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Schwarzfahrer 07.04.2021 16:08

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1594737)
Gestiegen, nicht gefallen.

"Die Sieben-Tage-Inzidenz in Tübingen war zuletzt stark gestiegen und betrug am Dienstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums 73,2 und im Landkreis 99,3. Am Vortag hatten die Werte noch bei 82,0 in Tübingen und bei 108,9 im Kreis gelegen. Allerdings sind die Zahlen nur bedingt aussagekräftig, weil an den Osterfeiertagen weniger Tests durchgeführt und gemeldet wurden.

Interessante Mathematik: Vortag: 82, nächster Tag: 73,2: "Anstieg": -8,8:confused: (und immer niedriger, als im Umland...)
Wenn die Zahl wenig aussagekräftig wäre, braucht man sie nicht zu zitieren. Aber einen Anstieg zu postulieren ohne diesen mit Zahlen belegen zu können, ist unseriös; man könnte auch manipulativ sagen. (Das Niveau ist etwa so, wie wenn man die RKI-Zahlen herunterrechnet, indem man eine angenommen hohe falsch-positiv-Rate unterstellt).

Matthias75 07.04.2021 16:12

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594740)
Bei uns muß jeder eine Dokumentation (Foto mit Datum) seines Tests vorweisen können (bis zu vier Wochen lang nach dem Test). Um das zu fälschen, gehört schon viel kriminelle Energie dazu - hältst Du das für ein häufiges Problem bei Arbeitnehmern in diesem Land?

Entsprechende Vorgaben sind mir nicht bekannt und ich könnte ir vorstellen (weiß es aber natürlich nicht), dass hier wir die Arbeitnehmervertretung auch etwas dagegen haben könnte.

Ansonsten: Ein häufiges Problem wird das hoffentlich nicht sein. Einzelfälle können aber auch ausreichen. Und wie Jimmi schon schrieb: Ja, ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere ein positives Testergebnis verschweigt, wobei die Motivation nicht unbedingt Coronaleugnung sein muss, sondern z.B. auch Angst vor den arbeitsrechtlichen oder gesellschaftlichen Folgen des positiven Tests.

M.

Schwarzfahrer 07.04.2021 16:13

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1594743)
Ich fände es wichtiger, dass durch (z.B. Reiseverzicht) die Zahlen in einem Bereich gehalten werden können, in welchem Dein Sohn wieder regelmässig seine Einrichtung besuchen kann.

Danke für die netten Wünsche. Es geht nicht um die Einrichtung (er Arbeitet außerhalb der Werkstatt, das läuft), sondern um Treffen mit seinen (ebenfalls behinderten Freunden bei Freizeitprogrammen - seine fast einzige Möglichkeit für soziale Kontakte außer mit uns Eltern). Diese werden aber jetzt auch nicht mehr stattfinden, wenn morgen per Zauberstab Corona weg wäre - jetzt ist Finanzierung und Personal schon futsch. Sowas wieder aufzubauen wird Jahre dauern.

LidlRacer 07.04.2021 16:14

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594745)
Interessante Mathematik: Vortag: 82, nächster Tag: 73,2: "Anstieg": -8,8:confused: (und immer niedriger, als im Umland...)
Wenn die Zahl wenig aussagekräftig wäre, braucht man sie nicht zu zitieren. Aber einen Anstieg zu postulieren ohne diesen mit Zahlen belegen zu können, ist unseriös; man könnte auch manipulativ sagen. (Das Niveau ist etwa so, wie wenn man die RKI-Zahlen herunterrechnet, indem man eine angenommen hohe falsch-positiv-Rate unterstellt).

Bis zur 82, die du erwähnt hast, stark gestiegen - lag vorher schon bei 20!
https://bnn.de/nachrichten/baden-wue...hafft-es-nicht

Hör auf, von Manipuation zu schwafeln, wenn du die Fakten ins Gegenteil verdrehst und dabei erwischt wirst!

