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El Stupido 26.08.2022 10:35

Zitat:

Nicht nur die Stimmung war ansteckend beim Straubinger Gäubodenvolksfest: Wenige Tage nach Ende des Festes steigen die Corona-Infektionszahlen in Stadt und Landkreis massiv an. In Sachen Corona galt Straubing als Test für das Münchner Oktoberfest.(...)


Na dann wird es bald auf der Wiesn heißen "Ong´steckt is" (habe ich mir nicht selbst ausgedacht, irgendwo im Netz aufgeschnappt)

Trimichi 26.08.2022 10:36

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1677835)
Wo doch selbst Karl langsam wieder lockerer wird!

Die ersten 60 Sekunden sind auf jeden Fall witzig, das Thema interessiert mich aber zu wenig um weiter zu schauen:

https://www.youtube.com/watch?v=2QqG5AQ7lhM

Was HerrMan sagen wollte zu dem seinem neuen Thema in dessen link verortet, finden die interessierten Foris hier: https://youtu.be/YP5fkvNCeXw

Das Video dauert auch nur knapp 35 Sekunden, und keine Minute.

hanse987 26.08.2022 17:05

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1677709)
Ich hätte nicht gedacht, dass so ein haarsträubender Unfug hier so lange unwidersprochen bleibt.

Es interpretiert einfach jeder das Wort Katastrophe anders. Ich verstehe da was ganz anderes darunter. Für mich waren es ein riesige Anzahl von Einzelschicksale, die sicher in den Familien schwer zu verarbeiten waren. Für diese Familien war es sicher eine Katastrophe aber ich finde für den Großteil der Gesellschaft nicht. So hat hat jeder eine andere Ansicht.

Schwarzfahrer 26.08.2022 20:35

Interessanter Artikel über Aussagen von Rishi Sunak (ehemaliger Schatzkanzler von England, jetzt Anwärter auf die Nachfolge von Boris Johnson.
Zitat:

... the scientific advice was, initially, to reject or at least delay lockdown.

This all changed when Neil Ferguson and his team at Imperial College published their famous ‘Report 9’, which argued that Covid casualties could hit 500,000 if no action was taken – but the figure could be below 20,000 if Britain locked down. That, of course, turned out to be a vast exaggeration of lockdown’s ability to curb Covid deaths. Imperial stressed it did ‘not consider the wider social and economic costs of suppression, which will be high’. But surely someone involved in making the policy would figure it out.

This was the crux: no one really did. A cost-benefit calculation – a basic requirement for pretty much every public health intervention – was never made. ‘I wasn’t allowed to talk about the trade-off,’ says Sunak. Ministers were briefed by No. 10 on how to handle questions about the side-effects of lockdown. ‘The script was not to ever acknowledge them. The script was: oh, there’s no trade-off, because doing this for our health is good for the economy.’...

Ich schätze, in D lief es nicht viel anders.

Die Aussagen über das Fehlen jeglicher Kosten-Nutzen-Überlegung (besser gesagt Schaden-Nutzen-Analyse) bzgl. der Maßnahmen finde ich besonders interessant, wo aktuell in Grossbritannien die Übersterblichkeit rasant zunimmt – aber nicht wegen Corona.

Wann wohl jemand in Deutschland so ähnliches aus den deutschen Entscheider-runden öffentlich macht, oder sich um die ähnlich steigende, nicht Corona-Bedingte Übersterblichkeit kümmert?

merz 26.08.2022 20:53

wir rede hier primär über Entscheidungen im März 2020 und später, wer da eine utilitaristische Kosten-Nutzen Analyse machen konnte bei der ersten Pandemie seid mehr als 100 Jahren, nun, dann

Sunak liegt gegen Truss im Moment soweit hinten, dass er sein letztes Torpedo verschiesst, Cummings diagnostiziert bei ihm (der war da ja auch dabei):
"rewrite-history-syndrome"

m.

