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LidlRacer 06.04.2021 19:22

Umfangreicher Artikel von 23(!) Autoren - leider auf Englisch:
"We Won’t Get Around a Serious Lockdown"
A Third Wave Washes over Germany as Vaccination Campaign Mounts
Medical professionals and virologists in Germany have been clear in their message: The third wave of the coronavirus must be stemmed through tough measures, otherwise the consequences will be dramatic. So, why are Angela Merkel and her state governors stalling?


Das deutsche Original erschien vor 4 Tagen und liegt hinter der Pay-Wall:
Prognose von Christian Drosten
»Wir werden um einen ernsthaften Lockdown nicht herumkommen«
Die Empfehlungen von Virologen und Medizinern sind eindeutig: Die dritte Welle muss gebrochen werden, sonst drohen schlimme Konsequenzen. Warum zögern Ministerpräsidenten und Kanzlerin noch?

Trimichi 06.04.2021 19:51

Zitat:

Zitat von Dembo (Beitrag 1594576)
Sagt mal, für Brücken ist doch Andi "Feinstaub" Scheuer... :Lachanfall:

Ist der Zahnarzt? :Lachanfall:

Egal. Hauptsache ein Bajuware ;)

Trimichi 06.04.2021 19:53

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1594579)

Ernsthaft... vllt sollte man die Politiker mal drei Tage in Kloster Banz hart lockdownen und ihnen Haendi wegnehmen und von der Aussenwelt isolieren? Damit se mal ueber ihren Unfag nachdenken? Detox heisst das neudeutsch. :Lachen2:

Pascal 06.04.2021 19:54

Diese Serie lohnt sicher nicht nur einen Blick. Sie wird nicht die überzeugen die ein Herz aus Stein haben und notorische Leerdenker sind. Aber alle anderen eben schon:

Charité intensiv

Einen Winter lang beobachtet die vierteilige Doku-Serie von Regisseur/Autor Carl Gierstorfer und Co-Autorin Mareike Müller eine Intensivstation der Charité, auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie. Die Filme geben einen intimen Einblick in eine Welt im Grenzbereich zwischen Leben und Tod, die den meisten unbekannt ist.

Lebemann 06.04.2021 20:08

https://m.youtube.com/watch?v=o3ksvjoTsgY

Auf Twitter und in diversen Nachrichten geht ein Video des YTubers „Rezo“ um. CDU/CSU kommt definitiv nicht gut weg.
Achtung, wer der Jugendsprache nicht mächtig ist, versteht nur bedingt was. Auch wenn er es etwas anders formuliert trifft er ordentlich ins Schwarze.

merz 06.04.2021 22:17

hui, ich in jetzt 5:40 drinnen und es ist irgendwie cool (mit dem Wort verrate ich mein Alter, ich weiss), schau ich mir zuende an :)


m.

also der rant ist auch fresh und irgendwie direkt und so, geht schon klar

iaux 07.04.2021 09:41

Ausgangssperre als „Ultima Ratio“: „Nicht nachprüfbare Behauptungen reichten zur Rechtfertigung einer derart weitreichenden Maßnahme nicht aus“, heißt es weiter. Insbesondere sei es nicht zielführend, ein „diffuses Infektionsgeschehen“ ohne Beleg in erster Linie mit fehlender Disziplin der Bevölkerung sowie verbotenen Feiern und Partys im privaten Raum zu erklären, begründete der 13. Senat.

Nach mehr als einem Jahr Dauer des Pandemiegeschehens bestehe, so die Richter, die begründete Erwartung nach „weitergehender wissenschaftlicher Durchdringung der Infektionswege.“ Der Erlass einschneidender Maßnahmen lediglich auf Verdacht lasse sich nicht mehr rechtfertigen. Das Urteil ist in dieser Deutlichkeit ein Novum; bisher hatten auch Bund und Länder in der Begründung ihrer Maßnahmen auch immer wieder auf ein „diffuses Infektionsgeschehen“ verweisen können.


Gewaltenteilung funktioniert ja doch.