Schwarzfahrer 07.04.2021 16:19

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594746)
...auch Angst vor den arbeitsrechtlichen oder gesellschaftlichen Folgen des positiven Tests

Ich kenne keine arbeitsrechtlichen Folgen von Krankheit (wenn wir annehmen, daß der Test eine Infektion, also Krankheit nachweist).
Gesellschaftlich ist es halt ein Problem, daß seit einem Jahr ständig "Schuldige" gesucht werden, die die Pandemie treiben - diese Hetze fördert am ehesten das Problem des Verschweigens. (In Korea soll es auch ein Massenproblem sein, wie positiv getestete Gemobbt werden; in Indien wurden Menschen in Quarantäne am Fenster mit Steinen beworfen). Das ist aber am wenigsten die Schuld der Infizierten, sondern die der überängstlichen Hetzer. Das ändert sich nur, wenn man akzeptiert und lebt, daß Infektion und Krankheit primär Schicksal sind, und keine Sünde.

kupferle 07.04.2021 16:26

Warum schafft Florida es, besser durch die Pandemie zu kommen?
Der Weg wurde zu Beginn als Reise ins Fiasko betitelt. Jetzt stehen sie besser da, als Staaten mit strengen Maßnahmen.
Lesenswerter Artikel:

https://www.nordbayern.de/panorama/k...weg-1.10957672

LidlRacer 07.04.2021 16:27


https://twitter.com/BergheimJeff/sta...06632072572934

Hafu 07.04.2021 16:29

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594732)
...Es gibt hier Eltern, die das Testen als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte o.ä. sehen, bei einem positiven Test eine Stigmatisierung des Kindes befürchten etc. und dementsprechend das Einverständnis verweigern wollen. Was passiert in diesem Fall? hat die Schule das Recht, diesen Kindern die Teilnahme am Unterricht zu verwehren?
...

Die Problematik existiert in der Tat und der Prozentsatz von Eltern, die diesbezüglich Bedenken haben liegt rund bei einem Drittel, wie ich bei den ersten freiwilligen Probedurchläufen von Reihentests an der Grundschule meiner Frau und auch vom Hörensagen von anderen Schulen mit freiwilligen Testangeboten mitbekommen habe.

Daher ist ein Testkonzept, das auf freiwilligem Testen beruht, von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Schulbezogene Testkonzepte können nur funktionieren, wenn sie verpflichtend für die Unterrichtsteilnahme sind.

Ein Abstrich ist keine Körperverletzung und daher zumutbar. Die Masernimpfung ist auch für den Schulbesuch verpflichtend, egal ob die Eltern Impfbefürworter oder Impfgegner sind und eine Impfung ist ein deutlich schwerwiegender Eingriff als es ein Abstrich darstellt. Daher sehe ich auch keine unlösbaren juristischen Probleme für eine Testpflicht im Zusammenhang mit dem Schulbesuch.

Wer bei uns in der Klinik den Abstrich verweigert wird nicht als Patient aufgenommen und auch für Mitarbeiter sind die Reihentestungen mittlerweile verpflichtend. Punkt. Wir akzeptieren auch schon seit Monatenen keinerlei Maskenatteste mehr. Natürlich hat es ein Krankenhaus etwas einfacher in dieser Hinsicht, da man es dort unnmittelbar mit geschäftsfähigen Personen zu tun hat und Erziehungsberechtigte außen vor sind.

Matthias75 07.04.2021 16:33

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594749)
Ich kenne keine arbeitsrechtlichen Folgen von Krankheit (wenn wir annehmen, daß der Test eine Infektion, also Krankheit nachweist).
Gesellschaftlich ist es halt ein Problem, ...

Krankheit allein hat vermutlich keine (direkten) arbeitsrechtlichen folgen, aber wie sieht es aus, wenn man sich selbstverschuldet angesteckt hat, z.B. durch eine Reise in ein Risikogebiet? Arbeitsrechtlich war aber vielleicht etwas kurz gefasst. Lass es mich allgemeiner formulieren: Folgen für den Arbeitnehmer.

Nicht jeder Arbeitnehmer kann Home-Office machen. Im dümmsten Fall bedeutet das also Quarantäne zu Hause. Je nach Regelung kann das soweit gehen, dass diese Quarantäne unbezahlt ist, weil selbstverschuldet. Auf diese Regelung wurde z.B. letztes Jahr häufiger hingewiesen, für die Fall, dass der Arbeitnehmer trotz Warnung in ein Risiko- oder Hochrisikogebiet gefahren/geflogen ist, sich also bewusst die Risiko einer Ansteckung ausgesetzt hat.

Für den Arbeitnehmer geg. doppelt unangenehm. Er muss im Zweifel nicht nur den positiven Test seinem Arbeitgeber mittteilen, sondern auch, dass er in einem Risikogebiet war. Ich kann mir vorstellen, dass das für den einen oder anderen genug Motivation ist, entweder keinen test zu machen oder einen positiven Test zu verschweigen.

M.

