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Schwarzfahrer 29.03.2023 10:29

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1703715)
Dieses Framing halte ich für falsch und manipulierend: Oben die gehorsamen Duckmäuser, unten die kritischen und freien Geister, welche stets hinterfragen, aber aus Wahrheitsliebe diese Anstrengung auf sich nähmen.

Deine Interpretation meiner Aussage ist arg einseitig und falsch. Ich habe ganz klar geschrieben, "es gibt viele mögliche und plausible Gründe, so zu denken", nicht allein als gehorsamer Duckmäuser. Ich habe auch mögliche Nachteile des kritischen Hinterfragens herausgestellt, und keines dem anderen generell übergeordnet dargestellt.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1703715)
Vor allem sehe ich darin eine Unkenntnis über den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess und, als Folge davon, eine große Selbstüberschätzung. Denn die Wissenschaft ordnet sich nicht Autoritäten unter, sondern sie erkennt bewiesene Tatsachen an. Auf der anderen Seite ist kritisches Denken etwas anderes, als dem eigenen Vorurteil unverrückbar anzuhängen.

ich habe nie behauptet, die Wissenschaft ordnet sich unter (auch wenn sie sich zunehmend oft politisch mißbrauchen läßt). Der Kern der Wissenschaft liegt aber auch nicht allein in "bewiesenen Tatsachen", sondern in der Suche nach Erklärungen und nach Lösungsmöglichkeiten; also etwas dynamisches. Und kritisches Denken gerade über das "Anerkannte" hinaus und Zweifel am "Anerkannten" sind damit wesentliche Instrumente der Wissenschaft, und steht nicht im Gegensatz dazu. Die Zweifel und Kritik betreffen nämlich in den meisten Fällen nicht die Fakten, sondern die daraus gezogenen Schlussfolgerungen, die nie alternativlos und zwingend sind, sondern menschlichen Meinungen und Priorisierungen unterliegen.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1703715)
Wundert es Dich nicht, dass es dieselben Leute sind, welche sich sowohl bei Thema Corona als auch beim Klimawandel in einer Opposition zur Wissenschaft befinden? Dass diese in derselben Partei, der AfD, eine Heimat finden, obwohl beide Themen sehr verschieden sind?

Nein, das wundert mich nicht, weil es nicht so ist; die beiden Kritikergruppen richten sich gegen politische Entscheidungen, nicht gegen "die Wissenschaft". Es wird nur von denen, die vorbehaltlos "der Wissenschaft" glauben gerne so dargestellt, und alle Zweifler und Kritiker gerne gleich in ein Lager gestopft, auch wenn diese ein sehr diverses Spektrum darstellen, und die wenigsten in der AfD eine Heimat finden. Ich schätze, wer fest an "der Wissenschaft" glaubt, dem fällt es schwer sich vorzustellen, daß davon abweichende Ansichten nicht homogen sind, sondern vielfältig und differenziert sein können.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1703715)
Mir scheint, dass es eine verbindende Klammer zwischen diesen Themen geben muss: Die Ablehnung des Staates und seiner Institutionen. Corona und Klima sind nur Mittel zum Zweck.

Diese Klammer könnte tatsächlich zunehmend relevant sein, als einzige, aus folgendem Grund: je mehr der Staat seine Entscheidungen mit Berufung auf "die Wissenschaft" oder "die Moral" als alternativlos darstellt und versucht den Menschen aufzuzwingen, umso mehr Menschen verlieren ihr Vertrauen in den Staat. Nach Flüchtlingskrise, Corona-Maßnahmen und explodierten Energiekosten gibt es wohl leider viele, die meinen, der Staat macht grudnsätzlich alles falsch - das ist für mich die plausibelste Erklärung, warum so viele auch gegen die militärische Unterstützung der Ukraine sind - einfach weil es die Regierung so will. Rational ist das nicht, eine gefährliche Entwicklung aber schon.

Klugschnacker 29.03.2023 11:01

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1703732)
Es wird nur von denen, die vorbehaltlos "der Wissenschaft" glauben gerne so dargestellt, und alle Zweifler und Kritiker gerne gleich in ein Lager gestopft, auch wenn diese ein sehr diverses Spektrum darstellen, und die wenigsten in der AfD eine Heimat finden. Ich schätze, wer fest an "der Wissenschaft" glaubt, dem fällt es schwer sich vorzustellen, daß davon abweichende Ansichten nicht homogen sind, sondern vielfältig und differenziert sein können.

