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-   -   Schnelles Fitnessbike für Roth, 30er Schnitt möglich? (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=48712)

FMMT 25.09.2020 07:44

Schnelles Fitnessbike für Roth, 30er Schnitt möglich?
 
Vorerst rein hypothetisch:Lachen2: . Wenn ich aus wichtigen Gründen weder in Aerohaltung, noch beim Rennrad mit Unterlenker fahren könnte, was für Möglichkeiten hätte ich, um trotzdem die Challenge Roth in annehmbarer Zeit zu meistern?

Dieser Tage testete ich mit meinen ca. 10 kg schweren Fitnessbike Cube SL Road SL mit geradem Lenker, wie viel Zeit ich auf schneller Strecke (Seitenstreifen auf Bundesstraße mit ca. 200 HM) für 100 km benötigen würde.
Relativ aufrecht, ohne Klickpedale mit alten Laufschuhen, aber hoher Wettkampfintensität:Peitsche: , wurden es 100 km in 3.33 Std. (davon die ersten 3*30 km jeweils in 1.04 Std.).
Es machte viel Spaß, hätte aber mit der Intensität auf 180 km wohl wenig Sinn, wenn ich danach noch laufen wollte:kruecken: .

Gibt es Richtwerte, was tuningmässig mit einem neuen Rad, aber weiterhin aufrechter Position möglich wäre ? Zum Beispiel mit 1-2 Kilo weniger Radgewicht oder dünneren Reifen(ca. 28-32 mm, um trotzdem noch einen gewissen Komfort und Stabilität geniessen zu können).
Oder mit Klickpedalen?
Oder..?
Gerne auch konkrete Kaufvorschläge.

Zum Vergleich: 2019 fuhr ich mit meinem 12 Jahre alten Zeitfahrrad Cervelo P2C und Swissside Hadron mit 64 mm Felgenhöhe in Limmer die ersten 5 30-km-Runden in rund einer Stunde, egal ob, in der bei mir leider zu selten möglichen Aerohaltung oder auf den Zeitfahrlenker aufgestützt. Allerdings fühle ich mich so zunehmend unsicher.

Vielleicht ist ein stabileres, aber trotzdem schnelles Setup nur eine unrealisierbare Wunschvorstellung, aber für Vorschläge, Ideen oder Meinungen würde ich mich freuen:Blumen:

Bockwuchst 25.09.2020 07:53

Wenn dein Rad gut läuft macht es meiner bescheidenen Meinung nach wenig Sinn ein neues mit identischem Setup zu kaufen. Auf einer (relativ) flachen Zeitfahrstrecke macht die Aerodynamik bestimmt viel mehr aus als 1 kg gespart aber trotzdem gleiche aufrechte Haltung.
Wenn die Aerodynamik schon einigermaßen passt, macht 1 kg bestimmt was aus, aber ich hier wäre Kosten / Nutzen für mich nicht sinnvoll.

Klickpedale und Radschuhe mit steifer Sohle sind mit Sicherheit sinnvoll und einfach umsetzbar.
Was für Reifen bekommst du denn auf dein jetziges Rad bzw. was ist aktuell montiert? Wenn du da was deutlich breiteres mit auch noch Stollen oder so drauf hast, würde ich auch schauen was in Richutng 30 mm aufzuziehen.

Ob es generell sinnvoll ist in Roth einen IM mit Fitnessbike anzugehen ist wieder ne andere Sache und liegt im AUge des Betrachters.

TTTom 25.09.2020 07:55

Dass der Luftwiderstand dein Feind ist, sollte klar sein.
Option 1: Auflieger drauf.
Option 2: Lenkerband um den Bereich links und rechts des Vorbaus und dort greifen. Dann so tief wie möglich. Also Alle Spacer raus und du dich flach machen.

Gewicht ist bei der Strecke nachrangig.
Reifen kommt weniger auf die Breite an. Nimm was mit wenig Rollwiderstand. Also einen klassischen RR-Reifen. Du kannst ja schauen, welche Breite mit deiner Felge gut harmiert - aber von der Aerodynamik macht das bei diesem Setup wohl weniger aus.

Bockwuchst 25.09.2020 08:01

Zitat:

Zitat von TTTom (Beitrag 1554486)
Dass der Luftwiderstand dein Feind ist, sollte klar sein.
Option 1: Auflieger drauf.
Option 2: Lenkerband um den Bereich links und rechts des Vorbaus und dort greifen. Dann so tief wie möglich. Also Alle Spacer raus und du dich flach machen.

Gewicht ist bei der Strecke nachrangig.
Reifen kommt weniger auf die Breite an. Nimm was mit wenig Rollwiderstand. Also einen klassischen RR-Reifen. Du kannst ja schauen, welche Breite mit deiner Felge gut harmiert - aber von der Aerodynamik macht das bei diesem Setup wohl weniger aus.

Auflieger will er ja nicht und bei so nem Rad auch schwierig wegen Geo wahrscheinlich.

JENS-KLEVE 25.09.2020 08:02

Wenn ich aus orthopädischen Gründen ein Fitnessbike in Roth fahren müsste, dann würde ich ganz sicher jedes Gramm sparen wollen und extrem das Rad abspecken. Ich würde mir hochwertige Rennradreifen montieren mit hohem Luftdruck. Für den Fall, dass du zumindest immer wieder für 5 Minuten einen Triathlonlenker fahren könntest, wäre ein Syntace C3 eine clevere Ergänzung um in schnellen Teilstücken extrem Luftwiderstand einzusparen. Bei einer abwechslungsreichen Strecke wie Roth, sicherlich eine gute Option.

Siebenschwein 25.09.2020 08:17

Sieht zwar scheisse aus, aber bringt Dich eventuell in eine Position, die gerade noch fahrbar ist: die klassischen Lenkerhörnchen. Kosten n Appel und ein Ei und sind jederzeit wieder entfernbar, wenn Du nicht damit klarkommst. Würde eine etwas längere Variante wählen.
Lenker rechts und links etwas einkürzen bringt auch schon was, kostet nix.
25er schnelle Reifen, eventuell mit einem anderen Laufradsatz, würd ich schon montieren.

TTTom 25.09.2020 08:19

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1554491)
Sieht zwar scheisse aus, aber bringt Dich eventuell in eine Position, die gerade noch fahrbar ist: die klassischen Lenkerhörnchen. Kosten n Appel und ein Ei und sind jederzeit wieder entfernbar, wenn Du nicht damit klarkommst. Würde eine etwas längere Variante wählen.
Lenker rechts und links etwas einkürzen bringt auch schon was, kostet nix.
25er schnelle Reifen, eventuell mit einem anderen Laufradsatz, würd ich schon montieren.

