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aequitas 30.10.2020 18:56

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1561807)
Das merkt man leider in jedem deiner Beiträge. Es nervt, aber anscheinend ist das deine Absicht.

Können sie nicht. Du hast wohl kaum die Studie gelesen.

Oh, Herr Professor Dr. Dr. LidlRacer holt zur Aufklärung aus.

Ich traue mir in Hinsicht auf Covid-19 das gleiche Wissen wie du zu. Meine Schlussfolgerungen hinsichtlich der Auswirkungen und Maßnahmen sind allerdings andere.

Soll das hier jetzt ein Ping-Pong sein? Doch, auch andere Viruserkrankungen können Gehirnschäden zur Folge haben. Auch andere Viruserkrankungen können lägnerfristige Konzentrationsprobleme auslösen. Aber das jetzt zu diskutieren ist sinnlos. In einigen Jahren wissen wir dazu mehr. Aktuell nimmt Covid-19 zurecht viel von unserer Aufmerksamkeit in Anspruch, es handelt sich schließlich um eine grassierende Pandemie. Aber das ist noch kein Grund alles andere zu vergessen und in Panik auszubrechen.

aequitas 30.10.2020 19:02

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1561811)
Wir haben uns beispielsweise gesellschaftlich darauf verständigt, dass wir im Straßenverkehr Rechtsverkehr haben. Da kann man auch dagegen sein, aber trotzdem finden wir wohl alle, dass wir uns dran halten sollten, solange es diese gesellschaftliche Vereinbarung gibt. Ähnlich pragmatisch würde ich auch die meisten Corona-Einschränkungen sehen. Und ich halte es durchaus für angemessen, dass die Corona-Regeln ähnlich wie die Straßenverkehrsordnung auch kontrolliert werden. Und dass gelegentlich auch Privatpersonen jemanden anzeigen … Das soll es ja im Straßenverkehr auch gelegentlich geben … :)

Absolut richtig! Das sehe ich auch so. Viele Regeln sind richtig und wichtig. Ich plädiere auch für keinen Libertarismus, sondern hoffe, dass uns unser System in Form einer freiheitlichen Demokratie erhalten bleibt.

Aber es muss eben ein gesellschaftlicher/parlamentarischer Dialog stattfinden. Dazu gehört auch Kritik. D.h. auf der anderen Seite allerdings nicht, dass alles zerredet werden soll. In der Diskussion hier und auch in einigen Teilen der Öffentlichkeit habe ich aber oft das Gefühl, dass eine Diskussion gar nicht erwünscht ist, sondern es eine klar vorgegebene Linie gibt (LidlRacer) und eine Abweichung davon direkt zum Ausschluss bzw. dem Stempel "Coviod" führt. Und das meine ich auch nicht im Sinne "Bla, bla, Meinungsfreiheit", sondern ich meine den Ton, der hier teilweise herrscht. Glücklicherweise gibt es hier auch einige vernünftige Diskutanten - auf allen "Seiten" -, die die Diskussion angenehm machen.

qbz 30.10.2020 19:04

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1561806)
Also wenn dem schon so ist, dann frage ich mich langsam ernsthaft, was wir noch tun können und ob die Maßnahmen überhaupt direkten Einfluss haben können.
Mein lieber Schwager in Florida lebt quasi mit seiner Familie normal weiter ohne Lockdown (der Gouverneur ist ein Freund von Trump) und ich sehe kein exponentielles Wachstum dort.
Immerhin kostet uns der Lockdown-Light im November schlappe 10.000.000.000€.

Schau Dir die Statistik an: Bei 21 Millionen Einwohnen zählt Florida bis heute 16 647 Tote, Deutschland mit 80 Millionen Einwohner 10 305, es starben in Florida ca. 6 mal mehr Menschen als in DE an Covid-19. Es gab in Florida (noch ?) keine 2. Pandemiewelle.

Ps. Gerade gesehen, dass Hafu schon zu Florida geantwortet hat. Sorry für doppeltes Post.

