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keko# 29.05.2020 13:54

Zitat:

Zitat von pschorr80 (Beitrag 1535164)
Schulisch wird es sich deutlich mehr auswirken als bei den KiTa-Kindern. Und so wie sich die Lehrer verhalten, so wird das sicher noch ewig dauern bis man wieder normalen Unterricht hat.

Die Billionen interessieren doch keinen mehr. Dafür sind die meisten zu dumm in Deutschland. Ich bin mal gespannt wie sie die Auszahlungen der 750 Milliarden EU-Geld begründen. Polen 50 Milliarden, Rumänien 25 Milliarden, Griechenland 25 Milliarden und D auch 25 Milliarden. Dachte eigentlich, dass die Osteuropäer und Griechen gut davon kamen.

Ich dachte da auch an ganz banale Dinge: so lese ich heute morgen in meiner Tagesszeitung, dass der private Betreiber unseres Freibades wohl zukünfigt die Preise anheben wird, weil er weniger Badegäste reinlassen darf. Ich kann mir vorstellen, dass dies manche Eltern dazu bewegt, ihren Kindern den Badespaß nicht mehr zu finanzieren. Ähnliche Entwicklungen kann ich mir in anderen Bereichen vorstellen (Sportvereine, Freitzeit-AGs), was langfristig möglicherweise größere Auswirkungen hat als ein paar Wochen ohne Kita und Schule.
(wie gesagt, ich bin nur Laie und lausche lediglich interessiert der Dinge)

pschorr80 29.05.2020 14:01

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1535171)
Ich dachte da auch an ganz banale Dinge: so lese ich heute morgen in meiner Tagesszeitung, dass der private Betreiber unseres Freibades wohl zukünfigt die Preise anheben wird, weil er weniger Badegäste reinlassen darf. Ich kann mir vorstellen, dass dies manche Eltern dazu bewegt, ihren Kindern den Badespaß nicht mehr zu finanzieren. Ähnliche Entwicklungen kann ich mir in anderen Bereichen vorstellen (Sportvereine, Freitzeit-AGs), was langfristig möglicherweise größere Auswirkungen hat als ein paar Wochen ohne Kita und Schule.
(wie gesagt, ich bin nur Laie und lausche lediglich interessiert der Dinge)

Es sind inzwischen fast 3 Monate ohne Schule. Ein Erstklässler hatte bald mehr Ferien als Schule. Dazu dürfte in dem Alter Unterricht zuhause deutlich andere Folgen haben als die bei Älteren. Dazu gibt es ja von Lehrer-Seite auch kein Konzept wie das wieder aufgeholt werden kann. Jetzt brauchen sie ja erstmal Pfingstferien von den Corona-Ferien.

Nebenbei gibt es derzeit ein irres Loch bei den Gemeinden, die die letzten Jahre den Steuer-Boom 1:1 ausgegeben haben und jetzt ein nettes Loch haben. Kitas und Vereins-Förderung sind da oft die Hauptkosten. Das fällt denen jetzt alles vor die Füße.

Gelbbremser 29.05.2020 14:08

Zitat:

Zitat von pschorr80 (Beitrag 1535172)
Es sind inzwischen fast 3 Monate ohne Schule. Ein Erstklässler hatte bald mehr Ferien als Schule. Dazu dürfte in dem Alter Unterricht zuhause deutlich andere Folgen haben als die bei Älteren.
....................

Da seh ich kein Problem. In meiner Generation gab sogenannte Kurzschuljahre (weiß kein niemand mehr), um vom Schulbeginn Ostern auf Schulbeginn Sept. zu kommen. So ging die erste Klasse ein Jahr. 2 + 3. Klasse auch ein Jahr. Das war 1966. Ich glaube nicht dass unsere Generation dadurch schlechter durchs Leben kam.

keko# 29.05.2020 14:11

Zitat:

Zitat von pschorr80 (Beitrag 1535172)
Nebenbei gibt es derzeit ein irres Loch bei den Gemeinden, die die letzten Jahre den Steuer-Boom 1:1 ausgegeben haben und jetzt ein nettes Loch haben. Kitas und Vereins-Förderung sind da oft die Hauptkosten. Das fällt denen jetzt alles vor die Füße.

Auch große Gemeinden hier im Speckgürtel von Stuttgart sehen sich schon mit wegbrechenden Gewerbeeinnahmen konfrontiert. Hinzu kommen möglicherweise Schulden, die jetzt gemacht werden müssen. Ich bin froh, dass meine nächste berufliche Etappe die Rente sein wird und ich mir nicht noch etwas aufbauen muss, wie meine Kinder das gerade tun. Ich befürchte, sie werden es deutlich schwerer haben werden als ich in der erfolgsverwöhnten Auto-Stadt Stuttgart es damals hatte.