Das glaube ich fast nicht. MIt den Barends sitzt ja da drauf wie ein Bremsfallschirm.
Von SQ gabs mal welche, die weiter innen montiert werden, das könnte funkionieren.
https://www.sq-lab.com/produkte/inne...SABEgJQ3_D_BwE

FinP 25.09.2020 08:39

Wenn ich es richtig verstehe, dann sprechen nicht orthopädische sondern motorische Gründe gegen das Zeitfahrrad oder?

Das würde dann bedeuten, dass Du auch nicht zu eng greifen möchtest - damit würde ja auch ein schmalerer Lenker wie bei diesen Poser-Fixies ausfallen.

Daher würde ich versuchen, die Sitzposition zwar aerodynamisch zu optimieren (flach und eng, was halt geht), ansonsten aber auf Komfort trimmen.
Je langsamer Du fährst, desto weniger ist eh der Luftwiderstand relevant (schwacher Trost), aber Du sitzt länger auf dem Bock und willst ja in erster Linie einen schönen Tag, an dessem Ende die Beine leer und der Kopf voll mit guten Eindrücken ist.

Wenn die Frage also eher ist: Lieber eine Langdistanz mit Material, das von außen betrachtet suboptimal ist, im entsprechenden Tempo als keine Langdistanz, dann: mach es!
Der Schnitt am Ende ist doch eh subjektiv - wenn keine 3 vorne steht, Du das Ding aber gerockt hast, dann ist das eine geile Aktion!

Siebenschwein 25.09.2020 08:40

Zitat:

Zitat von TTTom (Beitrag 1554493)
Das glaube ich fast nicht. MIt den Barends sitzt ja da drauf wie ein Bremsfallschirm.
Von SQ gabs mal welche, die weiter innen montiert werden, das könnte funkionieren.
https://www.sq-lab.com/produkte/inne...SABEgJQ3_D_BwE

Ähem... und wer hindert Dich, beliebige Barends mit Aussenklemmung innen von Bremse und Schalthebel zu montieren??
Es ging übrigens darum, jemanden, der offensichtlich Probleme mit einer flachen Position hat, eventuell doch noch minimal nach unten zu bekommen. Und das geht damit definitiv.
Just my five cents...

iChris 25.09.2020 09:49

Gibt es das Cervelo P2C nicht mehr?! Bevor ich mit dem Fitnessbike fahre, würde ich das P2C nehmen und ggf. ein Rennradlenker verbauen wenn das für die nötige Position besser ist. Und sofern Klickpedale fehlen die auf jeden Fall verbauen...

Godi68 25.09.2020 10:30

Zitat:

Zitat von FMMT (Beitrag 1554484)
Vorerst rein hypothetisch:Lachen2: . Wenn ich aus wichtigen Gründen weder in Aerohaltung, noch beim Rennrad mit Unterlenker fahren könnte, was für Möglichkeiten hätte ich, um trotzdem die Challenge Roth in annehmbarer Zeit zu meistern?:

Annehmbare Zeit für dich oder für andere?

Kannst du denn in Bremsgriffhaltung gut steuern? Den Unterschied zum Unterlenker fand ich zb 2019 nicht so gravierend (kann ja selbst nicht mehr aufm Auflieger fahren) und Unterlenker ist teils unbequemer als am Bremsgriff. Wenn du eine halbwegs flache Oberkörperposition einnimmst, bist du auch recht aerodynamisch.
Wenn motorisch nichts dagegenspricht, kann man diese Position dann auch mit Übungen weiter optimieren.

Oder schreib mal genauer, wo Defizite bestehen oder bestehen könnten. :)

felixb 25.09.2020 10:39

Also ich würde glaube ich trotzdem eine Aeroposition bauen. Wenigstens etwas "aero" ist immer noch schneller als Schrankwand ;).
Ist halt die Frage, was du fahren kannst. Notfalls eben ein Rennrad o.ä. mit Auflieger oder sogar dsa Fitnessbike mit Auflieger? Mit bspw. breiteren Armauflagen kann man die Kontrolle stark erhöhen, es kommt aber natürlich auch auf die Geometrie des Rades und die allgemeine Sitzposition an.

Sprich ich würde versuchen die Aeroposition so weit zu entschärfen, dass du sie möglichst viel fahren kannst. Denn der Vorteil dürfte immer noch vorhanden sein und mitunter ist das Armablegen auch bequemer als sich die ganze Zeit abzumühen und abzustützen vor allen Dingen. Siehe auch Brevet-Fahrer etc. die für lange Radreisen das ja auch machen und sei es nur als weitere Sitzposition.

Quasi komplett aufrecht wird das (extra) schwierig. Wieviel du mit Reifen sparen kannst, hängt natürlich von den Reifen des Fitnessbikes ab. Rennreifen sind häufig mehr aerodynamisch, aber es gibt auch richtig schlechte Reifen an diversen City- und Fitnessbikes, die einfach überhaupt nicht rollen und gefühlte 20 cm Pannenschutz haben ;). Natürlich können schnelle Reifen dennoch was bringen, aber bei niedrigen Geschwindigkeiten halt linear viel - bzw. wenig.

hanse987 25.09.2020 12:03

Ich würde eher Richtung Rennrad mit gemäßigter Geometrie gehen mit breitem Rennlenker. Vorderrad nicht zu hoch wählen wegen der Windanfälligkeit.

Ist aber aus der Entfernung schwer dir was zu empfehlen. Wo liegen genau deine Probleme?

FMMT 25.09.2020 14:48

Vielen Dank an Alle für die interessanten Vorschläge und tollen Ideen:Blumen: .
Freut mich sehr, dass auch meine eigenwilligen Fragen so guten Anklang finden.

Den Test bin ich mit 42 mm dicken Schwalbe G One gefahren.
Von dünneren und racetauglicheren Reifen mit weniger Rollwiderstand würde ich mir schon einen Zeitgewinn versprechen. Die Frage wäre nur wieviel und es sollte trotzdem stabil bleiben.

Klickpedale wären sicher auch interessant. Aber ungeachtet dessen, dass sie fast alle benutzen, gibt es auch wirklich nachweisbare Zeitgewinne und was wäre für das spätere Laufen passender?

