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Hafu 19.09.2020 21:34

Zitat:

Zitat von Deichman (Beitrag 1553387)
Wird in dem von Hafu gelobten Wochenbericht wohlweislich nicht veröffentlicht.

Was soll denn das? Versuchst du jetzt hier Trump zu imitieren , indem du einfach Mal die Unwahrheit behauptet?
In jedem Mittwochsbericht veröffentlicht das RKI die Gesamtzahl der Tests und natürlich auch die Positivrate:
"mittwochs: Bundesweite Testhäufigkeit und -kapazitäten"

Zitat:

Zitat von Deichman (Beitrag 1553387)
Stand 09.09. haben wir hier über 1Millionen Testungen in Deutschland und einen R-Wert von 0.7%. Wir erinnern uns: "dauerhaft unter 1%" sollten diese "Pandemieeinschränkungen" beendet werden, so unsere Politiker. Seite 11, Tabelle 5:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...HmOltNA-24lTjw

Wir erinnern uns???
Tut mir leid, ich erinnere mich nicht, dass "unsere Politiker" so etwas behauptet hätten, denn es wäre hanebücher Unsinn. Die Positivrate (um die geht es indeinem RKI-Link) hängt ganz stark davon ab, wen man testet (Stichproben, bestimmte Berufsgruppen oder eben nur wie zu Beginn der Pandemie- stark symptomatische Verdachtsfälle). Sie sagt deshalb isoliert betrachtet nur ganz wenig über die Gefährlichkeit einer Pandemie aus.

Evt. kannst du meiner Erinnerung auf die Sprünge helfen mit einem Link zur Aussage "unserer Politiker"?

Schwarzfahrer 19.09.2020 21:40

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1553441)
Wobei da alleine schon die Frage ist die Angst wovor?
Vor der Ansteckung? Aus Unsicherheit was vorgeschrieben ist? Aus Angst andere anzustecken? .....
Bin ich Opfer von Angstmache wenn ich vergesse die Maske abzusetzen wenn ich eine kurze Probefahrt mache und ich sie schon kaum noch merke?

Du glaubst also, daß die Leute aus Vergesslichkeit allein im Wald oder im Auto mit Maske unterwegs sind? Angenehm, wenn man sich die Welt so einfach erklären kann. Es gab aber kürzlich eine Umfrage, nach der sehr viele ein völlig irreal hohes Risiko von über 25 oder gar 50 % für sich sahen, schwer an Corona zu erkranken, wo doch das reale Risiko für die meisten im Promille-Bereich liegt, wenn überhaupt so hoch. Ist das nicht irrationale Angst?
Ich für meinen Teil halte es für ein großes Problem, wenn wesentliche Teile der Bevölkerung eine irrationale Angst entwickeln. Leute, die Angst haben, sind nicht frei in ihrem Denken und Urteilsvermögen, sie sind beeinflussbar, manipulierbar - eine solche Gesellschaft wünsche ich mir nicht.

Schwarzfahrer 19.09.2020 21:48

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1553471)
Zur Erinnerung - es ging um deine Aussage:
"Ärzte, die beim Abstrich sich so verkleiden, als ob es um Ebola ginge, sind ein Zeichen von irrationaler Angst."

Du hältst es für irrationale Angst, dass medizinisches Personal, das sich in engsten Kontakt mit wahrscheinlich infizierten Personen begibt, sich möglichst gut vor einer Infektion schützt, um nicht selbst zum Superspreader unter weiterem medizinischen Personal sowie Risikogruppen (ihren weiteren Patienten) zu werden?

Ja, wenn der Arzt sich extra einwickelt, daß keine Hautpartie frei ist, ist es bei Corona, dessen Risiko und Infektiosität absolut übertrieben. Wenn das Risiko wirklich so hoch wäre, müssten alle Familienangehörigen des Patienten ebenso verkleiden. Dann dürfte kein Zahnarzt mehr mich normal behandeln (in Ungarn hat man Zahnärzten tatsächlich auch so Ebola-mäßige Vollverkleidung vorgeschrieben), die Orthopädin oder der Kardiologe, bei dem ich kürzlich war, hätte nicht normal vor mir sitzen dürfen (nur ich hatte Mundschutz an), u.s.w. Schließlich kann ja jeder infiziert sein, sonst würden die meisten Maßnahmen keinen Sinn machen.
Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1553471)
Und Du möchtest nicht ernsthaft behaupten, dass es diese Aussagen zum Klimawandel hier im Forum gegeben hat, oder?

