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BananeToWin 04.04.2020 10:12

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1522530)

Was in dem Bericht auch aufgeführt wird und worüber kaum geredet wird ist die möglich bestehende (Kreuz-)Immunität in Teilen der Bevölkerung. Möglicherweise führt ja eine vorangegangene Besiedelung oder Infektion mit anderen Coronaviren zu einer (Teil-)immunität gegen SARS-CoV-2. Diesen Effekt macht man sich offenbar u.a. bei der (mäßig wiksamen) Tuberkulose-Impfung zunutze. So könnte ein relevanter Bevölkerungsanteil bereits eine gewisse Immunität haben, ohne mit dem neuen Erreger infiziert gewesen zu sein. Weiß jemand, ob das schonmal von Experten ausführlicher diskutiert wurde bzw. wo man dazu was seriöses finden kann?

ThomasG 04.04.2020 10:25

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1522445)
Es wäre IMHO sehr vernünftig, auch Kekule und Karl Lauterbach empfehlen die Suppression als Ziel, aber ich rechne nicht damit, dass unsere Gesellschaft und die Politik das schaffen.

Auf der anderen Seite scheinen die Virologen selbst keinen eindeutig wissenschaftlich verbindlichen Standard zu kennen, wenn ich mir so die unterschiedlichen Einschätzungen der Zunft anschaue, welche eine Uniklinik gerade erhoben hat.

"Den Ergebnissen zufolge halten 80,7 Prozent der Befragten die Social-Distancing-Maßnahmen der Bundesregierung für sinnvoll (Mehrfachnennungen waren möglich). Mehr als 41 Prozent der Befragten befürworten jedoch auch die Maßnahme, besondere Schutzmaßnahmen nur für Risikogruppen zu treffen und sonst zum öffentlichen und wirtschaftlichen Leben zurückzukehren. Nur 4,1 Prozent der Befragten halten es für sinnvoll, so weiterzuleben wie bisher, um eine "Herdenimmunität" zu erreichen. 10,7 Prozent befürworten eine scharfe Ausgangssperre und eine weitere Produktionsreduktion. 16,8 Prozent der befragten Virologen halten es für sinnvoll, das Alltagsleben wieder herzustellen und dabei weitestgehend Atemmasken aufzusetzen."

https://www.spiegel.de/wissenschaft/...4-5d5de801b903

Es wünschen sich glaube ich unheimlich viele Menschen, dass das neue Coronavirus wenigstens regional völlig verschwinden kann, aber ich glaube viele Fachleute sind der Ansicht, dass es dafür zu spät ist.
Selbst wenn es gelingen sollte das Virus beispielsweise in einzelnen Ländern nahezu auszurotten, dann kann es zurückkehren.
In der Beschreibung der Modellierung von Beispielsszenarien der SARS-CoV-2-Epidemie 2020 in Deutschland (20.03.2020) heißt es an einer Stelle:
"Da es höchst wahrscheinlich nicht möglich ist die Ausbreitung von SARS-CoV-2 völlig zu beenden, muss zumindest ein Teil der Maßnahmen nach Möglichkeit für einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten werden kann."
(Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/...licationFil e, Seite 10 links, vorletzter Absatz)

Vicky 04.04.2020 10:37

Hier habe ich eine Information gefunden zur Belegung von Intensivbetten. Auf der Startseite gibt es immer den Tages Report den müsst ihr anklicken.

https://www.divi.de/

Das DIVI-IntensivRegister erfasste bundesweit am 03.04.2020 um 6:15 Uhr mit 1.052 Kliniken/Abteilungen (+77 zum Vortag, 6:15) die intensivmedizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19. (aus dem Bericht von gestern).

Ich persönlich sehe die Situation nicht so schwarz. Inzwischen sind auch viele erkrankte bereits wieder gesund. Wenn ich mir also diese Fallzahlen anschaue, muss ich die geschätzte Anzahl an gesunden Menschen abziehen. Ich glaube nicht, dass wir italienische Verhältnisse hier bekommen.

Sehr viel dramatischer sieht für mich die Situation in den USA aus. Das wird noch ganz schön heftig.

Helios 04.04.2020 11:40

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1522166)
nach 14 Tagen Quarantäne hat meine Tochter ihre Omi besucht.

Meine Mama war vor 18 Jahren in der "Onkologie" - sie bekam eine nette Zimmermitliegerin, die wünschte sich den Besuch der Kindergarten-Enkelin, die kam mit Husten und rotzender Nase in die Klinik, in der fast alle Menschen kein Immunsystem mehr haben, das haben das Pflegepersonal und die Ärzte erlaubt und sogar unterstützt, meine Mama war die Böse, weil ihr die Nase des Kindes zu heftig lief.

In der Nacht ist die Oma verstorben, ihr Immunsystem war kollabiert - es hört sich an wie wenn ein Reifen Luft verliert, wenn ein Mnesch stirbt, hat meine Mama erzählt, auf den Notknopf, den sie mindestens 20 mal bediente hat das Pflegepersonal (vermutlich) aus erzieherischen Gründen nicht gehört.

