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Mo77 21.11.2021 22:03

Zitat:

Zitat von moorii (Beitrag 1634694)
Wenn die ungeimpften die Krankenhäuser nicht blockieren würden, dann hätten wir ja das Kapazitätsproblem nicht.
Sich nicht impfen zu lassen ohne besonderen Grund halte ich für grob fahrlässig, nicht zu vergleichen mit einem Unfall unter Alkoholeinfluss. Auch der Teenager hat nicht grob fahrlässig gehandelt.

Der Suizid ist Vorsatz und die Trunkenheitsfahrt mit unfallfolge vermutlich grob fahrlässig.

Am besten wäre eine Entscheidung aufgrund Heilungschance, Verweildauer und geretteten Jahren.
Selbst dass ist schon höchst komplex.
Aber so können meiner Ansicht nach am meisten Menschenleben gerettet werden.
Und die sind alle GLEICH VIEL WERT unabhängig vom Impfstatus.
:Blumen:

Tobi F. 21.11.2021 22:26

Ich finde den Vergleich eigentlich ziemlich passend.

Wenn sich 1/3 der Bevölkerung täglich betrunken ans Steuer setzen würde,
dann wäre der Aufschrei doch riesen groß.

Sich besoffen ins Auto zu setzen und am Verkehr teil zunehmen ist, so denke ich,
größtenteils in der Gesellschaft verpöhnt oder geächtet. Darum ist es auch verboten.
Aber bei einer erforderlichen Impfung in dieser hochgradig kritischen Lage wird diskutiert ???

moorii 21.11.2021 22:32

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1634702)
Ist das so? Mit wie vielen Menschen die in suizidaler Absicht dumme Sachen gemacht haben hattest du denn schon zu tun?

Und ich behaupte einmal dass die Entscheidung sich im Zustand absoluter Fahruntauglichkeit in ein Kraftfahrzeug zu setzen, erheblich verwerflicher ist, da hier die Folgen unmittelbar abzusehen sind. Immer wieder schön Angehörigen mitteilen zu dürfen dass der Sohn, die Tochter, Mutter, Vater, Partner nicht nach Hause kommt, weil er selbst oder wer anders meinte dass es ne super Idee ist mit 2 Atü aufm Kessel kurz Fluppen zu holen.

Tut mir leid, aber dazu fehlen mir Worte ohne dass ich Post von Arne bekomme. Realitätsfern

Ob die Entscheidung verwerflicher ist, mag ich nicht zu beurteilen. Bzgl. der direkten Folgen ist das mit großer Wahrscheinlichkeit so.
Ich denke aber, dass ein Mensch in so einer Situation nicht mehr in der Lage eine angemessene, rationale Entscheidung zu treffen.

Eine Impfung abzulehnen kann ich mir in Ruhe über Tage/Wochen/Monate überlegen und mich informieren. Daher sehe ich hier auch einen möglichen Unterschied in der Beurteilung, wie jemand im Notfall behandelt wird. Wohlgemerkt immer vor dem Hintergrund, dass aus kapazitätsgründen entschieden werden muss, wen es zu behandeln gilt.


Was du mit dem Teil von der Benachrichtigung der Angehörigen sagen will, verstehe ich nicht.

moorii 21.11.2021 22:34

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1634705)
Der Suizid ist Vorsatz und die Trunkenheitsfahrt mit unfallfolge vermutlich grob fahrlässig.

Am besten wäre eine Entscheidung aufgrund Heilungschance, Verweildauer und geretteten Jahren.
Selbst dass ist schon höchst komplex.
Aber so können meiner Ansicht nach am meisten Menschenleben gerettet werden.
Und die sind alle GLEICH VIEL WERT unabhängig vom Impfstatus.
:Blumen:

Da stimme ich dir grundsätzlich zu. Für mich wäre aber eine abgelehnte Impfung ebenfalls ein Entscheidungskriterium.
Noch mehr Menschenleben würden gerettet werden, wenn sich mehr Menschen impfen lassen.

Mo77 21.11.2021 22:52

Zitat:

Zitat von moorii (Beitrag 1634712)
Da stimme ich dir grundsätzlich zu. Für mich wäre aber eine abgelehnte Impfung ebenfalls ein Entscheidungskriterium.
Noch mehr Menschenleben würden gerettet werden, wenn sich mehr Menschen impfen lassen.

Und du glaubst wenn man den Druck erhöht geht noch was?
Also nicht nur keine soziale Teilhabe, keine Lohnfortzahlung, drohen mit jobverlust....
Die Drohung sie im Zweifelsfall/Triage nicht zu behandeln wird vermutlich nicht die erhoffte Wende bringen.

Trimichi 22.11.2021 04:17

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1634703)
Sieht wer Anne Will? MP des Saarlands wieder mit der Platte „hat ja keiner ahnen können“, ich mag es nicht mehr hören -
Prof Brinkmann irgendwie beunruhigend resignativ ….

m.

Wundert mich auch, wo er doch sonst immer beruhigend gute Hoffnung verbreitet.

vgl. hier: https://www.youtube.com/watch?v=k0uv...H4l ynWhn0Rvf :Lachen2:

Guten Start in die neue Trainingswoche!

Trimichi 22.11.2021 05:48

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1634608)
Bin 100% bei dir.
Die ganze Republik krümmt sich wegen ungeimpften unbelehrbaren Vollidioten.