Adept 07.04.2021 09:47

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1594620)
Ausgangssperre als „Ultima Ratio“: „Nicht nachprüfbare Behauptungen reichten zur Rechtfertigung einer derart weitreichenden Maßnahme nicht aus“, heißt es weiter. Insbesondere sei es nicht zielführend, ein „diffuses Infektionsgeschehen“ ohne Beleg in erster Linie mit fehlender Disziplin der Bevölkerung sowie verbotenen Feiern und Partys im privaten Raum zu erklären, begründete der 13. Senat.

Nach mehr als einem Jahr Dauer des Pandemiegeschehens bestehe, so die Richter, die begründete Erwartung nach „weitergehender wissenschaftlicher Durchdringung der Infektionswege.“ Der Erlass einschneidender Maßnahmen lediglich auf Verdacht lasse sich nicht mehr rechtfertigen. Das Urteil ist in dieser Deutlichkeit ein Novum; bisher hatten auch Bund und Länder in der Begründung ihrer Maßnahmen auch immer wieder auf ein „diffuses Infektionsgeschehen“ verweisen können.


Gewaltenteilung funktioniert ja doch.

Das ist ganz auf meiner Linie.

Einschneidende Massnahmen zu verhängen ohne einen überprüfbaren wissenschaftlichen Beleg der Wirksamkeit finde ich auch absolut unnötig.

keko# 07.04.2021 09:59

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1594623)
Das ist ganz auf meiner Linie.

Einschneidende Massnahmen zu verhängen ohne einen überprüfbaren wissenschaftlichen Beleg der Wirksamkeit finde ich auch absolut unnötig.

Wir hatten im Winter über mehrere Wochen eine Ausgangssperre ab 20 Uhr und ich muss sagen, das hat mich auf Dauer schon sehr genervt. Ich war froh, als sie vom Gericht gekippt wurde.
Zumal um diese Zeit sowieso wenig los war, weil Freizeiteinrichtungen bereits dicht waren.
Würde sie wieder kommen, würde ich dies auch meinem Landrat in einer freundlichen EMail (freundlich meine ich wirklich so) mitteilen.

Klugschnacker 07.04.2021 10:13

"Als ein „milderes Mittel“ – also eine bessere Maßnahme – schlagen die Verwaltungsrichter „Betretungsverbote“ an beliebten Orten vor, um spätabendliche Treffen von jungen Menschen zu unterbinden."
Also ist es nach Ansicht des Gerichts angemessen und geeignet, "spätabendliche Treffen von jungen Menschen zu unterbinden". Ein rätselhafter Satz.

Dies habe jedoch nicht über eine Ausgangssperre zu erfolgen, sondern über Betretungsverbote. Gibt es denn für letzteres bessere wissenschaftliche Daten als für eine Ausgangssperre?

Nach meinem Kenntnisstand hat kein einziges vergleichbares Land es bisher geschafft, die britische Mutation ohne Ausgangssperre zurückzudrängen. Reicht das nicht als Begründung?

Roini 07.04.2021 10:21

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1594626)
Wir hatten im Winter über mehrere Wochen eine Ausgangssperre ab 20 Uhr und ich muss sagen, das hat mich auf Dauer schon sehr genervt. Ich war froh, als sie vom Gericht gekippt wurde.
Zumal um diese Zeit sowieso wenig los war, weil Freizeiteinrichtungen bereits dicht waren.
Würde sie wieder kommen, würde ich dies auch meinem Landrat in einer freundlichen EMail (freundlich meine ich wirklich so) mitteilen.

Seit März letzten Jahres haben wir da so ein garstiges Virus im Umlauf.
Auf Dauer nervt mich das jetzt auch ganz gewaltig.
Ich wäre echt froh wenn da mal ein Gericht eingreifen würde um das blöde Virus zu kippen.

Sorry, soll jetzt kein persönlicher Angriff auf dich sein aber dein Beitrag spiegelt halt meiner Meinung nach die Stimmung wider. Jeder ist von irgendwas genervt...:Blumen:

kupferle 07.04.2021 10:25

Guten Morgen...

Mir zeigt folgendes Video, daß mit positiven Gedanken und Atemtraining auch eine Verbesserung/ Heilung von Long-Covid möglich ist.