Matthias75 07.04.2021 16:35

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1594753)
...

Daher ist ein Testkonzept, das auf freiwilligem Testen beruht, von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Schulbezogene Testkonzepte können nur funktionieren, wenn sie verpflichtend für die Unterrichtsteilnahme sind.

...

+1!

Ich wäre auch im Berufsleben für eine regelmäßige verpflichtende Testung und hätte kein Problem damit. In diesem Bereich wird das aber vermutlich noch weniger durchsetzbar sein, als in den Schulen.

M.

tandem65 07.04.2021 16:40

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1594712)
Bei mir geht es nicht ums Vorschreiben lassen, sondern Bequemlichkeit:

Da es Dir um Bequemlichkeit geht kommt in den Laden zu gehen doch sowieso nicht in Frage. Ist also :offtopic: weil unabhängig von Corona.
Darüberhinaus zeugt es irgendwie von Phantasielosigkeit abseits Mathematischer Programmiertechnischer Problemstellungen.:(

captain hook 07.04.2021 16:44

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594756)
+1!

Ich wäre auch im Berufsleben für eine regelmäßige verpflichtende Testung und hätte kein Problem damit. In diesem Bereich wird das aber vermutlich noch weniger durchsetzbar sein, als in den Schulen.

M.

Solange man mit einem positiven Test wie gebrandmarkt dasteht und das verbunden mit Zwang, wird die Akzeptanz dafür verständlicherweise ziemlich gering sein. Und zusätzlich ist man dann auch noch dafür verantwortlich, dass die entsprechenden Maßnahmen bei den Kontaktpersonen auch noch angewendet werden. Wer will dafür schon freiwillig verantwortlich sein in der Kultur wie sie bei uns gelebt wird?!

Schwarzfahrer 07.04.2021 16:44

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1594748)
Bis zur 82, die du erwähnt hast, stark gestiegen - lag vorher schon bei 20!
https://bnn.de/nachrichten/baden-wue...hafft-es-nicht

Hör auf, von Manipuation zu schwafeln, wenn du die Fakten ins Gegenteil verdrehst und dabei erwischt wirst!

Danke für die freundlichen Worte :Blumen: Lauterbach ist natürlich die unfehlbare Autorität, wer bin ich, um an seinen Einschätzungen zu Zweifeln :Maso: .
Im Ernst: wer einen Anstieg postuliert, soll die Zahlen auch hinschreiben; Dein erster Link hat dazu nichts hergegeben. Gründe für einen Abbruch des Versuchs kann ich aber auch so keine erkennen, es läuft nichts schlechter als in "gesperrten" Bereichen im Umfeld.

Schwarzfahrer 07.04.2021 16:49

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594754)
Je nach Regelung kann das soweit gehen, dass diese Quarantäne unbezahlt ist, weil selbstverschuldet.

Diesen Ansatz halte ich für nicht akzeptabel, und ich kann mir nicht vorstellen, daß das vor Gericht standhält. Wenn man damit anfängt, könnten Arbeitgeber einen Großteil der Krankmeldungen als selbtverschuldet abhaken und die Lohnfortzahlung einstellen. Ein großteil der Unfälle hat zumindest einen Eigenanteil an Schuld, die meisten Infektionen könnten auch vermieden werden, hätte/würde man ..... Wenn das juristisch haltbar wird, ist der arbeitsrechtliche Schutz von Kranken völlig ausgehöhlt.

Hafu 07.04.2021 16:49

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594739)
...Die Nachverfolgung klappt also nur, wenn die beobachtete Menschenkohorte abgegrenzt wird gegenüber allen anderen und eine Durchmischung verhindert oder zumindest stark überwacht und begrenzt wird. Ist das eine Langzeitperspektive?

Ja, das ist eine zumutbare Perspektive für die paar Monate, die man benötigt um eine Impfquote vergleichbar der Impfquote der USA, UK oder Israel zu erreichen.

Warum ist denn hier im Forum (und -schlimmer noch- auch in Teilen der Politik) plötzlich soviel Pessimismus eingekehrt, wo es doch genug Anlass für Optimismus gäbe.

3 oder vielleicht Wochen konsequenter Lockdown und wir hätten einen unkomplizierten, ziemlich normalen Sommer vor uns.