Erst wenn ein Enkelkind im TV heulend erzählt, dass es seine Oma gekillt hat, erst dann werden die Leute zum Denken beginnen (vielleicht).

qbz 04.04.2020 11:55

Fachartikel über 50 Covid-19 Patienten
 
Ärzte der Uni-Klinik Aachen veröffentlichten einen ersten Fachartikel über die Behandlung von 50 Covid-19 an ihrer Klinik. Sie vergleichen in der Studie zwei Patientengruppen: Die 1. Gruppe wurde wegen ARDS (Lungenversagen) auf der Intensivstation behandelt, eine 2. Gruppe ohne ARDS auf der Isolierstation mit Beatmung. Das Alter lag im Median bei 65 Jahren (Interquartilsabstand [IQR 58–76]); 34 % waren Frauen. Die Hospitalisierung erfolgte im Median schon nach 4 Tagen nach Krankheitsbeginn.

Folgende Tendenzen stellt der Bericht fest und empfiehlt diese als Hypothesen für weitere Untersuchungen:
  • das Risiko der Entwicklung von ARDS im Rahmen von COVID-19 bei Patienten mit respiratorischen Vorerkrankung und solchen mit Adipositas erhöht ist
  • sich das Ausmaß der Viruslast bei Patienten mit und ohne ARDS nicht unterscheidet
  • Patienten mit ARDS laborchemisch durch persistierend erhöhte Leukozytenzahlen sowie erhöhte Spiegel von CRP, IL-6, LDH, CK und D-Dimeren gekennzeichnet sind und
  • hospitalisierte COVID-19-Patienten ohne ARDS über einen Zeitraum von einer Woche deutlich erhöhte Entzündungswerte und Körpertemperatur mit anhaltender Sauerstoffpflichtigkeit aufweisen.
Charakteristik von 50 hospitalisierten COVID-19-Patienten mit und ohne ARDS

4 Patienten der Nicht-ARDS-Gruppe verzichteten auf eine Intensivbehandlung und verstarben an respiratorischer Insuffienz, drei Patienten der ARDS-Gruppe verstarben an Multiorganversagen.

Ich denke, wer z.B. eine Patientenverfügung hat und bestimmte Verfahren der künstlichen Beatmung darin ablehnt, sollte sich überlegen, ob er einen möglichen Erkrankungsfall Covid-19 da als Ausnahme hineinnehmen möchte.

Antracis 04.04.2020 12:21

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 1522554)


Ich persönlich sehe die Situation nicht so schwarz. Inzwischen sind auch viele erkrankte bereits wieder gesund. Wenn ich mir also diese Fallzahlen anschaue, muss ich die geschätzte Anzahl an gesunden Menschen abziehen. Ich glaube nicht, dass wir italienische Verhältnisse hier bekommen.

Ich befürchte schon, dass wir lokal große Probleme bekommen können. Letztlich sind die Problemhotspots der letzten Wochen ja auch nicht Italien, Spanien und USA, sondern man müsste präzisier von Bergamo, Madrid und New York sprechen.

In den nächsten Wochen wird ja der exponentielle Anstieg der Todeszahlen noch nachlaufen, bei einer Beatmungszeit von schweren Fällen von 2-3 Wochen staut sich das schon gewaltig, wenn der Input von Erkrankten täglich exponentiell ansteigt.

Dazu kommen Probleme in der Logistik von Schutzausrüstung und Labortests (Material). Das birgt dann die Gefahr einer Spirale, wenn dadurch lokal der Krankenstand von Mitarbeitern und Mitpatienten steigt und schwierig einzudämmen ist.

Aber auf New York bin ich auch gespannt, daraus wird man viel lernen können.

Die Debatte darüber, welche Maßnahmen wirklich effektiv sind und gelockert oder aufgehoben werden können/müssen, wird ebenfalls sehr interessant. Zumindest gibt es da aus meiner Sicht erheblichen Diskussions- und Forschungsbedarf, hingegen sollte man langsam die Grundsatzdebatte beerdigen. Es gibt natürlich jetzt auch eindrucksvolle Theorien, dass die Intensivstationen nur belegt sind, weil Omis mit Panikattacken in die Klinik kommen, COVID-19-positiv getestet und zwangsaufgenommen werden und dann aufgrund einer im Krankenhaus erworbenen Infektion beatmungspflichtig werden. Das ist dann letztlich endlich Chemtrail-Niveau.

Problematisch finde ich allerdings auch, dass YouTube und Facebook jetzt Videos mit Corona-Fake-News löschen. Aus meiner Sicht ist das, nicht nur aus Gründen der Meinungsfreiheit, der falsche Weg. Man sollte weiterhin auf „Fact-Checks“.Setzen. Man kann natürlich mit „gemeingefährlichem“ Inhalt argumentieren. Letztlich wird aber ja nur der wirklich größte absurde Unsinn gelöscht. Dessen Adressaten glauben eh jeden Scheiß ungefragt und leben fest in ihrer eigenen Blase. Und sollte es da doch noch Zweifel innerhalb der elitären Weltverschwörungsblase geben, werden die durch so eine Zensur eher noch ausgeräumt. Und wenn jemand dennoch lediglich kognitiv nicht in der Lage ist, dass zu erfassen oder ein Mangel an gesundem Menschenverstand vorliegt, dann sind das hoffentlich epidemiologisch verkraftbare Kollateralschäden oder individuell bringt man dann ein Opfer für die Meinungsfreiheit.