Dass ich aufrecht im Wind selbst der größte Schwachpunkt bin, ist mir klar:Lachen2:

Auch von der Gewichtsersparniss würde ich mir etwas versprechen. Roth ist für einen Normalsterblicher doch etwas bremsender als für die Guten, die einfach über die Hügel drüberdrücken.

Die Idee mit den Barends finde ich super:Blumen: . Dass könnte ich tatsächlich an meinem Cube ausprobieren. Auch darf der Lenker an beiden Enden ruhig jeweils ca. 3 cm kürzer sein.
Bremsgriffhaltung wäre auch ok, so fahre ich die letzten Jahre im Wettkampf fast vorwiegend auf dem Cervelo. Dies ist nur ziemlich unbequem, besonders jetzt noch mit Auflieger und mit den dünnen Reifen auch recht wackelig.

Mit meinen Cube bin ich hochzufrieden, genau dass, was ich für unsere Radwege suchte. Hier werde ich sicherlich zukünftig die meiste Trainingszeit verbringen.

Jetzt wäre es vorallem spannend, ob ich die Vorteile auch auf ein neues Rad retten kann, mit dem ich ebenso auf der Straße oder im Wettkampf sicher, bequem und etwas flotter unterwegs sein kann:cool: .

Letztlich nervt mich, dass ich hier schon seit Jahren hin und her zuckel:dresche .
Die MS lehrte mich, dass man manche Grenzen akzeptieren muss, damit sich ungeahnte neue öffnen.
Mein großer Wunsch wäre in Roth nicht permanent an meine Einschränkungen denken zu müssen. Kann ich jetzt Aero fahren? Kommt eine Böe, ein zu knapper Überholer?
Im Training noch viel schlimmer, ein Auto oder LKW in knappen Abstand mit eventuell richtig bösen Folgen.
Leider ist es ein Teufelskreis. Um sicher zu werden, müsste ich bereits im Training die Aeroposition üben, aber flach sind bei uns fast nur die Bundestrassen oder die leicht holprigen Radwege. Und dass ist mir wiederum zu riskant.

Deswegen will ich es jetzt positiv angehen. Nicht denken, was ich nicht kann, sondern denken, was ich kann. Und mich an diesem erfreuen.
Was bei mir gut klappt, ist halt stundenlanges aufrechtes Fahren.

Wer noch Ideen hat, gerne auch konkret für ein neues Rad oder andere Vorschläge, weiterhin sehr gerne:Blumen:

Nepumuk 25.09.2020 15:53

Hallo FMMT,

wenn du mit deinem Rad zufrieden bist, dann fahr doch damit. Ist das wirklich relevant, ob du auf der Radstrecke 10min schneller bist?
Schnellere Reifen bringen sicher noch Tempo. Wie wäre es z.B. mit dem Conti Grand Prix 4Seasons in 28 oder 32mm. Rollt ganz gut und ist stabil.

dr_big 25.09.2020 20:04

Ich würde auch sagen, bau dir das Rad so wie es am besten für dich taugt, mach schnelle Reifen drauf und gut ist. Stabilität hat übrigens nichts mit der Reifenbreite zu tun. Ich würde ganz normale 25er Contis nehmen, 4000er oder 5000er, die sind ja auch schon fast 28mm breit.

Wenn du auf der Originalstrecke testen möchtest kannst du jederzeit Bescheid sagen, ich fahre dann auch gerne hinter dir und schirme den Verkehr etwas ab. Wasserträger kann ich dabei auch spielen und zur richtigen Zeit die Flaschen reichen :Blumen: Für solche Aktionen bin ich immer zu begeistern und die Anfahrt ist für mich mit 40km überschaubar. :Huhu:

FMMT 26.09.2020 08:34

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1554624)
Ich würde auch sagen, bau dir das Rad so wie es am besten für dich taugt, mach schnelle Reifen drauf und gut ist. Stabilität hat übrigens nichts mit der Reifenbreite zu tun. Ich würde ganz normale 25er Contis nehmen, 4000er oder 5000er, die sind ja auch schon fast 28mm breit.

Wenn du auf der Originalstrecke testen möchtest kannst du jederzeit Bescheid sagen, ich fahre dann auch gerne hinter dir und schirme den Verkehr etwas ab. Wasserträger kann ich dabei auch spielen und zur richtigen Zeit die Flaschen reichen. Für solche Aktionen bin ich immer zu begeistern und die Anfahrt ist für mich mit 40km überschaubar.

Vielen Dank, tolles Angebot:Blumen:, die nächsten Monate ist aber nichts geplant, zumal ich zumindest die bisherige Strecke sehr gut kenne.

Am Cube möchte ich aktuell nichts ändern. Für meine üblichen Trainingsstrecken auf den Radwegen bin ich vollkommen zufrieden.

Ob ich mir alternativ für die Wettkämpfe oder für etwas mehr Training auf der Strasse mir für meine letzten Wettkampfjahre noch ein neues Rad gönnen möchte, ist vollkommen offen. Da ich die letzten Jahre und auch weiterhin auf Verreisen im Urlaub weitgehend verzichten musste, ist noch etwas für das "Gute-Laune-Budget" vorhanden.:Lachen2:


Zitat:

Zitat von Nepumuk (Beitrag 1554595)
Hallo FMMT,

wenn du mit deinem Rad zufrieden bist, dann fahr doch damit. Ist das wirklich relevant, ob du auf der Radstrecke 10min schneller bist?
Schnellere Reifen bringen sicher noch Tempo. Wie wäre es z.B. mit dem Conti Grand Prix 4Seasons in 28 oder 32mm. Rollt ganz gut und ist stabil.

Vielen Dank :Blumen:
Für mein Training ist das Cube top, nur für eine echte Langdistanz doch etwas zu schwer.
Wenn ich meine 90 km Zwischenzeit (3.12 Std.) mal 2 nehme, käme ich zwar sogar in etwa auf meine üblichen WK-Zeiten mit dem Cervelo, mal mit, mal ohne die 10 min Zuschlag. Dies würde schon passen. Nur, da muss ich ehrlich sein, mit fast 1000 HM mehr in Roth, vernünftigerer Intensität und meist ungünstigerer Temperatur würde ich mit dem Fitnessbike wohl gerade unter 7 Stunden kommen und dass dann noch mit Matschbeinen:kruecken:

Sollte ich mir tatsächlich ein neues Rad gönnen, dann idealerweise mit Reifengröße um die 28 mm, Gewicht um die 8-8,5 kg und geradem Lenker.

