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Körbel 30.03.2020 16:10

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1521307)
Ärzte sind übrigens nicht die besseren Experten, da sie nicht empirisch ausgebildet wurden und sind von daher überhaupt keine Experten.

Also im Grunde: Fachidioten???;)
Genau wie Lehrer???;)

Duck und wech!!!:Cheese:

Trimichi 30.03.2020 16:48

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1521334)
Also im Grunde: Fachidioten???;)
Genau wie Lehrer???;)

Duck und wech!!!:Cheese:

Ja, gut, die Katze war nicht schwarz. Das mit der Farbe der Katze nehme ich zurück. Aber: der wahre Schuldige weilt unter uns. Er gehört auf die Anklagebank! (...)

Zitat:

Zitat von Nobodyknows (Beitrag 1520914)

Du, Körbel, sowohl Medizin als auch Psychologie haben Zulassungsbeschränkungen. In Psychologie liegt der NC zwischen 1,1 und 1,3 in Bayern. Eine Bekannte hatte sich in Medizin durchgesetzt. Von 100 Aspirant*innen wurden zwei genommen. Sie war dabei. Lehramt darf auch nicht jeder Dödel studieren, die NCs weiss ich nicht auswendig. Guck' bitte selbst. Nicht so BWL oder Marketing..., hier reicht eine 4.0. Oder ein schicker, geleaster Anzug. Mein Physiklehrer am Gym würde das heutzutage vllt so formulieren: niemand muss hier aufpassen, um gute Noten im Abi zu haben. Stattdessen könnt ihr auch

A) bei der Müllabfuhr arbeiten (dort verdient man gut, habe ich mir auch schon überlegt)
B) BWL, VWL oder gleich Marketing studieren #Businesskasper
C) Alf gucken.

Also dann in diesem Sinne, dito & merci, *duck & weg". Allerdings wette ich um ein Bier, dass Du hier schon in Bälde und auch vor mir wieder postest, Wetten, dass..?

So oder so, es ist nach 1700 Uhr. Ich mach mir jetzt eins auf.
Gruss,
M. :Huhu:

Trillerpfeife 30.03.2020 17:06

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1521333)
....

Und HaFu darf, wenn genesen, gerne sich persönlich von der Situation in HH in den genannten KKH überzeugen und Bilder (DSGVO konform bitte) von den Intensivstationen machen und hier veröffentlichen. DAS könnte sicher einige Menschen überzeugen, gerade wenn alle Betten tatsächlich belegt sein sollten. Dann bitte mit Datumseinblendung, zur Beweissicherung auch die RAW Dateien aufbewahren.
Als Arzt sollte er ja Zugang bekommen...
...:

ich frag mich nur, was du mit den Bildern von leeren Intensivstationsbetten belegen willst?

Grundsätzlich wünsche ich natürlich, dass du in diesem Fall recht behältst.

Aber ich frage mich, ob man in 4 Wochen immer noch leere Intensivbetten haben wird.

Hafu 30.03.2020 17:08

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1521333)
Das isg dann schon die sogenannte Triage, ja?
Werden dann abgewiesen, versterbende Bypass Patienten auch Corona zugerechnet?
Wie wird aktuell die Kausalkette bei Erfassung eines Todesfalles in KKH deines Wissens nach gehandhabt?

Patienten, die jetzt an Herzinfarkt oder Schlaganfall versterben, weil ihr Elektiv-Eingriff an den Herzkranzgefäßen oder an den Halsschlagadern zur Schonung intensivmedizinischer REssaurcen nicht durchgeführt werden darf, werden natürlich nicht Covid-19 zugerechnet. Diesen Totenschein füllt der Hausarzt aus und schreibt die seiner Meinung nach wahrscheinlichste Todesursache rein. Da in Deutschland so gut wie nie Obduktionen nach Todesfällen stattfinden, ist die gesamte Todesursachenstatistik ohnehin eine reine Schätzung.



Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1521333)
...
Da hier niemand auch nur Ansatzweise weiß (von Wissen, nicht Glauben. Der zählt oder hilft, liebe TriKollegen, hier nicht!), zu welchem Teil die Weltbevölkerung an irgendeinem Punkt dieser Erde schon von einer Infektion genesen ist, hilft auch jede Statistik aktuell nur soviel, wie das katholische Sondereinsatzkreuz des Pabstes....

