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Mo77 20.05.2021 18:17

Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben. Die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind voll, dort findet eine Triage statt. Wer nicht suizidgefährdet ist und 'nur' eine Depression hat, wird gar nicht mehr aufgenommen.
BVKJ-Sprecher Jakob Maske

LidlRacer 20.05.2021 18:37

Zitat:

Zitat von Mo77 (Beitrag 1602916)
Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben. Die Kinder- und Jugendpsychiatrien sind voll, dort findet eine Triage statt. Wer nicht suizidgefährdet ist und 'nur' eine Depression hat, wird gar nicht mehr aufgenommen.
BVKJ-Sprecher Jakob Maske

Dazu sollte man dringend auch dies lesen:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie:
Unwahre Behauptungen über „Triage“ in der Kinder- und Jugendpsychiatrie


Fazit:
"Alle kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken haben während der Pandemie durchweg alle Kinder und Jugendlichen, die eine akute Krise erlebt und schnelle Hilfe benötigt haben, selbstverständlich zu jeder Zeit versorgt. Wir haben uns an Masken in der Psychotherapie gewöhnt und an Online-Kontakte mit Patient*innen und Familien, so dass mehr Patient*innen erreicht werden können. Unser Fach trägt aktuell und auch zukünftig mit diversen Beratungsangeboten dazu bei, Kindern und Jugendlichen durch die psychisch belastende Pandemiezeit zu helfen. Skandalisierungen, wie von dpa verbreitet und in Artikeln in Süddeutscher, ZEIT und vielen anderen online-Journalen wiedergegeben, sind nicht sachlich und helfen niemandem. Und nicht zuletzt: Schulöffnungen alleine werden leider kinder- und jugendpsychiatrische Störungen nicht beheben."

qbz 20.05.2021 19:28

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1602918)
Dazu sollte man dringend auch dies lesen:

Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie:
Unwahre Behauptungen über „Triage“ in der Kinder- und Jugendpsychiatrie


Fazit:
"Alle kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken haben während der Pandemie durchweg alle Kinder und Jugendlichen, die eine akute Krise erlebt und schnelle Hilfe benötigt haben, selbstverständlich zu jeder Zeit versorgt. Wir haben uns an Masken in der Psychotherapie gewöhnt und an Online-Kontakte mit Patient*innen und Familien, so dass mehr Patient*innen erreicht werden können. Unser Fach trägt aktuell und auch zukünftig mit diversen Beratungsangeboten dazu bei, Kindern und Jugendlichen durch die psychisch belastende Pandemiezeit zu helfen. Skandalisierungen, wie von dpa verbreitet und in Artikeln in Süddeutscher, ZEIT und vielen anderen online-Journalen wiedergegeben, sind nicht sachlich und helfen niemandem. Und nicht zuletzt: Schulöffnungen alleine werden leider kinder- und jugendpsychiatrische Störungen nicht beheben."

Danke für den Link auf die Stellungnahme. Ähnlich wie beschrieben hätte ich die Situation auch vermutet aufgrund meiner Erfahrungen mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Letztlich versuchen sowieso alle in dem Bereich Tätigen, die Kinder und Jugendlichen bei seelischen Problemen möglichst in ambulante Diagnosezentren und psychotherapeutische Behandlungen zu vermitteln und einen Aufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie soweit wie möglich zu vermeiden.

Trimichi 20.05.2021 19:52

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1602888)
Ohne die für die betroffenen wirklich schlimme Situation klein reden zu wollen: Wie sah es denn vor Corona aus?

Hat da jeder, bzw. jedes Kind (die Nachricht, auf die du dich beziehst, bezog sich meines Wissens die Kinder- und Jugendpsychiatrien) sofort einen Platz bekommen? Alle, die ich kenne, die in diesem Bereich tätig waren oder sind, haben auch schon vor Corona von Überlastungen und teilweise langen Wartezeiten in den Einrichtungen berichtet.

Das Corona bzw. der Lockdown die Situation verschlimmert, möchte ich gar nicht bezweifeln. Es war nur meines Wissens nicht so, dass die Situation in den Kinder- und Jugendpsychiatrie vor Corona problemlos war.

M.

Alles richtig, werter M.

Lass' es mich chemisch ausdrücken: die Corona-Krise wirkt wie an Katalysator auf die psychologischen, makroskopischen Prozesse ein. Dispositionaler Optimismus ist von Vorteil.