Stattdessen akzeptieren es unsere politischen Entscheidungsträger (und manche Freiheitskämpfer hier im Forum), dass wir die dritte Welle einfach ohne passendes Konzept aussitzen und hoffen, dass es uns unter der Welle irgendwann wieder hochspült. Das wird irgendwie auch passieren, aber zum Preis von vermeidbaren Todesfällen und vielen ernsthaften Erkrankungen.

captain hook 07.04.2021 16:53

Ab wann lohnt es sich denn wieder mit aktuellen Zahlen irgendwas zu bewerten. Aktuell dürfte das weniger an Tests und Co über Ostern da wenig aussagekräftiges zu bieten haben. Ihr könnt euren Disput über die Entwicklung also noch ein bisschen verschieben.

Die Entwicklung der Zahlen sind ja kein Geheimnis, das wissen alle die hier diskutieren eh. Da muss man sich ja nicht auf Lauterbach oder Vermutungen verlassen. Einfach auf den entsprechenden Seiten schauen wenn es sich wieder lohnt.

Matthias75 07.04.2021 17:01

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1594759)
Solange man mit einem positiven Test wie gebrandmarkt dasteht und das verbunden mit Zwang, wird die Akzeptanz dafür verständlicherweise ziemlich gering sein. Und zusätzlich ist man dann auch noch dafür verantwortlich, dass die entsprechenden Maßnahmen bei den Kontaktpersonen auch noch angewendet werden. Wer will dafür schon freiwillig verantwortlich sein in der Kultur wie sie bei uns gelebt wird?!

Ich kann ur aus meiner persönlichen Sicht sprechen: Für mich ist der positive Test kein Grund, jemanden an den Pranger zu stellen. Das kann vermutlich vielen trotz ausreichender Vorsichtsmassnahmen passieren, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist. Für mich ist vielmehr entscheidend, wie sich derjenige angesteckt hat und vor allem, wie er damit umgeht.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594763)
Diesen Ansatz halte ich für nicht akzeptabel, und ich kann mir nicht vorstellen, daß das vor Gericht standhält.
...
Wenn das juristisch haltbar wird, ist der arbeitsrechtliche Schutz von Kranken völlig ausgehöhlt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass mein Arbeitgeber (mit einer sehr streitbaren Arbeitnehmervertretung) das nicht arbeitsrechtlich geprüft hat. Die entsprechenden Paragraphen wurden hier letztes Jahr glaube ich auch schonmal zitiert. Finde ich aber gerade auf die Schnelle nicht.

Im Zweifel muss der Arbeitgeber vermutlich nachweisen, dass sich der Arbeitnehmer fahrlässig, grob fahrlässig oder was auch immer verlangt wird, verhalten hat. Das wird bei einer normalen Erkrankung vermutlich sehr schwierig bis unmöglich werden.

M.

deirflu 07.04.2021 17:05

Da ich es hier jetzt öfter gelesen habe:

Also, ich bin gerade jetzt COVID positiv, steinigt mich:Huhu:

Warum schreibe ich das, weil ich wie viele andere auch nicht´s dafür kann sich angesteckt zu haben.
Ich hab mich seit einem Jahr sehr strikt an Regeln und Empfehlungen gehalten und war sehr vorsichtig.
Wie, wann und wo ich mich angesteckt haben, kann ich beim besten willen nicht sagen.

Es war ehrlich gesagt ein Schock für mich als am Samstag zwei rote Striche am Test sichtbar waren.
Froh bin ich aber darüber viel getestet zu haben und somit wohl auch niemanden unnötig gefährdet zu haben.

Was will ich damit sagen. 100% Sicherheit gibt es nicht. Passt auf euch auf und bleibt gesund. Und einmal nicht in den Urlaub fahren zu können o.ä. Probleme sollten angesichts dessen womit sich andere herumschlagen müssen doch vertretbare Opfer sein.

captain hook 07.04.2021 17:06

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594768)
Ich kann ur aus meiner persönlichen Sicht sprechen: Für mich ist der positive Test kein Grund, jemanden an den Pranger zu stellen. Das kann vermutlich vielen trotz ausreichender Vorsichtsmassnahmen passieren, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist. Für mich ist vielmehr entscheidend, wie sich derjenige angesteckt hat und vor allem, wie er damit umgeht.


M.

Mir geht das auch so. Aber ich bekomme auch mit, wie andere Leute sich dazu äußern.

captain hook 07.04.2021 17:08

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1594770)
Da ich es hier jetzt öfter gelesen habe:

Also, ich bin gerade jetzt COVID positiv, steinigt mich:Huhu:

Warum schreibe ich das, weil ich wie viele andere auch nicht´s dafür kann sich angesteckt zu haben.
Ich hab mich seit einem Jahr sehr strikt an Regeln und Empfehlungen gehalten und war sehr vorsichtig.
Wie, wann und wo ich mich angesteckt haben, kann ich beim besten willen nicht sagen.