Habe ich doch nie. Aber genau das habe ich von Klima- und Elektroautoaktivisten (keine FFF-Kids, sondern Ü40 Erwachsene) in einer Live-Diskussion bei uns vor Ort erlebt, sogar wiederholt.

merz 19.09.2020 21:58

Zitat:

Zitat von Deichman (Beitrag 1553387)
Stand 09.09. haben wir hier über 1Millionen Testungen in Deutschland und einen R-Wert von 0.7%. Wir erinnern uns: "dauerhaft unter 1%" sollten diese "Pandemieeinschränkungen" beendet werden, so unsere Politiker. Seite 11, Tabelle 5:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...HmOltNA-24lTjw

Da steht kein R-Wert, egal welcher, sondern die Positivenquote.

m.

Schwarzfahrer 19.09.2020 22:00

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1553409)
Wenn es mit den Zahlen so weiter geht, kann Österreich die besonders wichtige Winter-Saison im Tourismus wohl abschreiben - und zwar wegen Corona und nicht wegen der Maßnahmen dagegen. Der Zusammenbruch des Tourismus wäre also ein Kollateralschaden von Corona und nicht von den Maßnahmen gegen Corona.

Wie soll ich die Begründung verstehen? Wegen Corona, weil so viele Arbeitskräfte krank sind, daß Tourismus-Betriebe schließen müssen mangels Personal? Das würde ja alles bisherige in allen Ländern um ein vielfaches übersteigen. Mir fällt aber kein anderer Einfluß auf den Tourismus ein, der nicht mit einschränkenden Maßnahmen zu tun hätte, sei es Schließungen, Einschränkungen des Betriebs, Reisebeschränkungen, u.a.m.
Ich für mein Teil sähe auch bei höheren Corona-Zahlen wenig Grund, nicht meinen üblichen Skiurlaub zu machen: Wohnen in der eigenen Ferienwohnung, Skifahren auf der Piste, Sessellift oder Schlepplift sind beides kein besonders hohes Infektionsrisiko. Ich brauche kein Hüttenbetrieb, keine Apres-Ski-Bars. Das mag Einnahmen schmälern, aber für ein Zusammenbruch muß mehr zusammenkommen.
Letzten Winter, bei Unkenntnis der Gefährlichkeit des Ganzen konnte ich die Komplettschließung des Skibetriebs noch verstehen, diesen Winter hätte ich dafür kein Verständnis mehr. Jetzt sollte man eigentlich alles mit sinnvollen Einschränkungen am Laufen halten können.

LidlRacer 19.09.2020 22:01

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1553476)
Ja, wenn der Arzt sich extra einwickelt, daß keine Hautpartie frei ist, ist es bei Corona, dessen Risiko und Infektiosität absolut übertrieben. Wenn das Risiko wirklich so hoch wäre, müssten alle Familienangehörigen des Patienten ebenso verkleiden. Dann dürfte kein Zahnarzt mehr mich normal behandeln (in Ungarn hat man Zahnärzten tatsächlich auch so Ebola-mäßige Vollverkleidung vorgeschrieben), die Orthopädin oder der Kardiologe, bei dem ich kürzlich war, hätte nicht normal vor mir sitzen dürfen (nur ich hatte Mundschutz an), u.s.w. Schließlich kann ja jeder infiziert sein, sonst würden die meisten Maßnahmen keinen Sinn machen.

Wenn man Leute mit Symptomen oder anderen Gründen für eine mögliche Infektion auf Covid testet, und das womöglich täglich stundenlang und wochen- oder monatelang, hat man natürlich ein weitaus höheres Risiko, dass wirklich Infizierte dabei sind als beim Umgang mit Durchschnittskunden. Über den exakt notwendigen Schutzlevel mag man streiten können (wahrscheinlich gibt es auch zu beachtende Vorschriften), aber das muss nicht unser Problem sein.

Zitat:

Habe ich doch nie. Aber genau das habe ich von Klima- und Elektroautoaktivisten (keine FFF-Kids, sondern Ü40 Erwachsene) in einer Live-Diskussion bei uns vor Ort erlebt, sogar wiederholt.
Dann ist ja gut. Auch Ü40 Erwachsene sind nicht vollständig frei von mangelnder Bildung und/oder Intelligenz.