Trillerpfeife 04.04.2020 12:23

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1522567)
Meine Mama war vor 18 Jahren in der "Onkologie" - sie bekam eine nette Zimmermitliegerin, die wünschte sich den Besuch der Kindergarten-Enkelin, die kam mit Husten und rotzender Nase in die Klinik, in der fast alle Menschen kein Immunsystem mehr haben, das haben das Pflegepersonal und die Ärzte erlaubt und sogar unterstützt, meine Mama war die Böse, weil ihr die Nase des Kindes zu heftig lief.

In der Nacht ist die Oma verstorben, ihr Immunsystem war kollabiert - es hört sich an wie wenn ein Reifen Luft verliert, wenn ein Mnesch stirbt, hat meine Mama erzählt, auf den Notknopf, den sie mindestens 20 mal bediente hat das Pflegepersonal (vermutlich) aus erzieherischen Gründen nicht gehört.

Erst wenn ein Enkelkind im TV heulend erzählt, dass es seine Oma gekillt hat, erst dann werden die Leute zum Denken beginnen (vielleicht).

ah Omi liegt auf der Krebsstation. Die Arzte erlauben den Besuch der Enkelin. Möglicherweise waren es so oder so die letzten Stunden der Oma. Das könnte die Entscheidung der Ärzte beeinflusst haben.

Keine Ahnung wie lange die Inkubationszeit bei "Rotznase" ist.

Deine Mama hat es vermutlich gut überstanden.

Meine Tocher hatte keine Rotznase, sie hat sich extra 14 Tage von allen Menschen, ausser ihren Eltern, fern gehalten um mit einem guten Gefühl ihre Oma besuchen zu können.
Wir haben jeden Tag Temperatur gemessen und auch sonst auf diverse mögliche Corona Symtome geachtet.

Sie hat sich viele Gedanken darüber gemacht, ob sie ihre Oma "killen" könnte. Ich glaube, viele Enkel machen sich darüber Gedanken. Zumindest ab einem gewissen Alter. 3 bis 5 jährige Enkelkinder denken vermutlich nicht so weit. Und wenn sie nur mit ihren Eltern Kontakt hatten, warum sollten sie dann nicht ihre Grosseltern besuchen.

Antracis 04.04.2020 12:46

Es gibt erste Meldungen, dass Schweden jetzt versucht, die gesetzlichen Grundlagen für kurzfristig umzusetzende Lock-down-Maßnahmen zu schaffen.

Wenn das wirklich kommt, wird sich die Regierung schon fragen müssen, warum Maßnahmen wie das Besuchsverbot in Altenheimen erst ausgesprochen wurde, nachdem eine Häufung der Infektionen dort festgestellt wurde. Ist ja in etwa so, wie erstmal auf den Brand zu warten und dann die Tür zu zumachen und laut „Feuer“ zu rufen, statt Prävention zu betreiben. Der Staatsepidemiologe, der ja kein Unabhängiger Wissenschaftler sondern, wie auch Wieler, in staatlichen Funktion gesellschaftliche Verantwortung trägt, sollte sich die selbe Frage stellen.

Ich fürchte, dass wir demnächst dann viel aus New York und Stockholm hören werden.

Canumarama 04.04.2020 14:39

Da wir Tiere haben, verfolge ich den Blog von Tierarzt Ralph Rückert schon länger. Er hat in den vergangenen Wochen viele nützliche Informationen für Tierhalter gegeben. Auch sonst schätze ich sein Wissen und seine Art in Bezug auf die Tiermedizin sehr.

In seinem heutigen Blogeintrag hat er seine persönliche Meinung zum Thema Pandemie, dem Vorgehen der Regierung und der derzeitigen (und zukünftigen?) Situation von Tier- und auch Allgemeinmediziner dargelegt.

Bei mir haben seine, nicht ganz frei von Emotionen, Worte Zustimmung gefunden. Insbesondere die zum Präsidenten des RKI, Hr. Wieler.

https://www.tierarzt-rueckert.de/blo...dul=3&ID=20926

trithos 04.04.2020 15:08

Zitat:

Zitat von Canumarama (Beitrag 1522597)
Da wir Tiere haben, verfolge ich den Blog von Tierarzt Ralph Rückert schon länger. Er hat in den vergangenen Wochen viele nützliche Informationen für Tierhalter gegeben. Auch sonst schätze ich sein Wissen und seine Art in Bezug auf die Tiermedizin sehr.

