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Klugschnacker 11.11.2020 09:55

Zitat:

Zitat von spanky2.0 (Beitrag 1564892)
Darf ich fragen was Du in diesem Zusammenhang unter 'Vollbremsung' verstehst? Ich vermute eine Verschärfung des Lockdowns, oder?

Sorry für das martialische Wort. Nein, ich meinte einen Lockdown irgendeiner Art.

Ich schreibe das aus der Perspektive von Mitte Oktober. Da war ein erneuter Lockdown noch unvorstellbar und politisch unsagbar. Obwohl die Zahlen bereits exponentiell anstiegen. Mit "Vollbremsung" meinte ich eine möglichst schnelle politische Reaktion. Damals fand ich den den Beschluss des Teil-Lockdowns drastisch und mutig und richtig.

Dass er möglicherweise noch konsequenter hätte ausfallen müssen ist eine Sichtweise, die mir erst später in den Sinn kam. Mir fehlt aber jede Kompetenz, mich zugunsten eines härteren oder softeren Lockdowns auszusprechen.
:Blumen:

Matthias75 11.11.2020 09:56

Und woher kommen die angenommenen 60.000/Tag?

M

El Stupido 11.11.2020 10:00

Bzgl. der 60.000 / Tag bundesweit:

Die lokale Presse schreibt über das aufzubauende Impzentrum in Trier

Zitat:

(...) Nach derzeitigem Stand sei der Messepark in Trier für eine „großflächige Impfung“ von bis zu 5000 Menschen pro Tag vorgesehen – und zwar bei einem Betrieb von jeweils 6 bis 22 Uhr.(...)


Und das wäre jetzt nur ein lokales Impfzentrum unter bundesweit vielen anderen und neben mobilen Teams in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

aequitas 11.11.2020 10:02

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1564910)
woher kommen die "höchstens 60.000"/tag?

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1564912)
Und woher kommen die angenommenen 60.000/Tag?

M

Dazu hat die WDR-Quarks-Redaktion in einem Tweet bereits geantwortet. Die Zahl stammt u.a. von Matthias Schrappe, dem ehem. stellv. Vorsitzenden des Sachverständigenrats Gesundheit.

Ich habe das hier nur verlinkt, um die aufbereitete Prognose einer hier geschätzten Quelle zu zeigen. Zu WDR/Quarks gehört ja u.a. auch Mai Thi.

Hafu 11.11.2020 10:05

Dein Link funktioniert bei mir nicht, aber die in deinem Text genannte Zahl halte ich für viel zu kurz gegriffen. Pro Jahr lassen sich in der Regel 15 Mio Menschen gegen Influenza impfen. Und das ist eine Impfung, die in den vielen Hausarzt- und Facharzt-Praxen nebenher läuft, zusätzlich zum Tagesgeschäft.
Für die Influenza gibt es keine staatlichen "Impfzentren" und selbst die Apotheken sind außen vor. Es wird immer wieder diskutiert, dass man demnächst, wie auch schon in anderen Ländern den Apotheken erlaubt, Impfungen vorzunehmen, dann hätte man gleich eine Riesen-Masse an zusätzlichem Fachpersonal ergänzend rekrutiert, mit denen man die tägliche Impfkapazität massiv steigern könnte.

In Deutschland gibt es 60 000 Hausärzte und 20 000 Apotheken. Wenn beide gerade mal 10 Impfungen pro Tag vornehmen, was ja nicht wirklich aufwendig wäre (Polikliniken in den Kranknehäusern sowie Notaufnahmen könnte man bei einem nationalen Impfprogramm auch noch mit einbeziehen) dann könnte man mit diesem Potenzial problemlos 1 Mio Impfungen pro Tag erreichen. Deutschland hat die höchste Arzt- und Apothekendichte weltweit: das wird oft beklagt, weil es das Gesundheitswesen tendenziell teuer macht, aber es ist in Situationen wie dieser eben auch ein Pfund mit dem man wuchern kann.

Das Nadelöhr in der immunisierung der Bevölkerung wird zweifellos in der Produktion, der Zuteilung der Impfdosen durch den Hersteller und der Impfbereitschaft der Bevölkerung liegen.