Schwarzfahrer 30.10.2020 19:12

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1561800)
Aber ich gestehe, ich nehme es schon persönlich, wenn ich persönlich die Konsequenzen verantwortungslosen Verhaltens anderer tragen muss, obwohl ich und meine Familie sich an die Vorschriften halten.
...
Einige (wie viele auch immer, aber aus meiner Sicht jedenfalls zu viele) Corona-Maßnahmen-Geisterfahrer nehmen die gesamte Gesellschaft in Geiselhaft,

Da sehe ich einen Fehlschluss. Das Fehlverhalten einzelner hat für mich praktisch keine direkten Konsequenzen,da ich mich weitgehend selbst mein Infektionsrisiko (das eh klein ist) senken kann). Ich trage nur die Konsequenzen der politischen Entscheidung, das Fehlverhalten einzelner durch Einschränkung aller zu ahnden. Dies ist für mich eine Art der Sippenhaft oder erzieherische Maßnahme, ohne direkte effektive ursächliche Wirkung auf das Infektionsgeschehen. Zweck dieser Art der Erziehung ist es, die Menschen dazu zu bringen, ihre Mitmenschen zurechtzuweisen, ihre Aufmerksamkeit auf die "Schuldigen" zu lenken, statt auf den, der die Strafe verhängt. Das haben ähnliche Maßnahmen schon zu Schulzeiten bezweckt: wir sollen auf die Klassenkameraden böse sein dafür, was uns der Lehrer als Strafe aufbrummt, weil dieser dann wegen der sozialen Ächtung sich der Gruppe anpassen wird. Diesem Prinzip habe ich mich schon immer verweigert, aber die Mehrheit schien damals wie heute empfänglich dafür zu sein.

Schwarzfahrer 30.10.2020 19:17

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1561811)
Wir haben uns beispielsweise gesellschaftlich darauf verständigt, dass wir im Straßenverkehr Rechtsverkehr haben. Da kann man auch dagegen sein, aber trotzdem finden wir wohl alle, dass wir uns dran halten sollten, solange es diese gesellschaftliche Vereinbarung gibt.

Ist für Dich die Einigung auf Rechtsverkehr wirklich die gleiche Art und Relevanz von Einschränkung, wie die weitgehende Begrenzung bis Unterbindung von sozialen und familiären Interaktionen, praktische Berufsverbote, Abschaffen von Freizeit- und Kulturveranstaltungen, Einschränken der Bewegungsfreiheit? Da kann ich Dir nicht folgen, sorry.

dr_big 30.10.2020 19:21

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1561808)
In der 1. Welle hatten wir relativ viele Fälle in oberen Altersklassen und daher eine relativ hohe Todesrate. Insbesondere viele Fälle in schlecht vorbereiteten Heimen.

Da muss ich widersprechen, im Vergleich zu I oder E hatten wir relativ wenig Tote. Wie du sagst waren das bei uns hauptsächlich Altersheime, in der Fläche sind wir aber gerade bei der älteren Bevölkerung gut durchgekommen während in Italien und Spanien ja gerade die Älteren in der Fläche betroffen waren.

LidlRacer 30.10.2020 19:32

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1561819)
Da muss ich widersprechen, im Vergleich zu I oder E hatten wir relativ wenig Tote. Wie du sagst waren das bei uns hauptsächlich Altersheime, in der Fläche sind wir aber gerade bei der älteren Bevölkerung gut durchgekommen während in Italien und Spanien ja gerade die Älteren in der Fläche betroffen waren.

Ich meinte nicht relativ viele Tote im Vgl. zu anderen Ländern sondern im Verhältnis zu unseren Infektionszahlen (ok, da spielt die Dunkelziffer auch noch eine Rolle). Das ist ja nach der Welle sehr viel weniger geworden.

trithos 30.10.2020 19:37

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1561818)
Ist für Dich die Einigung auf Rechtsverkehr wirklich die gleiche Art und Relevanz von Einschränkung, wie die weitgehende Begrenzung bis Unterbindung von sozialen und familiären Interaktionen, praktische Berufsverbote, Abschaffen von Freizeit- und Kulturveranstaltungen, Einschränken der Bewegungsfreiheit? Da kann ich Dir nicht folgen, sorry.

Nein, ist es nicht.
Aber ich habe (so meine ich zumindest) auch klar formuliert, wie ich das meine. Ich schrieb: "... Natürlich soll man die Fragen ... diskutieren, und es ist nicht jeder Eingriff gerechtfertigt. Man muss aber auch nicht alles zerreden und zur Grundsatzfrage hoch-jazzen."
Mein Straßenverkehrsbeispiel sollte lediglich illustrieren, was ich mit pragmatischem Zugang meine, und zwar vor allem in Bezug auf "Anzeigen - ja oder nein?". Wieso unterstellst Du mir in Deiner Antwort Aussagen, die ich so nicht gemacht habe, um mich dann für das zu kritisieren, das ich nicht gesagt habe?


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