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Schwarzfahrer 24.08.2021 09:38

Zitat:

Zitat von petra_g (Beitrag 1618908)
Letztens war ich im Supermarkt mit einer FFP2 Maske und ich konnte den Körpergeruch und Schweißgeruch eines arg stinkenden Mitmenschen wirklich intensiv riechen.

Dann saß diese Maske wohl nicht allzu dicht. Ich kann im Supermarkt nicht mal mit einer einfacheren Maske die Qualität von Tomaten oder Honigmelonen "erriechen" - überhaupt fühle ich mich olfaktorisch stark abgekoppelt, nur die stärksten Gerüche kommen durch.
Zitat:

Zitat von petra_g (Beitrag 1618908)
Bezweifle das ich mit ffp2 geschützt bin.

Es reduziert natürlich etwas die direkt in dein Gesicht geblasenen Luftkomponenten; dicht ist sie im seltensten Fall. Ich habe vor Jahren mit einer solchen Maske angefangen, die alte Dachdämmung zu entfernen (Glaswolle). Nach einer halben Stunde waren meine Nasenlöcher trotz FFP2-Maske innen schwarz (ohne wären sie natürlich noch schwärzer gewesen). Erst bei Umstellung auf Gummimaske mit Filtervorsatz war Ruhe; wir haben also noch Optimierunspotential bzgl. AHA-Regeln. Insofern sind alle aktuell üblichen Masken primär ein Spuck- und Spritzschutz, und kaum Aerosol-Schutz. Ihre Wirkung ist m.M.n. weitgehend (in ausreichender Näherung) die gleiche, wie wenn ich einen gewissen Abstand zum Mitmenschen halte. Ich schaffe es auch ohne Maske, daran zu denken.

Schwarzfahrer 24.08.2021 09:47

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1618912)
Alleine diese signifikante Reduzierung von Krankheitszeiten wegen banaler Infekte bedeutet schon einen echten Mehrgewinn an Lebensqualität, der die Maskennutzung in der Arbeit und in manchen Alltagssituationen sowie den Verzicht auf Händeschütteln absolut rechtfertigt, selbst wenn es die Covid19-Pandemie gar nicht gäbe.

Schön für dich. Das sollte aber jeder individuell für sich gewichten dürfen. Meine Prioritäten sehen anders aus, für einen normalen, bedenkenlosem Umgang mit den Mitmenschen nehme ich gerne ein paar Erkältungen auch auch mal einen fiebrigen Infekt in Kauf. Das Leben ist nie ohne unvermeidbare wesentliche Gefahren zu haben, sei es eine Herzerkrankung, ein Infekt, ein Unfall - ich will mein Leben nicht primär nach Gefahrenvermeidung ausrichten. Gesundheit ist ein hohes Gut, aber wenn es zu hoch gehängt wird, leidet der Rest vom Leben darunter.

petra_g 24.08.2021 09:53

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1618923)
Ich habe vor Jahren mit einer solchen Maske angefangen, die alte Dachdämmung zu entfernen (Glaswolle). Nach einer halben Stunde waren meine Nasenlöcher trotz FFP2-Maske innen schwarz (ohne wären sie natürlich noch schwärzer gewesen).

Ich hatte mal eine FFP3 Maske genutzt (also mit Filter). Die sitzt dann auch besser da die Luft durch den Filter entweichen kann bzw. hineinströmen kann. Den meisten Staub hat sie aus meinen Nasenlöchern ferngehalten. Aber Staub ist größer > als Schweißgeruch (Aerosol) > Viren.

Schwarzfahrer 24.08.2021 09:58

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1618920)
Es wird zunehmend eng auf diesem Planeten. Wenn man ein begrenztes gemeinsames Restbudget an CO2 hat, dann geht der Ausstoß der Chinesen an Treibhausgasen auch mich etwas an. Dasselbe gilt für das Verhalten unserer Landsleute.

Und das rechtfertigt, daß Du anderen vorgeben kannst, wie sie sich zu verhalten haben? ich finde, nein. Du kannst höchstens Wünsche äußern, und wenn die Chinesen es doch anders machen, mußt Du Dich damit abfinden, ebenso wie sie Dir nichts vorzugeben haben.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1618920)
Ähnlich ist es mit den Frauenrechten. Wo zuvor die Männer einfach die Welt unter sich aufgeteilt haben, bestehen nun auch die Frauen auf voller gesellschaftlicher Teilhabe.

Das ist in unseren Breiten weitgehend erreicht. Und unsere Vorstellung von Gleichberechtigung ist nicht mit Gewalt in andere Kulturen verpflanzbar, siehe Afghanistan. Sowas muß vor Ort von innen heraus wachsen, und das kann noch bei einer solchen Kultur Generationen dauern.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1618920)
Dasselbe gilt unter den Völkern: Wo früher einfach die Spanier und Portugiesen die Welt unter sich aufgeteilt haben, später die Kolonielamächte und noch später die G7-Staaten, sehen wir heute die Notwendigkeit einer globalen Verteilungsgerechtigkeit.

Illusion. Die Welt ist nicht gerecht, wir können nur in unserem Bereich das Beste tun (was wir dafür halten). Ob es für alle das Beste ist, können wir nicht wissen (auch wenn wir natürlich glauben sollten, daß unser Weg der Beste ist), und keiner sollte sich anmaßen, seine Maßstäbe für alle anzusetzen, dafür ist die Welt zu vielfältig.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1618920)
Immer mehr Stimmen müssen gehört werden, immer mehr Themen müssen wir ausdiskutieren und zwischen uns ausbalancieren.
:Blumen:

Das entspricht auch meiner Vorstellung von Vielfalt, die es zu erhalten gibt. Ausbalancieren hieße für mich die Unterschiede auszuhalten, und ohne Rechthaberei jedem seinen Weg lassen, soweit wie möglich, auch wenn es einem nicht gefällt. Den eigenen Weg sichert man über Maßnahmen bei sich, und nicht durch erzwungene Änderung des Anderen.

