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Stefan 25.03.2020 17:34

Weil es kürzlich hier ein Thema war:


Lungenentzündungen in Italien : Covid-19 trifft auch die Jungen
Niemand ist sicher vor Sars-CoV-2
Das Coronavirus gefährdet nicht nur Alte. Nach einer Schätzung italienischer Ärzte sind allein in Bergamo rund 1800 Leute zwischen 30 und 40 Jahren an Lungenentzündung erkrankt. Viele brauchen zusätzliche Sauerstoffzufuhr.

repoman 25.03.2020 17:37

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1520041)
Der Bericht weiter:
"In absehbarer Zeit sei mit "kontroversen Debatten zum Umgang mit Russland und China" in der EU und der Nato zu rechnen."

Wenn sich hier im Forum schon die Vertreter der sozialistischen Internationale und die Putin-Freunde solidarisieren um deutsche Institutionen (Bund, Länder und Medien) zu diskreditieren, dann kann der Bericht doch sooo falsch nicht sein, oder?

Komm' wieder runter qbz. Das Bundesverteidigungsministerium hat einen Lagebericht erstellt. Das ist eine seiner Aufgaben und das russische Verteidigungsministerium macht so etwas auch.

Gruß
N. :Huhu:

Das ist ein natürlicher Reflex von qbz, alles was die Regierung macht, generell zu kritisieren.

Ich frage mich manchmal, warum er nicht selbst in die Politik geht. Ich wäre da ziemlich optimistisch, dass er viele gute Ideen hätte und diese auch durchsetzen würde.:Blumen:

Ausdauerjunkie 25.03.2020 17:48

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1520037)
Vielleicht mal da einkaufen wo weniger... Gleichgültige einkaufen?
Oder ist Geiz auch in Zeiten von Corona geil? :Cheese:

Oder gibt es bei Euch nur Discounter und keinen Hofladen und keinen, z. B. Edeka?

Gruß
N. :Huhu:

Du denkst dass Lidl und Aldi Geiz ist? :Cheese:
Weiter denkst du dass es bei EDEKA irgendwas "besseres" oder gar mehr Abstand gibt?:Cheese:
Sorry, gerade "mein EDEKA" der 100 Meter neben uns liegt ist so klein dass da die Abstände nie eingehalten werden können, es sei denn man würde einzeln durchgeschleust.:Huhu:
Hofladen eher nicht hier. Welcher Hof? Bauernhof? Tierhaltung? :Nee:

LidlRacer 25.03.2020 18:54

Zitat:

Zitat von Jörn (Beitrag 1519852)
Der entscheidende Punkt ist nicht die 60-70%, sondern wie schnell sie erreicht werden.

Dass wir diese Quote irgendwann erreichen, stets fest, sofern es keine Impfung gibt. Es kommt darauf an, dass es nicht ungebremst geschient, denn nur das wäre ein Horror-Szenario.

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1519877)
Wie schnell können die 60-70% erreicht werden?
Wenn ich ganz naiv rechne und annehme, dass 100000 Infizierte 1-2 Wochen brauchen um sich auszukurieren, unter der Annahme das 100.000 Infizierte das Höchstmaß ist, welches Deutschland verkraftet, dann benötigt man dafür 10 Jahre um auf so einen Wert zu kommen.
Wahrscheinlich übersehe ich irgendwas...

Dazu fand ich gestern die Aussage von Karl Lauterbach beim Lanz interessant:
https://youtu.be/qh2Oc2B1V00?t=2403

Er nannte 3 denkbare Strategien (ich fasse mit eigenen Worten zusammen):

1. Infektionswelle weitgehend laufen lassen, bis die Herdenimmunität mit 60 bis 70 % Durchseuchung recht schnell erreicht ist und die Welle von selbst ausläuft.
Seine Bewertung: Nicht vertretbar - totale Überlastung des Gesundheitssystems, viel zu viele Tote (z.B. ca 10 Mio. Amerikaner) und schwerst Kranke.

2. Die Welle so managen, dass das Gesundheitssystems ständig gerade an der Belastungsgrenze ist. Dann könnte gegen Mitte / Ende 2021 die Herdenimmunität erreicht sein.
Bewertung: Ebenfalls medizinisch und ethisch nicht vertretbar, da es zu viele schwere Fälle mit lebensbedrohlichen Zuständen und möglichen dauerhaften Schäden gäbe.

3. ständig die Ausbreitung relativ stark bremsen, bis man einen Impfstoff hat. Infiziert würden bis dahin nach seiner Schätzung ca. 10 bis 15 %.
Bewertung: Beste Strategie mit relativ wenig Toten und gesundheitlichen Schäden.

Unklar ist mir, ob 3. unsere offizielle Strategie ist, und mit wie starken Einschränkungen diese verbunden wäre.

JeLü 25.03.2020 19:02

Ich verteidige ja ganz gerne die Arbeit von Journalisten. Aber der Artikel ist wirklich selten dämlich. Die Evidenz für die These besteht laut Rüb darin, dass Paola Pedrini,
die Sekretärin der Lombardei Region der italienischen Hausärzte, geäußert habe, dass
jede/r der 600 Hausärzte Bergamos 3-4 Fälle von schwer an Corona erkrankten Personen, die zwischen 30 und 40 Jahre alt sind, kenne.
Eine solche Form des Journalismus ist eine Schande. Hörensagen ohne Prüfung auf Glaubhaftigkeit at ist best.
Rüb behauptet allen Ernstes, dass von 6200 in Bergamo erkankten mindestens 1800 aus der AK 30-40 SCHWER! erkrankt seien.
Was für ein unwürdiges Geschreibsel. SO etwas würde ich übrigens auch nicht verlinken.