Lucy89 29.05.2020 14:26

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1535171)
Ich dachte da auch an ganz banale Dinge: so lese ich heute morgen in meiner Tagesszeitung, dass der private Betreiber unseres Freibades wohl zukünfigt die Preise anheben wird, weil er weniger Badegäste reinlassen darf. Ich kann mir vorstellen, dass dies manche Eltern dazu bewegt, ihren Kindern den Badespaß nicht mehr zu finanzieren. Ähnliche Entwicklungen kann ich mir in anderen Bereichen vorstellen (Sportvereine, Freitzeit-AGs), was langfristig möglicherweise größere Auswirkungen hat als ein paar Wochen ohne Kita und Schule.
(wie gesagt, ich bin nur Laie und lausche lediglich interessiert der Dinge)

Hmm, also ich könnte mir vorstellen, dass je nach Charakter des Kindes und Umgang der Eltern mit der Situation schon Langzeitfolgen durch diese Zeit (hinterher werden es ja mit Ferien fast 5 Monate sein) entstehen können. Man stelle sich mal besonders panische Eltern oder aber auf der anderen Seite welche vor, die Verschwörungstheorien anhängen. Sowas überträgt sich auch aufs Kind. Na gut, das wäre dann auf kurz oder lang vielleicht auch so zu Problemen gekommen und es ist schwer zu sagen was dann genau für die Folgen verantwortlich ist. Die Mehrheit wird es gut wegstecken. Nebenan die 3 Jungs (6,10,13) scheinen auf jeden Fall keine Probleme zu haben, die haben aber auch tolle Eltern und das Glück hat nicht jeder.
An die häusliche Gewalt usw. will ich jetzt gar nicht denken, das ist nämlich ein wirkliches Problem dieser Krise.

Nachtrag: Habe in einem TV Beitrag einen kleinen Jungen furchtbar weinen sehen, weil er Angst hatte, dass seine kleine Schwester an dem Virus stirbt. Ich glaube schon, dass das was mit Kindern macht.

pschorr80 29.05.2020 14:32

Zitat:

Zitat von Gelbbremser (Beitrag 1535175)
Da seh ich kein Problem. In meiner Generation gab sogenannte Kurzschuljahre (weiß kein niemand mehr), um vom Schulbeginn Ostern auf Schulbeginn Sept. zu kommen. So ging die erste Klasse ein Jahr. 2 + 3. Klasse auch ein Jahr. Das war 1966. Ich glaube nicht dass unsere Generation dadurch schlechter durchs Leben kam.

Früher gab es auch alle 14 Tage Samstag-Unterricht. Das wird ja auch als Aufhol-Model genannt. Nur können unsere Lehrer nicht auf Urlaub oder freien Samstag verzichten. Das Problem an den Schulen ist nicht das Virus, sondern die Lehrer. Die werden noch ewig so weiter machen. Und passieren kann ihnen ja nichts. Ich würde wetten, dass es auch 20/21 keinen Regelunterricht gibt.

Triasven 29.05.2020 14:38

Zitat:

Zitat von Gelbbremser (Beitrag 1535175)
Da seh ich kein Problem. In meiner Generation gab sogenannte Kurzschuljahre (weiß kein niemand mehr), um vom Schulbeginn Ostern auf Schulbeginn Sept. zu kommen. So ging die erste Klasse ein Jahr. 2 + 3. Klasse auch ein Jahr. Das war 1966. Ich glaube nicht dass unsere Generation dadurch schlechter durchs Leben kam.

Für die 1. bis 4. Klassen sehe ich da auch eher weniger Probleme.

Danach wirds dann schon schwieriger. Hinzu kommt, dass der Stoff der 5. Klassen ff. nicht angepasst wird.

Auch sehe ich die komplett unterschiedliche Ausübung des homescoolings kritisch. Ganz zu schweigen vom fehlenden Sportunterricht. Den kann ich mir auch im nä. Schuljahr in keinem Szenario halbwegs normal vorstellen.

Auch die Argumentation: Damals im/nachm Krieg war alles „anders“ sehe ich nicht haltbar. Denn es war zwar anders als heute, aber überall irgendwie gleich.

Aktuell herrscht komplettes Chaos unterschiedlichster Coleur.
Die Kinder kommen da wahrscheinlich ganz gut durch, vielleicht sogar stärker als andere „Vor Corona“ Generationen.

Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Eltern schonmal die Gelben Seiten nach Anwälten mit der Spezialrichtung „Gleichbehandlung, Wie kommt man aufs Gymnasium oder Wie kommt man Kader/Förderschulen“ durchforsten.

keko# 29.05.2020 14:42

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1535180)
...
An die häusliche Gewalt usw. will ich jetzt gar nicht denken, das ist nämlich ein wirkliches Problem dieser Krise.
..

Ja, ich möchte das auch nicht kleinreden.
Schule ist ja nicht nur ein Platz um Wissen zu vermitteln und abzufragen. Ebenso hat ein Arbeitsplatz ja auch eine soziale Komponente.


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