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Su Bee 02.04.2018 07:55

Ich habe mal eine Frage: ist die letzte Bahn, die von außerhalb gefilmt wurde, mit einem ähnlichen Beinschlag geschwommen worden wie die Bahnen, wo der Beinschlag sehr kräftig ist?

Wenn ich mal Gas gebe auf der Bahn um jemanden zu überholen, setze ich schon auch immer die Beine deutlich stärker ein.
Bei mir steigt dann direkt die Atemfrequenz, was bedeutet, dass ich das Tempo (weil ungewohnt) nicht lange durchhalte.
Das müsste ich viel öfter machen, aber ich schwimme ja zur Erholung und weil es mir viel Freude macht :o
Dass es meine Beine anstrengt merke ich dabei nicht bzw. nicht so wie z.B. beim radeln.

schnodo 02.04.2018 08:11

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1370209)
Ich habe mal eine Frage: ist die letzte Bahn, die von außerhalb gefilmt wurde, mit einem ähnlichen Beinschlag geschwommen worden wie die Bahnen, wo der Beinschlag sehr kräftig ist?

Ja. Aber: Wenn ich losschwimme mit dem Vorsatz "schwimm schneller!" achte ich gar nicht bewusst auf die Beine sondern die machen das, was sie naheliegend finden, während ich irgendwie versuche Tempo aufzubauen. ;)

Beim Beinschlag habe ich noch einiges zu tun aber ich finde, er sieht schon geschmeidiger aus als früher. Viel zu heißen hat das aber nicht. :Cheese:

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1370209)
Wenn ich mal Gas gebe auf der Bahn um jemanden zu überholen, setze ich schon auch immer die Beine deutlich stärker ein.
Bei mir steigt dann direkt die Atemfrequenz, was bedeutet, dass ich das Tempo (weil ungewohnt) nicht lange durchhalte.
Das müsste ich viel öfter machen, aber ich schwimme ja zur Erholung und weil es mir viel Freude macht :o
Dass es meine Beine anstrengt merke ich dabei nicht bzw. nicht so wie z.B. beim radeln.

Du hast halt auch nicht solch einen Ochsenschenkel und Prachtwaden wie ich. :Lachen2:

Ich finde, ein bisschen Tempowechsel ab und an ist eine gute Sache und kann auch Spaß machen, solange man sich dabei nicht weh tut.

Su Bee 02.04.2018 08:51

Den Beinschlag bewusst stärker einsetzen mach ich auch nicht, mein Körper scheint das alleine regeln zu können.
Ich habe auch überhaupt keine Vorstellung welche Amplitude oder welche Frequenz das dann ist.
Es wird echt Zeit, dass K2 mal wieder mitkommt und filmt...

Ist es denn so, dass du das direkt/nach ein paar Bahnen in deinen Beinen merkst (den Vergleich lasse ich mal so stehen, bis ich das irgendwann mal selbst beurteilen kann :Cheese: ) ?

Bei meinem ersten Kraulunterricht vor über 10 Jahren sagte mein (älterer) Lehrer damals, dass die Beine mehr oder weniger nur locker paddeln und stabilisieren sollen und die Arme mindestens 80% Vortrieb bringen sollen.
Die großen Beinmuskeln würden sonst zuviel Sauerstoff verbrauchen.
Ich kann mich leider nicht mehr erinnern ob mein letzter Lehrer das auch so gewichtet hat.

schnodo 02.04.2018 09:27

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1370217)
Ist es denn so, dass du das direkt/nach ein paar Bahnen in deinen Beinen merkst (den Vergleich lasse ich mal so stehen, bis ich das irgendwann mal selbst beurteilen kann :Cheese: ) ?

Die Beine plagen mich eigentlich nur wenn ich reine Kick-Sets mache. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass die Beine platt sind während ich noch Luft zum Atmen habe. Beim normalen Schwimmen ist aber in den meisten Fällen die Atmung der limitierende Faktor, an nächster Stelle kommen dann die Arme. Wenn ich länger als ein oder zwei Bahnen versuche, schnell zu sein, schwimme ich ganz anders und dabei reduziert sich auch der Beinschlag. Die Beine bewegen sich sicherlich aber gefühlt ziehe ich sie mehr oder minder einfach hinterher.