In seinem heutigen Blogeintrag hat er seine persönliche Meinung zum Thema Pandemie, dem Vorgehen der Regierung und der derzeitigen (und zukünftigen?) Situation von Tier- und auch Allgemeinmediziner dargelegt.

Bei mir haben seine, nicht ganz frei von Emotionen, Worte Zustimmung gefunden. Insbesondere die zum Präsidenten des RKI, Hr. Wieler.

https://www.tierarzt-rueckert.de/blo...dul=3&ID=20926

Ich finde, diese Meinung kann man schon haben und auch polemisch formulieren. Ich lese so etwas auch gerne, obwohl ich nicht ganz mit ihm übereinstimme.

Was aber gar nicht geht ist, als Beispiel für öffentliche Geldverschwendung den Bau von Radwegen anzuführen. Ein Vergleich mit den Kosten für Autobahnen wäre angemessener. Aber das ist jetzt natürlich eine Polemik von mir.
:Cheese:

Hafu 04.04.2020 15:09

Zitat:

Zitat von Canumarama (Beitrag 1522597)
...nicht ganz frei von Emotionen, Worte Zustimmung gefunden. Insbesondere die zum Präsidenten des RKI, Hr. Wieler.

https://www.tierarzt-rueckert.de/blo...dul=3&ID=20926

Nicht ganz frei von Emotionen?:Cheese:

Ich würde sagen lupenreine Wutrede im legendären Trappatoni-Stil.;)

Bei vielen Aussagen hat er natürlich auch recht und ich bin auch absolut auf der Linie, dass jede Maßnahme, die zur Einschränkung der persönlichen Freiheit und mit radikalem Einfluss auf die Wirtschaft verhängt wird grundsätzlich scharf zu prüfen ist, ob das Ziel der Maßnahme (infektionseindämmung) nicht mit weniger radikalen Ansätzen zu verwirklichen ist.

Den Mangel an Schutzausrüstung jetzt unserer Regierung anzulasten, weil sie auf einen uralten RKI-Bericht von 2012 nicht konsequent mit Lagerhaltung von Schutzkleidung reagiert hat, ist aber allzu billig und definitiv falsch. Und es wird noch falscher mit dem unsinnigen Vergleich, dass Deutschland sein Geld lieber in den Bau von Radwegen gesteckt hat, statt Schutzmasken zu horten.

Natürlich waren die Masken 2019 (vor Beginn der Epidemie) noch reichlich erhältlich und reine Cent-Artikel. Aber die Epidemie begann nicht vor 4 Wochen, sondern vor 4 Monaten und in dem Augenblick, in dem in der Multimillionen-Einwohner-Metropole Wuhan der Coronavirus tobte, waren Masken schlagartig in größerer Stückzahl nicht mehr zu bekommen, weil sie ja in China benötigt wurden und China weltweit den Großhandel an Masken leer kaufte.
Kein Land, egal welche Regierung (auch nicht die Mustervolkswirtschaften Südkorea, Taiwan und Singapur, die viel Erfahrung mit früheren Epidemien haben und auch nicht die reiche USA oder die in vielen Bereichen besonders sozial aufgestellten skandinavischen Volkswirtschaften), haben es geschafft ausreichend viele Masken zu bevorraten.
Und selbst wenn Deutschland auf einem gigantischen Maskenvorrat gesessen wäre: was hätten wir damit im Januar oder im Februar machen sollen, als erst China dringend Nachschub an Masken benötigte und anschließend italien? Hätten wir alle unsere Vorräte in Deutschland halten sollten, aus Sorge, dass die Epidemie uns genauso schlimm erwischt wie China (das war im Januar noch keineswegs klar)? Hätten wir unseren (hypothetischen)nMaskenvorrat auch unserem Nachbarland Italien vorenthalten sollen?

Das mit den Masken und dem gigantischen Bedarf an Schutzkleidung ist in so einer Pandemie einfach eine loose-loose-Situation, die kaum kurzfristig zu lösen ist.

Canumarama 04.04.2020 15:46

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1522605)
Was aber gar nicht geht ist, als Beispiel für öffentliche Geldverschwendung den Bau von Radwegen anzuführen. Ein Vergleich mit den Kosten für Autobahnen wäre angemessener. Aber das ist jetzt natürlich eine Polemik von mir.
:Cheese:

Er schreibt ja in Bezug auf die Sache mit den Radwegen vorab: „und um es mal so richtig zugespitzt zu formulieren“.
Diese Überspitzung ist natürlich absichtlich so gewählt worden. ;)

Canumarama 04.04.2020 16:05

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1522606)
Und selbst wenn Deutschland auf einem gigantischen Maskenvorrat gesessen wäre: was hätten wir damit im Januar oder im Februar machen sollen, als erst China dringend Nachschub an Masken benötigte und anschließend italien? Hätten wir alle unsere Vorräte in Deutschland halten sollten, aus Sorge, dass die Epidemie uns genauso schlimm erwischt wie China (das war im Januar noch keineswegs klar)? Hätten wir unseren (hypothetischen)nMaskenvorrat auch unserem Nachbarland Italien vorenthalten sollen?