Im diesem Absatz hast du Unrecht: jeder Experte weiß, dass bisher "die Weltbevölkerung" nur zu einem verschwindend geringen Bruchteil von einer Covid-19-Infektion genesen sein kann, denn das Virus ist global erst seit 4 Wochen nennenswert global im Umlauf und zwei bis vier Wochen ist auch bei positivem Verlauf die Dauer der Infektion . Lediglich in China könnte es in nenneswertem Umfang Menschen mit Immunität geben, aber auch dort nur in der Provinz Wuhan. Symptomfreie Verläufe (infekte, von denen der Infizierte nichts merkt) sind bei einem Infekt mit SARS-CoV-2 übrigens gemäß neuer Studien sehr selten. In der Münchner Kohorte der Webasto-Belegschaft, die im Februar extrem detailliert untersucht worden war, hatte ausnahmslos jeder, der nachweislich infiziert war, auch -zumindest leichte- Symptome.
Dass das neuartige Virus auf eine VBevölkerung ohne jegliche Immunität trifft ist eines der Hauptprobleme für den fast überall exponentiellen Verlauf der Infektkurve.

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1521333)
Und HaFu darf, wenn genesen, gerne sich persönlich von der Situation in HH in den genannten KKH überzeugen und Bilder (DSGVO konform bitte) von den Intensivstationen machen und hier veröffentlichen. DAS könnte sicher einige Menschen überzeugen, gerade wenn alle Betten tatsächlich belegt sein sollten. Dann bitte mit Datumseinblendung, zur Beweissicherung auch die RAW Dateien aufbewahren.
Als Arzt sollte er ja Zugang bekommen...
...

Du kannst auf dieser Karte nachsehen, wieviel Covid-19-Fälle in welchem Landkreis Deutschlands derzeit bekannt sind.
Hamburg hat aktuell 111 Fälle pro 100 000 Einwohner und im ganzen Umland von Hamburg, für das die Hamburger Megakliniken ja auch mit zuständig sind, noch weniger, so dass bei der Menge an dort verfügbaren Krankenhausbetten derzeit selbstverständlich noch freie Kapazitäten vorhanden sind.
In Rosenheim bei uns im Süden gibt es 281 Fälle pro 100 000 Einwohner, also dreimal so viel wie Hamburg (es ist der L'andkreis mit den viertmeisten Covid-19-Fällen in ganz Deutschladn) und hier existiert kein Uniklinikum und riesige weitere Kliniken mit städtischer oder privater Trägerschaft, sondern nur ein städtisches Krankenhaus mit sonst gerade mal 20 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit, die in den letzten Wochen hastig auf 40 Betten aufgestockt worden sind. Dieses Krankenhaus platzt schon heute aus allen Nähten.

Ich würde dir wirklich dringend empfehlen, dich mal aus objektiven Informationsquellen Zahlen und Entwicklungen (auch zur derzeit noch exponentiellen Entwicklung der infektzahlen in Hamburg, v.a. aber auch zur Entwicklung in anderen Teilen Deutschlands und anderen Ländern der Welt zusammen zu suchen.

Natürlich kann kein noch so fachkundiger Experte aktuell im Detail die weitere Entwicklung der Pandemie vorhersagen, was auch Prof. Drosten heute im aktuellen NDR-Podcast betont hat, weil die Entwicklung ja von der Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen abhängt (und auch davon, welche Maßnahmen man in der Zukunft noch aufrecht erhält).

Was man halbwegs sicher sagen kann: wenn wir keine Maßnahmen vor zwei Wochen getroffen hätten, dann wäre die Situation bei uns derartig eskaliert wie in Italien, Frankreich und Spanien. Auch die USA haben trotz besserem Gesundheitswesen als in Italien und Spanien aber ignoranter politischer Führung ähnlich spät mit Infekteindämmungsmaßnahmen reagiert, wie die o.g. europäischen Länder und bezahlen aktuell den Preis dafür.


Prof. Drosten glaubt nicht, dass es so schlimm in Deutschland kommt (und ich glaube es, wie schon mehrfach hier in diesem Thread geschrieben auch nicht), aber er erwähnte auch heute schon seine Befürchtung, dass wenn es gelingen sollte, den Infekt auf einem gesellschaftlich erträglichem Level zu begrenzen sehr bald die Besserwisser aus der Deckung kommen werden (zu denen auch du zu zählen bist) , die dann triumphierend verkünden:
"War doch alles Panikmache. Alle Maßnahmen zur Epidemiebekämpfung waren maßlos überzogen!"

Drosten zitierte (nicht zum ersten mal) den treffenden Sprcuch:
"There is no glory in prevention!"

chris.fall 30.03.2020 17:11

Moin,

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1521333)
Moin, bewegen tun mich wissenschaftlich fundierte Aussagen, nicht "ignore Androhungen" einiger weniger Obrigkeitshöriger fachunkundiger Mitglieder hier. :Cheese:

OK, in meinem Beitrag habe ich hoffentlich hinreichend verständlich dargelegt, dass das exponentielle Wachstum ungebremst sehr schnell in eine Katastrophe führt. Und dass das auch gilt, wenn ich die Parameter (z.B. Zeit für eine Verdopplung der Fallzahlen oder die Mortailtätsrate) nicht genau kenne.