Leider gibt es hier kaum Auswahl. Ob alternativ ein Rennrad was für mich wäre? Da bin ich noch total unschlüssig.Wenn dann eh nur mit Oberlenker- oder Bremsgriffhaltung. Vielleicht finde ich ja auch einen Händler, der das Rennrad alternativ mit geradem Lenker liefert?:Gruebeln:

Ich habe in einem alten Thread von Bunte Socke:bussi: nachgelesen, dass, wie von mir vermutet, für die Normalsterblichen nicht unbedingt die Geschwindigkeit der Vorteil von Klickpedalen ist, sondern vor allem die Sicherheit und Radbeherrschung. Auf der Straße bin ich da aber offen für alles.
Die Barends habe ich mir gestern zum Ausprobieren bereits bestellt,

hanse987 26.09.2020 09:47

Anstatt eines Radhändlers solltest du einen suchen der auch noch mag und kann. Bei uns gibt es einen großen der gute Preise macht, aber wenn man was anders haben will als wie es vom Hersteller kommt, geht das Drama los. Ich war vorletzte Woche bei meinem kleinen Laden um mein wahrscheinlich neues Rennrad incl. Anpassungen zu besprechen. Nächste Woche wird bestellt. :) Wenns ein guter ist macht er dir Vorschläge was alles geht. Dieser Service muss natürlich bezahlt werden, aber aus meiner Sicht lohnt es sich.

Ich persönlich mag die Klickpedale, weil mein Fuß eine feste Position hat. Von der Kraftübertragung her glaube ich dass beim gleichmäßigen Treten im Triathlon nur geringe Vorteile sind. Hauptvorteil sehe ich beim Sprinten oder Wenden, da man da mit dem zweiten Bein dann auch zieht. Ist aber von mir nur ein subjektives Empfinden. Ich bin die Tage hier in Kroatien auf meinem alten Stahlross-MTB auf Teer unterwegs gewesen und mir fehlen meine Klickies.

dr_big 26.09.2020 10:10

Ich kenne jetzt deine Einschränkungen im Detail nicht, aber prinzipiell ist doch ein Rennrad im Oberlenker nicht viel anders als ein Fitnessbike. Man könnte auch den Vorbau etwas kürzer und steiler machen. Vorteil wäre, dass ein Rennrad als Standard-Rad eigentlich schon leichter und mehr auf Tempo ausgelegt ist. Wenn du mit den 44cm Lenkerbreite zurecht kommst, warum nicht?

TTTom 26.09.2020 10:13

Zitat:

Zitat von FMMT (Beitrag 1554646)

Sollte ich mir tatsächlich ein neues Rad gönnen, dann idealerweise mit Reifengröße um die 28 mm, Gewicht um die 8-8,5 kg und geradem Lenker.

Leider gibt es hier kaum Auswahl. Ob alternativ ein Rennrad was für mich wäre? Da bin ich noch total unschlüssig.Wenn dann eh nur mit Oberlenker- oder Bremsgriffhaltung. Vielleicht finde ich ja auch einen Händler, der das Rennrad alternativ mit geradem Lenker liefert?:Gruebeln:

Ich habe in einem alten Thread von Bunte Socke:bussi: nachgelesen, dass, wie von mir vermutet, für die Normalsterblichen nicht unbedingt die Geschwindigkeit der Vorteil von Klickpedalen ist, sondern vor allem die Sicherheit und Radbeherrschung. Auf der Straße bin ich da aber offen für alles.
Die Barends habe ich mir gestern zum Ausprobieren bereits bestellt,

Zum einen drücke ich dir die Daumen, dass das alles nach deinen Wünschen klappt.
Jetzt muss ich wieder mein Müsing bemühen. Ich hab das Ranger CX als Allroung/Allroad/Gravel Rennrad.

Das wäre auch mit Flatbar verfügbar (Kannst du im Konfigurator auswählen).
https://www.muesing-bikes.de/de/bike/Ranger-CX.html

Genauso das Onroad als Felgengebremstes
https://www.muesing-bikes.de/de/bike...-Lite-Di2.html

Die Räder sind jetzt in dem Sinne nichts besonderes, werden aber auf Kundenwunsch konfiguriert und aufgebaut. Ideal wäre halt dann noch ein Händler, der das für dich ergonomisch optimal hinbekommt.

sybenwurz 26.09.2020 10:21

Alles orischinool Roth:







Aber davon ab und ernsthaft, ist mir die Aufgabenstellung jetzt immer noch nicht ganz klar...:confused:
irgendwie geht mir das alles zu sehr durcheinander.
Aufrecht und Auflieger widerspricht sich ja beim Renner nicht, aufrecht und aerodynamisch schon. Dabei ists doch vollkommen wumpe, ob Aufrecht aufm Auflieger oder Aufrecht am Oberlenker.
Was weiter einige hübsch durcheinander würfeln, ist der Rollwiderstand der Reifen.
Lassen wir die Aerodynamik mal kurz ausser acht, ist ein breiterer Reifen (identischen Aufbaus und) gleichen Durchmessers bei gleichem Luftdruck von geringerem Rollwiderstand gesegnet.
Grenzen sind da bei am Renner angesagten Drücken hinsichtlich der Felgenbreite gegeben, weil man keine beliebig breiten Reifen auf ne schmale Felge ziehen kann und umgekehrt, aber wenn ich richtig mitkomme, gehts auch noch ums Gewicht, da sind irgendwelche Trekkinglaufräder eh aussen vor.

Aber um die Krux, so wie ich es verstehe, mal auf nen Nenner zu bekommen:
Das Bike macht am Gesamtluftwiderstand des Systems etwa 10% aus, der Rahmen davon widerum ~10%, bezogen aufs System Fahrer-Fahrrad also gradmal rund 1%. Nur mal so der groben Einordnung wegen, wovon wir reden, wenn jemand sich wie n Segel da oben draufsetzen will..
Und bitte bei allem immer beachten: es gibt keine geraden Lenker, die für das Aufklemmen von nem Triathlon-Aufsatz freigegeben sind.

Spontan, und falls ich mit dem, was ich so von der Aufgabenstellung verstanden haben will, wär mein Ansatz ein möglichst leichtes Rennrad mit relativ langem Steuerrohr und am (klassisch runden) Lenker n Cinelli Spinnacci.
Aber selbst da gehts schon los;- die waren für 26mm Klemmdurchmesser konzipiert und bei angedachten 8kg brauchen wir auch nicht mit Alulenker- und Aheadvorbau anfangen, nachzudenken.
Also, zurück auf Anfang und mal so n Langdistanzrennrad angucken, mit denen Leute nonstop und selbstversorgt quer durch Europa fahrn.