Du spielst hier mit dem Begriff "glauben": Der Glaube an die Wissenschaft sei vorbehaltlos und fest.

Das ist wieder so eine religiöse Metapher, die für Wissenschaftsleugner typisch ist und die ich regelmäßig in Deinen Argumenten finde. Sie verkehrt das Wesen der Wissenschaft in das Gegenteil. Die Überzeugungskraft der Wissenschaft kommt von überprüfbaren Beweisen. Mit Glauben hat das nichts zu tun.

Die Schwäche Deiner Argumentation besteht gerade im Mangel an Beweisen. Formuliere doch einfach mal eine Deiner Hypothesen und liefere einen überzeugenden Beweis dazu.
:Blumen:

Harm 29.03.2023 11:12

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1703720)
Der Beitrag von Antracis war ironisch gemeint. :Blumen:

Uups,

Mea Culpa, mea maxima culpa.
Leider gibt es hier aber auch Teilnehmer, die derartigen Unsinn wirklich vertreten.
Meine offizielle Entschuldigung an Antracis. Ich verlier langsam den Überblick.....

sabine-g 29.03.2023 11:20

es wird höchste Eisenbahn auf diesen Thread hinzuweisen

Was hier verbreitet wird, ist wirklich nicht mehr auszuhalten.
Arne mach zu.

Flow 29.03.2023 11:28

Das meiner Meinung nach wirklich Ekelhafte :

Wo heute "Wissenschaft" draufsteht, ist zunehmend Ideologie drin
Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1703732)
Diese Klammer könnte tatsächlich zunehmend relevant sein, als einzige, aus folgendem Grund: je mehr der Staat seine Entscheidungen mit Berufung auf "die Wissenschaft" oder "die Moral" als alternativlos darstellt und versucht den Menschen aufzuzwingen, umso mehr Menschen verlieren ihr Vertrauen in den Staat. Nach Flüchtlingskrise, Corona-Maßnahmen und explodierten Energiekosten gibt es wohl leider viele, die meinen, der Staat macht grudnsätzlich alles falsch - das ist für mich die plausibelste Erklärung, warum so viele auch gegen die militärische Unterstützung der Ukraine sind - einfach weil es die Regierung so will. Rational ist das nicht, eine gefährliche Entwicklung aber schon.

Ja, diese bedenkliche, befeuerte Wechselwirkung gibt es wohl in diversen Bereichen.

In dem Zusammenhang "muß" ich nun doch mal hier zitieren, worüber ich letzte Woche stolperte.
Ein weiterer "Faktenfinder" auf tagesschau.de.
Hat nichts mit Corona zu tun, den Artikel selbst habe ich nicht gelesen, der Inhalt soll hier auch nicht diskutiert werden.
Lediglich Titel und Teaser möchte ich zitieren, da die Thematik leider zu sehr in den hier diskutierten Zusammenhang paßt :

Viel Aufmerksamkeit für fragwürdige Experten
Zitat:

Sie füllen Hallen, schreiben Bücher oder sitzen in Talkshows: vermeintliche Experten zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Dabei gelten viele ihrer Ansichten in der Wissenschaft als abwegig - oder ganz falsch.
Wie zu vielen anderen Themen unserer Zeit, scheint es also auch zum Krieg einen "wissenschaftlichen Konsens" zu geben, dem zu folgen ist.

TriVet 29.03.2023 11:44

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1703738)
Wie zu vielen anderen Themen unserer Zeit, scheint es also auch zum Krieg einen "wissenschaftlichen Konsens" zu geben, dem zu folgen ist.

Für jemand, der sich ständig verabschiedet, bist Du ganz schön präsent.

Was ist denn schlimm an einem "wissenschaftlichen Konsens"?!
Ist das nicht so, dass da mehr oder weniger helle Köpfe sich halbwegs über etwas einig sind?

Flow 29.03.2023 11:53

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1703740)
Für jemand, der sich ständig verabschiedet, bist Du ganz schön präsent.

Ich arbeite dran ... :)
Zitat:

Was ist denn schlimm an einem "wissenschaftlichen Konsens"?!
Siehe oben :
Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1703738)
Wo heute "Wissenschaft" draufsteht, ist zunehmend Ideologie drin


TriVet 29.03.2023 11:56

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1703738)
Wo heute "Wissenschaft" draufsteht, ist zunehmend Ideologie drin

was ist dein Thema und was hast du dazu zu sagen?


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