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hein 14.11.2021 15:39

Zitat:

Zitat von Thomas W. (Beitrag 1633275)
Hallo zusammen- für mich mal zum Verständnis , weil 40% der aktuellen Corona Fälle Impfdurchbrüche sind .
Lässt denn die Impfung nach, weil sich das Virus „entwickelt“ oder aus einem anderen Grund .

Wie oft werde ich mich zukünftig im Jahr impfen müssen/wollen ?

Warum habe ich das Gefühl , dass die kurze Wirksamkeit des Impfstoffes überraschende Wirkung zeigt .

Wie lange ist der Booster wie wirksam ?
Was bringt aktuell ein Lockdown der Ungeimpften ?

Ich sehe hier noch keine kurze Wirksamkeit des Impfstoffs. 40% Impfdurchbrüche in dieser Altersgruppe sind doch gar kein schlechter Wert. Der Impfstoff wurde gegen den Wildtyp entwickelt. Aktuell haben wir es mit Delta zu tun. Bis jetzt haben so ziemlich alle Studien gesagt, dass die Wirksamkeit gegen Delta reduziert ist. Wenn ich bei Statista nachschaue, dann sind in der Altersgruppe 60+ 85,6% der Personen geimpft. Angenommen, wir haben 1.000 Personen der Altersgruppe 65+, dann sind 856 geimpt und 144 nicht geimpft. Die 144 nicht geimpften Personen brauchen eine über 7x so hohe Wahrscheinlichkeit im KH zu landen, damit sie 55% der Fälle stellen können. Wenn ich aus den bedingten Wahrscheinlichkeiten den Schutz vor KH-Aufenthalt ausrechne, dann komme ich auf 86%. Für den Schutz vor der Intensivbehandlung komme ich sogar auf 90%. In meinen Augen spricht das dafür, dass der Impfstoff viel besser als erwartet ist.

Edit: Bei der altersspezifischen Impfquote von 85,6% sollte noch miteinbezogen werden, dass die Meldungen der ambulanten Ärzte unvollständig sind. Es ist tatsächlich von einer höheren Impfquote und damit von einem höheren Schutz der Impfung auszugehen.

Hafu 14.11.2021 16:15

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1633284)
Bei einer postulierten nicht sterilen Immunisierung durch die Impfung bei Erkrankungen von Impfdurchbrüchen zu sprechen, ist doch schlichter Populismus, um die Wirksamkeit der Impfung zu diskreditieren.

Wenn ich schon so altersschwach, vorerkrankt oder was auch immer bin, dass selbst mildeste Krankheitsformen mein Leben akut bedrohen, dann rettet mich eine Impfung eben auch nicht. Daher ist die Statistik mit dem Anteil der Geimpften unter den Intensivbettenbelegern und Verstorbenen wenig aussagekräftig. Wenn es sich eben bei den geimpften um Teile der oben genannten Gruppe und bei den Ungeimpften um Menschen handelt, die voll im Saft stehen.

:Blumen:
Soweit kann ich deinem Beitrag folgen und zustimmen.

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1633284)
Was das Kubicki Bashing angeht: Dies kann ich nicht nachvollziehen. In allen Redebeiträgen, die ich bislang verfolgt habe, äußert er lediglich immer wieder rechtliche Bedenken an irgendwelchen Maßnahmen und keine inhaltlichen und stellt dies zumeist auch immer sehr klar.


Ich würde mal sagen, dass Kubicki mit dieser öffentlichen Aussage keine "rechtlichen Bedenken geäußert hat, sondern schlicht und einfach Herrn Lauterbach und alle Menschen mit spastischer Behinderung diffamiert hat.

Hafu 14.11.2021 16:22

Zitat:

Zitat von hein (Beitrag 1633285)
I.... In meinen Augen spricht das dafür, dass der Impfstoff viel besser als erwartet ist.
...


Als Ergänzung zu Heins Zahlenaufbereitung ein eindrucksvoller Bericht des verantwortlichen Arztes der Covid-Intensivstation in Schwabing


Praktisch alle Covid-intensivpatienten dort sind ungeimpft (und es gibt keine intensivstation in Deutschland, die mehr und länger Erfahrung mit Covid-19 hat, denn dort wurden auch mit den Webasto-Mitarbeitern die ersten Covid19-Patienten Deutschlands im Februar 2021 versorgt.