Wäre ich vorsichtig. Da auch zweifach Geimpfte nicht wirklich sicher sind, wie die Daten aus Israel zeigen. Daher ist das Boostern so wichtig. Aber selbst Dreifachgeimpfte können erkranken? Testen wäre wichtig, weil man ohne Test wissenschaftlich im Blindflug sich befände, d.h. wie reagiert der Körper auf das Virus bzw. wie ist das mit der "Baseline"?

Aus der Sicht eines ausgebildeten Experimentalpsychologen ist deine Aussage selbst idiotisch. Weil es immer der Ausgangswerte bedarf, um eine Vergleichsschätzung (eine statistische) durchführen zu können. Wenn ich nicht weis was der WR auf 226k ist kann ich auch nicht einschätzen, ob die 7:2x von M.C. schnell oder langsam waren?! Wissenschaftlich gesprochen.


Außerderm gilt das GG. Solange es keine Impfpflicht gibt ist es völlig legitim sich nicht Impfen zu lassen. Mit Beleidigungen trägst du zur Spaltung der Gesellschaft bei, befindest dich aber in mehrheitlich guter Gesellschaft. Juristisch gesprochen.

Die Frage ist doch, wie alle dreingucken, falls das ach so hoch gepriesen Impfen nicht hilft die Pandemie zu besiegen. Ich erinnere daran, dass die Entwicklung des Impfstoffs nicht den Kriterien der Wissenschaft entspach, weil die Testreihen manipuliert wurden. Damit meine ich nicht, dass der Impfstoff nichts taugte. Was aber, falls das Virus resistent wird in neuen Varianten auftaucht und auf natürlichem Wegen von der Masse keine Antikörper mehr gebildet werden können, weil alle geimpft sind? Dann hätte man gar keinen Schutz mehr. Siehst du ja an Grippeerkrankungen vor der Corona-Krise. Da half nichts mehr aus der Apotheke weder auf Rezept noch ohne Rezeot. Auch gegen Grippe Geimpfte, die sich zwei- oder dreimal mit Antibiotika helfen ließen lagen flach, weil das Mittel nicht mehr half. Oder ist bei dem Corona-Virus alles anders, weil wir es ja so wollen, dass die Medizin hilft? Achtung, hier ist viel Wunschdenken im Spiel.

Daher Vorsicht mit Allgemeinplätzen und Pauschalverurteilungen. Ob die Impfpflicht kommt wird man sehen. Ich bin dagegen, sowohl wegen der Gesetzeslage (GG i.d.H.) als auch vom wissenschaftlichen point of view state-of-the-art, weil das Durchseuchungsverhältnis immer auch die Antikörperbildung auf dem Schirm haben muss und zwar insbesondere in der "Kontrollgruppe" der Ungeimpften. Nicht umsonst hat Dr. Markus Söder empfohlen, Antikörper-Tests durchzuführen vor drei bis vier Wochen?

No offence, ich stimme dir ja grundsätzlich zu. Wo ist das Problem sich impfen zu lassen? Das Problem ist, dass das Virus mutiert und wir dann, nach unserer weltweiten Impfbessenheit, Abstand einhalten, verbunden mit hartem Lockdown, wäre eine Alternative, unser Pulver verschossen haben...

KevJames 22.11.2021 06:03

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1634725)

Außerderm gilt das GG. Solange es keine Impfpflicht gibt ist es völlig legitim sich nicht Impfen zu lassen.

Aus Sicht des Politologen ist diese Aussage (so) schlichtweg falsch. Da kommt es ganz darauf an, welche der gängigen Bedeutungen für Legitimität man heranzieht. Du wählst eine rein juristische.

Ich treffe die Aussage: "Ich persönlich finde, dass es nicht legitim ist sich nicht impfen zu lassen." So wäre die Aussage nun korrekt.

KevJames 22.11.2021 06:26

Für die Zweifler am Einfluss der AFD: https://www.idz-jena.de/newsdet/stud...emiewelle-2020

Trimichi 22.11.2021 06:35

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1634727)
Aus Sicht des Politologen ist diese Aussage (so) schlichtweg falsch. Da kommt es ganz darauf an, welche der gängigen Bedeutungen für Legitimität man heranzieht. Du wählst eine rein juristische.

Ich treffe die Aussage: "Ich persönlich finde, dass es nicht legitim ist sich nicht impfen zu lassen." So wäre die Aussage nun korrekt.

Irrtum. Hier wird eine Minderheit politisch diskriminiert, die der Ungeimpften. Unabhängig davon welche Gesetze gelten. Ich gebe als Beispiel zu bedenken, wie sich hier einige Foris für LGBT stark gemacht haben in den letzten Jahren. Und nun? Weil man nun in der Majoritätsgruppe ist, macht man es selbst nicht besser? Und drischt auf die Minorität ein? Damit meine ich dich nicht, KevJames.

Zur Gesetzeslage:

1. das GG gilt uneingeschränkt in dieser Sache. Weil es keinen Impfzwang bis dato gibt.
2. das AGG, auch als Antidiskriminierungsgesetz bekannt, gilt. In Germany seit Anno 2006.

Anderes, inhaltliches Beispiel / Transfer (ob Nulltransfer, negativer oder positiver Transfer sei dahin gestellt): wenn ich in der Küche, die ich geputzt habe, ausrutsche, und mir das Handgelenk beim Hinfallen prelle, so muss ich deswegen weder ins Krankenhaus noch zum Doktor. Ich darf Eis aus dem Kühlschrank benutzen, Schmerzgel aus der Hausapotheke und das Handgelenk ggf. selbst bandagieren.

