triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Trainings-Blogs (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=35)
-   -   schnodo schwimmt (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=42161)

schnodo 23.06.2021 15:07

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1607752)
gerne komme ich deinem Angebot heute nach und poste meine Schwimmzeit über 3,8 Kilometer: 01:07:xy. Also sub68 Minuten.

Bravo! :Blumen:

Das ist eine Pace von 1:45 min auf 100 m. So habe ich zumindest einen Ansporn, meine 1:52er Pace vom Chiemsee im letzten Jahr auf Dein Level zu bringen. Drei bis vier Sekunden sollten schon drin sein, wenn ich lerne geradeaus zu schwimmen. :Lachen2:

freerunning 23.06.2021 15:18

Lieber schnodo, ich wünsche Dir dass Du die Impfung gut verträgst.

Da ich ja alleine irgendwie nicht mehr beim Schwimmen weiterkam, habe ich diese Woche die Gelegenheit genutzt, bei einem Kraulkurs für Erwachsene einzusteigen. Ich stand den ganzen Winter schon auf der Warteliste :-).

Es hat sich wirklich gelohnt, das Feedback von außen zu bekommen. Die Trainerin hat sich immer mal ein bisschen Zeit genommen um mich auf die schlimmsten Fehler aufmerksam zu machen. Da hab ich wirklich gemerkt, dass die ganze Theorie nichts nützt wenn man sich selbst nicht sehen kann und kein Feedback bekommt.
Den linken Arm nehme ich über Wasser gar nicht hoch sondern schiebe ihn nur knapp über dem Wasser nach vorne. Dann überkreuze ich ständig und bin mit den Armen beim Eintauchen viel zu weit auf der anderen Seite. Bei der Atmung mache ich nichts anderes als Zweierzug. Der Kopf ist bei der Atmung viel zu lange und zu weit oben...

Ich hab dann versucht die Arme ganz breit auf Schulterhöhe einzutauchen. Das war ein ganz anderes Schwimmgefühl. Heute habe ich einen Muskelkater wie noch nie nach dem Schwimmen. Das werte ich mal als sehr gutes Zeichen :-).
Es gibt also noch viel zu tun. Aber es macht Spaß. Und wenn ich dann besser werde, muss ich mit den weiteren Details, die Du hier schreibst noch näher beschäftigen.

schnodo 23.06.2021 17:39

Zitat:

Zitat von freerunning (Beitrag 1607760)
Lieber schnodo, ich wünsche Dir dass Du die Impfung gut verträgst.

Danke schön! :Blumen:

Zitat:

Zitat von freerunning (Beitrag 1607760)
Da ich ja alleine irgendwie nicht mehr beim Schwimmen weiterkam, habe ich diese Woche die Gelegenheit genutzt, bei einem Kraulkurs für Erwachsene einzusteigen. Ich stand den ganzen Winter schon auf der Warteliste :-).

Super! Ich nehme immer gerne an Kursen und Workshops teil, wenn diese halbwegs zu meinem aktuellen Kenntnisstand passen. Man lernt immer irgendwie was dazu, auch wenn die Inhalte manchmal fragwürdig sind oder der/die Kursleiterin überfordert ist. Kommt zum Glück selten vor. :Lachen2:

Zitat:

Zitat von freerunning (Beitrag 1607760)
Es hat sich wirklich gelohnt, das Feedback von außen zu bekommen. Die Trainerin hat sich immer mal ein bisschen Zeit genommen um mich auf die schlimmsten Fehler aufmerksam zu machen. Da hab ich wirklich gemerkt, dass die ganze Theorie nichts nützt wenn man sich selbst nicht sehen kann und kein Feedback bekommt.

Das ist definitiv so. Ohne einen ständigen Abgleich von Wunsch und Wirklichkeit hat man keine Chance, zu erkennen, ob sich die Sache in die richtige Richtung entwickelt oder ins Chaos abdriftet. Hast Du Dich schon mal selbst schwimmen sehen? Trink vielleicht einen Schnaps bevor Du Dir die erste Videoaufnahme anschaust. Ich kenne keinen, für den das kein Schock war und die erste Reaktion ist oft: "Das bin nicht ich!". :)

Zitat:

Zitat von freerunning (Beitrag 1607760)
Den linken Arm nehme ich über Wasser gar nicht hoch sondern schiebe ihn nur knapp über dem Wasser nach vorne. Dann überkreuze ich ständig und bin mit den Armen beim Eintauchen viel zu weit auf der anderen Seite. Bei der Atmung mache ich nichts anderes als Zweierzug. Der Kopf ist bei der Atmung viel zu lange und zu weit oben...

Das sind ganz typische Probleme. Wobei es Leute gibt, die sagen, mehr als Zweierzug braucht kein Mensch. Ich stimme aber eher mit denen überein, die sagen, dass Atmung immer auf derselben Seite ein Asymmetrie der Gesamtbewegung bewirkt und somit auch die Schultergelenke dauerhaft ganz unterschiedlich belastet werden, was meist nicht gut ist. Deswegen bin ich ein Fan davon, mindestens im Training Atmung auf beide Seiten zu üben – nötigenfalls Seitenwechsel nach jeder Bahn statt Dreieratmung. Im Wettkampf kann man dann immer noch nur auf der Schokoladenseite atmen.