Es war ehrlich gesagt ein Schock für mich als am Samstag zwei rote Striche am Test sichtbar waren.
Froh bin ich aber darüber viel getestet zu haben und somit wohl auch niemanden damit angesteckt zu haben.

Was will ich damit sagen. 100% Sicherheit gibt es nicht. Passt auf euch auf und bleibt gesund. Und einmal nicht in den Urlaub fahren zu können o.ä. Probleme sollten angesichts dessen womit sich andere herumschlagen müssen doch vertretbare Opfer sein.

Gute Besserung. Hoffe es erwischt dich nicht zu arg.

tandem65 07.04.2021 17:47

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594763)
Diesen Ansatz halte ich für nicht akzeptabel, und ich kann mir nicht vorstellen, daß das vor Gericht standhält. Wenn man damit anfängt, könnten Arbeitgeber einen Großteil der Krankmeldungen als selbtverschuldet abhaken und die Lohnfortzahlung einstellen. Ein großteil der Unfälle hat zumindest einen Eigenanteil an Schuld, die meisten Infektionen könnten auch vermieden werden, hätte/würde man ..... Wenn das juristisch haltbar wird, ist der arbeitsrechtliche Schutz von Kranken völlig ausgehöhlt.

1. Du kennst den Unterschied zwischen Fahrlässig und grob Fahrlässig?
2. Ist es nicht der Arbeitgeber sondern ein Krankenkasse die einen Großteil der Lohnfortzahlung schultert und über somit über die Lohnfortzahlung entscheiden könnte. Achtung Konjunktiv!

LidlRacer 07.04.2021 18:09

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594760)
Danke für die freundlichen Worte :Blumen: Lauterbach ist natürlich die unfehlbare Autorität, wer bin ich, um an seinen Einschätzungen zu Zweifeln :Maso: .
Im Ernst: wer einen Anstieg postuliert, soll die Zahlen auch hinschreiben; Dein erster Link hat dazu nichts hergegeben. Gründe für einen Abbruch des Versuchs kann ich aber auch so keine erkennen, es läuft nichts schlechter als in "gesperrten" Bereichen im Umfeld.

Du liest noch nicht mal richtig, wenn man dir die Quellen direkt präsentiert.
Nicht Lauterbach war hier die Quelle für die vormalige 20er Inzidenz und damit dafür, dass es anschließend einen sehr steilen Anstieg gegeben hat, sondern Lisa Federle:
"Federle erklärte, nach ihren Informationen bewege sich die Inzidenz in der Stadt seit zwei Wochen in einem Korridor zwischen 20 und 30."

Zitat:

Im Ernst: wer einen Anstieg postuliert, soll die Zahlen auch hinschreiben; Dein erster Link hat dazu nichts hergegeben.
Schon vergessen?
Du hast einen kontrafaktischen Abfall der Zahlen postuliert, ohne eine Quelle zu nennen, die es auch gar nicht gibt.
Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1594731)
Inzidenz auf 82 gefallen (kein Anstieg!)


TriVet 07.04.2021 19:04

nzz: corona-Burnout
Wir werden zu Tode geschützt


Ich denke dieser Artikel aus der Schweiz trifft auch die Stimmung bei uns ganz gut.

keko# 07.04.2021 20:35

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1594764)
Ja, das ist eine zumutbare Perspektive für die paar Monate, die man benötigt um eine Impfquote vergleichbar der Impfquote der USA, UK oder Israel zu erreichen.

Warum ist denn hier im Forum (und -schlimmer noch- auch in Teilen der Politik) plötzlich soviel Pessimismus eingekehrt, wo es doch genug Anlass für Optimismus gäbe.

3 oder vielleicht Wochen konsequenter Lockdown und wir hätten einen unkomplizierten, ziemlich normalen Sommer vor uns.

Stattdessen akzeptieren es unsere politischen Entscheidungsträger (und manche Freiheitskämpfer hier im Forum), dass wir die dritte Welle einfach ohne passendes Konzept aussitzen und hoffen, dass es uns unter der Welle irgendwann wieder hochspült. Das wird irgendwie auch passieren, aber zum Preis von vermeidbaren Todesfällen und vielen ernsthaften Erkrankungen.