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1370217)
Bei meinem ersten Kraulunterricht vor über 10 Jahren sagte mein (älterer) Lehrer damals, dass die Beine mehr oder weniger nur locker paddeln und stabilisieren sollen und die Arme mindestens 80% Vortrieb bringen sollen.
Die großen Beinmuskeln würden sonst zuviel Sauerstoff verbrauchen.
Ich kann mich leider nicht mehr erinnern ob mein letzter Lehrer das auch so gewichtet hat.

Es kommt halt drauf an, was man vorhat und wie der Beinschlag aussieht. In einem Sprint-Rennen wird man alles nutzen, was man zur Verfügung hat und Vollgas schwimmen. Wenn man vorhat, eine halbe Stunde zu schwimmen, wird man sich zurückhalten.

Und es hängt natürlich auch davon ab, welche Art von Beinschlag man schwimmt - Zweier oder Sechser - und wie leicht sich der Beinschlag in die Gesamtbewegung einfügt. Bei manchen Schwimmern ergibt sich ganz natürlich ein lockerer Sechserbeinschlag und die haben keinerlei Veranlassung, daran etwas zu ändern. Bei mir wäre ein durchgängiger Sechserbeinschlag, so wie er im Video zu sehen ist, ein sicheres Todesurteil. :Cheese:

mcbert 02.04.2018 09:31

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1370217)


Bei meinem ersten Kraulunterricht vor über 10 Jahren sagte mein (älterer) Lehrer damals, dass die Beine mehr oder weniger nur locker paddeln und stabilisieren sollen und die Arme mindestens 80% Vortrieb bringen sollen.
Die großen Beinmuskeln würden sonst zuviel Sauerstoff verbrauchen.
Ich kann mich leider nicht mehr erinnern ob mein letzter Lehrer das auch so gewichtet hat.

An den Werten hat sich seitdem nicht viel geändert. Sprich die Beine helfen der Wasserlage und Stabilität speziell auf längeren Strecken. Sogar bei Olympia ist es da fast ruhig https://youtu.be/NqPQqKPazIw
Bei 100m bringen natürlich auch die Beinchen die notwendigen Hundertstel Sekunden.
Ob das unsereins beim überholen was bringt oder nur ein Reflex auf die schnelleren Armzüge ist weiß ich nicht. Hab nur das Gefühl, dass ich dann auch weiter nach unten kicke was auch wieder suboptimal wäre.


Seh schon, ich brauch auch so ne Unterwasserkamera, die Aufnahmen sind echt gut.

FlyLive 02.04.2018 11:03

Zitat:

Zitat von Su Bee (Beitrag 1370217)
Den Beinschlag bewusst stärker einsetzen mach ich auch nicht, mein Körper scheint das alleine regeln zu können.


Ist es denn so, dass du das direkt/nach ein paar Bahnen in deinen Beinen merkst (den Vergleich lasse ich mal so stehen, bis ich das irgendwann mal selbst beurteilen kann :Cheese: ) ?

.

Mein Herr Schnodo meinte am Samstag, mein Tollwutschwimmen mit Mirko wäre schon ein wildes Geplansche gewesen. Ich dagegen fühle auch beim Tollwutschwimmen (Tws), sehr viel Kontrolle und der Schwimmstil wird erst zum Tws durch den Einsatz vermehrter Muskelkraft - dadurch die Bewegungen insgesamt schneller und etwas argressiver anmutend. Aber von Kontrollverlust, keine Spur. Es ist wohl eher, das Resultat allen bisherigen Schwimmtrainings und Übungen auf einer kurzen Distanz, in der genügend Kraft vorhanden ist.
(Merke: Tws beim nächsten Schwimmtreff filmen....ganz wichtig)

Beim Schwimmen am Anschlag (Tws) kann ich Dir aus meiner Erfahrung sagen, das die Oberschenkel einsäuern, bevor die Arme schlapp werden. Allerdings das Beinlaktatproblem das Tws beendet, bevor die Arme schlapp sind.
(Merke: das müsste mal mit PullB getestet werden - Tws Beinlos )

mcbert 02.04.2018 12:30

Aufgrund der Nachfrage bzgl. der Platzierung bei den Masters hab ich mal nachgesehen und festgestellt:
- entweder wäre ich in meiner Altersklasse Meister in allen Klassen oder
- ich hab keine Ahnung wie das mit den Masters funktioniert.