Mo77 14.11.2021 16:36

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1633287)
:Blumen:
Soweit kann ich deinem Beitrag folgen und zustimmen.






Ich würde mal sagen, dass Kubicki mit dieser öffentlichen Aussage keine "rechtlichen Bedenken geäußert hat, sondern schlicht und einfach Herrn Lauterbach und alle Menschen mit spastischer Behinderung diffamiert hat.

Wie kommst du denn jetzt auf Menschen mit spastischer Behinderung???

Hafu 14.11.2021 16:44

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1633289)
Wie kommst du denn jetzt auf Menschen mit spastischer Behinderung???

Weil Herr Kubicki bzw. die Menschen in seiner Stammkneipe den Ausdruck "Spacken", der für viele Synonym mit "Spastiker" ist, als Schimpfwort benutzt haben..

Dass es theoretisch andere Herleitungsmöglichkeiten gibt, ist gegenstandslos, da es alleine darum geht, dass es die Möglichkeit gibt, dass sich Spastiker angesprochen fühlen könnten, was alleine den Gebrauch dieser Bezeichnung in der Öffentlichkeit verbietet.

Das ist ähnlich wie die Bezeichung Neger für People of Color. Das könnte man auch vom lateinischen "niger" herleiten und behaupten, es wertfrei zu benutzen ohne damit eine Beleidigung zu meinen, aber entscheidend ist auch hier wie andere den Begriff interpretieren und nicht wie man selbst meint den Begriff zu nutzen.

merz 14.11.2021 16:46

Flankierend dazu meldet München Klinik zu dem m.W, das Schwabinger Krankenhaus gehört im Personal landunter - dramatischer Aufruf an Studenten Medizin und NatWi zum Notfalleinsatz

https://twitter.com/muenchenklinik/s...89244258398214



m.

keko# 14.11.2021 16:48

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1633040)
Geld ist sicher ein wichtiger Faktor, vor allem müssen aber die Stellen besetzt werden und bessere Fortbildungsperspektiven in dem Bereich geschaffen werden. Das sind leider alles Probleme, die nicht über Nacht zu lösen sind.

Man hätte das halt bedenken müssen, als man anfing, das Gesundheitssystem zu privatisieren. Da ist nun mal Gewinnorientierung zwangsläufig und übliche privatwirtschaftliche Regulationsmechanismen greifen nicht voll. Am Ende bleibt meist das Personal als effektivster Sparfaktor.....

Wie ich in der Zeitung kürzlich lesen konnte, denkt man über einen Einmalbonus nach. Das ist sicher nicht schlecht, verpufft aber meist, da es i.d.R gleich in Konsum oder Schuldenabgleich gesteckt wird. Insofern geht es in die Taschen der Besitzenden über und sponsert diese ;-)

Besser wäre eine dauerhafte Lohnerhöhung. Selbst mit 25 EUR kann man schon ETF-Sparpläne anlegen und kann so zumindest ein bisschen etwas für seine Kinder tun, selbst wenn es für einen selbst zu spät ist.

(sorry, dass ich dieses Posting hervorhole, habe aber zwischenzeitlich nicht mitgelesen und wollte auf dein ausfrührlichesPosting eingehen :Blumen: )

Mo77 14.11.2021 20:08

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1633290)
Weil Herr Kubicki bzw. die Menschen in seiner Stammkneipe den Ausdruck "Spacken", der für viele Synonym mit "Spastiker" ist, als Schimpfwort benutzt haben..

Dass es theoretisch andere Herleitungsmöglichkeiten gibt, ist gegenstandslos, da es alleine darum geht, dass es die Möglichkeit gibt, dass sich Spastiker angesprochen fühlen könnten, was alleine den Gebrauch dieser Bezeichnung in der Öffentlichkeit verbietet.

Das ist ähnlich wie die Bezeichung Neger für People of Color. Das könnte man auch vom lateinischen "niger" herleiten und behaupten, es wertfrei zu benutzen ohne damit eine Beleidigung zu meinen, aber entscheidend ist auch hier wie andere den Begriff interpretieren und nicht wie man selbst meint den Begriff zu nutzen.

"Hoit dai Fotzn" ist kein Apell zum Griff zwischen die Beine.
Ein Spaggn kein Spacko aber eine Zigarre manchmal einfach nur eine Zigarre.
:liebe053:


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