Also bei mir ist es so, dass ich finde, dass es immer deutlicher wird, dass das Problem in der Politik liegt, die viel redet, aber nichts oder zu langsam entscheidet. Gibt es ein Konzept und einen Plan, mache ich auch gerne 3 Wochen Ausgangssperre ab 15 Uhr mit. Aber einfach so irgendwas sehe ich nach über einem Jahr nicht mehr so einfach ein.

Deinen Optimius mit der Möglichkeit zu einem unkomplizierten, ziemlich normalen Sommer teile ich aber nicht. Das habe ich aufgegeben, als die Mutationen ins Spiel kamen. Jetzt hoffe ich auf Normalität in 2022, lasse mich aber gerne überraschen.
:Blumen:

merz 07.04.2021 20:51

deirflu: ich hoffe sehr es läuft so problemlos wie möglich bei Dir ab. Ich hab jetzt leider schon zu oft bei vorsichtigen und bedachten infizierten Personen gehört, dass die Infektionsursache einfach rätselhaft ist - das ist umsomehr beunruhigend und nochmal ein Motiv, mal auf richtige tiefe Inzidenzen zu drängen.


( und es ist natürlich grundsätzlich eine sehr gute Sache, dass es gute DIY Tests gibt, die man einfach mal mache kann, das verhindert einiges)

m.

LidlRacer 07.04.2021 20:57

Eloquente Abrechnung mit Laschet von Sascha Lobo:
Offener Brief
Herr Laschet, ich habe das Restvertrauen in Ihre politischen Fähigkeiten verloren


Enthält das eine oder andere, was man schon wieder vergessen hat und zumindest dies, was ich noch nicht wusste:
"Als Universitätsdozent gingen Ihnen sämtliche Klausuren eines Kurses verlustig – und um das zu vertuschen, dachten Sie sich die Noten einfach aus. Und zwar 35 Noten, obwohl nur 28 Studierende die Klausur überhaupt mitgeschrieben hatten".

Aber bei der Bewertung des "Brücken-Lockdown" erlaube ich mir weiterhin eine abweichende Meinung:
Der ist im Prinzip richtig (auch wenn Laschet außer der m.E. guten Bezeichnung nichts selbst erdacht hat - hat er?), und es ist sehr dumm, dass dieser von vielen Seiten aus vielen Gründen angegriffen und zerredet wird, statt auf dieser Basis gemeinsam etwas Brauchbares zu entwickeln.

merz 07.04.2021 21:01

Einschätzung: wann sind die Infektionszahlen-Reports wg Meldeverzug und geringeren Tests eigentlich wieder belastbar und wann sieht man den Ostereffekt: Ende nächster Woche für Meldewesen, in 2-3 Wochen für Ostern?

m.

sabine-g 07.04.2021 21:01

Ja. Der Typ geht gar nicht .
Unglaublich dass er tatsächlich Vorsitzender der CDU und MP von NRW ist - bzw. geworden ist.

Adept 07.04.2021 21:10

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1594770)
Da ich es hier jetzt öfter gelesen habe:

Also, ich bin gerade jetzt COVID positiv, steinigt mich:Huhu:

Alles Gute auch von mir. Hoffe, es verläuft erwartbar problemlos.

Kenne jetzt auch erste Fälle, alles ohne signifikante Nachwirkungen.

merz 07.04.2021 21:12

Die Pandemie im Schnelldurchlauf - ich hab lang nach einer umfassenden graphischen Darstellung der Inzidenz aller Kreise in DE gesucht - der Tagesspiegel hat das schon lange, ich war jetzt mal persönlich geschockt wie gut wir es im Sommer 2020 hatten:

https://interaktiv.tagesspiegel.de/l...ieder-steigen/
Und so rein gefühlt hat das - contra Laschet - nichts mit dem Wetter zu tun, sondern damit, dass das Virus da noch nicht in der Breite da war (man sieht die cluster - Tönnies z. bsp.)

m.

LidlRacer 07.04.2021 21:20

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1594799)
Die Pandemie im Schnelldurchlauf - ich hab lang nach einer umfassenden graphischen Darstellung der Inzidenz aller Kreise in DE gesucht - der Tagesspiegel hat das schon lange, ich war jetzt mal persönlich geschockt wie gut wir es im Sommer 2020 hatten:

https://interaktiv.tagesspiegel.de/l...ieder-steigen/
Und so rein gefühlt hat das - contra Laschet - nichts mit dem Wetter zu tun, sondern damit, dass das Virus da noch nicht in der Breite da war (man sieht die cluster - Tönnies z. bsp.)