Pablo1305 24.08.2021 10:58

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1618912)
Ich habe mit Beginn der Pandemie die längste infektfreie Phase meines Lebens hinter mir (jetzt schon seit 18 Monaten), während ich sonst ein bis zwei grippale Infekte pro Jahr zu bewältigen hatte, immer wieder mal mit Schnupfen oder mit Halsschmerzen zu kämpfen hatte, ohne dass ich mich je als besonders krankheitsanfällig eingestuft hätte.

Es gibt aber auch die Meinung dass wir unser Immunsystem schwächen, wenn wir
uns keinen/weniger Bakterien, Viren etc. aussetzen durchs Maske tragen, desinfizieren etc.

Ich hatte soeben Corona trotz doppelter Impfung. Symptome ähnlich einer Grippe.
Vorher war ich auch über 1,5Jahre frei von Infekten, Verkühlungen etc., bin mir
aber nicht sicher, ob das auf lange Sicht "gut" ist und wir nicht den ein oder
anderen Infekt "brauchen" um unsere Abwehrkräfte zu erhalten ??

Obwohl es natürlich fein war, mal so lange gesund gewesen zu sein!!

Bockwuchst 24.08.2021 11:24

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1618923)
Dann saß diese Maske wohl nicht allzu dicht. Ich kann im Supermarkt nicht mal mit einer einfacheren Maske die Qualität von Tomaten oder Honigmelonen "erriechen" - überhaupt fühle ich mich olfaktorisch stark abgekoppelt, nur die stärksten Gerüche kommen durch.
Es reduziert natürlich etwas die direkt in dein Gesicht geblasenen Luftkomponenten; dicht ist sie im seltensten Fall. Ich habe vor Jahren mit einer solchen Maske angefangen, die alte Dachdämmung zu entfernen (Glaswolle). Nach einer halben Stunde waren meine Nasenlöcher trotz FFP2-Maske innen schwarz (ohne wären sie natürlich noch schwärzer gewesen). Erst bei Umstellung auf Gummimaske mit Filtervorsatz war Ruhe; wir haben also noch Optimierunspotential bzgl. AHA-Regeln. Insofern sind alle aktuell üblichen Masken primär ein Spuck- und Spritzschutz, und kaum Aerosol-Schutz. Ihre Wirkung ist m.M.n. weitgehend (in ausreichender Näherung) die gleiche, wie wenn ich einen gewissen Abstand zum Mitmenschen halte. Ich schaffe es auch ohne Maske, daran zu denken.

Wer eine wirklich super Maske sucht, dem empfehle ich die Aura Masken von 3M. Die sitzen fantastisch und haben an der Nase eine diche Schicht Schaumstoff, was sie sowohl bequem als auch wirklich dicht macht. Das beseitigt nicht nur das Problem mit beschalgenen Brillen, das viele haben, sondern damit erfüllt sie dann auch wirlich ihren Zweck.
Sind ein kleines bisschen teurer als die ganz günstigen im Supermarkt.

Hafu 24.08.2021 12:40

Zitat:

Zitat von Pablo1305 (Beitrag 1618946)
Es gibt aber auch die Meinung dass wir unser Immunsystem schwächen, wenn wir
uns keinen/weniger Bakterien, Viren etc. aussetzen durchs Maske tragen, desinfizieren etc.

...

Von dieser Meinung halte ich nichts.

Mit Viren und Bakterien hat unser Immunsystem ohnehin ständig zu tun, auch wenn man ein paar Stunden am Tag mit Masken unterwegs ist und Abstand hält.

Auf unserer eigenen Haut, auf allen unseren Schleimhäuten oder im Darm leben Zigmilliarden Bakterien, die sobald sie in ein Kompartiment gelangen, wo sie eigentlich nicht vorgesehen sind (z.B. in kleinere Verletzungen), auch pathologisch werden können.

Unser im Darm physiologisches Escherichia Coli ist der häufigste Verursacher von Harnwegsinfekten, weil es in der Blase und in der Harnröhre nicht zu suchen hat.
Staphylococcus epidermidis oder auch Propionibakterien sind harmlos, so lange sie auf der Haut leben, können aber in tiefen, knochennahen Wunden ein Riesenproblem darstellen und das Immunsystem überfordern.

Das von dir erwähnte Immuntraining findet also auch jetzt in Pandemiezeiten ständig statt. Erst recht, da man ja im familiären Bereich keine AHA-Regeln befolgt oder Masken nutzt.
Auf die zusätzliche Auseinandersetzung mit Bakterien und Viren wildfremder Menschen im Beruf, im Supermarkt, in öffentlichen Verkehrsmitteln kann ich gut verzichten (wobei das natürlich trotzdem passiert, da wie in der obigen Maskendiskusion angerissen, keine Masken zu hundert Prozent alle Aerosole filtriert. Um Krankheiten zu vermeiden reicht es aber oft aus, die Virendosis auf ein Maß zu reduzieren, bei dem unser Immunsystem seine Funktion als Gatekeeper noch wahrnehmen kann.

welfe 24.08.2021 12:41

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1618850)
@welfen: Danke fürs Teilen - interessanter Punkt, ich habe jetzt 5 min investiert die Regelung für mein Bundesland festzustellen - nichts belastbares gefunden ....

Bundesland in diesem Fall das Saarland. Aber wir hatten es auch schon erlebt, dass innerhalb eines Bundeslandes die Gesundheitsämter sehr unterschiedlich entschieden. Das nervt richtig.


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