Thorsten 26.09.2020 10:52

Die Griffposition am Base-Bar eines Triathlonrades fand ich schon immer suboptimal und nur für bremsen, bergauf und Rücken-/Nackenschmerzen in Aero-Position geeignet. Bei einer Gruppenausfahrt die ganze Zeit so fahren ist ziemlich unbequem.

Von daher orientier dich doch lieber an den Möglichkeiten, die du noch hast und schließe mit dem Kapitel TT-Rad endgültig ab. Bringt ja nichts, wenn du die einzig sinnvolle Position darauf nicht nutzen kannst.

Auf einem Rennrad mit komfortabler Geometrie fährt es sich sehr entspannt in Bremsgriffhaltung, du kannst auch mal in die Unterlenkerposition gehen. Zwecks Stabilität einen breiten Lenker (vielleicht sogar einen gemäßigten Gravel-Lenker, der dir in Unterlenkerposition noch mehr Breite bietet).

Wenn es denn unbedingt sein soll, kann man da auch noch einen Auflieger dranmachen bei entsprechend kurzem Vorbau und Satte nach vorne. Ist natürlich immer eine Kompromiss-Position, beides optimal geht nicht.

FMMT 26.09.2020 12:40

Zitat:

Zitat von hanse987 (Beitrag 1554661)
Anstatt eines Radhändlers solltest du einen suchen der auch noch mag und kann. Bei uns gibt es einen großen der gute Preise macht, aber wenn man was anders haben will als wie es vom Hersteller kommt, geht das Drama los. Ich war vorletzte Woche bei meinem kleinen Laden um mein wahrscheinlich neues Rennrad incl. Anpassungen zu besprechen. Nächste Woche wird bestellt. :) Wenns ein guter ist macht er dir Vorschläge was alles geht. Dieser Service muss natürlich bezahlt werden, aber aus meiner Sicht lohnt es sich.

Ja, so einen habe ich auch vor Ort. Er ist zwar kein Triathlonspezialist und heuer auch gut ausgebucht, aber außer 5, bei ihm gekauften Rädern für die Familie habe ich schon jede Menge bei ihm machen lassen, insofern gehe ich davon aus, dass er mir auch dabei helfen würde.

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1554667)
Ich kenne jetzt deine Einschränkungen im Detail nicht, aber prinzipiell ist doch ein Rennrad im Oberlenker nicht viel anders als ein Fitnessbike. Man könnte auch den Vorbau etwas kürzer und steiler machen. Vorteil wäre, dass ein Rennrad als Standard-Rad eigentlich schon leichter und mehr auf Tempo ausgelegt ist. Wenn du mit den 44cm Lenkerbreite zurecht kommst, warum nicht?

Ich habe eben mal nachgemessen. Sowohl beim MTB als auch beim Fitnessbike habe ich sogar negative Erhöhung, d.h. der Sattel ist ca. 4-5 cm niedriger als der Lenker:o
Mein Cervelo hat dafür ungefähr 5 cm Überhöhung. Auch dies ist für mich fahrbar, nur nicht so bequem. Wo für mich das Optimum zwischen Komfort und Windschnittigkeit liegt, müsste ich testen.

Zitat:

Zitat von TTTom (Beitrag 1554668)
Zum einen drücke ich dir die Daumen, dass das alles nach deinen Wünschen klappt.
Jetzt muss ich wieder mein Müsing bemühen. Ich hab das Ranger CX als Allroung/Allroad/Gravel Rennrad.

Das wäre auch mit Flatbar verfügbar (Kannst du im Konfigurator auswählen).
https://www.muesing-bikes.de/de/bike/Ranger-CX.html

Genauso das Onroad als Felgengebremstes
https://www.muesing-bikes.de/de/bike...-Lite-Di2.html

Die Räder sind jetzt in dem Sinne nichts besonderes, werden aber auf Kundenwunsch konfiguriert und aufgebaut. Ideal wäre halt dann noch ein Händler, der das für dich ergonomisch optimal hinbekommt.

Vielen Dank, klingt interessant :Blumen: Werde ich mir noch genauer anschauen.

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1554672)

Aber davon ab und ernsthaft, ist mir die Aufgabenstellung jetzt immer noch nicht ganz klar...

Also, zurück auf Anfang und mal so n Langdistanzrennrad angucken, mit denen Leute nonstop und selbstversorgt quer durch Europa fahrn.

Meine Eigenwilligkeiten sind wirklich nicht leicht zu verstehenO:-)
Aufsatz möchte ich zukünftig nicht mehr fahren. Den habe ich die letzten Jahre viel zu selten benutzt. Mein Cervelo umzubauen, wäre mir ja am liebsten gewesen, aber dies scheitert schon allein daran, dass ich hier maximal 23 mm breite Reifen verwenden kann.
Ein Langdistanzrennrad wäre eine gute Option, da ist die Auswahl schon etwas größer. Ich müsste hier nur vorab testen, ob ich damit überhaupt zurecht komme, ehe ich eventuell unnötig Geld investiere. Da bin ich mir unsicher.

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 1554679)
Die Griffposition am Base-Bar eines Triathlonrades fand ich schon immer suboptimal und nur für bremsen, bergauf und Rücken-/Nackenschmerzen in Aero-Position geeignet. Bei einer Gruppenausfahrt die ganze Zeit so fahren ist ziemlich unbequem.

Von daher orientier dich doch lieber an den Möglichkeiten, die du noch hast und schließe mit dem Kapitel TT-Rad endgültig ab. Bringt ja nichts, wenn du die einzig sinnvolle Position darauf nicht nutzen kannst.

Auf einem Rennrad mit komfortabler Geometrie fährt es sich sehr entspannt in Bremsgriffhaltung, du kannst auch mal in die Unterlenkerposition gehen. Zwecks Stabilität einen breiten Lenker (vielleicht sogar einen gemäßigten Gravel-Lenker, der dir in Unterlenkerposition noch mehr Breite bietet).

Ja, genau. Ich möchte und sollte wohl mit dem Kapitel TT abschließen:cool:
Fitnessbikes passen mir super, eventuell ebenso relativ komfortable Rennräder. Auch diese sind jetzt in meiner Suchoption.