Cool, dass ein Großteil der Grafiken mit bis heute aktuellen Daten arbeitet, obwohl der Artikel alt ist. :)

KevJames 07.04.2021 21:46

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1594732)
Auch das Thema Testen wird nicht durchgehend funktionieren.

In den Schulen müssen sich die Eltern schriftlich damit einverstanden erklären, dass ihre Kinder getestet werden dürfen. Es gibt hier Eltern, die das Testen als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte o.ä. sehen, bei einem positiven Test eine Stigmatisierung des Kindes befürchten etc. und dementsprechend das Einverständnis verweigern wollen. Was passiert in diesem Fall? hat die Schule das Recht, diesen Kindern die Teilnahme am Unterricht zu verwehren?



M.

Bei uns gilt ab Montag folgende Regelung: Wer nicht getestet werden möchte (oder die Eltern dies nicht möchten) darf nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, sondern erhält Distanzunterricht.

Lebemann 07.04.2021 21:59

Bei mir auf der Arbeit gilt seit 3 Wochen: „Hier habt ihr ihr 4 Schnelltests.“

Masken seit Pandemiebeginn: 50 Op, 4 FFP2
Tests: 0
Selbsttest: freiwillig

Über die internen Abläufe rede ich lieber nicht...

moorii 07.04.2021 22:07

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1594753)
Die Problematik existiert in der Tat und der Prozentsatz von Eltern, die diesbezüglich Bedenken haben liegt rund bei einem Drittel, wie ich bei den ersten freiwilligen Probedurchläufen von Reihentests an der Grundschule meiner Frau und auch vom Hörensagen von anderen Schulen mit freiwilligen Testangeboten mitbekommen habe.

Daher ist ein Testkonzept, das auf freiwilligem Testen beruht, von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Schulbezogene Testkonzepte können nur funktionieren, wenn sie verpflichtend für die Unterrichtsteilnahme sind.

Ein Abstrich ist keine Körperverletzung und daher zumutbar. Die Masernimpfung ist auch für den Schulbesuch verpflichtend, egal ob die Eltern Impfbefürworter oder Impfgegner sind und eine Impfung ist ein deutlich schwerwiegender Eingriff als es ein Abstrich darstellt. Daher sehe ich auch keine unlösbaren juristischen Probleme für eine Testpflicht im Zusammenhang mit dem Schulbesuch.

Wer bei uns in der Klinik den Abstrich verweigert wird nicht als Patient aufgenommen und auch für Mitarbeiter sind die Reihentestungen mittlerweile verpflichtend. Punkt. Wir akzeptieren auch schon seit Monatenen keinerlei Maskenatteste mehr. Natürlich hat es ein Krankenhaus etwas einfacher in dieser Hinsicht, da man es dort unnmittelbar mit geschäftsfähigen Personen zu tun hat und Erziehungsberechtigte außen vor sind.

Wir haben gestern ein Schreiben von der Schule und dem Land Niedersachsen bekommen. Ohen Test dürfen die Kinder ab Montag nicht mehr in die Schule. Alle Eltern, die den „freiwilligen“ Schnelltests nicht zustimmen, müssen einen Antrag stellen und die Kinder von der Präsenzpflicht befreien lassen.

gaehnforscher 07.04.2021 22:07

Zitat:

Zitat von deirflu (Beitrag 1594770)
Da ich es hier jetzt öfter gelesen habe:

Also, ich bin gerade jetzt COVID positiv, steinigt mich:Huhu:

Warum schreibe ich das, weil ich wie viele andere auch nicht´s dafür kann sich angesteckt zu haben.
Ich hab mich seit einem Jahr sehr strikt an Regeln und Empfehlungen gehalten und war sehr vorsichtig.
Wie, wann und wo ich mich angesteckt haben, kann ich beim besten willen nicht sagen.

Es war ehrlich gesagt ein Schock für mich als am Samstag zwei rote Striche am Test sichtbar waren.
Froh bin ich aber darüber viel getestet zu haben und somit wohl auch niemanden unnötig gefährdet zu haben.

Was will ich damit sagen. 100% Sicherheit gibt es nicht. Passt auf euch auf und bleibt gesund. Und einmal nicht in den Urlaub fahren zu können o.ä. Probleme sollten angesichts dessen womit sich andere herumschlagen müssen doch vertretbare Opfer sein.