Zitat:

Zitat von freerunning (Beitrag 1607760)
Es gibt also noch viel zu tun. Aber es macht Spaß. Und wenn ich dann besser werde, muss ich mit den weiteren Details, die Du hier schreibst noch näher beschäftigen.

Dass es Spaß macht, ist die Hauptsache. Der Rest kommt dann mit Übung und Konstanz, naja nicht von alleine, aber er kommt. :Lachen2:
Viel Spaß und Erfolg weiterhin! :Blumen:

freerunning 24.06.2021 13:57

Danke schnodo!
Ich werde nächste Woche einen anderen Kursteilnehmer bitten, mich mit dem Handy zu filmen. Dann habe ich das ganze Elend in Farbe sichtbar.

Ich denke auch, dass es nicht schadet mehr Atemtechniken zu lernen und den Kopf auch mal auf der anderen Seite zu heben. Das ist zur Orientierung ebenso hilfreich. Es ist zwar noch ungewohnt, aber wird sich bestimmt auszahlen.

Heute morgen bin ich wieder alleine geschwommen und habe versucht auf alles zu achten. Leider bin ich gar nicht schneller geworden, aber ich vermute, das auch das Gewöhnung erfordert, bis der Ablauf automatisiert, flüssig und dann auch schneller vonstatten geht.

Was mich noch als Sorge umtreibt ist, dass ich beim schwimmen kein gemessenes Feedback über die Anstrengung habe (Puls oder Watt). Bei einem Solo Schwimmwettkampf würde ich einfach alles geben bis sie mir nach Abschluss der Strecke aus dem Becken helfen müssen. So bin ich die letzten Trainings auch geschwommen. Gefühlt war es Treshold Effort.

Ich merke aber langsam, dass ich mir mit dieser Strategie bei einem Triathlon die Radfahrt und den Lauf kaputt mache... Jetzt gilt es also schnell UND ökonomisch locker zu schwimmen. Bisher kann ich keins von beidem :Lachen2:

schnodo 24.06.2021 15:23

Zitat:

Zitat von freerunning (Beitrag 1607994)
Ich merke aber langsam, dass ich mir mit dieser Strategie bei einem Triathlon die Radfahrt und den Lauf kaputt mache... Jetzt gilt es also schnell UND ökonomisch locker zu schwimmen. Bisher kann ich keins von beidem :Lachen2:

Solltest Du beides nicht gleichzeitig hinbekommen, würde ich im Zweifelsfall lieber locker als schnell schwimmen. Gerade als nicht allzu erfahrener Schwimmer kannst Du Dir mit zu viel Einsatz beim Schwimmen mehr kaputtmachen als Du gewinnst. Mehr Anstrengung wird nicht proportional in Schwimmleistung umgemünzt, sondern der Wirkungsgrad ist eher schlecht. Die zwei, drei oder vier Minuten, die Du durch lockeres/kontrolliertes Schwimmen vielleicht "verlierst", holst Du bei den anderen Disziplinen leicht wieder rein, weil Du nicht schon von Anfang an am Anschlag warst.

Matthias75 24.06.2021 15:35

Zitat:

Zitat von freerunning (Beitrag 1607994)
Was mich noch als Sorge umtreibt ist, dass ich beim schwimmen kein gemessenes Feedback über die Anstrengung habe (Puls oder Watt). Bei einem Solo Schwimmwettkampf würde ich einfach alles geben bis sie mir nach Abschluss der Strecke aus dem Becken helfen müssen. So bin ich die letzten Trainings auch geschwommen. Gefühlt war es Treshold Effort.

Ich merke aber langsam, dass ich mir mit dieser Strategie bei einem Triathlon die Radfahrt und den Lauf kaputt mache... Jetzt gilt es also schnell UND ökonomisch locker zu schwimmen. Bisher kann ich keins von beidem :Lachen2:

Nach meiner Erfahrung kommt mit zunehmender (Schwimm-) Erfahrung auch ein besseres Tempogefühl. Ist wie beim Laufen: Anfangs ist man froh, die Strecke zu schaffen. Irgendwann kommt mit zunehmender Ausdauer auch die Fähigkeit, das Tempo zu variieren.

Das kann man aber auch gezielt üben, indem man im Training verschiedene Geschwindigkeiten schwimmt, z.B. in verschiedenen Serien (400er schwimmt man anders als 50er oder 100er) oder innerhalb einer Serie (gleiche Distanzen aber unterschiedliche Geschwindigkeiten).

Irgendwann findet man dann seine Tempi für die verschiedenen Distanzen und findet idealerweise auch sein Ausdauertempo, mit dem man problemlos längere Strecken schwimmen kann.

M.

freerunning 24.06.2021 16:21

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1608015)
Swürde ich im Zweifelsfall lieber locker als schnell schwimmen

Da ist was wahres dran. Zum Glück hat die Radstrecke des IRONMAN Frankfurt Überlange und ein paar Höhenmeter, da habe ich ja dann Zeit den Verlust wettzumachen. :Cheese:

freerunning 24.06.2021 16:26

Hey Matthias, beim Laufen kann ich das voll bestätigen. Zwischen 10er Tempo und Regenerationslauf besteht eine sehr große Spanne. Leider fehlt mir das beim schwimmen noch komplett. Aber ja was will ich erwarten, die ersten 6 Monate bin ich beim Laufen auch nur jedesmal 10km moderat hart gelaufen...


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:53 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, Jelsoft Enterprises Ltd.