Aber laut der ersten Google Treffer bzgl. Bayern Ergebnis Masters Freistil scheint es so als wäre das Starterfeld zw. 35-45 eher klein bis nicht vorhanden.
http://www.scpe.de/uploads/file/schw...roto_wk035.pdf

http://www.bsv-oberpfalz.de/bez_masters07.pdf

Vermutlich verstehe ich aber den Modus nicht, evtl. muss man noch Qualizeiten liefern.
Dafür weiß ich jetzt, dass ich sowohl von Kindern als auch Senioren überholt werde. :Lachanfall:

Es macht trotzdem Spaß

schnodo 02.04.2018 17:29

Tollwutschwimmen im Cabriobecken
 
Heute war, glaube ich, zum ersten Mal in diesem Jahr das Dach des Cabriobeckens zurückgefahren. Es war etwas frisch so im Freien aber das sorgte dafür, dass das Becken schön leer war.


Bildinhalt: Das Cabriobecken im Fächerbad

Vom tollen Wetter und den vielfachen Lobpreisungen fürs Tollwutschwimmen animiert, beschloss ich, gegen Ende der insgesamt 3200 m, mal wieder die Zeitmessung zu aktivieren und ein paar schnelle 25er mit langen Pausen zu schwimmen. Ich hatte 10 x 25 m vor aber dann kam mir eine Mitteilung auf der Pebble in die Quere und unterbrach mein Set schon nach der vierten Bahn. Das brachte mich etwas aus dem Konzept aber das Tempo fand ich verheißungsvoll und dachte mir, "warum schaust Du nicht mal, was auf 50 m geht?"

Gesagt, getan und trotz einer verkorksten Wende und einer verhaltenen zweiten Bahn standen 42.53 auf der Uhr. Eine halbe Sekunde langsamer als mein bisher schnellster Versuch überhaupt.

Das roch förmlich nach neuer Bestmarke. Ich beherzigte den Ratschlag, keine Angst vor langen Pausen zu haben und startete nach zwei Minuten Trödeln zum zweiten Versuch; wild entschlossen, die 42 zu knacken, obwohl das eigentlich eine schöne und bedeutungsschwangere Zahl ist.

Die erste Bahn lief gut, die Wende war auch ordentlich aber dann verhaspelte ich mich beim Atmen. Ich konnte mich für keine Seite entscheiden und beschloss, um auf Nummer sicher zu gehen, die letzten 10 Meter gar nicht zu atmen.

Ich konnte, nachdem ich mich an die Wand gerettet hatte, noch auf die Uhr schielen und mit meinen altersweitsichtigen Augen sehen, dass unter 40 Sekunden angezeigt wurden. Zuerst freute ich mich, um mich gleich darauf zu ärgern, dass ich mindestens zwei Bestzeitgelegenheiten fürs Flussschwimmen leichtfertig verpulvert hatte...

Ich bin dennoch nicht unglücklich. :Cheese:


Bildinhalt: Intervall-Tabelle

Heute war wieder einmal ein sehr schöner Schwimmtag und auch so mancher Tempobolzer dürfte mit Wohlwollen auf meine Anstrengungen blicken. Der Vollständigkeit halber: Die Beine habe ich dann auch gespürt.

Morgen kann ich mit etwas Glück noch vormittags ins Wasser und dann gibt es zwei Wochen dermatologische Zwangspause. Hinterher kann ich vermutlich wieder bei fast Null anfangen. Aber wie schreibt Camus so schön: «Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.» :)


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