Alles Gute, nicht zuletzt auch langfristig!

Klugschnacker 07.04.2021 22:43

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1594791)
Gibt es ein Konzept und einen Plan, mache ich auch gerne 3 Wochen Ausgangssperre ab 15 Uhr mit. Aber einfach so irgendwas sehe ich nach über einem Jahr nicht mehr so einfach ein.

"Einfach so irgendwas" ist keine objektive Beobachtung, sondern eine subjektive Einordnung. Man erfindet so etwas selbst als Rechtfertigung für die eigene Haltung:

Schuld sind die anderen, man würde ja voll mitmachen und so, aber leider, leider fiel die Motivation der Unfähigkeit der Politiker zum Opfer.

Wenn ich mich recht entsinne, sind Deine Einschränkungen, die Du durch die Pandemie erleidest, praktisch Null. Volles Gehalt, kommodes Arbeiten zu Hause, shoppen im Internet. Möchtest Du wirklich auf so hohem Niveau jammern?

Nobse 07.04.2021 23:03

Volles Gehalt, kommodes Arbeiten zu Hause, shoppen im Internet.


Ja, genauso stelle ich mir ein erfülltes Leben auch vor. Mehr braucht kein Mensch...:Gruebeln:

Adept 07.04.2021 23:12

Kinder und Jugendliche scheinen doch immer mehr an den Corona-Massnahmen (besonders Schulschliessungen) zu leiden, entgegen der Berichte der Eltern hier im Forum, dessen Kinder überhaupt keine Probleme haben*: https://www.swr.de/swraktuell/baden-...R19sy0c4bOvwWY

Zitat:
„Studien, wie beispielsweise die Hamburger Copsy-Studie, hätten gezeigt, dass es seit dem Corona-Lockdown immer mehr Kinder gibt, die depressive Verstimmungen oder psychosomatischen Störungen haben.“

Gibt es denn Forumsteilnehmer, die in dem Bereich arbeiten und hier mal ihre Erfahrungen schildern könnten?

* Ich glaube, dass die Eltern, dessen Kinder Probleme haben, hier es nicht teilen. Daher ist hier die Ansicht der Eltern so einseitig.

Hafu 07.04.2021 23:29

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1594818)
Kinder und Jugendliche scheinen doch immer mehr an den Corona-Massnahmen (besonders Schulschliessungen) zu leiden, entgegen der Berichte der Eltern hier im Forum, dessen Kinder überhaupt keine Probleme haben...

* Ich glaube, dass die Eltern, dessen Kinder Probleme haben, hier es nicht teilen. Daher ist hier die Ansicht der Eltern so einseitig.

Kann mich gar nicht erinnern, dass das jemand hier so behauptet hat, dass von Schulschließungen Betroffene Kinder keine Probleme hätten.

Für mich sind Kinder und Jugendliche und junge Erwachsene neben den meist alten Menschen die an Covid19 schwer erkrankt sind, die Hauptleidtragenden des ganzen Pandemiegeschehens.

Natürlich gibt es Familien, wo Homeschooling erkennbar gut funktioniert, aber selbst wenn pro Klasse nur 5 Kinder den Anschluss verlieren sollten, ist das gesamtgesellschaftlich eine Katastrophe.

LidlRacer 07.04.2021 23:34

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1594818)
Kinder und Jugendliche scheinen doch immer mehr an den Corona-Massnahmen (besonders Schulschliessungen) zu leiden, entgegen der Berichte der Eltern hier im Forum, dessen Kinder überhaupt keine Probleme haben*: https://www.swr.de/swraktuell/baden-...R19sy0c4bOvwWY

Zitat:
„Studien, wie beispielsweise die Hamburger Copsy-Studie, hätten gezeigt, dass es seit dem Corona-Lockdown immer mehr Kinder gibt, die depressive Verstimmungen oder psychosomatischen Störungen haben.“

Gibt es denn Forumsteilnehmer, die in dem Bereich arbeiten und hier mal ihre Erfahrungen schildern könnten?

* Ich glaube, dass die Eltern, dessen Kinder Probleme haben, hier es nicht teilen. Daher ist hier die Ansicht der Eltern so einseitig.

Zumindest hier ist nur davon die Rede, dass Kinder unter der Pandemie leiden - nicht dass sie unter Maßnahmen leiden:
https://idw-online.de/de/news762850

Falls das in der Studie selbst klar anders ist, kannst du das ja vielleicht hier darstellen.


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