Ich wünsche Frank Stäbler viel Erfolg bei Olympia!

https://www.facebook.com/watch/?v=466312331239765

keko# 07.04.2021 10:30

Zitat:

Zitat von Roini (Beitrag 1594630)
Seit März letzten Jahres haben wir da so ein garstiges Virus im Umlauf.
Auf Dauer nervt mich das jetzt auch ganz gewaltig.
Ich wäre echt froh wenn da mal ein Gericht eingreifen würde um das blöde Virus zu kippen.

Sorry, soll jetzt kein persönlicher Angriff auf dich sein aber dein Beitrag spiegelt halt meiner Meinung nach die Stimmung wider. Jeder ist von irgendwas genervt...:Blumen:

Wenn wir 3 Wochen Ausgangssperre ab 18Uhr machen, dann ist doch entscheidend, was danach passiert. Geht es danach genauso weiter, kann man drauf verzichten.
Gibt es einen Plan für danach, bin ich sofort dabei :Blumen:

Hafu 07.04.2021 10:46

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1594632)
Wenn wir 3 Wochen Ausgangssperre ab 18Uhr machen, dann ist doch entscheidend, was danach passiert. Geht es danach genauso weiter, kann man drauf verzichten.
Gibt es einen Plan für danach, bin ich sofort dabei :Blumen:


Gähn...
Schon so oft durchgekaut. Als ob die Pandemie erst gestern begonnen hätte.

-Bei niedrigen Inzidenzen lassen sich Infektherde nachverfolgen und machen Testkonzepte erst einen Sinn.
-Jede Woche Zeitgewinn hilft wegen der jetzt endlich in der Masse angelaufenen Impfkampagne bei der Rückkehr in das normale Leben
-Durchimpfung bei hohen inzidenzen fördert sog. Escape-Mutationen, d.h. bei dem sich sowieso häufig veränderndem Sars-Cov2 selektiert man gezielt die Mutationen, gegen die die Impfung nur eine eingeschränkte Wirkung hat.
-Hohe Inzidenzen führen zu starker Inanspruchnahme des medizinischen Systems mit allen denkbaren unerwünschten Begleiterscheinungen (Überlastung von Intensivkapazitäten, Verschieben medizinisch notwendiger nicht-Covid-Behandlungen)

Adept 07.04.2021 10:52

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1594628)
"Als ein „milderes Mittel“ – also eine bessere Maßnahme – schlagen die Verwaltungsrichter „Betretungsverbote“ an beliebten Orten vor, um spätabendliche Treffen von jungen Menschen zu unterbinden."
Also ist es nach Ansicht des Gerichts angemessen und geeignet, "spätabendliche Treffen von jungen Menschen zu unterbinden". Ein rätselhafter Satz.

Dies habe jedoch nicht über eine Ausgangssperre zu erfolgen, sondern über Betretungsverbote. Gibt es denn für letzteres bessere wissenschaftliche Daten als für eine Ausgangssperre?

Nach meinem Kenntnisstand hat kein einziges vergleichbares Land es bisher geschafft, die britische Mutation ohne Ausgangssperre zurückzudrängen. Reicht das nicht als Begründung?

Meiner Meinung nach: Nein!

Als ein "nachgewiesenes" Mittel sehe ich einen kompletten Lockdown für ca. 2 Wochen und dann eine dauerhafte strikte Einreisekontrolle mit Quarantäne. Das ist aber in unserer Region nicht machbar, daher wäre ich für die 90% Lösung:

AHA-Regeln, der Rest Selbstverantwortung.

merz 07.04.2021 10:54

"90% Lösung":
das wäre doch der Status Quo, oder noch lockerer?

und also, nun ,das klappt doch nicht, d.h.es wirkt nicht genug.


m.

keko# 07.04.2021 10:58

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1594635)
Gähn...
Schon so oft durchgekaut. Als ob die Pandemie erst gestern begonnen hätte.

