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Flow 19.05.2020 09:53

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1533362)
@flow:
Hast Du eine Recherche über die Studienlage zum Zusammenhang: "Lockdown-Massnahmen und Verringerung einer Pandemie" gemacht.

Ja nuu ... ich hab' auch noch andere Freunde und Freuden ... ;)
Am Ergebnis bin ich aber durchaus und definitiv interessiert !

Zitat:

Wie begründest Du die Behauptung, es gäbe keine Nachweise, dass ein Lockdown die Ausbreitung einer Pandemie verringert? Ich sehe darin einfach Deine persönliche subjektive Meinung. Der steht die Auffassung der wissenschaftlichen Zunft der Epidemiologen und Virologen gegenüber.
Habe ich das wirklich so behauptet ?
Ich würde die tatsächlichen Nachweise eben gerne sehen. "Plausibilität" alleine ist mir zu dünn.
Ich schließe mich da mal Schwarzfahrers obigen Ausführungen an, und würde mich eben auch für die tatsächlichen detaillierten Wirk-Mechanismen interessieren.

Ich denke ein entscheidender Effekt der Maßnahmen war die "kollektive psychische Impfung" der Bevölkerung. Wochenlanger Alarm mit einschneidenden, für jeden spürbaren oder zumimdest erkennbaren Auswirkungen auf das tägliche Leben haben nachhaltig dafür gesagt, daß nahezu JEDER das Thema präsent im Kopf hat, inklusive "mehr oder weniger adäquater" Angst.
In der Folge sieht nun ein Großteil der Bevölkerung zu, sich nicht anzustecken. Das ist schon eine effektive Wirkung.

Ob man sich das tropfende Eis beim 50m-Sprint an die Maske schmiert oder wie gewohnt gemütlich auf der Parkbank sitzend genießt, macht dagegen nach meiner Einschätzung wenig Unterschied in Hinsicht auf die Apokalypse.

docpower 19.05.2020 09:54

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1533279)
Naja, das ist jetzt sehr abstrakt...…...

Danke für die ausführliche und sehr interessante Antwort.
Ich kann deinen Ausführungen in weiten Teilen zustimmen.

Ich glaube allerdings, dass die von dir erwähnte "Paradoxität" wohl für beide "Seiten" gilt: besser 5 mal zuviel aufpassen zum Schutz der demokratischen Grundordnung und zum Schutz der Meinungsfreiheit.

Auch ich halte eine (mögliche, aber nicht bewiesene) Überreaktion rein aus medizinischer Sicht (s.o.) für (mindestens) das "geringere Übel".

Im übrigen beschreibt Vicky in #7393 relativ genau meine Meing (danke dafür :Blumen: )

docpower 19.05.2020 09:57

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1533356)
Zur Impfung sind dies meine Gedanken:

1. Das Virus bedroht unsere Gesellschaft als Ganze, beispielsweise unsere Wirtschaft und die Ressourcen unseres Gesundheitssystems. Die Krankheit ist daher nicht die Privatsache des einzelnen Bürgers.

2. Jeder Bürger hat Pflichten im Hinblick auf das Wohlergehen der Gesellschaft. Deswegen akzeptieren wir persönliche Einschränkungen wie Steuern oder das Gewaltmonopol des Staates, kurz: Gesetze.

3. Ein einzelner infizierter Bürger kann eine große Zahl infizierter Menschen verursachen.

Aus diesen drei Punkten leite ich eine Rechtfertigung für eine flächendeckende Impfung der Bevölkerung ab. Vorausgesetzt, es läuft reibungslos und ohne größere Nebenwirkungen ab. Beispielsweise über eine Schluckimpung (Stück Zucker) bei Kindern in der Schule.

Ob das freiwillig erfolgen kann oder eine Impflicht notwendig ist, muss sich noch zeigen. Auch im Fall einer Impfpflicht gibt es Ausnahmen bei Unverträglichkeiten, religiösen Gründen, Angst etc. Wer nicht geimpft ist, muss bei bestimmten, wohlbegründeten Szenarien vorübergehend zu Hause bleiben.

In Alten- und Pflegeheimen scheint mir eine Impfpflicht besonders sinnvoll zu sein.

:Blumen:
Wir werden um eine Impfpflicht sicher nicht herum kommen.

Estebban 19.05.2020 09:57

Zitat:

Zitat von Flow (Beitrag 1533375)

Ob man sich das tropfende Eis beim 50m-Sprint an die Maske schmiert oder wie gewohnt gemütlich auf der Parkbank sitzend genießt, macht dagegen nach meiner Einschätzung wenig Unterschied in Hinsicht auf die Apokalypse.