Gruss, Trimichi

Tobi F. 22.11.2021 06:41

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1634716)
Und du glaubst wenn man den Druck erhöht geht noch was?
Also nicht nur keine soziale Teilhabe, keine Lohnfortzahlung, drohen mit jobverlust....
Die Drohung sie im Zweifelsfall/Triage nicht zu behandeln wird vermutlich nicht die erhoffte Wende bringen.

Möglicherweise besteht da halt eine unterschiedliche Perspektive.

Triage und "Lockdown der Ungeimipften" sind nicht die Werkzeuge um Ungeimpfte zu gängeln. Es ist schlichtweg der Versuch bestmöglich aus der Scheiße raus zu kommen.

Edit:
Und das ist ja auch die Krux.
Diejenigen, die den Ernst der Lage eh noch nicht kapiert haben, interpretieren jetzt die Maßnahmen nur als Angriff auf die eigene Freiheit.
Oder es sind solche Egoisten, die sich "nur für sich" nicht impfen lassen wollen, weil sie sind ja gesund. Und was Andere angeht ist ihnen egal. Die sehen dann auch die Auswirkung der Maßnahmen auf die eigene Person und könne nicht mal über den Tellerrand schauen.

Mal ganz ehrlich:
Wenn man jeden Morgen in den Nachrichten die neuen Zahlen sieht.
Und täglich der Wert der Vorwoche um 30% höher ausfällt.
Sämtliche Berichte aus den Krankenhäusern zeigen, dass sie am Anschlag sind.
(Und das böse Ende kommt ja noch)
Was denken sich Ungeimpfte eigentlich, wie man da jetzt aus der Nummer rauskommen will ?

(Ich weiß, um die Frage dreht sich ja der ganze Thread in der letzten Zeit. Aber ich bin immer wieder sprachlos)

Trimichi 22.11.2021 07:00

Zitat:

Zitat von Tobi F. (Beitrag 1634731)

(Ich weiß, um die Frage dreht sich ja der ganze Thread in der letzten Zeit. Aber ich bin immer wieder sprachlos)

Falls du mich meinst, ich bin einer der Ersten gewesen, die dreifachgeimpft wurden in Deutschland.

Vielleicht sollten manche Menschen nicht zu sehr von der persönlichen Lage und Weltsicht auf die gültige Rechtsordnung abstrahieren?

Beziehungsweise das eigene Erleben und Verhalten zum allgemeinverbindlichen Maßstab erheben? ... :Blumen:

Noch- und letztmalig von mir allen und jede_r einen guten Start in die neue Woche!

Tobi F. 22.11.2021 07:02

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1634733)
Falls du mich meinst, ich bin einer der ersten, die dreifachgeimpft wurden in Deutschland. Schon vor Monaten.

Vielleicht sollten manche Menschen nicht zu sehr von der persönlichen Lage und Weltsicht auf die gültige Rechtsordnung abstrahieren?

Beziehungsweise das eigene Erleben und Verhalten zum allgemeinverbindlichen Maßstab erheben? ... :Blumen:

Noch- und letztmalig von mir allen und jede_r einen guten Start in die neue Woche!

Mein Thread bezog sich nicht auf Dich.
Zu Beginn hatte ich Mo77 zitiert.
Aber inhaltlich hatte ich keinen Bezug zu einem Foren-Teilnehmer oder dessen Aussage.
Sondern vielmehr auf die Gesamtsituation.

Thomas W. 22.11.2021 07:47

Die Hospitalisierunginszidenz in Sachsen und Thüringen ist ja absoluter Wahnsinn.
17 von 100.000 ( zu niedriger RKI Wert- und ja erst die Auswirkung der längst weiter gestiegenen Werte von vor 10-14 Tagen ).

Da ist so ein Krankenhaus ja nach einem Tag voll .

Vielleicht wirken ja dann die Bilder aus den Gängen der Krankenhäuser ( wenn überhaupt noch ) dieser Regionen in weiteren 10 - 14 Tagen nochmal ein Stück weit .

TriVet 22.11.2021 08:30

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1634606)
Die Inzidenz der Ungeimpften auf den Krankenstationen ist unglaublich hoch. Ok, aber ehrlich: so what. Wenn ein (geimpfter) Herzinfarkt rein kommt, kein Intensivbett mehr frei ist, dann ist eine Endscheidung zu treffen. Wenn die gegen den Herzinfarkt fällt, würde ich es nicht verstehen…

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1634645)
Die Abwägung unabhängig von Alter, aussichtschanzen auf Heilung zu treffen ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll. Wie jemand in die Situation gekommen ist sollte keine Rolle spielen bei der Behandlung.

Zitat:

Zitat von moorii (Beitrag 1634666)
Wie jemand in die Situation gekommen ist, spielt m.E. schon eine Rolle. Fahrlässiges Handeln… dann muss jeder auch die Folgen davon tragen.

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1634685)
Dann lassen wir den betrunken verunfallten auch nicht rein.
Teenager die sich versucht haben das Leben zu nehmen weil sie gemobbt wurden sollen also zu gunsten eines 85 jährigen, adipösen, diabetiker der schon jetzt Probleme hat hinten anstehen weil er nicht geimpft ist?
Oder zählt das dann nur bei selbstverschuldeter Corona Not?

Zitat:

Zitat von moorii (Beitrag 1634694)
Wenn die ungeimpften die Krankenhäuser nicht blockieren würden, dann hätten wir ja das Kapazitätsproblem nicht.
Sich nicht impfen zu lassen ohne besonderen Grund halte ich für grob fahrlässig, nicht zu vergleichen mit einem Unfall unter Alkoholeinfluss. Auch der Teenager hat nicht grob fahrlässig gehandelt.