Beim Biontech-Impfstoff ist voraussichtlich das Problem, dass dieser extrem kühl gelagert werden muss, was die Logistik tendenziell schwieriger macht, aber im medizinischen Bereich sind Kühlschränke mit tiefen Temperaturen jetzt auch nichts wirklich besonderes mehr. Die ein oder andere Praxis müsste halt hier aufrüsten.
Viele der anderen Impfstoffe, die derzeit in der Pipeline liegen, benötigen ohnehin keine Lagerung bei derart tiefen Temperaturen.

Es wird ganz sicher 2021 bei nicht nur einem Impfstoff weltweit bleiben.

aequitas 11.11.2020 10:12

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1564915)
Es wird ganz sicher 2021 bei nicht nur einem Impfstoff weltweit bleiben.

Sicherlich nicht. Mein Post war eher als Antwort darauf zu verstehen, dass Biontech davon ausgeht, dass bis zum Sommer 2021 70% der deutschen Bevölkerung geimpft werden (können). Die WDR-/Quarks-Redaktion hat dazu gestern einen Beitrag bei Twitter geteilt und darin eine Prognose basierend auf dem oben verlinkten Thesenpapier (das stammt tatsächlich schon aus dem Mai) vorgenommen.

Eine 70%-Quote bis zum Sommer halte ich für unrealistisch/unmöglich, aber da lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

Aber hier wird ansonsten oft nur das gepostet, was in die eigene Agenda passt und das sind steigende Zahlen oder positive Impfversprechungen. Wenn sich nun der R-Wert sowie die Zahl der Neuinfektionen stabilisiert, dann wird das Narrativ geändert.

TriVet 11.11.2020 10:12

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1564914)

Danke. weiter ausgeführt wird das da aber auch nicht.


My2C:
aktuelle gibt es ca. 30.000 AllgemeinArztpraxen in D.
wenn da jeder 5-10/tag impft, sind das schon 150-300.000.

Ohne kliniken, ohne sonstige praxen und schon gleich ohne impf-zentren in messehallen oder ähnlichem.
die dürften vielleicht das zehnfache wegschaffen?! eher mehr?!
aber sagen wir mal nur das dreifache, also 450-900.000.
macht 600.000-1,2 Millionen/Tag.
Selbst bei 60Millionen Impflingen also in 60 tagen.


also bei genug verfügbarem impfstoff sehe ich da niemals vier jahre...

mamoarmin 11.11.2020 10:12

Zitat:

Zitat von Ulf01 (Beitrag 1564058)
Was lief denn bei der Notbetreuung super?:-(( Irgendwie war am Ende fast jeder System relevant. Bei meiner Tochter waren am Ende von 15 Kindern, 3 Kinder die nicht in die Kita durfte......

Du weisst aber schon das man wenn man von Zuhause arbeitet auch arbeiten muss und Kinder selten lange Zeit sich selbst beschäftigen und auch Hunger haben und und und.....

Super war, dass nicht einfach entschieden wurde die Kita zu schliessen!
Super war, dass deswegen die Krankenschwestern und pfleger und Ärzte, Polizisten, Feuerwehrleute weiterhin Kinder bringen konnten, und um nur die ging es und sollte es gehen.
Super war, dass die gesamte Betreuungszeit abgedeckt war.


Der vorgegaukelte Normalbestrieb beruhigt sicherlich Eltern, die die Gesamtsituation nicht wahrhaben wollen.
Heute geht es in diesen angepassten Regelbetrieb, natürlich zu veränderten Öffnungszeiten, die Kinder sind jetzt in festen Gruppen gemischt verteilt, haben zum teil neue Erzieher..
Für die Kinder ist das nicht wirklich schön.
Und alles eigentlich nicht leistbar mit dem Personalschlüssel. wenn ein Erzieher ausfällt (was heute schon passiert) geht es los:

Dann wird die Gruppe wird geschlossen, Springer dürfen ja nicht mehr eingesetzt werden, selbst wenn es sie gäbe.
Ich kann nur hoffen, dass der Teillockdown irgendwie zieht und es nicht weiter eskaliert.
Wenn ich mir die unbekümmertheit im sommer anschaue?

Der Betreuungsaufwand eines Kindes und dessen Fähigkeit sich alleine zu beschäftigen ist je nach Art und Weise der Erziehung, Alter usw. extrem unterschiedlich. Da kann aber weder die Kita noch was dazu noch ich :-)


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