-Bei niedrigen Inzidenzen lassen sich Infektherde nachverfolgen und machen Testkonzepte erst einen Sinn.
-Jede Woche Zeitgewinn hilft wegen der jetzt endlich in der Masse angelaufenen Impfkampagne bei der Rückkehr in das normale Leben
-Durchimpfung bei hohen inzidenzen fördert sog. Escape-Mutationen, d.h. bei dem sich sowieso häufig veränderndem Sars-Cov2 selektiert man gezielt die Mutationen, gegen die die Impfung nur eine eingeschränkte Wirkung hat.
-Hohe Inzidenzen führen zu starker Inanspruchnahme des medizinischen Systems mit allen denkbaren unerwünschten Begleiterscheinungen (Überlastung von Intensivkapazitäten, Verschieben medizinisch notwendiger nicht-Covid-Behandlungen)

Wenn denn alles so klar ist, bleibt für mich nach wie vor die Frage: worauf warten wir?

:Blumen:

Hafu 07.04.2021 11:03

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1594620)
...

Gewaltenteilung funktioniert ja doch.

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1594623)
...

Einschneidende Massnahmen zu verhängen ohne einen überprüfbaren wissenschaftlichen Beleg der Wirksamkeit finde ich auch absolut unnötig.

Deutschland wird bestimmt das erste Land weltweit, in dem Gerichte die Pandemie besiegen!:liebe053:

Matthias75 07.04.2021 11:06

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1594639)
Wenn denn alles so klar ist, bleibt für mich nach wie vor die Frage: worauf warten wir?

:Blumen:

Darauf, dass irgendjemand ein besserer Begriff als "Brückenlockdown" einfällt, der allen Ministerpräsidenten gefällt.

M.

(Alternativ, dass die Eigenverantwortung schlagartig zunimmt, wir deshalb keinen Lockdown brauchen und sich deshalb auch niemand Gedanken um die Namensfindung machen muss)

iaux 07.04.2021 11:10

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1594640)
Deutschland wird bestimmt das erste Land weltweit, in dem Gerichte die Pandemie besiegen!:liebe053:

An der Politik lags bestimmt nicht, wenn Corona besiegt sein sollte... da kommts mir wirklich so vor, als ob das neuartige Coronavirus erst seit dieser Woche in D ist. (Und dann vor allem ab 21 Uhr vor der Haustür wartet ;) )

Seit über nem Jahr keine Strategie, kein Konzept...

Gottseidank ging die Impfstoffentwicklung sehr viel schneller als gedacht!

Adept 07.04.2021 11:12

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1594640)
Deutschland wird bestimmt das erste Land weltweit, in dem Gerichte die Pandemie besiegen!:liebe053:

Ich glaube, man sollte sich nicht der Illusion hingeben, einen solchen Virus schnell mal so komplett zu besiegen. Wir werden damit lange leben müssen, so wie wir mit anderen Viren/Krankheiten leben müssen und gut leben können. Es gibt kein perfektes System, was Gesundheit angeht.

keko# 07.04.2021 11:22

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1594644)
Ich glaube, man sollte sich nicht der Illusion hingeben, einen solchen Virus schnell mal so komplett zu besiegen. Wir werden damit lange leben müssen, so wie wir mit anderen Viren/Krankheiten leben müssen und gut leben können. Es gibt kein perfektes System, was Gesundheit angeht.

Selbst wenn wir das Virus in DE mit Ausgangssperren und sonstigen Maßnahmen besiegen sollten, habe wir immer noch das kleine Problem, dass das Virus und seine Mutationen keine Landesgrenzen kennt. Es wird verschiedene Maßnahmen geben müssen (Impfungen, AHA...), die über einen langen Zeitraum (vielleicht 10 Jahre) greifen und durchführbar sein müssen und das quasi weltweit.

gaehnforscher 07.04.2021 11:22

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1594639)
Wenn denn alles so klar ist, bleibt für mich nach wie vor die Frage: worauf warten wir?

:Blumen:

Darauf, dass nicht jeder bzw. keiner mehr (Privat, Unternehmen, Politik ...) permanent alle theoretischen Möglichkeiten/ Freiheiten, die einem in unserem Rechtsstaat an sich glücklicherweise zustehen, permanent maximal ausnutzt und sich/ uns damit letztlich selber ein Bein stellt.