Hatten wir im Faden schon,
Quintessenz war und ist, dass JEDER Hilfe bekommt (bekommen soll), der sie braucht, egal ob jung ob alt, ob selbst schul oder nicht, ob geimpft oder nicht.
Aber dass man den Druck erhöhen darf, muss und soll, dass jeder möglichst gut geimpft ist. BEVOR sie krank werden....



Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1634702)
Immer wieder schön Angehörigen mitteilen zu dürfen dass der Sohn, die Tochter, Mutter, Vater, Partner nicht nach Hause kommt, weil er selbst oder wer anders meinte dass es ne super Idee ist mit 2 Atü aufm Kessel kurz Fluppen zu holen.

Tut mir leid, aber dazu fehlen mir Worte ohne dass ich Post von Arne bekomme. Realitätsfern

Du tust hier sehr viel für meinen Respekt vor der Polizei, ich nehme Dich sehr besonnen, empathisch und reflektiert wahr, ein sehr sehr herzliches Danke dafür.:Blumen:

TriVet 22.11.2021 08:36

Aus der FAZ-Reihe mit rglm. Interviews eines Facharztes einer Covidstation:

Angesichts der steigenden Fallzahlen vergrößert das Klinikum Darmstadt seine Covid-Isolierstation. Im Gespräch berichtet Lungenarzt Cihan Çelik von Patienten mit Verweigerungshaltung und was aus seiner Sicht für eine Impfpflicht spricht.

Und ich frage nach den Gründen, warum man sich gegen die Impfung entschieden hat. Dabei ist mir wenig medizinisch Nachvollziehbares begegnet, sodass ich zu dem Schluss kommen muss: Diese Krankheit wäre durch eine Impfpflicht vermeidbar gewesen, aber offensichtlich nicht durch ein Impfangebot. Das ist aber nur eine Perspektive, denn mir ist klar, dass so etwas nicht nur eine medizinische Frage ist, sondern auch eine soziologische, ethische und politische. Hat man ein Recht auf Krankheit, auch wenn es das Gesundheitssystem und das öffentliche Leben an die Grenzen bringt und uns alle Freiheiten kostet? Das ist eine Frage für die gesellschaftliche Diskussion.

KevJames 22.11.2021 08:50

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1634730)
Irrtum. Hier wird eine Minderheit politisch diskriminiert, die der Ungeimpften. Unabhängig davon welche Gesetze gelten. Ich gebe als Beispiel zu bedenken, wie sich hier einige Foris für LGBT stark gemacht haben in den letzten Jahren. Und nun? Weil man nun in der Majoritätsgruppe ist, macht man es selbst nicht besser? Und drischt auf die Minorität ein? Damit meine ich dich nicht, KevJames.

Zur Gesetzeslage:

1. das GG gilt uneingeschränkt in dieser Sache. Weil es keinen Impfzwang bis dato gibt.
2. das AGG, auch als Antidiskriminierungsgesetz bekannt, gilt. In Germany seit Anno 2006.

Anderes, inhaltliches Beispiel / Transfer (ob Nulltransfer, negativer oder positiver Transfer sei dahin gestellt): wenn ich in der Küche, die ich geputzt habe, ausrutsche, und mir das Handgelenk beim Hinfallen prelle, so muss ich deswegen weder ins Krankenhaus noch zum Doktor. Ich darf Eis aus dem Kühlschrank benutzen, Schmerzgel aus der Hausapotheke und das Handgelenk ggf. selbst bandagieren.

Gruss, Trimichi

Du hast es nicht verstanden und argumentierst wieder juristisch. Legitimität im politischen Sinn ist aber weit mehr. Lustig ist immer wieder, dass Du so tust als sei Deine politische Meinung ein Fakt. Dabei lässt Du aber außer acht, dass der politische (Aus)gebildete damit nicht zu beeindrucken ist. Vielmehr lächelt er müde und denkt sich: "Schade".
Darüber hinaus sind Deine Vergleiche geradezu albern. Gründe? Wurden hier auf Hunderten Seiten genug erörtert. Dass Du Deine Meinung auf Teufel komm raus vertreten willst, geschenkt - tu aber nicht so, als ob es sich bei Deiner Meinung um einen Fakt handeln würde, das ist schlichtweg unsachlich und noch dazu ganz schlechter Stil.

Mitsuha 22.11.2021 09:02

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1634375)
Bezügl. Japan kann ich nur ganz andere Eindrücke schildern. Ich habe beruflich viel mit den Kollegen dort zu tun und habe gut mitbekommen, wie das gelaufen ist.
Das Gesundheitswesen ist dabei viel schlechter organisiert als gemeinhin angenommen, das hat wenig geholfen. Bei der Impfkampagne hat die Regierung komplett versagt. Impfstoff wurde zu spät beschafft und dann gab es noch fürchterliches Chaos bei der Verteilung.
Einigermaßen gut durchgekommen sind die Japaner, weil die alten Menschen (freiwillig) kaum noch die Wohnung verlassen haben. Selbst meine ca. 60jährigen Kollegen haben praktisch 100% im Homeoffice gearbeitet und öffentliche Verkehrsmittel gemieden wie der Teufel das Weihwasser. Infiziert haben sich überwiegend junge Leute, die natürlich weniger schwer erkranken. Als endlich Impfstoff da war wurde er natürlich gut angenommen, da die Japaner das Impfen auch als Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber sehen. Dazu kommt noch, dass man in Japan schon immer Masken getragen hat, wenn man auch nur einen leichten Schnupfen hatte.

