gute!

Danke (auch für die anderen guten Wünsche).

So wie es klingt, hält die biologische Klappe umso länger, je älter man ist beim Einsetzen (Begrenzer sind wohl die Aktivität des Immunsystems und Maß der Belastung - beides höher bei Jüngeren). Bei mir schätzt der Chirurg ca. 10 Jahre plusminus 3 - 4. Danach geht noch eine zweite innen rein ohne große OP (über Katheter, danach ist aber wieder "große Baustelle" nötig.
Das Klicken wäre für mich auch nicht lustig, ich kann teilweise jetzt schon wegen der Strömungsgeräusche nur schlecht einschlafen. Laut Chirurg haben es Übergewichtige gut, bei denen wird das Klicken gedämpft. Bei mir Hänfling ist das aber kaum zu erwarten :( . So hat alles seine Vor- und Nachteile. :Cheese:

Schlimmer als das Klicken wäre für mich aber noch das Marcumar; damit wäre vieles, was ich unbeschwert mache, ein hohes Risiko (z.B. Skifahren), weil jeder Sturz/Schlag zu nicht gut beherrschbaren (inneren) Blutungen führen kann, was meinem Ziel mit der OP (unbeschwerte Lebenszeit gewinnen) widerspricht. (und auch meine Frau würde sich unwohl fühlen, wenn ich Marcumar nehmen müsste - sie kennt mich halt...;) ) Mein Motto zeigt ja auch, daß ich mich mit kontrollierter Vorsicht und Zurückhaltung im Alltag schwer tue, dazu fehlt mir die Geduld.

Schwarzfahrer 16.03.2021 13:09

Zitat:

Zitat von fastrainer (Beitrag 1590892)
Es gibt auch die dritte Möglichkeit der Rekonstruktion. Ich spreche davon als Betroffener, der danach wieder Sport und alles Andere wie davor macht.
Gerne auch mehr per PN.

Wäre natürlich schön, wenn es auch nicht trivial zu sein scheint. Aber, soweit ich informiert bin, geht dies nur bei dilatierten Aortenklappen. Bei mir liegt eine Stenose vor (also Einengung von ursprünglich ca. 3,5 Quadratzentimeter auf weniger als 1 Quadratzentimeter Öffnung), dazu eine Bikuspide, stark verkalkte Klappe, sowie nebenbei eine verdickte Herzkammerwand, die zusätzlich einengt (und die abgehobelt werden soll). Ich fand auf die Schnelle mehrere Aussagen dieser Art zur Rekonstruktion:
Solltest Du Gegenteiliges wissen, wäre es natürlich interessant.

trina 16.03.2021 13:41

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1590914)
Danke (auch für die anderen guten Wünsche).

So wie es klingt, hält die biologische Klappe umso länger, je älter man ist beim Einsetzen (Begrenzer sind wohl die Aktivität des Immunsystems und Maß der Belastung - beides höher bei Jüngeren). Bei mir schätzt der Chirurg ca. 10 Jahre plusminus 3 - 4. Danach geht noch eine zweite innen rein ohne große OP (über Katheter, danach ist aber wieder "große Baustelle" nötig.
Das Klicken wäre für mich auch nicht lustig, ich kann teilweise jetzt schon wegen der Strömungsgeräusche nur schlecht einschlafen. Laut Chirurg haben es Übergewichtige gut, bei denen wird das Klicken gedämpft. Bei mir Hänfling ist das aber kaum zu erwarten :( . So hat alles seine Vor- und Nachteile. :Cheese:

Schlimmer als das Klicken wäre für mich aber noch das Marcumar; damit wäre vieles, was ich unbeschwert mache, ein hohes Risiko (z.B. Skifahren), weil jeder Sturz/Schlag zu nicht gut beherrschbaren (inneren) Blutungen führen kann, was meinem Ziel mit der OP (unbeschwerte Lebenszeit gewinnen) widerspricht. (und auch meine Frau würde sich unwohl fühlen, wenn ich Marcumar nehmen müsste - sie kennt mich halt...;) ) Mein Motto zeigt ja auch, daß ich mich mit kontrollierter Vorsicht und Zurückhaltung im Alltag schwer tue, dazu fehlt mir die Geduld.


Das liest sich für mich so, als wenn Du eigentlich sehr viel lieber der biologischen Variante den Vorzug geben würdest. Und wenn es so kommt, dann denk positiv, dass auch Dein Schwein im Herzen uralt werden wollte und auch wird ;-)

(Ich kenne Kinder, die wegen Klappenersatz Marcumar nehmen müssen. Für die Eltern teilweise schlimmer als für die Kinder...)

Schwarzfahrer 16.03.2021 13:56

Zitat:

Zitat von trina (Beitrag 1590922)
Das liest sich für mich so, als wenn Du eigentlich sehr viel lieber der biologischen Variante den Vorzug geben würdest. Und wenn es so kommt, dann denk positiv, dass auch Dein Schwein im Herzen uralt werden wollte und auch wird ;-)

(Ich kenne Kinder, die wegen Klappenersatz Marcumar nehmen müssen. Für die Eltern teilweise schlimmer als für die Kinder...)