Das betrifft Unternehmen, welche empfohlene Manahmen unzureichend umsetzen. Das geht weiter bei Politikern, welche sich um Maßnahmen usw. streiten, nur um sich selbst zu positionieren und zu profilieren. Weiter geht es sicher auch im privaten Bereich. Gerade bei letzteremn kann ich inzwischen durchaus nachvollziehen, dass es zunehmend schwerer fällt, wenn sich nach über einem Jahr in den beiden erstgenannten Gruppen kaum was bewegt.

Irgendwo müssen sich halt alle zusammen mal die Frage stellen, ob jeder einfach nur mit irgendwas recht haben will, oder ob wir nicht lieber alle zusammen die Pandemie zumindest hier in D, besser gleich zumindest in der gesamten EU in den Griff bekommen wollen.

iaux 07.04.2021 11:29

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1594628)

Also ist es nach Ansicht des Gerichts angemessen und geeignet, "spätabendliche Treffen von jungen Menschen zu unterbinden". Ein rätselhafter Satz.

Dies habe jedoch nicht über eine Ausgangssperre zu erfolgen, sondern über Betretungsverbote. Gibt es denn für letzteres bessere wissenschaftliche Daten als für eine Ausgangssperre?

Nach meinem Kenntnisstand hat kein einziges vergleichbares Land es bisher geschafft, die britische Mutation ohne Ausgangssperre zurückzudrängen. Reicht das nicht als Begründung?

In Portugal wurden doppelt so viele Infizierte gemeldet wie im Durchschnitt des letzten Monats. Is das ein Ausreißer nach oben, oder ein Hinweis, dass nur ein kompletter anhaltender Shutdown die Zahlen unten hält?

Adept 07.04.2021 11:32

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1594645)
Selbst wenn wir das Virus in DE mit Ausgangssperren und sonstigen Maßnahmen besiegen sollten, habe wir immer noch das kleine Problem, dass das Virus und seine Mutationen keine Landesgrenzen kennt. Es wird verschiedene Maßnahmen geben müssen (Impfungen, AHA...), die über einen langen Zeitraum (vielleicht 10 Jahre) greifen und durchführbar sein müssen und das quasi weltweit.

Sehe ich auch so.

Wir sind mit unserem Gesellschaftssystem viel zu verwoben mit anderen Ländern und viel zu freiheitsliebend, um langfristig eingesperrt zu leben. Das mag bei anderen Kulturen/Ländern anders sein.

Das ist halt der Preis für die jahrelang erkämpfte Freiheit. Wir können nicht beides haben, Freiheit und Sicherheit.

Trimichi 07.04.2021 11:43

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1594652)

Das ist halt der Preis für die jahrelang erkämpfte Freiheit. Wir können nicht beides haben, Freiheit und Sicherheit.

Man merkt hier den Einfluss aus Amerika, insbesondere auf uns Triathleten?

Die Originalversion ist diese hier?

Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety.

Pennsylvania Assembly: Reply to the Governor, Printed in Votes and Proceedings of the House of Representatives, 1755-1756 (Philadelphia, 1756), pp. 19-21. [November 11, 1755], http://franklinpapers.org/framedVolu...ol=6&page=238a

Helios 07.04.2021 11:47

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1594651)
In Portugal wurden doppelt so viele Infizierte gemeldet wie im Durchschnitt des letzten Monats. Is das ein Ausreißer nach oben, oder ein Hinweis, dass nur ein kompletter anhaltender Shutdown die Zahlen unten hält?

Buchhalter sind schon komisch

merz 07.04.2021 11:53

Zitat:

Zitat von iaux (Beitrag 1594651)
In Portugal wurden doppelt so viele Infizierte gemeldet wie im Durchschnitt des letzten Monats. Is das ein Ausreißer nach oben, oder ein Hinweis, dass nur ein kompletter anhaltender Shutdown die Zahlen unten hält?

Ostereffekt als Nachmeldungen nehme ich an - die Zahlen über die Feiertage sind dagegen nochmal niedriger.

m.

keko# 07.04.2021 11:53

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1594652)
...

Das ist halt der Preis für die jahrelang erkämpfte Freiheit. Wir können nicht beides haben, Freiheit und Sicherheit.