Das mit den Masken und dem gigantischen Bedarf an Schutzkleidung ist in so einer Pandemie einfach eine loose-loose-Situation, die kaum kurzfristig zu lösen ist.

Danke für deine Einschätzung/Meinung.

Ich ganz persönlich könnte besser damit leben wir hätten einen (hypothetischen) Maskenvorrat an unsere Nachbarn verteilt und hätten dadurch kaum noch welche für uns vorrätig, als gar keinen Vorrat zu haben und nun das gleiche Problem zu haben.

TRIPI 04.04.2020 16:15

Zitat:

Zitat von Canumarama (Beitrag 1522608)
Er schreibt ja in Bezug auf die Sache mit den Radwegen vorab: „und um es mal so richtig zugespitzt zu formulieren“.
Diese Überspitzung ist natürlich absichtlich so gewählt worden. ;)

Hä? Als richtiger Rennradfahrer fährt man doch trotz Radweges auf mitten auf der Straße:Cheese:

Habe den verlinkten Artikel von Tierarzt Rückert an einige in meinem Bekanntenkreis weitergeleitet. Darunter mehrere Allgemeinmediziener, eine Frauenärztin und ein Biologe. Der Mittelwert des zurückkommendes O-Tones war in etwa: "Der Mann spricht mir aus der Seele."

Was mich ärgert: Der sympatische Professor, der bei Lanz(auch hier verlinkt ein paar Posts vorher) quasi bestätigt hat, dass Tröpfcheninfektion>Schmierinfektion ist bei Covid19, Schmierinfektion sogar sehr unwahrscheinlich sei, muss die ganze Zeit verbal darum herum turnen, es nicht aus Versehen auf den Punkt zu bringen wer es verbockt hat.
So viel zu Meinungsfreiheit, wenn die Wahrheit am Ende das ist, was zum Besten aller dafür verkauft wird. Man konnte regelrecht sehen wie er sich innerlich winden musste um nicht ein paar deutliche Worte zu verlieren.
Und nein, das soll kein Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheoretiker sein, die prinzipiell auf "Die da oben" schimpfen. Ich würde mir wünschen, der Wieler könnte sich ohne gelyncht zu werden hinstellen und zugeben dass die Lage falsch eingeschätzt wurde. Das ist nur menschlich.
Er kann es aber nicht, weil er zerrissen werden würde. Die Leute geben viel lieber irgendwem die Schuld, als ein wenig Eigenverantwortung zu übernehmen. Jetzt müsste ja am Ende jeder vor der eigenen Tür kehren, warum er für so eine Krise nicht vorgesorgt hat, warum er bisher keine Rücklagen gebildet hat und stattdessen lieber alles in den dicken Benz investiert hat, man lebt ja nur einmal. Oder warum er aus Bequemlichkeit oder Ignoranz die Abstands-/Kontaktregeln schon 85 Mal gebrochen hat.

Nachtrag: Der Mensch bei Lanz hieß Streeck

Hafu 04.04.2020 16:17

Zitat:

Zitat von Canumarama (Beitrag 1522608)
Er schreibt ja in Bezug auf die Sache mit den Radwegen vorab: „und um es mal so richtig zugespitzt zu formulieren“.
Diese Überspitzung ist natürlich absichtlich so gewählt worden. ;)

Solche Beispiele wählt angesichts der Milliarden, die jährlich in den Strasenbau gesteckt werden und der in Deutschland unbedeutenden und bei weitem zu geringen Investitionen,die in die Radwege- infrasfruktur gesteckt werden,nur jemand, der überzeugter Autofahrer ist und dem Radfahrer grundsätzlich suspekt sind.

Wenn er 2019 irgendwo gefordert hätte, dass sich Deutschland auf eine evt. Pandemie vorbereiten müsse und niemand damals auf ihn gehört hätte, dann wäre seine Kritik der deutschen Regierung berechtigt und er hätte auch allen Grund wütend zu sein.

Da er damals -wie alle Länderund Regierungen weltweit- die Gefahr nicht kommen sah, ist die "Überspitzung" einfach nur substanzlose heiße Luft.

Im Nachhinein ist man in so einer historisch einmaligen Situation immer schlauer.

Wenn ich mich in den europäischen Nachbarländern umsehe, in welchem Zustand dort das Gesundheitssaystem ist und welche zum Teil wesentlich radikaleren Maßnahmen.dort verhängt worden sind (und zu welchem Zeitpunkt dort z.T. die Regierungen erst angefangen haben, zu reagieren) fühle ich mich eigentlich ganz gut regiert.

merz 04.04.2020 16:26

Leider reisserische Überschrift: Singapur steuert wohl in den Massnahmen deutlich nach (hab das jetzt nicht an weiteren Quellen geprüft) und spricht von einem langen Kampf, Vietnam analog - das ist da lange noch nicht durch

https://www.latimes.com/world-nation...e-roaring-back

m.

sybenwurz 04.04.2020 16:26

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 1522554)
Ich persönlich sehe die Situation nicht so schwarz.