Da stimme ich dir vollkommen zu und man wird immer einzelthemen finden, die einfach in sich nicht stimmig sind. Alleine, dass die Kinder von Fussballprofis nicht zu Ihrem Freunden dürfen, aber Papa am Wochenende kicken geht ist natürlich Käse.

Aber der Grundidee, Einschränkung der Mobilität, Ausmerzen der Hotspots (Ischgl, Karneval, Fussballspiel in Mailand), verstärkte Arbeit aus dem Homeoffice stimmst du zu, oder hältst du das für überzogen?

Seyan 19.05.2020 09:58

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1533365)
Wie sieht denn dieses Konzept aus? Gibt es da konkretere Informationen?

Aus meiner Sicht, wenn man von den aktuellen Beschränkungen ausgeht, kann ich mir nicht vorstellen, das ein Triathlon mit einer höheren Teilnehmerzahl stattfinden kann. In kleinem Rahmen, z.B. Profirennen, könnte ich es mir vorstellen, z.B. mit Einzelstarts, wie es sie z.B. im Biathlon gibt. Aber wie will man mit einer größeren Masse an Sportlern Abstands- und Hygieneregeln einhalten, z.B. am Wasserausstieg, in der Wechselzone, hier insbesondere an den Ein- und Ausgängen), an den Verpflegungsstellen...

Aber vielleicht hat die DTU hierzu ja gute Ideen. Das Konzept hierzu wäre durchaus interessant.

M.

Ich verstehe vor allem immer noch nicht, was am Verbot für Großveranstaltungen so schwer zu verstehen ist :dresche

Trimichi 19.05.2020 10:02

Zitat:

Zitat von Estebban (Beitrag 1533370)
Lucy sprach ja bereits davon, dass man glauben könnte der Typus "Covid19=Grippe", zu dem ich bis Mitte März auch gehörte, wäre ausgestorben. Ist er offensichtlich nicht, aber denjenigen, die da heute noch dran glauben ist eben mit rationalen Argumenten auch nicht beizukommen...

Soll ja bereits unterschiedliche Varianten geben. Eine aggressivere und eine wenig aggressivere Variante. Welches CoVid-19 meinst Du denn jetzt? ... Das RKI hat zu Anfang der Pandemie gesagt, es, das eine CoViD19, wäre nicht gefährlicher wie dieses SARS!!! Wieso hat das RKI nicht in China mal genau nachgefragt? Haben die dort keine Mitarbeiter? Oder hatte der BND seine Finger im Spiel? Oder haben die "bösen" Chinesen das RKI absichtlich geblendet?

DocPower, ja, habe ich auch gehört, btw. Deinen Beitrag gelesen. Allerdings stehen hier bei uns 1000 Betten im KH frei. Weil die Leute aus Angst nicht mehr ins KH gehen. Es sind so viele Faktoren, so dass die Analysetools versagen? Die einen sagen dieses, andere sagen etwas anderes. De facto belegen wiss. Artikel, dass Angst (btw. schlechte Stimmung) eine Erkrankung bei vorhandener Infizierung auslösen können. Wer also nichts von der Infizierung weis, wird nicht krank, wer Panik schiebt, bei dem bricht die Erkrankung aus. Wichtig als Strategien sind soziale Kontakte, Sport und Humor, um das Immunsystem zu stärken, weist du ja selbst. Bis auf Sport scheint alles verboten zu sein? Und dieses pragerte ich an! Weil dadurch Menschenleben nicht gerettet werden können. :p

Stefan 19.05.2020 10:04

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1533365)
Wie sieht denn dieses Konzept aus? Gibt es da konkretere Informationen?

Klar, die hatte ich auch schon verlinkt. Hier gerne nochmals:

Deutsche Triathlon Union e.V.
Konzept zur Durchführung eines Triathlons bei Kontaktbeschränkungen
Erstellt:23. April 2020
Stand:12. Mai 2020



Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1533384)
.....Wer also nichts von der Infizierung weis, wird nicht krank, wer Panik schiebt, bei dem bricht die Erkrankung aus.....

Geht es Dir noch gut?

qbz 19.05.2020 10:12

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1533384)
Soll ja bereits unterschiedliche Varianten geben. Eine aggressivere und eine wenig aggressivere Variante. Welches CoVid-19 meinst Du denn jetzt? ...

Wo hast Du das gelesen?

Meines Wissens änderte sich die Wirkung des Virus Sars-Cov-2 nicht, wenngleich die Forscher einen weltweiten Virus-Stammbaum seit Wuhan mit einzelnen leicht geänderten Gensequenzen erstellen können, die aber die Wirkung des Virus auf die menschlichen Zellen nicht verändert.


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