Freiheit ist auch ein hohes Gut und diesen Kompromiss zwischen Freiheit und Sicherheit handeln wir doch tagtäglich aus und auch ganz gut, finde ich. Meiner Ansicht nach rennt man einem Irrglauben hinterher, dass Virus besiegen zu können und alles wird wieder so wie vorher (vielleicht wollen die Menschen das auch hören). Dagegen kämpfen, ja!! Aber auch einsehen, dass wir es nicht besiegen können. Das schafft Freiheiten für neue Wege und Möglichkeiten.
:Blumen:

merz 07.04.2021 11:57

Ich weiss nicht, wie es bei Euch ist:
Was meine Freiheit und mein Leben im Moment einschränkt, ist das Virus und nichts anderes.

Alles was getan (Öffnungen zur Unzeit) und unterlassen wird (Lockdown), diesen Zustand zu verlängern, verlängert diese Einschränkungen und verhindert das die Einschränkungen zurückgehen.


m.

Helmut S 07.04.2021 12:01

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1594628)
"Als ein „milderes Mittel“ – also eine bessere Maßnahme – schlagen die Verwaltungsrichter „Betretungsverbote“ an beliebten Orten vor, um spätabendliche Treffen von jungen Menschen zu unterbinden."
Also ist es nach Ansicht des Gerichts angemessen und geeignet, "spätabendliche Treffen von jungen Menschen zu unterbinden". Ein rätselhafter Satz.

Dies habe jedoch nicht über eine Ausgangssperre zu erfolgen, sondern über Betretungsverbote. Gibt es denn für letzteres bessere wissenschaftliche Daten als für eine Ausgangssperre?

Nach meinem Kenntnisstand hat kein einziges vergleichbares Land es bisher geschafft, die britische Mutation ohne Ausgangssperre zurückzudrängen. Reicht das nicht als Begründung?

Es geht in dem Urteil ja überhaupt nicht darum, dass etwas wissenschaftlich besser sei. Das hat das Gericht nicht zu beurteilen. Die Aufgabe des Gerichtes an der Stelle ist es, die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme bzgl. des Grundrechtseingriffes zu prüfen. Eine Maßnahme ist insbesondere dann nicht verhältnismäßig (und damit rechtswidrig), wenn es ein milderes Mittel gibt den angestrebten Zweck zu erreichen.

Leider kann man das Originalurteil noch nicht einsehen, deshalb muss man sich mit der Pressemitteilung des Gerichtes begnügen, in dem der aus meiner Sicht entscheidende Absatz wie folgt lautet:

Die Ausgangsbeschränkung anzuordnen, um etwaige Defizite bei der Befolgung und nötigenfalls staatlichen Durchsetzung bestehender anderer Schutzmaßnahmen, insbesondere der Kontaktbeschränkungen, auszugleichen, sei jedenfalls solange unangemessen, wie von den zur Durchsetzung berufenen Behörden nicht alles Mögliche und Zumutbare unternommen worden sei, um die Befolgung anderer Schutzmaßnahmen sicherzustellen. Bevor dies nicht geschehen sei oder bevor nicht feststehe, dass solche Maßnahmen nicht erfolgversprechend ergriffen oder verbessert werden könnten, erscheine es nicht angemessen, alle in einem bestimmten Gebiet lebenden Personen einer Ausgangsbeschränkung zu unterwerfen, nur weil einzelne Personen und Personengruppen die geltenden allgemeinen Kontaktbeschränkungen nicht freiwillig befolgten oder nicht staatlicherseits alles Mögliche und Zumutbare unternommen worden sei, um gegenüber diesen Personen und Personengruppen die Einhaltung der allgemeinen Kontaktbeschränkungen durchzusetzen, zumal auch die Ausgangsbeschränkung der freiwilligen Befolgung oder nötigenfalls der staatlichen Durchsetzung bedürfte.

Oder anders und salopp, den Gesamttext betrachtend: Schaut erstmal, dass ihr die in §28a IfSG möglichen Maßnahmen, die es ja schon gibt, vernünftig durchsetzt und alles dafür tut, dass diese Maßnahmen durchgesetzt werden, denn ihr konntet ja nicht mal zeigen, dass die nächtlichen Kontakte tatsächlich statt finden, die ihr mit der Ausgangssperre verhindern wollt. Einfach zu behaupten die Leute würden sich bei privaten Feiern anstecken, ist für einen Grundrechtseingriff zu wenig nach nem Jahr Pandemie.