Mir ging es bei der Nachfrage speziell an HaFu eigentlich eher um die Frage, ob die Theorie des japanischen Forschers in Hinblick auf das Defensivenzym und die Selbstmord-Mutation der Delta-Variante wirklich plausibel ist (es gab ja auch 2014 (?) eine Sars-CoV-Situation in Asien, die damals quasi wie von selbst verschwunden ist -> selbes Phänomen?).

Ansonsten hat dr_big eigentlich recht: die Japaner sind nur deshalb "gut" durch die Pandemie gekommen, weil die halt ziemlich schnell die Grenzen komplett dich gemacht haben und Nicht-Japaner quasi nicht reinkommen (von Olympia mal abgesehen). Anfangs konnten nicht einmal Angehörige japanischer Staatsbürger (wie z.B. Ehepartner oder Kinder ohne japanische Staatsbürgerschaft) einreisen, da gibts ja mittlerweile doch Ausnahmen. Aber selbst die müssen ja in Quarantäne, egal welcher Impfstatus. Klingt von aussen betrachtet ziemlich hart und restriktiv, scheint aber soweit zu funktionieren, dass das Virus nur innerhalb des Landes zirkuliert.

Übrigens zum Thema Impfen: die Japaner sind aufgrund ihrer Geschichte extrem impfskeptisch. Dass die nun eine so hohe Impfquote erreicht haben (und das bei nur einer einzigen wirklich harten Welle), finde ich erstaunlich. Viele sagen ja, dass die Japaner die Impfkampagne verschlafen habe. Stimmt, da gebe ich recht, aber in gewisser Weise könnte das auch jetzt ein Vorteil sein, weil nun im Herbst / Winter der Impfschutz noch recht gut ist, da die zweite Impfung bei vielen noch nicht so lange her ist (während bei uns die ganzen Risikogruppen de facto schon wieder schutzlos sind). Und die Japaner wollen ja auch direkt mit Boostern anfangen.

Hafu 22.11.2021 09:31

Könnte manche Menschen, die aktuell mit gefälschtem Impfpass rumlaufen (was vermutlich keineswegs nur Einzelfälle sind) nachdenklich stimmen.

Bremens Trainer lässt seinen Vertrag auflösen nach Skandal um mutmaßlich gefälschtem Impfpass.

Mitsuha 22.11.2021 09:34

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1634761)
Könnte manche Menschen, die aktuell mit gefälschtem Impfpass rumlaufen (was vermutlich keineswegs nur Einzelfälle sind) nachdenklich stimmen.

Bremens Trainer lässt seinen Vertrag auflösen nach Skandal um mutmaßlich gefälschtem Impfpass.

Auch nicht besser als Kimmich. Aber auch bei dem gibt es jetzt Konsequenzen, da er nun für die Zeit der Quarantäne von seinem Arbeitgeber kein Gehalt mehr erhält. So ne gute Million weniger auf dem Konto ist schon happig.
Und bei der hohen Testung im Bereich des Profifussball würde es mich nicht wundern, wenn der Herr Kimmich noch ein paar Mal in Quarantäne muss.

Trimichi 22.11.2021 09:46

Zitat:

Zitat von KevJames (Beitrag 1634757)
Du hast es nicht verstanden und argumentierst wieder juristisch. Legitimität im politischen Sinn ist aber weit mehr. Lustig ist immer wieder, dass Du so tust als sei Deine politische Meinung ein Fakt. Dabei lässt Du aber außer acht, dass der politische (Aus)gebildete damit nicht zu beeindrucken ist. Vielmehr lächelt er müde und denkt sich: "Schade".
Darüber hinaus sind Deine Vergleiche geradezu albern. Gründe? Wurden hier auf Hunderten Seiten genug erörtert. Dass Du Deine Meinung auf Teufel komm raus vertreten willst, geschenkt - tu aber nicht so, als ob es sich bei Deiner Meinung um einen Fakt handeln würde, das ist schlichtweg unsachlich und noch dazu ganz schlechter Stil.

Auch du kannst dir deine Ausführungen sparen, da mir der Unterschied zwischen Diskussion und Debatte bekannt ist.

Dennoch leben wir in einem Rechtstaat, den auch die AfD zu respektieren hat, zum Beispiel. Schließlich wollen die AfD'ler ja nicht, dass ihre vom Verfassungsschutz unter Beobachtung stehende Partei, verboten wird. Wobei ich kein AfD'ler bin, und daher auch nicht weis, wie die AfD intern aufgestellt ist und welche Lager sich dort gebildet haben.

Folge ich deiner Argumentation, gibt es nur noch Einzelmeinungen als Individuen, Gruppenbildung in Sinne eines gemeinsamen Parteiprogramms gibt es nach deinen Ausführungen nicht und daher hast du deine Worte erfolgreich, und von Stil her sehr gut, selbst ad absurdum geführt

Schade? Hier stimme ich dir nicht voll zu, denn mir macht der Meinungsaustausch Spaß. Daher kann ich den Verlauf hier im Faden und meine Worte nicht als "schade" empfinden.

qbz 22.11.2021 10:10

Mai Thi: Impfpflicht. Warum nicht?

Trimichi 22.11.2021 10:22

[Moderation: Entfernt. Bitte bleibe sachlich.]