Das hört sich hier anders an: https://www.youtube.com/watch?v=3z0gnXgK8Do
Aktuelle Informationen zum COVID-19 von der BZgA.
Dauert gute 20 Minuten, lohnt sich aber, imho.
Zahlen um Herdenimmunität oder Kapazität des Gesundheitssystems usw. schön aufgedröselt.
Auch interessant für jene, die an ihre Teilnahme an irgendwelchen auf den Herbst verschobenen Sportereignisse glauben...:Cheese:

LidlRacer 04.04.2020 16:34

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1522614)
Was mich ärgert: Der sympatische Professor, der bei Lanz(auch hier verlinkt ein paar Posts vorher) quasi bestätigt hat, dass Tröpfcheninfektion>Schmierinfektion ist bei Covid19, Schmierinfektion sogar sehr unwahrscheinlich sei, muss die ganze Zeit verbal darum herum turnen, es nicht aus Versehen auf den Punkt zu bringen wer es verbockt hat.
So viel zu Meinungsfreiheit, wenn die Wahrheit am Ende das ist, was zum Besten aller dafür verkauft wird. Man konnte regelrecht sehen wie er sich innerlich winden musste um nicht ein paar deutliche Worte zu verlieren.

Könntest Du Deinen Punkt näher erläutern?
Wer hat was verbockt und wer kann was nicht sagen?

Antracis 04.04.2020 16:34

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1522615)


Im Nachhinein ist man in so einer historisch einmaligen Situation immer schlauer.

Finde ich auch. Wieler befindet sich mit seiner anfänglichen Fehleinschätzung in bester Gesellschaft. Weder Drosten, noch Kekulé war im Januar schlauer (habe ich an anderer Stelle schon zitiert) und auch Herr Streeck, ob nun sympathisch oder nicht, sollte sich vielleicht nicht allzuweit aus dem Fenster lehnen, wenn ich mir seine Einschätzung von Ende Januar anschaue.

Zitat:

„ Deutschland reagiert bislang genau richtig...

[...]

Unsere Kliniken sind auch für schwerere Pandemien gut vorbereitet...

[...]

... Ich halte die Debatte über das Virus deshalb auch zum Teil für übertrieben.“



Trillerpfeife 04.04.2020 16:35

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1522618)
...
Auch interessant für jene, die an ihre Teilnahme an irgendwelchen auf den Herbst verschobenen Sportereignisse glauben...:Cheese:

und was soll uns der :Cheese: sagen?

ironmansub10h 04.04.2020 16:41

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1522623)
und was soll uns der :Cheese: sagen?

Glaube ich auch kaum, dass bis Herbst die Veranstaltungen laufen werden, zumal der Eventkalender ja dann an jedem WE ca. 4-5 Veranstaltungen hätte. Deswegen gibt es ja nicht mehr TN. Für den Veranstalter ist die Gutscheinlösung die sicherste und komfortabelste. Das Risiko bei später insolventem Veranstalter trägt ja dann der Teilnehmer.

BananeToWin 04.04.2020 16:43

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1522618)
Das hört sich hier anders an: https://www.youtube.com/watch?v=3z0gnXgK8Do
Aktuelle Informationen zum COVID-19 von der BZgA.
....

Auch interessant für jene, die an ihre Teilnahme an irgendwelchen auf den Herbst verschobenen Sportereignisse glauben...:Cheese:

Das ist aber doch nicht von der BZgA. Das ist ein Meinungsvideo einer Chemikern, wenn ich das richtig verstanden habe. Die BZgA-Einlendung kommt ja aktuell unter jedem Video, hat damit aber nix zu tun. Oder habe ich da was übersehen?


Ich glaube noch an Sportevents im Herbst.

Vicky 04.04.2020 16:51

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1522618)
Das hört sich hier anders an: https://www.youtube.com/watch?v=3z0gnXgK8Do
Aktuelle Informationen zum COVID-19 von der BZgA.
Dauert gute 20 Minuten, lohnt sich aber, imho.
Zahlen um Herdenimmunität oder Kapazität des Gesundheitssystems usw. schön aufgedröselt.
Auch interessant für jene, die an ihre Teilnahme an irgendwelchen auf den Herbst verschobenen Sportereignisse glauben...:Cheese:

Ich rechne in diesem Jahr nicht mehr mit größeren Sportveranstaltungen. Ich rechne auch damit, dass wir mindestens (!) bis Juni strenge Maßnahmen beibehalten.

Ich sehe dennoch nicht so schwarz für Deutschland wie es derzeit in Italien Spanien und den USA abläuft.

merz 04.04.2020 16:53

Zweimal Blick von aussen, NYTimes über Deutschland in der Pandemie - ich bin ein grosser NYTimes Fan, einige Fakten scheinen da aber einen Dreh zu haben


https://www.nytimes.com/2020/03/28/o...core-ios-share

https://www.nytimes.com/2020/04/04/w...core-ios-share

m.