Schwarzfahrer 26.08.2022 21:29

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1677977)
wir rede hier primär über Entscheidungen im März 2020 und später, wer da eine utilitaristische Kosten-Nutzen Analyse machen konnte bei der ersten Pandemie seid mehr als 100 Jahren, nun, dann

Sunak liegt gegen Truss im Moment soweit hinten, dass er sein letztes Torpedo verschiesst, Cummings diagnostiziert bei ihm (der war da ja auch dabei):
"rewrite-history-syndrome"

m.

Er spricht von allen Entscheidungen bis einschließlich letzten Dezember, nur mein Zitat betrifft den Anfang. Seine eigene Rolle dabei ist mir auch egal, die wird er sicher passend zurechtschneidern. Eine Schaden-Nutzen-Analyse wäre aber mindestens in der Aussagesicherheit der Fergusonschen Simulationen möglich gewesen, es gab keinen Grund, es gar nicht zu versuchen (offenbar hat Ferguson sogar darauf hingewiesen, daß das als Ergänzung nötig wäre). In Deutschland hat Stephan Kohn (?) im Innenministerium in die gleiche Kerbe gehauen - und wurde dafür abgewatscht. Ich sehe da schon merkliche Parallelen. Immerhin wird in Großbritannien in den Medien das Thema der jetzt sichtbaren Schäden durch die Lockdowns und durch die Angstpolitik offener diskutiert, als es bei uns möglich oder gewünscht zu sein scheint.

merz 26.08.2022 22:19

Nochmal UK Kontext, Sunak war Exchequer im Kabinett, aber wohl nicht bei den SAGE Meetings, er spielt hier seine letzte Platte - am nächsten Wochenende ist er raus.

Irgendwann gibt es mal lessons learned aus dieser Pandemie, wenn da jemand mit Kostennutzenschadenbilanze. um die Ecke kommt, möchte ich mal schnell auf die Dimension der Quantitäten schauen: Tote, Pfund Sterling, % im FTSE, YLL?

m.

Schwarzfahrer 26.08.2022 22:39

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1677992)
Nochmal UK Kontext, Sunak war Exchequer im Kabinett, aber wohl nicht bei den SAGE Meetings, er spielt hier seine letzte Platte - am nächsten Wochenende ist er raus.

Ja, als Tory-Chef sicher. Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß Entscheidungen ohne vernünftige Grundlage und Risikoanalyse getroffen wurden. Darüber wird es längst Zeit zu reden. Es geht mir mal wieder um den Inhalt, daran ändert die gerade sprechende Person nichts. Es geht auch darum daß Zeitungen in GB darüber überhaupt berichten und diskutieren, bei uns deutlich weniger.
Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1677992)
Irgendwann gibt es mal lessons learned aus dieser Pandemie, wenn da jemand mit Kostennutzenschadenbilanze. um die Ecke kommt, möchte ich mal schnell auf die Dimension der Quantitäten schauen: Tote, Pfund Sterling, % im FTSE, YLL?

Nicht irgendwann, sondern so schnell wie möglich wäre sinnvoll. Und ja, Tote sind eines der wichtigsten Kriterien - aber nicht die spezifischen Corona-Tote, sondern die Gesamtsterblichkeit in der Summe der Jahre, also inklusive Folgeschäden der Eingriffe, die in mehreren Ländern gerade hohe Übersterblichkeiten verursachen. Die Gesamtmortalität ist m.M.n. eines der wichtigsten Maße für die Beurteilung von Eingriffen, ob medizinisch oder gesundheitspolitisch. Dazu kommen die gesellschaftlichen Schäden (wie Bildungsrückstände, Vereinsamung, Angststörungen, Spaltung durch Aufhetzen der unterschiedlich Denkenden gegeneinander, frühzeitiger Rückzug vieler aus dem Berufsleben, u.ä.m.). Über die Bewertung der einzelnen kann man gerne Diskutieren - aber anfangen sollte man endlich, bevor große Fehler noch öfter wiederholt werden.

PS: auch wenn ich es für richtig hielte, daß Politiker auch mal Konsequenzen für falsche oder schädliche Entscheidungen tragen sollten (weit über Corona hinaus), hat Sunak auch Recht wenn er meint, es sei wichtiger, die Fehler zu benennen und in Zukunft zu vermeiden, als Schuldige zu suchen.


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