trithos 19.09.2020 22:33

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1553480)
Wie soll ich die Begründung verstehen? Wegen Corona, weil so viele Arbeitskräfte krank sind, daß Tourismus-Betriebe schließen müssen mangels Personal? Das würde ja alles bisherige in allen Ländern um ein vielfaches übersteigen. Mir fällt aber kein anderer Einfluß auf den Tourismus ein, der nicht mit einschränkenden Maßnahmen zu tun hätte, sei es Schließungen, Einschränkungen des Betriebs, Reisebeschränkungen, u.a.m.
Ich für mein Teil sähe auch bei höheren Corona-Zahlen wenig Grund, nicht meinen üblichen Skiurlaub zu machen: Wohnen in der eigenen Ferienwohnung, Skifahren auf der Piste, Sessellift oder Schlepplift sind beides kein besonders hohes Infektionsrisiko. Ich brauche kein Hüttenbetrieb, keine Apres-Ski-Bars. Das mag Einnahmen schmälern, aber für ein Zusammenbruch muß mehr zusammenkommen.
Letzten Winter, bei Unkenntnis der Gefährlichkeit des Ganzen konnte ich die Komplettschließung des Skibetriebs noch verstehen, diesen Winter hätte ich dafür kein Verständnis mehr. Jetzt sollte man eigentlich alles mit sinnvollen Einschränkungen am Laufen halten können.

Angesichts Deiner Pläne für den Skiurlaub ohne Hüttenzauber und Apres Ski sehe ich für Dich gar keinen Grund sich vor Corona in Österreich zu fürchten. Genau so einen Skiurlaub werde ich hoffentlich auch machen und mich nicht fürchten. Ich kenne allerdings Deine berufliche Situation nicht, und da lauern zum Beispiel schon Fallstricke.

Denn eine aufrechte Reisewarnung für Österreich würde es potentiellen Touristen schwer machen, hierher zu kommen. Ich kenne die Regeln in Deutschland ehrlich gesagt nicht, vermute aber, dass es ähnlich ist wie in Österreich: wer in ein Land mit Reisewarnung fährt, muss bei Rückkehr in Quarantäne, aus der er sich eventuell freitesten lassen kann, was allerdings manchmal (in Ö) recht lange dauert. Und wer positiv getestet würde, könnte ohne Entgeltfortzahlung in den Krankenstand müssen, also in unbezahlten Krankenstand. Und ich kenne auch viele Firmen, die auf solche (aus ihrer Sicht) bewusst in Kauf genommene Krankenstände sehr sauer reagieren.

Angesichts solcher Rahmenbedingungen (und dem naheliegenden Verbot von Apres-Ski-Partys wie früher, die ja für viele ein Hauptgrund für Skiurlaub in Österreich sein dürften), kann ich mir nicht vorstellen, dass sich viele Gäste aus dem Ausland einen Österreich-Urlaub antun würden. Noch ist es ja nicht so weit. Aber die Gefahr ist meiner Meinung nach durchaus vorhanden, dass es so weit kommt.

Und solche Reisewarnungen und -beschränkungen werden natürlich von den Corona-Zahlen abhängen, auch wenn sie Dir persönlich wurscht sein sollten. Daher scheint es mir naheliegend und sinnvoll, jetzt zu versuchen, die Zahlen niedrig zu halten. Im Interesse der Tourismuswirtschaft. Die Gesundheitspolitik lasse ich mal bewusst außen vor.

Du kannst Einschränkungen natürlich ablehnen, wenn Dir persönlich die Zahlen egal sind. Aber der Politik vieler Länder werden die Zahlen nicht egal sein. Das ist die Wirklichkeit, mit der man nicht einverstanden sein muss. Ignorieren hilft aber auch nicht. Daher halte ich viele Einschränkungen, die jetzt in Österreich gelten (wie Maskenpflicht) für sinnvoll in Deinem Sinne - wenn Du oben zum Schluss schreibst: "Jetzt sollte man eigentlich alles mit sinnvollen Einschränkungen am Laufen halten können."

Steff1702 19.09.2020 23:55

Kurzer Erfahrungsbericht von mir bzw meiner hustenden Freundin:
Samstags eine Bergwanderung in der Slowakei gemacht von 1100m auf 2000m, verschwitzt und kurzarmig oben angekommen Ohne trockene Klamotten
..blöd geplant, mea culpa.
2 Tage später in München, Freundin hustet so tief dass ich die Befürchtung habe die Tische am Restaurant rufen die Corona-Polizei und wir werden verhaftet.
Nach dem Telefonmarathon mit Ärzten, „googeln sie wo sie den Test machen können“,
Test auf der A8, beide negativ. Die Angst die medial gemacht wurde ist aber heftig.
Selbst mir als für euch „Corona-Leugner“ ging beim öffnen des Tests ein bisschen der Puls


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