Die einzige Stelle, an der diese Hochrechnung angreifbar wäre, wäre eine Antwort auf diese Frage:

Zitat:

Zitat von chris.fall (Beitrag 1521212)
Was stoppt ohne Gegenmaßnahmen das bisher immer beobachtetet exponentielle Wachstum?


Dazu(?) schreibst Du folgendes:

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1521333)
Da hier niemand auch nur Ansatzweise weiß (von Wissen, nicht Glauben. Der zählt oder hilft, liebe TriKollegen, hier nicht!), zu welchem Teil die Weltbevölkerung an irgendeinem Punkt dieser Erde schon von einer Infektion genesen ist, hilft auch jede Statistik aktuell nur soviel, wie das katholische Sondereinsatzkreuz des Pabstes.

Zum einen ist die Immunisierung durch eine überstandene Infektion z.Z. auch nur eine Hypothese. Für die es wegen der Erfahrung mit anderen Infektionskrankheiten natürlich gute Gründe gibt.

Zum anderen müsste die von Dir angenommene schon vorhandene hohe Immunisierungsquote durch die vielen unerkannt schon überstandenen Infektionen jetzt schon wirken. Das tut sie aber offensichtlich nicht: Wir erfahren überall nur von ungebremsten exponentiellen Wachstum. Dieses Argument - wenn es denn überhaupt eine Replik auf die zitierte Frage war - überzeugt mich nicht.

Kurz gesagt ist keine Antwort auch eine Antwort.

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1521333)
Und HaFu darf, wenn genesen, gerne sich persönlich von der Situation in HH in den genannten KKH überzeugen (...)

Zunächst behauptet niemand, dass unser Gesundheitssystem jetzt schon flächendeckend im Anschlag ist. Alle aktuellen Maßnahmen dienen dazu, dass zu verhindern. Wie Hafu dargelegt hat, belegen aktuell noch recht leere Intensivstaionen nur, dass man man dieser Szenarien ernst nimmt und sich darauf vorbereitet.

Auch hier gilt, dass keine Antwort eine Antwort ist.


Viele Grüße,

Christian

TriVet 30.03.2020 17:35

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1521342)
ich frag mich nur, was du mit den Bildern von leeren Intensivstationsbetten belegen willst?
Grundsätzlich wünsche ich natürlich, dass du in diesem Fall recht behältst.
Aber ich frage mich, ob man in 4 Wochen immer noch leere Intensivbetten haben wird.

Folgendes Beispiel:
Man warnt Dich, dass eine große Flutwelle mit Überflutungen und reichlich Folgeschäden droht.
Was tust Du?

Dich so gut es geht wappnen (Sandsäcke, Keller leerräumen oderwasauchimmer)? Kann natürlich sein, dass Du die ganze und viele und anstrende Arbeit vergebens gemacht hast, weil die Überflutung ausbleibt oder nicht so stark wie erwartet und befürchtet. Schade um Geld und Zeit, aber keine bzw. geringere Schäden.

Oder darauf hoffen, dass es schon nicht so schlimm kommen werde, schließlich hat es schon immer Überschwemmungen gegeben hat, am Nil waren sie früher aufgeschmissen gewesen ohne etc. pp. ...
Und falls doch, dann ist es halt so, vielleicht trifft es ja nur die anderen, deren Keller vollaufen und Häuser kaputtgehen usw.

Du versteht, worauf ich hinauswill?
"Be prepared"!
oder auf deutsch
"Haben (Intensivbetten & Rest) ist besser als brauchen!"

JENS-KLEVE 30.03.2020 17:41

Wenn es diesen Antikörpertest gibt, kaufe ich mir den sofort. Hoffentlich finde ich einen Arzt, der das durchführt.

merz 30.03.2020 17:43

Leiter der Infektiologie, Kliniken der LMU München:

"Es sollte eigentlich niemand mehr ohne Mund- und Nasenschutz unterwegs sein. (...)
Frage: Dient der Mundschutz nicht nur dazu, andere nicht anzustecken?
Antwort: Jeder meint, dass der Mund-Nasen-Schutz nichts nützt. Dabei ist das eine gefährliche Fake News. Es ist doch logisch, dass ein Schutz vor Mund und Nase dagegen hilft, dass man das Virus einatmet. Selbst ein einfacher Papier- oder Textilschutz ist besser als nichts!"

Link (*):
https://web.de/magazine/news/coronav...-haus-34558598


So, und jetzt: Selbernähen? Buffs als Notfalllösung verwenden?

m.

(*) Web.de ist eigentlich keine erstrangige Quelle, aber ich finde keinen anderen Nachweis. Interview erwähnt "Stand Freitag".


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