Oder noch anders: Auch wenn niemand grundsätzlich die Wirksamkeit einer Ausgangssperre im Allgemeinen anzweifelt. An gemessen ist sie nicht und die Eignung muss auch erstmal nachgewiesen werden. Ihr macht halt einfach nen Scheiß Job.

So ungefähr ...

:Blumen:

gaehnforscher 07.04.2021 12:09

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1594664)
Ich weiss nicht, wie es bei Euch ist:
Was meine Freiheit und mein Leben im Moment einschränkt, ist das Virus und nichts anderes.

Alles was getan (Öffnungen zur Unzeit) und unterlassen wird (Lockdown), diesen Zustand zu verlängern, verlängert diese Einschränkungen und verhindert das die Einschränkungen zurückgehen.


m.

Bei mir ists genauso:Blumen:

Ich mach mir gar nicht unbedingt zuerst Gedanken, ob irgendwas im privaten erlaubt ist oder nicht, sondern eher, ob es wirklich sinnvoll ist die Familie und Eltern zu besuchen, wenn ich nicht weiß, was ich von der Arbeit so mit anschleppe ... Gerade in der aktuellen Situation.

Klugschnacker 07.04.2021 12:15

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1594665)
Es geht in dem Urteil ja überhaupt nicht darum, dass etwas wissenschaftlich besser sei. Das hat das Gericht nicht zu beurteilen. Die Aufgabe des Gerichtes an der Stelle ist es, die Verhältnismäßigkeit der Maßnahme bzgl. des Grundrechtseingriffes zu prüfen. Eine Maßnahme ist insbesondere dann nicht verhältnismäßig (und damit rechtswidrig), wenn es ein milderes Mittel gibt den angestrebten Zweck zu erreichen.

Das Gericht stellte fest:
"Nach mehr als einem Jahr Dauer des Pandemiegeschehens bestehe die begründete Erwartung nach weitergehender wissenschaftlicher Durchdringung der Infektionswege. Der Erlass einschneidender Maßnahmen lediglich auf Verdacht lasse sich in diesem fortgeschrittenen Stadium der Pandemie jedenfalls nicht mehr rechtfertigen."
Mir scheint es hier im Kern durchaus um eine wissenschaftliche Bewertung zu gehen. Das Gericht bemängelt hier, wissenschaftliche Evidenzen lägen nicht vor, es würde auf Verdacht gehandelt.
:Blumen:

Jimmi 07.04.2021 12:16

Update aus der Company:

Leiter der Endkontrolle nach einer Woche mit deutlichen Symptomen geschwächt, aber wieder auf Arbeit
Eine Mitarbeiterin EK dito
Weiterer Mitarbeiter EK mit Embolie als Kollateralschaden wegen Corona-Bettruhe im Krankenhaus.
Leiter Arbeitsvorbereitung PCR positiv, deutliche Symptome. Konnte sich 2 Tage gar nicht rühren.

Der Krisenstab tagt.

Trimichi 07.04.2021 12:25

Zur Auflockerung ein Video, wer wie an dem Virus Schuld ist und wie mit Abtrünnigen verfahren wird. https://www.youtube.com/watch?v=1OLTvxzHWXU ;)

Adept 07.04.2021 12:32

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1594664)
Ich weiss nicht, wie es bei Euch ist:
Was meine Freiheit und mein Leben im Moment einschränkt, ist das Virus und nichts anderes.

Alles was getan (Öffnungen zur Unzeit) und unterlassen wird (Lockdown), diesen Zustand zu verlängern, verlängert diese Einschränkungen und verhindert das die Einschränkungen zurückgehen.


m.

Mich schränkt nicht das Virus ein, sondern die (seit Monaten) massiven Massnahmen, die auch noch keinem Konzept folgen und nicht wissenschaftlich eindeutig belegt sind. Das Virus schränkt mich nicht ein, weil ich die (einfachen) Vorsichtsmassnahmen eigenverantwortlich und freiwillig einhalte.