[Schließe mich Helios' Gegenmoderation an: Jürg ist Schuld1 ich habe nichts gemacht, nur qbz' Querschläger geradegerückt!] P.S.: Carolinchen darf "Mist!" eintippen. Und das ist das dann sachlich? Buuuuh, Buuuuh. SABOTAGE! ;) Von den Beatie Boys, freilich. Letztes "Geschreibsel" heute von mir. Ich verspreche es. Bitte lass den Kommentar so stehen, ja? https://www.youtube.com/watch?v=z5rRZdiu1UE

Helios 22.11.2021 11:32

[Moderation: Entfernt. Bitte bleibe sachlich.]

[Gegenmoderation: das find ich total fies, ich hab nix gemacht]

su.pa 22.11.2021 11:55

Zitat:

Zitat von Mitsuha (Beitrag 1634758)
Übrigens zum Thema Impfen: die Japaner sind aufgrund ihrer Geschichte extrem impfskeptisch.

Ist zwar offensichtlich, aber mich würde trotzdem interessieren warum :Huhu:

sybenwurz 22.11.2021 12:01

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1634761)
Könnte manche Menschen, die aktuell mit gefälschtem Impfpass rumlaufen (was vermutlich keineswegs nur Einzelfälle sind) nachdenklich stimmen.

Ich denke nicht, dass solcherart verbohrte Kriminelle da gross ins Nachdenken kommen.

Plasma 22.11.2021 12:34

https://www.welt.de/kultur/plus23518...andersrum.html

Ein sehr interessanter Artikel.

Zitat:

Im Zirkel wechselseitiger Verdächtigung wird die geteilte Erwartung, von den Anderen geschädigt zu werden, zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. In den letzten Monaten haben sich nicht nur fanatische Impfgegner zu gewaltsamen Übergriffen auf impfende Ärzte berechtigt gewähnt; auch aufseiten der Impfbefürworter geben sich Fanatiker Gewaltfantasien hin. Immer wieder ist in der Öffentlichkeit zu hören, dass Ungeimpfte das Anrecht auf die teure Intensivtherapie verwirkt hätten. Bisher nur hinter vorgehaltener Hand wird der Impfstatus als Kriterium bei der Triage ins Spiel gebracht, sollte diese in den kommenden Monaten doch noch ausgeübt werden.

Jo. Sieht man ja auch hier.

Und weiter:

Einerseits kann die Mehrheit der Impfbefürworter von den Impfskeptikern – sofern diese keine bloßen Trittbrettfahrer sind – Achtsamkeit lernen. Ernsthafte Impfskeptiker können ins Bewusstsein bringen, dass das Impfen wie alle Therapien der biotechnologischen Medizin ethisch nicht neutral ist; dass es sich beim Impfen vielmehr um eine Praxis der Gesundheitsvorsorge handelt, die von umstrittenen Wertentscheidungen durchdrungen ist. Mit ihrem ‚Nein‘ bringen Impfskeptiker ein Unbehagen angesichts der Kosten zum Ausdruck, die gesamtgesellschaftliche Impfprogramme abverlangen: dass Impfprogramme zum Schutz der Gesamtbevölkerung am utilitaristischen Leitprinzip des größten Nutzens für die größte Zahl orientiert sind – und dass darin das potenzielle Leiden der Einzelnen in Kauf genommen wird, wenn es sich gesamtgesellschaftlich auszahlt.

Die Impfgegner erinnern darüber hinaus an eine weitere Quelle ethischer Probleme. Sie führen vor Augen, dass es sich bei den Impfungen um tief greifende Eingriffe in Organprozesse handelt: um Eingriffe, deren problematische Folgen sich unter Umständen erst in mehreren Jahren zeigen werden. Insbesondere ist hierbei freilich an die Impfungen von Kindern mit den neuartigen mRNA-Impfstoffen zu denken. Die Impfskeptiker machen sich darin zu Anwälten einer Haltung der Vorsicht, für die Hans Jonas – der Urvater der modernen Medizinethik – vor über vierzig Jahren plädiert hat: für eine Haltung, die im Wissen um unseren Einfluss auf das Leben künftiger Generationen Furcht zu unserer ersten ethischen Pflicht erhebt.

LidlRacer 22.11.2021 12:37

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1634789)

Ähm, nein.

Welt ist Bild im Schafspelz.

Plasma 22.11.2021 12:38

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1634761)
Könnte manche Menschen, die aktuell mit gefälschtem Impfpass rumlaufen (was vermutlich keineswegs nur Einzelfälle sind) nachdenklich stimmen.

Bremens Trainer lässt seinen Vertrag auflösen nach Skandal um mutmaßlich gefälschtem Impfpass.

Zitat:

Zitat von Mitsuha (Beitrag 1634762)
Auch nicht besser als Kimmich. Aber auch bei dem gibt es jetzt Konsequenzen, da er nun für die Zeit der Quarantäne von seinem Arbeitgeber kein Gehalt mehr erhält. So ne gute Million weniger auf dem Konto ist schon happig.
Und bei der hohen Testung im Bereich des Profifussball würde es mich nicht wundern, wenn der Herr Kimmich noch ein paar Mal in Quarantäne muss.

Tja, ein Kimmich ist auch nicht z ersetzen, wie man am WE in Augsburg gesehen hat anhand dessen, wie seine Vertretung gekickt hat. Interessant, dass der FCB diese Möglichkeit nutzt. Hätte ich nicht gedacht.

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1634790)
Ein sehr interessanter Artikel.

Ähm, nein.

Welt ist Bild im Schafspelz.