ThomasG 04.04.2020 17:00

Die Leute verhalten sich in meiner Umgebung inzwischen deutlich aggressiver als sonst, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind.
Natürlich ist das nur ein subkjektiver Eindruck von mir.
Alles in allem empfinde ich es auch so, dass zunehmend ein sehr angespannte Atmosphäre herrscht.
Die Leute hetzen ziemlich durch die Gegend und versuchen sich möglichst schnell Sachen zu besorgen.
Das wird zunehmen, wenn die Maßnahmen länger bestehen bleiben, die aktuell gelten.
Auf der einen Seite finde ich es gut, auf der anderen Seite empfinde ich ein ungutes Gefühl dabei:
Heute haben hier erstmals das THW und Leute vom Rettungsdienst auf den Straßen Durchsagen gemacht (per Lautsprecher vom Auto aus).
Sie fahren durch Siedlungen und fordern die Leute auf bzw. bitten sie sich an die Hygiene-Regeln zu halten, Abstand zueinander einzuhalten und zuhause zu bleiben.

merz 04.04.2020 17:05

Das Wetter in den nächsten Tagen wird eine kleine Herausforderung :cool:

m.

Dafri 04.04.2020 17:17

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1522623)
und was soll uns der :Cheese: sagen?

Schadenfreude :Cheese: ;) ;)

ThomasG 04.04.2020 17:24

Coronavirus: Der Große Schlaf | Doku | ARTE:

https://www.youtube.com/watch?v=qJkP85Xnj-U (12 min 18s)

Körbel 04.04.2020 17:29

Es scheint zu fruchten.
Obwohl noch kein Ende in Sicht, aber immerhin.

"Alarmzustand bis 26. April verlängert!"
Mehr Entlassungen als Neu-Einlieferungen: Genügend freie Intensivbetten im #HospitaldeTorrevieja

Nobodyknows 04.04.2020 17:58

Zitat:

Zitat von Canumarama (Beitrag 1522597)
...nicht ganz frei von Emotionen, Worte Zustimmung gefunden. Insbesondere die zum Präsidenten des RKI, Hr. Wieler.

Nicht ganz frei von Emotionen? :Cheese:

Mich erinnert der Stil des Kleintierarztes an den des Kotzbrocken "Tim K", der zu Zeiten der "Flüchtlingskrise" mit seinem offenen Brief an die Bundeskanzlerin die Zustimmung der Empörten fand. Nun also spült die nächste außergewöhnliche Situation den nächsten Schlaumeier in die Öffentlichkeit. *Gähn* Wie ermüdend.

Noch vor 30 Jahren hätten die o. g. Herrschaften einen Leserbrief an ihre Zeitung geschrieben, der zuständige Redakteur hätte ihn gelesen... und in den Papierkorb geworfen.
Ende.

Gruß
N. :Huhu:

Dafri 04.04.2020 18:08

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1522642)
Es scheint zu fruchten.
Obwohl noch kein Ende in Sicht, aber immerhin.

"Alarmzustand bis 26. April verlängert!"
Mehr Entlassungen als Neu-Einlieferungen: Genügend freie Intensivbetten im #HospitaldeTorrevieja

Auf jeden Fall ein positives Signal. :)

Bockwuchst 04.04.2020 18:16

https://www.spiegel.de/sport/john-de... U89NcCvtlFcJ

Interessantes Interview mit John Degenkolb über sein Training und wie er die Risiken für den Radsport an sich einschätzt.

Nobodyknows 04.04.2020 18:16

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1522636)
Das Wetter in den nächsten Tagen wird eine kleine Herausforderung :cool:

m.

Ja. Bei den ersten Ausfahrten in kurz/kurz sollte man den Sonnenschutz NICHT vergessen. ;)

Gruß
N. :Huhu:

TRIPI 04.04.2020 18:45

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1522621)
Könntest Du Deinen Punkt näher erläutern?
Wer hat was verbockt und wer kann was nicht sagen?

Ich maße mir nicht an es besser zu wissen oder es besser gewusst zu haben, nicht falsch verstehen. Mich ärgert dass jeder Angst um sein bisschen Freiheit hat ohne sich selbst ein paar Einschränkungen aufzuerlegen. Dadurch kumuliert man die ganze Verantwortung in so Personen wie Herrn Wieler, in seiner Haut möchte ich nicht stecken.
Wenn nun im Nachhinein heraus kommt, Mundschutzpflicht wäre besser gewesen bei gleichzeitig geringerem wirtschaftlichen Schaden, dann wird jeder auf ihm herumhacken.
Ich bin schon froh dass er wenigstens ETWAS gemacht hat, nicht wie Trump oÄ. Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen vielleicht nicht die beste Wahl waren, geholfen haben sie ganz bestimmt dabei die Kurve abzuflachen.

qbz 04.04.2020 19:26

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1522606)
......
Das mit den Masken und dem gigantischen Bedarf an Schutzkleidung ist in so einer Pandemie einfach eine loose-loose-Situation, die kaum kurzfristig zu lösen ist.