Das liest Du richtig:Cheese: ; ich wollte aber nicht vor vornherein meine Präferenz angeben, es könnte ja noch andere Argumente geben. Und das mit Marcumar und den Kindern ist bei uns ähnlich: ich finde es auch problematisch, aber ich habe den Eindruck, meiner Frau würde es noch mehr Sorgen machen, als mir - und das macht mir dann natürlich auch einiges aus (nicht, daß sie die Alternative, noch zwei OPs in den nächsten 20 - 25 Jahren zu haben, prickelnd fände; es ist halt ein bißchen wie die Wahl zwischen Pest und Cholera...).

fastrainer 16.03.2021 18:47

Ich kann natürlich nur mein Problem und die Lösung dafür darlegen.
Meine Diagnose war vor einigen Jahren eine Aortenklappen Insuffizienz 5. Grades.
Ich hatte keine spürbaren Probleme und war von der Diagnose einigermaßen überrascht.
Von meinem Kardiologen wurde die Option Rekonstruktion angesprochen. Die Vorteile hast du ja schon angesprochen. Kein Marcumar, keine Geräusche, kein erneuter Austausch nach einigen Jahren. Operiert wurde ich in der Uniklinik Homburg von Professor Schäfer. Eine Woche nach der OP, mit Sternotomie, war ich wieder zu Hause.
Ich betreibe wieder Sport wie vorher (Triathlon LD). Allerdings etwas entspannter.
Die Adresse in Homburg würde an Deiner Stelle mal kontaktieren. Sicher ist jede Diagnose anders, aber der Versuch lohnt sich.
Vielleicht noch zum Thema Herz-Op mit Brustkorb Öffnung. Klingt natürlich schon etwas ernster, aber rückblickend ist alles halb so wild. wie gesagt ich war nach einer Woche wieder zu Hause und nach weiteren 4 Wochen wieder auf Arbeit.
Ich wünsch Dir alles Gute, melde Dich wenn Du Fragen hast.

Schwarzfahrer 17.03.2021 07:01

Zitat:

Zitat von fastrainer (Beitrag 1590981)
Ich kann natürlich nur mein Problem und die Lösung dafür darlegen.
Meine Diagnose war vor einigen Jahren eine Aortenklappen Insuffizienz 5. Grades.
Ich hatte keine spürbaren Probleme und war von der Diagnose einigermaßen überrascht.
Von meinem Kardiologen wurde die Option Rekonstruktion angesprochen. Die Vorteile hast du ja schon angesprochen. Kein Marcumar, keine Geräusche, kein erneuter Austausch nach einigen Jahren. Operiert wurde ich in der Uniklinik Homburg von Professor Schäfer. Eine Woche nach der OP, mit Sternotomie, war ich wieder zu Hause.
Ich betreibe wieder Sport wie vorher (Triathlon LD). Allerdings etwas entspannter.
Die Adresse in Homburg würde an Deiner Stelle mal kontaktieren. Sicher ist jede Diagnose anders, aber der Versuch lohnt sich.
Vielleicht noch zum Thema Herz-Op mit Brustkorb Öffnung. Klingt natürlich schon etwas ernster, aber rückblickend ist alles halb so wild. wie gesagt ich war nach einer Woche wieder zu Hause und nach weiteren 4 Wochen wieder auf Arbeit.
Ich wünsch Dir alles Gute, melde Dich wenn Du Fragen hast.

Danke nochmal für die Anregung, und Glückwunsch für Deine erfolgreiche Behandlung. Leider geht eine Rekonstruktion bei meinem Problem nicht. Diese geht relativ gut (wenn auch offenbar aufwändig) bei unzureichendem Schließen, weil da die Klappen an sich flexibel sind, aber die Basis zu weit, und die kann man dann einengen. Meine total verkalkten Klappen haben einfach nicht mehr die Flexibilität, die es für eine gescheite Öffnung braucht, und die Basis kann man auch nicht einfach aufweiten. Ich brauche also auf jeden Fall ein "Ersatzteil".
Und klar, die Brustkorb-Öffnung klingt übel, aber das ist alles dann "einfache" Wundheilung; ich hatte auch schon öfter angeknackste Rippen, das gibt ja schon mal eine vage Vorstellung, ist aber kein Grund zur Sorge. Es wird höchstens meine Geduld strapazieren :) .

trina 17.03.2021 07:22

Guten Morgen Schwarzfahrer, was mir noch zu deinen Aussichten eingefallen ist, dass irgendwann eine weitere große OP notwendig sein könnte:
Es ist ja noch gar nicht soo lange möglich, überhaupt Klappen per Herzkatheter einzusetzen. Vielleicht 10 Jahre? Die Entwicklung auf dem Gebiet geht voran, wer weiß, was möglich ist, wenn die übernächste biologische Klappe irgendwann nicht mehr optimal funktioniert. Die Zeit spielt für Dich!

fastrainer 17.03.2021 18:35

Ok ich verstehe. Ja dann wünsch ich Dir mal alles Gute. Falls du Pollenallergiker, bist würde ich die OP halt nicht unbedingt in der "heißen" Zeit machen. Die ersten 2-3 Wochen macht Nießen oder auch Husten nicht soviel Spaß.


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