Vorurteile bringen einen auch nicht weiter. Abgesehewn davon kannst Du das gar nicht beurteilen, da Du den Artikel gar nicht gelesen hast.

sybenwurz 22.11.2021 12:42

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1634791)
Vorurteile bringen einen auch nicht weiter.

Ich sehe keinen Zusammenhang mit Vorurteilen, wenn ich einen Konzern, der meine Werte nicht teilt, nicht unterstützen möchte.

Stefan 22.11.2021 12:42

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1634789)
https://www.welt.de/kultur/plus23518...andersrum.html
...
Die Impfgegner erinnern darüber hinaus an eine weitere Quelle ethischer Probleme. Sie führen vor Augen, dass es sich bei den Impfungen um tief greifende Eingriffe in Organprozesse handelt: um Eingriffe, deren problematische Folgen sich unter Umständen erst in mehreren Jahren zeigen werden. Insbesondere ist hierbei freilich an die Impfungen von Kindern mit den neuartigen mRNA-Impfstoffen zu denken. Die Impfskeptiker machen sich darin zu Anwälten einer Haltung der Vorsicht, für die Hans Jonas – der Urvater der modernen Medizinethik – vor über vierzig Jahren plädiert hat: für eine Haltung, die im Wissen um unseren Einfluss auf das Leben künftiger Generationen Furcht zu unserer ersten ethischen Pflicht erhebt.[/i]

Ich hoffe, dass diesen Impfgegnern auch bewusst ist, warum die Stiko ihre Impfempfehlung für Jugendliche überhaupt ausgesprochen hat: Weil sie wegen der niedrigen Impfrate von einer hohen Inzidenz für den Herbst ausging.
Wem also im Sommer die Unversehrtheit der Kinder und Jugendlichen wichtig war, der hat sich impfen lassen.

deralexxx 22.11.2021 12:47

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1634790)
Ähm, nein.

Welt ist Bild im Schafspelz.


https://www.deutschlandfunk.de/mensc...n-und-100.html

Olivia Mitscherlich-Schönherr die Authorin des von Plasma gebrachten Artikels.

Zitat:

Menschsein in Corona-Zeiten„Mit der Pandemie leben und sterben lernen“
Edit. mach der dritten Welle hat sie auch ein Interview gegeben: https://www.freitag.de/autoren/jaugs...lange-gelaehmt in dem Sie tldr beschreibt das in der Krise zuviel auf die Wissenschaftler gehört wurde. Dann wurde mal ne zeitlang weniger auf die Wissenschaftler gehört und hier sind wir, mitten in der 4. Welle. Tausende Angehörige lernen gerade mit der Pandemie zu leben und sehen ihre Lieben sterben.

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1634791)
Vorurteile bringen einen auch nicht weiter. Abgesehewn davon kannst Du das gar nicht beurteilen, da Du den Artikel gar nicht gelesen hast.

In der Tat ist es "schade" aber nicht jeder hat für alles ein Abo, daher habe ich versucht mir andere Artikel / Interviews zu Gemüte zu führen um die generelle Richtung der Schreiberin zu sehen.

sabine-g 22.11.2021 12:53

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1634780)
[Moderation: Entfernt. Bitte bleibe sachlich.]

[Gegenmoderation: das find ich total fies, ich hab nix gemacht]

:Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall:

Roini 22.11.2021 13:02

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1634789)
https://www.welt.de/kultur/plus23518...andersrum.html


Die Impfgegner erinnern darüber hinaus an eine weitere Quelle ethischer Probleme. Sie führen vor Augen, dass es sich bei den Impfungen um tief greifende Eingriffe in Organprozesse handelt: um Eingriffe, deren problematische Folgen sich unter Umständen erst in mehreren Jahren zeigen werden. Insbesondere ist hierbei freilich an die Impfungen von Kindern mit den neuartigen mRNA-Impfstoffen zu denken. Die Impfskeptiker machen sich darin zu Anwälten einer Haltung der Vorsicht, für die Hans Jonas – der Urvater der modernen Medizinethik – vor über vierzig Jahren plädiert hat: für eine Haltung, die im Wissen um unseren Einfluss auf das Leben künftiger Generationen Furcht zu unserer ersten ethischen Pflicht erhebt.[/i]

Gibt es da Studien, wo sich Nebenwirkungen von Impfungen erst nach mehreren Jahren zeigen?
Klar, der Corona-Impfstoff ist noch zu neu, aber generell.
Genau dieses Argument hat ja auch Herr Kimmich gebracht und wird jetzt auch von vielen meiner Bekannten als Grund genannt warum sie ihre Kinder nicht impfen lassen wollen.

su.pa 22.11.2021 13:12

Zitat:

Zitat von Roini (Beitrag 1634798)
Gibt es da Studien, wo sich Nebenwirkungen von Impfungen erst nach mehreren Jahren zeigen?
Klar, der Corona-Impfstoff ist noch zu neu, aber generell.
Genau dieses Argument hat ja auch Herr Kimmich gebracht und wird jetzt auch von vielen meiner Bekannten als Grund genannt warum sie ihre Kinder nicht impfen lassen wollen.

Ich hab in dem Zusammenhang mal eine Aussage gelesen, dass bei der Impfung gegen das Dengue-Fieber und gegen HIV erst später in der "Praxis" raus kam, dass sich geimpfte Personen leichter infizieren, bzw. bei Dengue-Fieber die schwereren Verläufe hätten. Das wurde in dem Artikel zumindest als bekannter Fakt genannt. Überprüft hab ich ihn nicht. Trifft auch nicht ganz Deine Frage, aber geht doch in Richtung "Spätfolgen".