Der Staat sollte grundsätzlich dafür Sorge tragen, dass die Produktion lebenswichtiger Gesundheitsartikel und Güter in DE oder in der EU gemeinsam stattfindet. Ich habe z.B.neulich 2mal meine vom Kardiologen verschriebenen und seit Jahren für mich gut abgestimmten, bewährten Medikamente, simple Generika, die in China oder Indien produziert werden, nicht erhalten, weil sie in allen Apotheken incl. Internet nicht verfügbar waren. Da wäre der Staat dringend gefragt, lenkend in die Wirtschaft einzugreifen, weil man die Herstellung lebenswichtiger Produkte (gilt übrigens auch für Wohnungen u. Miete) nicht dem sog. freien Markt oder noch verrückter dem Weltmarkt überlassen darf. Vielleicht lernt man das aus dieser Pandemie?

Solche Forderungen wie oben formuliert werden übrigens von Kritikern einer ungesteuerten Globalisierung schon lange erhoben.

Antracis 04.04.2020 19:29

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1522656)
Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen vielleicht nicht die beste Wahl waren, geholfen haben sie ganz bestimmt dabei die Kurve abzuflachen.

Das war aus meiner Sicht auch der wesentliche Punkt. Man hat registriert, dass man in der oberen exponentiellen Phase angekommen ist (Verdopplung der Fallzahlen alle 2-3 Tage) und dann halt die Maßnahme ergriffen, die am wahrscheinlichsten hilft.

Hätte man vorher konsequenter (Ein)reisebeschränkungen und Zwangsquarantäne umgesetzt, hätte man sich das vielleicht erstmal ersparen können, aber so ist es nun mal gekommen.

Und vielen Epidemiologen in vielen Ländern ist auch nix wirklich besseres eingefallen. Singapur hatte bezgl. seines Ausbruches ganz andere Voraussetzungen und nutzt Überwachungstechniken und Eingriffe in die Grundrechte, die hier utopisch wären.
Die Schwedische Idee stellt sich, wie auch USA und Großbritannien, zunehmend als schlechtere Lösung heraus.

Wichtig ist aus meiner Sicht, jetzt nach Ostern gute Entscheidungen zu treffen, wie es weitergeht. Da sollte man die wenigen guten Daten, die wir dann haben heranziehen und epidemiologische Erfahrungswerte nutzen und dann einen möglichst effektiven Kompromiss aus Eindämmung der Epidemie und Förderung von Wirtschaft und Sozialleben finden.

Meine große Sorge ist aber, dass aufgrund der jetzt in den nächsten 2 Wochen zu erwartenden exponentiellen Vermehrung der Todesfälle die Medien unnötig Panik machen (obwohl dieser Drops leider vor 2-3 Wochen gelutscht wurde) und sich die Politik davon beeinflussen lässt.

qbz 04.04.2020 19:33

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1522614)
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Was mich ärgert: Der sympatische Professor, der bei Lanz(auch hier verlinkt ein paar Posts vorher) quasi bestätigt hat, dass Tröpfcheninfektion>Schmierinfektion ist bei Covid19, Schmierinfektion sogar sehr unwahrscheinlich sei, muss die ganze Zeit verbal darum herum turnen, es nicht aus Versehen auf den Punkt zu bringen wer es verbockt hat.
......

Ein Wissenschaftsjournalist meinte zu diesem Thema heute im Radio, er würde bei solchen Fragen, welche Spezialkenntnisse des Virus Sars-CoV2 erfordern, eher Drosten vertrauen, weil der eben spez. die Wirkungsweisen von Corona Viren geforscht hat und erforscht, während Streek wohl mehr HIV Forschung betrieb und Statistik. (was man ja auch daran sieht, dass er jetzt eine statistische Studie durchführt.)

TRIPI 04.04.2020 20:02

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1522667)
Der Staat sollte grundsätlzlich dafür Sorge tragen, dass die Produktion lebenswichtiger Gesundheitsartikel und Güter in DE oder in der EU gemeinsam stattfindet.

Guter Punkt. Oder wenigstens stattfinden könnte. Wird aber vermutlich schwierig alles vorauszusehen was wichtig werden könnte. Im Falle eines Krieges scheint ja wenigstens für Wasser und Nahrung gesorgt, Kraftstoff und Strom wenigstens für eine Weile.

qbz 04.04.2020 20:18

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1522675)
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Im Falle eines Krieges scheint ja wenigstens für Wasser und Nahrung gesorgt, Kraftstoff und Strom wenigstens für eine Weile.

Die Kampfflugzeuge und Panzer kauft DE nicht von China oder Russland.

dherrman 04.04.2020 20:33

Corona geht mir auf'm Zeiger. In den 80' ern hatten wir Aids. Waren aber nur "Randgruppen" wir es damals hieß. Ich hasse dieses Wort.

Wenn sowas wie Corona öfters (20 Jahre?..) in Erscheinung tritt habe ich echt Angst.
Eingesperrt Zuhause. Ehrlich, ich hoffen sowas kommt gar nimmer, oder unsere Regierungen haben gute Pläne mit sowas umzugehen.

Sorry für bissel offtopic


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