Allen nochmals vielen Dank:Blumen: . Das "Brainstorming" hilft mir schon weiter.

triduma 26.09.2020 13:17

Ich denke das optimale für dich wäre so was wie das CUBE Nuroad Race.
Das hat eine gemäßigte Geometrie, du kannst breite Reifen montieren, hat Scheibenbremsen und es ist nicht zu schwer. Eventuell doch noch einen kurzen Lenkeraufsatz wie den Syntace xxs drauf dann ist es super für eine Langdistanz geeignet.

Karhu 26.09.2020 14:38

Ihr habt alle einen an der Marmel .. es geht um ein schnelles Fitnessbike. Kommt mal runter

Thorsten 26.09.2020 15:13

Danke für die freundliche Aufklärung, aber dass man als Triathlet einen an der Marmel hat, gehört zu den Basics und muss nicht explizit erwähnt werden ;).

Hiermit ging es los:
Zitat:

Zitat von FMMT (Beitrag 1554484)
Vorerst rein hypothetisch:Lachen2: . Wenn ich aus wichtigen Gründen weder in Aerohaltung, noch beim Rennrad mit Unterlenker fahren könnte, was für Möglichkeiten hätte ich, um trotzdem die Challenge Roth in annehmbarer Zeit zu meistern?

Und die Diskussion führt halt auch in die Richtung, dass Rennrad nicht gleich Rennrad ist und damit eine gute Alternative zwischen dem vorhandenen und nicht so schnellen Fitnessbike und dem vorhandenen aber nicht mehr optimal fahrbaren TT-Rad darstellen könnte.

FMMT ist da zum Glück auch ergebnisoffen :Blumen:.

merz 26.09.2020 20:34

Einige Synatce und Zipp Triathlonauflieger (sicher auch andere, aber die kenne ich nicht) kann man mit Raiser Kits in ungeahnte Höhen bauen. Ich würde rein aus Bequemlichkeit mal erwägen, ob man das nicht verbaut.

m.

Thorsten 26.09.2020 21:57

Ist die Tatsache, dass du nicht mehr (so gut) Aerohaltung fahren kannst, in Rücken-Problemen begründet oder ist das koordinativ durch die MS? Wenn dir die enge Armhaltung Probleme oder Unsicherheit bereitet, bringt es natürlich auch nichts, einen Auflieger zu empfehlen, egal wie hoch er montiert ist.

FMMT 27.09.2020 08:44

Zitat:

Zitat von triduma (Beitrag 1554696)
Ich denke das optimale für dich wäre so was wie das CUBE Nuroad Race.
Das hat eine gemäßigte Geometrie, du kannst breite Reifen montieren, hat Scheibenbremsen und es ist nicht zu schwer. Eventuell doch noch einen kurzen Lenkeraufsatz wie den Syntace xxs drauf dann ist es super für eine Langdistanz geeignet.

Vielen Dank für den Tipp:Blumen:

Zitat:

Zitat von Karhu (Beitrag 1554716)
Ihr habt alle einen an der Marmel .. es geht um ein schnelles Fitnessbike. Kommt mal runter

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 1554720)
Danke für die freundliche Aufklärung, aber dass man als Triathlet einen an der Marmel hat, gehört zu den Basics und muss nicht explizit erwähnt werden.
.

:Blumen: gut geschrieben, wobei ich da mit meiner Eigenwilligkeit öfters noch einen oben drauf setze :Lachanfall:

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1554777)
Einige Synatce und Zipp Triathlonauflieger (sicher auch andere, aber die kenne ich nicht) kann man mit Raiser Kits in ungeahnte Höhen bauen. Ich würde rein aus Bequemlichkeit mal erwägen, ob man das nicht verbaut.

m.

Auch Dir vielen Dank:Blumen: , aber auf Auflieger wollte/müsste/sollte ich komplett verzichten, auch wenn es natürlich aus Gründen der Bequemlichkeit und Windschnittigkeit megadoof ist.

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 1554784)
Ist die Tatsache, dass du nicht mehr (so gut) Aerohaltung fahren kannst, in Rücken-Problemen begründet oder ist das koordinativ durch die MS? Wenn dir die enge Armhaltung Probleme oder Unsicherheit bereitet, bringt es natürlich auch nichts, einen Auflieger zu empfehlen, egal wie hoch er montiert ist.

Koordinativ durch die MS:dresche . Meine Feinreflexe sind eingeschränkt und auch leicht verzögert. Selbst beim Treppensteigen muss ich mitunter etwas aufpassen. Dass ich beim Kurvenfahren auch etliche Meter verliere, muss ich ebenso akzeptieren. Dies war schön in Regensburg zu sehen, als ich eine Zeitlang in einsamer Strecke mit einem ähnlich starken Athleten in regelkonformen Abstand unterwegs war. Nach jeder Kurve hatte er zusätzliche rund 30-40 Meter Vorsprung gewonnen:Maso: .

Zu vertrauen, dass ich dann bei einem, leider sowohl auf der Bundesstrasse als auch im Wettkampf manchmal arg knappen und überraschenden Überholmanöver mit irritierenden Windböen auf dem Auflieger liegend richtig reagiere, ist mir mittlerweile zu riskant. Da reicht ja schon ein Ausrutscher. In Oberlenkerhaltung kann ich mit solchen Situationen umgehen. Auf dem MTB, aber auch auf dem Cube fühlte ich mich hier sicher. Selbst auf dem Cervelo eingeschränkt und etwas verkrampft auch.
Ob ich diese Stabilität der schweren, langsameren Räder mit breiten Reifen auch auf ein schnelleres, leichteres Rad mit dünneren Reifen übertragen kann, ist für mich aktuell die vielleicht spannendste Frage zu dem Thema.

hanse987 27.09.2020 09:38

Zitat:

Zitat von FMMT (Beitrag 1554813)
Zu vertrauen, dass ich dann bei einem, leider sowohl auf der Bundesstrasse als auch im Wettkampf manchmal arg knappen und überraschenden Überholmanöver mit irritierenden Windböen auf dem Auflieger liegend richtig reagiere, ist mir mittlerweile zu riskant.