Hafu 22.11.2021 13:18

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1634789)
[...dass es sich bei den Impfungen um tief greifende Eingriffe in Organprozesse handelt: um Eingriffe, deren problematische Folgen sich unter Umständen erst in mehreren Jahren zeigen werden. ...

die oben genannten Aussagen sind -von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet- einfach adrett formulierter Bullshit.

Es gibt kein vernünftiges Erklärmodell, warum sich Folgen von Impfungen u.U. erst "in mehreren Jahren zeigen" sollten. Ich dachte eigentlich, dass diese Erkenntnis nach den vielen Wortmeldungen immunologischer Experten im Zusammenhang mit Kimmichs Impfverweigerung sich mittlerweile etabliert hätte. Wenige Tage nach der Impfung ist keinerlei mRNA-Impfstoff im Körper mehr vorhanden bzw. keine Trägerviren bei den Vektorimpfstoffen. Genau deshalb reicht eine Impfung ja nicht aus, sondern man braucht für einen vernünftigen Impfschutz mehrere (mutmaßlich drei) Impfungen. Woher sollen da Impffolgen "in mehreren Jahren" kommen?

Und der "tiefgreifende Eingriff in Organprozesse" besteht einfacht darin, dass unserem Immunsystem durch die Impfung ein Stück Fremdeiweiss (konkret: Teile des Spike-Virus-Anteils von Sars-COV-2) präsentiert wird, um auf verschiedenen Ebenen eine Immunantwort zu provozieren.
Derselbe "tiefgreifende Eingriff in Organprozesse" findet bei jeder echten Infektion statt, in die irgendwelche Bakterien, Viren oder Pilzsporen involviert sind und natürlich auch bei jeder aktiven sonstigen Impfung mit der es in der Medizin auch längst 100 Jahre alte Erfahrungen gibt.

Die Auseinandersetzung mit allen möglichen Bakterien sowie auch mit Fremdeiweißstoffen ist das absolute tägliche Kerngeschäft unseres Immunsystems: jedes mal wenn man sich bei der Essenszubereitung mit einem garantiert unsterilen Messer in den Finger schneidet, bei jedem etwas zu ehrgeizigem Zahnputzvorgang oder auch bei hartem Stuhlgang mit Schleimhautverletzungen kommt es durch Bakterieneintrag in die Blutbahn auch bei notorischen Impfverweigern zu einem "tiefgreifenden Eingriff in Organprozesse".

MattF 22.11.2021 13:20

Zitat:

Zitat von Roini (Beitrag 1634798)
Gibt es da Studien, wo sich Nebenwirkungen von Impfungen erst nach mehreren Jahren zeigen?

Nein, das ist auch faktisch unmöglich.

Wie willst man, wenn man 5 Jahre nach einer Impfung eine Krankheit bekommt, da einen Zusammenhang herstellen? Zumal wäre es bei einem nach 3 Jahren beim nächsten nach 7 Jahre.
Zumal die allermeisten Impfungen ja auch nicht in dieser Masse verimpft werden wie
jetzt gegen Corona.
Man müsste ja bei so einem Nachweis irgendwie ein Muster sehen, das geht da gar nicht mehr.

Der Impfstoff ist nach wenigen Wochen nicht mehr im Körper, er baut sich NICHT in die DNA ein.
Übrig bleiben Antikörper gegen Corona, bzw. das Wissen des Körpers Antikörper zu bilden. Das hat man aber genauso wenn man die Infektion durchmacht. D.h. Impfen kann in der Langzeitwirkung überhaupt nicht mehr oder weniger gefährlich sein, als die Infektion selber.

Ich dachte aber auch nach der Kimmich Diskussion hat das jeder begriffen, es gibt doch genug Literatur/Artikel dazu mittlerweile.

Edit: Bin schon bisschen stolz, praktisch dasselbe geschrieben zu haben wie Hafu, ohne dessen Beitrag vorher gelesen zu haben :-)

Roini 22.11.2021 13:23

@ Hafu: Vielen Dank für die Erklärung.

Ganz ähnlich habe ich auch argumentiert, allerdings fehlt mir halt dein medizinisches Fachwissen.

Von meinem Schwager habe ich dann als Antwort bekommen, dass ich halt nicht nur ARD und ZDF schauen soll um mich adäquat zu informieren :Blumen:

MattF 22.11.2021 13:24

Zitat:

Zitat von Roini (Beitrag 1634804)
Von meinem Schwager habe ich dann als Antwort bekommen, dass ich halt nicht nur ARD und ZDF schauen soll um mich adäquat zu informieren :Blumen:


Schick ihm ein Link zu dieser Seite. :cool:

Schwarzfahrer 22.11.2021 13:26

Zitat:

Zitat von Roini (Beitrag 1634798)
Gibt es da Studien, wo sich Nebenwirkungen von Impfungen erst nach mehreren Jahren zeigen?

Jahre nicht (na gut, das mit der Narkolepsie hat auch recht lange gedauert alein wegen der Seltenheit), aber nach Monaten kann auch noch neues kommen, z.B. hier: Mrna COVID Vaccines Dramatically Increase Endothelial Inflammatory Markers and ACS Risk as Measured by the PULS Cardiac Test: a Warning - was auch immer darauf folgen mag, oder auch nicht - ich habe dazu noch keine Meinung (bisher nur das Abstract gefunden, muß eigentlich arbeiten)


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