Es ist natürlich eine gute Ausrede, die Verantwortung der zweifelhaften Massnahmen auf das Virus und nicht auf die eigene Entscheidung zu schieben. Damit lassen sich natürlich ALLE Massnahmen begründen.

LidlRacer 07.04.2021 12:37

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1594628)
Nach meinem Kenntnisstand hat kein einziges vergleichbares Land es bisher geschafft, die britische Mutation ohne Ausgangssperre zurückzudrängen. Reicht das nicht als Begründung?

Nach meinem Verständnis ist das ein sehr gewichtiges Argument.
Es wurde aber nicht in der Allgemeinverfügung angeführt:
https://www.hannover.de/Leben-in-der...chr%C3%A4nkung

Die dortige Begründung erscheint mir nach Überfliegen allerdings auch ausführlich und plausibel.

Mit anderen Worten:
Ich halte das Urteil für unklug. Man hätte sicherlich auch gegenteilig entscheiden können und dies hätte dem Gemeinwohl gedient.

Helmut S 07.04.2021 12:43

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1594670)

Mir scheint es hier im Kern durchaus um eine wissenschaftliche Bewertung zu gehen. Das Gericht bemängelt hier, wissenschaftliche Evidenzen lägen nicht vor, es würde auf Verdacht gehandelt.
:Blumen:

Ja, es geht selbstverständlich um eine wissenschaftliche Bewertung hinsichtlich der Geeignetheit bei einer Abwägungsprüfung. Aber es geht in dem konkreten Fall halt nicht um "wissenschaftlich besser". Auch geht es dem Gericht nicht um das fehlen von wissenschaftlicher Evidienz bzgl. Ausgangssperren, sondern das "Handeln auf Verdacht" bzw. der "Verdacht" bezieht sich auf die Behauptung des "diffusen Infektionsgeschehens".

Zitat:

Insbesondere sei es nicht zielführend, ein diffuses Infektionsgeschehen ohne Beleg in erster Linie mit fehlender Disziplin der Bevölkerung sowie verbotenen Feiern und Partys im privaten Raum zu erklären.

Und eine solche Maßnahme auf Verdacht, es würde ein diffuses Infektionsgeschehen geben, zu erlassen, reicht dem Gericht als Begründung nicht.

:Blumen:

deirflu 07.04.2021 12:46

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1594677)
Mich schränkt nicht das Virus ein, sondern die (seit Monaten) massiven Massnahmen, die auch noch keinem Konzept folgen und nicht wissenschaftlich eindeutig belegt sind. Das Virus schränkt mich nicht ein, weil ich die (einfachen) Vorsichtsmassnahmen eigenverantwortlich und freiwillig einhalte.

Es ist natürlich eine gute Ausrede, die Verantwortung der zweifelhaften Massnahmen auf das Virus und nicht auf die eigene Entscheidung zu schieben. Damit lassen sich natürlich ALLE Massnahmen begründen.

Was ist dein Gegenvorschlag? Keine Maßnahmen und alles einfach laufen lassen wäre wohl auch nicht besser, oder?


Ich hab für Leute die ständig jammern wie schlimm das alles ist und die sich in Ihren persönlichen Freiheiten eingeschränkt fühlen echt kein Verständnis. Wir leben nun mal in einer Weltweiten Krise die nicht so mir nichts dir nichts verschwinden wird.
Bis wir Lösungen finden werden wir uns an den Rhythmus den das Virus vorgibt anpassen müssen, ob uns das Gefällt oder nicht.

Die Kriegsgenerationen hätten sich wohl auch gewünscht das es anders gelaufen wäre, das Leben ist aber kein Wunschkonzert.

tandem65 07.04.2021 12:51

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1594677)
Mich schränkt nicht das Virus ein, sondern die (seit Monaten) massiven Massnahmen, die auch noch keinem Konzept folgen und nicht wissenschaftlich eindeutig belegt sind. Das Virus schränkt mich nicht ein, weil ich die (einfachen) Vorsichtsmassnahmen eigenverantwortlich und freiwillig einhalte.

Du erkennst den Widerspruch?


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