Fährst du dabei immer deine 60mm Swiss Side? Wenn ja, mach mal ein flaches Vorderrad rein. Da sollten die Kräfte die am Lenker ziehen um einiges geringer sein.

qbz 27.09.2020 09:43

Zitat:

Zitat von FMMT (Beitrag 1554813)
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Zu vertrauen, dass ich dann bei einem, leider sowohl auf der Bundesstrasse als auch im Wettkampf manchmal arg knappen und überraschenden Überholmanöver mit irritierenden Windböen auf dem Auflieger liegend richtig reagiere, ist mir mittlerweile zu riskant. Da reicht ja schon ein Ausrutscher. In Oberlenkerhaltung kann ich mit solchen Situationen umgehen. Auf dem MTB, aber auch auf dem Cube fühlte ich mich hier sicher. Selbst auf dem Cervelo eingeschränkt und etwas verkrampft auch.
Ob ich diese Stabilität der schweren, langsameren Räder mit breiten Reifen auch auf ein schnelleres, leichteres Rad mit dünneren Reifen übertragen kann, ist für mich aktuell die vielleicht spannendste Frage zu dem Thema.

damit verstehe ich Deine Anforderungen an das Rad so, dass Du ein möglichst stabiles Laufverhalten möchtest im Unterschied zu einem sog. agilen. Das hängt bei Rennrädern auch von der Rahmengeometrie ab, d.h. solltest Du Rennräder ausprobieren und testen wollen, wäre vielleicht dieser Artikel über den Einfluss der Rahmengeometrie hilfreich:

https://www.bikeexchange.de/blog/geo...-bike-handling

Beispiele:
https://www.roadbike.de/rennrad/renn...-super-tourer/

Ein weiterer Auswahlfaktor auf die Lenkbarkeit wiederum wäre, ein Rad mit geringer Seitenwindanfälligkeit.

Ausserden wäre vermutlich ein eher breiter Lenker empfehlenswert.

Ich finde, dass es beträchtliche Unterschiede zwischen Rennrad-Marken inbezug auf stabiles Fahrverhalten geben kann, z.B. Bianchi fand ich jeweils deutlich agiler im Lenkverhalten als andere wie Scott oder Cervelo z.B..

Thorsten 27.09.2020 11:32

Mit den weiteren Infos und auch der Frage von hanse987 (die impliziert, dass du womöglich vorne eine recht hohe Felge fährst) finde ich den Vorschlag von Triduma immer charmanter. Das Ding könnte wirklich deine Anforderungen erfüllen.

Zudem ist genau diese Variante ein ehrliches und gut ausgestattetes Rad ohne die sonst üblichen Mogelpackungen (bis auf den Vorbau, der aber in 5 Minuten ausgetauscht ist). Die Newmen-Komponenten sind über jeden Zweifel erhaben, die Laufräder sind top, leicht, flach und für 25-28 mm breite Reifen super geeignet. Also nur ein paar neue Schlappen drauf und die vorhandenen sind die Ersatzteile für dein Road SL.

FMMT 27.09.2020 13:52

Zitat:

Zitat von hanse987 (Beitrag 1554818)
Fährst du dabei immer deine 60mm Swiss Side? Wenn ja, mach mal ein flaches Vorderrad rein. Da sollten die Kräfte die am Lenker ziehen um einiges geringer sein.

Ja, da hast du auf jeden Fall Recht. Zumindest der Effekt wird verstärkt.
Andererseits waren die flotten und vom Sound her stimulierenden Räder gerade das Symbol, weswegen ich die Entscheidung lange hinaus gezögert habe. An guten Tagen wie in 2017 Regensburg waren sie megatoll zu fahren, ca. 5.45 Std. Für mich trotz der zu kurzen Strecke super:liebe053: .

Leider verblasst die Erinnerung und die Realität spricht eine klare Sprache:dresche .
2020 0 km auf dem Cervelo, 2019 3 Langdistanzen und zuvor insgesamt 3 Trainingstouren, 2018 3 Wettkämpfe und vielleicht 6 Trainingsfahrten.
Mit Bremsgriffhaltung hatte ich das Cervelo trotzdem weitgehend im Griff, merkte allerdings etwaige Böen schon deutlich. Krass war, je schneller ich fuhr, desto weniger seitenwindanfällig war die Kombination.


Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1554819)
damit verstehe ich Deine Anforderungen an das Rad so, dass Du ein möglichst stabiles Laufverhalten möchtest im Unterschied zu einem sog. agilen. Das hängt bei Rennrädern auch von der Rahmengeometrie ab, d.h. solltest Du Rennräder ausprobieren und testen wollen, wäre vielleicht dieser Artikel über den Einfluss der Rahmengeometrie hilfreich:

https://www.bikeexchange.de/blog/geo...-bike-handling

Beispiele:
https://www.roadbike.de/rennrad/renn...-super-tourer/

Ein weiterer Auswahlfaktor auf die Lenkbarkeit wiederum wäre, ein Rad mit geringer Seitenwindanfälligkeit.

Ausserden wäre vermutlich ein eher breiter Lenker empfehlenswert.

Ich finde, dass es beträchtliche Unterschiede zwischen Rennrad-Marken inbezug auf stabiles Fahrverhalten geben kann, z.B. Bianchi fand ich jeweils deutlich agiler im Lenkverhalten als andere wie Scott oder Cervelo z.B..

Super, genau solche Erklärungen benötige ich, um die doch etwas nebulöse Stabiltät zu verstehen und um einen Fehleinkauf zu vermeiden. Vielen Dank:Blumen:

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 1554833)
Mit den weiteren Infos und auch der Frage von hanse987 (die impliziert, dass du womöglich vorne eine recht hohe Felge fährst) finde ich den Vorschlag von Triduma immer charmanter. Das Ding könnte wirklich deine Anforderungen erfüllen.

Zudem ist genau diese Variante ein ehrliches und gut ausgestattetes Rad ohne die sonst üblichen Mogelpackungen (bis auf den Vorbau, der aber in 5 Minuten ausgetauscht ist). Die Newmen-Komponenten sind über jeden Zweifel erhaben, die Laufräder sind top, leicht, flach und für 25-28 mm breite Reifen super geeignet. Also nur ein paar neue Schlappen drauf und die vorhandenen sind die Ersatzteile für dein Road SL.

Klasse:-)(-: , ist auf jeden Fall schon einmal vorgemerkt.

dr_big 27.09.2020 19:11

Zitat:

Zitat von FMMT (Beitrag 1554690)

Ich habe eben mal nachgemessen. Sowohl beim MTB als auch beim Fitnessbike habe ich sogar negative Erhöhung, d.h. der Sattel ist ca. 4-5 cm niedriger als der Lenker:o
Mein Cervelo hat dafür ungefähr 5 cm Überhöhung. Auch dies ist für mich fahrbar, nur nicht so bequem. Wo für mich das Optimum zwischen Komfort und Windschnittigkeit liegt, müsste ich testen.