JeLü 25.03.2020 19:06

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1520050)
Dazu fand ich gestern die Aussage von Karl Lauterbach beim Lanz interessant:
https://youtu.be/qh2Oc2B1V00?t=2403

Er nannte 3 denkbare Strategien (ich fasse mit eigenen Worten zusammen):

1. Infektionswelle weitgehend laufen lassen, bis die Herdenimmunität mit 60 bis 70 % Durchseuchung recht schnell erreicht ist und die Welle von selbst ausläuft.
Seine Bewertung: Nicht vertretbar - totale Überlastung des Gesundheitssystems, viel zu viele Tote (z.B. ca 10 Mio. Amerikaner) und schwerst Kranke.

2. Die Welle so managen, dass das Gesundheitssystems ständig gerade an der Belastungsgrenze ist. Dann könnte gegen Mitte / Ende 2021 die Herdenimmunität erreicht sein.
Bewertung: Ebenfalls medizinisch und ethisch nicht vertretbar, da es zu viele schwere Fälle mit lebensbedrohlichen Zuständen und möglichen dauerhaften Schäden gäbe.

3. ständig die Ausbreitung relativ stark bremsen, bis man einen Impfstoff hat. Infiziert würden bis dahin nach seiner Schätzung ca. 10 bis 15 %.
Bewertung: Beste Strategie mit relativ wenig Toten und gesundheitlichen Schäden.

Unklar ist mir, ob 3. unsere offizielle Strategie ist, und mit wie starken Einschränkungen diese verbunden wäre.

Das haben wir im Thread schon x-mal erwähnt. Ich habe auch schon mehrfach gefragt, was denn unsere Strategie sei. Das ist nämlich alles andere als klar. Hat Lauterbach für 3 argumentiert? Hat er erzählt, in welcher Phase sich 2 von 3 in welchen Maßnahmen unterscheidet? Oder hat er nur auf die berühmt-berüchtigte Imperial-College-Studie verwiesen?
Aber schon richtig, dass du es nochmal erwähnst. Hier ist die Lernkurve ja schon ziemlich abgeflacht, wenn man bedenkt, wie viele Schreiber immer noch von Merkelschen 60-70% als gegeben ausgehen, obwohl das Lipsitch als Upper-Limit verstanden wissen wollte? Statt Merkel sollte man der Fairness halber wohl eher Wieler als Genius hinter diesem Verständnis erwähnen. Da hat Hafu ja völlig recht, dass der RKI-Chef nicht immer den besten Eindruck hinterlässt.

Flow 25.03.2020 19:14

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1520050)
2. Die Welle so managen, dass das Gesundheitssystems ständig gerade an der Belastungsgrenze ist. Dann könnte gegen Mitte / Ende 2021 die Herdenimmunität erreicht sein.
Bewertung: Ebenfalls medizinisch und ethisch nicht vertretbar, da es zu viele schwere Fälle mit lebensbedrohlichen Zuständen und möglichen dauerhaften Schäden gäbe.

Ab wann sieht er "Herdeinimmunität erreicht" ?

> 50 Millionen Infizierte ?

Das wären bis Mitte/Ende 2021 etwa 2,5 - 3 Millionen pro Monat Neuinfektionen im Schnitt.
Wieviele davon sieht er schwer erkrankt/intensivpflichtig ? Und wie lange im Schnitt.

Scheint mir nur dann annähernd praktikabel, wenn wir aktuell eine gewaltige Dunkelziffer hätten, so daß der Anteil schwer Erkrankter und Intensivpflichtiger sehr deutlich niedriger liegt als es derzeit scheint.
Wäre natürlich traumhaft ... :)

JENS-KLEVE 25.03.2020 19:19

https://www.kreis-wesel.de/de/presse...b-vorerst-ein/

Statistik ist für den Eimer. Unsere tollen Test-Zentren, extra aufgebaut für Corona, werden wieder abgebaut. Die Labore nehmen keine Tests mehr an wegen Überlastung. Ich bin jetzt heute dann doch mal zum Hausarzt gegangen, weil seit 10 Tage diese eigenartigen Halsschmerzen habe, die ich noch nie zuvor hatte. Mittlerweile steht auch fest, dass ich Kontakt zu einer positiven Person hatte vor zwei Wochen. Gesundheitsamt, interessieren aber nur die Fälle der letzten Woche.

Der Hausarzt hat dementsprechend das ganze Team mit so Ultra Masken ausgestattet, alle Türen standen offen, ich war der einzige Gast in der Praxis, und der gesamte Arztbesuch bestand aus einem pädagogischen Gespräch:

- Inkubationszeit ist ewig lang, daher ist die Vorgehensweise vom Gesundheitsamt Kleve fürn Arsch
- Stay at home
- Kontakte vermeiden

Super, den Weg hätte ich mir sparen können. Da erfahre ich hier im Forum mehr.
Getestet werde ich übrigens nicht. Bin ich jetzt in der Statistik positiv oder gibt es mich nicht? Was ist mit allen anderen, die zum Arzt rennen? So bleibt Kleve stabil bei seinen 7 Fällen:Lachanfall:


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