Das Prinzip heisst einfach, je tiefer desto Aero. Daher würde ich direkt wieder ein Rennrad empfehlen, da greifst du am Oberlenker kürzer und bist aufrechter, dafür weniger Aero. Wenn es die Strecke (und Wind etc.) zulassen, dann greifst du an den STI Höckern und kommst mit dem Kopf etwas tiefer. Du bist insgesamt variabler mit den Griffpositionen und kannst besser an die Verhältnisse anpassen. Bei einem geraden Lenker hast du keine Möglichkeiten unterwegs zu variieren.

Wie wäre es einfach mit einem Test? Aus dem Bekanntenkreis ein Rennrad leihen und testen, ob dir die Griffposition taugt.

FMMT 28.09.2020 09:20

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1554922)
Das Prinzip heisst einfach, je tiefer desto Aero. Daher würde ich direkt wieder ein Rennrad empfehlen, da greifst du am Oberlenker kürzer und bist aufrechter, dafür weniger Aero. Wenn es die Strecke (und Wind etc.) zulassen, dann greifst du an den STI Höckern und kommst mit dem Kopf etwas tiefer. Du bist insgesamt variabler mit den Griffpositionen und kannst besser an die Verhältnisse anpassen. Bei einem geraden Lenker hast du keine Möglichkeiten unterwegs zu variieren.

Wie wäre es einfach mit einem Test? Aus dem Bekanntenkreis ein Rennrad leihen und testen, ob dir die Griffposition taugt.

Vielen Dank :Blumen:

Ich habe noch ein altes, nicht mehr verkehrstaugliches Rennrad auf der Rolle.
Da werde ich einfach mal verschiedene Einstellungen simulieren und testen.
Prinzipiell bin ich einem komfortablen Rennrad nicht abgeneigt. Mir wäre nur wichtig, dass ich dies auch so einstellen kann, dass ich zumindest am Anfang nahezu ohne Überhöhung fahren könnte.
Lieb wäre mir auch, wenn ich zum Bremsen nicht umgreifen müsste. So konnte ich heuer einige brenzlige Situationen problemlos entschärfen.

TTTom 28.09.2020 09:31

Gravelräder oder Crosser haben öfter mal auch Zusatzbremshebel am Oberlenker.

Mit EInführung der GRX-Gruppe hat Shimano sawas auch in Hydraulisch eingeführt.
https://www.rosebikes.de/shimano-grx...SABEgIEAPD_BwE
Spekulation an: Sollte doch auch mit Road Gruppen kompatibel sein (zumindest steht da "Der SHIMANO GRX Zusatz-Bremshebel BL-RX812 sorgt in Zusammenarbeit mit den hydraulischen Road- und Gravel-Scheibenbremsen von SHIMANO für mehr Kontrolle und Sicherheit auf gemischtem Terrain."

Bei Geometry Geeks kannst du nach Geometriedaten suchen.

Wenn du Überhöhung vermeiden willst, brauchst du ein langes Steuerrohr oder viele Spacer (weniger hübsch). Das findet sich halt viel bei den sog. Endurance-Rennrädern. Aber Herstellerabhängig mal mehr oder weniger.

Du kannst ja mal bei deinem älteren Rad rausmessen, wie hoch der Lenker muss und dann nach geeigneten Modellen forschen.

dr_big 28.09.2020 09:56

Mit einem steilen Vorbau bekommt man den Lenker auch sehr hoch. Das sollte kein Problem sein.

Thorsten 28.09.2020 11:57

Statt des meistens verwendeten 6 Grad einen +17 statt -17 Grad montieren bringt einiges an Höhe und sieht besser aus als ein Spacerturm, der irgendwann auch "Jenga-mäßig" an Stabilität verliert.

die Zusatzbremsgriffe bringen dir nur was, wenn du auch am geraden Teil des Oberlenkers greifst. Das ist allerdings eine sehr schmale Griffhaltung, also nicht gerade optimal für deine Probleme. Ich fahre die meiste Zeit mit den Händen an den STIs, da bremst es sich sehr gut.

FMMT 28.09.2020 21:05

Zitat:

Zitat von TTTom (Beitrag 1554999)
Gravelräder oder Crosser haben öfter mal auch Zusatzbremshebel am Oberlenker.

Mit EInführung der GRX-Gruppe hat Shimano sawas auch in Hydraulisch eingeführt.
https://www.rosebikes.de/shimano-grx...SABEgIEAPD_BwE
Spekulation an: Sollte doch auch mit Road Gruppen kompatibel sein (zumindest steht da "Der SHIMANO GRX Zusatz-Bremshebel BL-RX812 sorgt in Zusammenarbeit mit den hydraulischen Road- und Gravel-Scheibenbremsen von SHIMANO für mehr Kontrolle und Sicherheit auf gemischtem Terrain."

Bei Geometry Geeks kannst du nach Geometriedaten suchen.

Wenn du Überhöhung vermeiden willst, brauchst du ein langes Steuerrohr oder viele Spacer (weniger hübsch). Das findet sich halt viel bei den sog. Endurance-Rennrädern. Aber Herstellerabhängig mal mehr oder weniger.

Du kannst ja mal bei deinem älteren Rad rausmessen, wie hoch der Lenker muss und dann nach geeigneten Modellen forschen.

Vielen Dank :Blumen:

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1555011)
Mit einem steilen Vorbau bekommt man den Lenker auch sehr hoch. Das sollte kein Problem sein.

Stimmt, das habe ich schon ausgenutzt :Blumen:

Zitat:

Zitat von Thorsten (Beitrag 1555038)
Statt des meistens verwendeten 6 Grad einen +17 statt -17 Grad montieren bringt einiges an Höhe und sieht besser aus als ein Spacerturm, der irgendwann auch "Jenga-mäßig" an Stabilität verliert.

die Zusatzbremsgriffe bringen dir nur was, wenn du auch am geraden Teil des Oberlenkers greifst. Das ist allerdings eine sehr schmale Griffhaltung, also nicht gerade optimal für deine Probleme. Ich fahre die meiste Zeit mit den Händen an den STIs, da bremst es sich sehr gut.

Vielen Dank :Blumen:
Die Überhöhung auszugleichen sollte so klappen. Die Bremsen sind mir vermutlich zu schmal platziert. Mit den Händen an den STIs wäre ok. Ich habe nur relativ kleine Hände, da hatte ich zumindest früher Probleme richtig gut bremsen zu können. Aber ich glaube, da gibt es inzwischen auch Abhilfe.

Thorsten 28.09.2020 21:28

Bei der GRX kannst du die Griffweite des Hebels einstellen.

Siehe Seite 57


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