Wie dem auch sein, es mag schon sein, dass es vor der Krise lange Wartezeiten gab. Nur ist eben jetzt Triage in den Psychiatrien und damit in Krankenhäusern angesagt, und das war vor der Krise nicht so.

Verharmlosen gilt nicht. Ein kranker Mensch ist ein kranker Mensch. Oder ist es ein Unterschied, ob ein Mensch an Corona verstirbt oder mangels Schutz durch eine pyschiatrische Eintrichtung?

Wo ist der Unterschied ob das Organ Lunge oder das Organ Gehirn kausal todesursächlich ist?

Es reicht langsam mit den Helios-Medien! Der Typ ist schon lange kein Mensch mehr. Er kann nichts dafür, schon klar. Deswegen kämpfe ich ja wie ein Verrückter, um ihn bei diesem Mist zu helfen.

Lieber M., du wirst mir sicher beipflichten das es Suizide zu verhindern gilt?

Achtung Spiegel: wie sahe es den vor Corone für die Grippe-Kranken aus? Bis zum 20.4.2021 sind 80000 Menschen an Covid-19 gestorben. In der Grippe-Saison 17/18 waren es binnen drei Monate 25200.

Du setzt hier also die Querdenker-Strategie auf psychisch Kranke ein, zugleich distanzierst du dich von der Querdenker-Strategie was das Virus anbelangt?

Deswegen bedarf es ja eine Beratung der Regierung durch Experten, weil nicht nur die Lunge ein Organ, sondern auch das Gehirn ein Organ ist, das erkranken kann.

Mo77 20.05.2021 20:19

Durch Bettenfreihalteprämien hat man meinerMeinung nach suboptimale Anreize geschaffen.
https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft...-17253860.html
Ambulante Versorgung ist an sich toll. Dazu muss das Angebot aber statt finden. Beispielsweise in der Suchtprävention war Angebot stark reduziert.
Ich kann nur über die Situation hier im Landkreis berichten, dass die Inobhutnahmen zugenommen haben. Mitarbeiter vom Jugendamt haben lange keine Besuche in den Familien machen dürfen.
Es wird von einer starken Zunahme Berichtet.
Die beiden Themen Intensivbetten und Psychiatrie sind auch nicht zu verweben oder gegeneinander aufzuwiegen.
Auch vorher gab es längere Wartezeiten nur kürzer sind die nicht gerade geworden...

crazy 20.05.2021 21:50

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1602592)
Du widerlegst hier nicht die Tatsache, daß die informative Berichterstattung zunehmend einer Art betreuter Meinungsbildung Platz macht, sondern belegst nur, daß Du dies richtig findest.

Daß es die Unterschiede gibt, und es auch anders geht, zeigen die Links von Mo77 (danke):

Vielleicht ist es einfach nur Marktwirtschaft (oder Abstimmung mit den Füßen): viele Abonnenten wenden sich dahin, wo sie vielseitige Information finden, statt betreute Meinungsbildung. Und die Welt gehört m.M.n. noch zu den Seiten, wo man zum gleichen Thema eher mal auch unterschiedliche Ansichten zum gleichen Thema nebeneinander präsentiert bekommt (z.B. aktuell auch wieder Wie berechtigt sind Zweifel am Schrappe-Papier? als Gegenstück zum vorherigen Bericht).

Aber wer selbst auf aggressive Propaganda und sicher geglaubte Wahrheiten setzt, kann es sich vielleicht schwer vorstellen, daß der Gegner eben wegen dem Verzicht auf Propaganda und Einseitigkeit Anhänger findet, die gerne ihre Meinung selbst bilden.

Ein Virologe oder ein Epidemiologe bin ich nicht, ebensowenig ein Intensivmedizinier mit deutschlandweiter Übersicht über die ICU-Kapazitäten. Nur ein vielseitig interessierter Sportwissenschaftler, und aufgrund dessen maße ich mir an, hinsichtlich effizienter Recherchen in Corona-Dingen eine eigene Meinung aufbauen zu können.

Wenn mich Themen interessieren, recherchiere ich dies auf den einschlägigen Portalen und versuche, nicht einzelne Studien, sondern Meta-Analysen der vorhandenen Studienlage zu finden; so kommen auch kritische und falsifizierende Werke zu Wort.

Aufgrund der Aktualität der Corona-Pandemie ist das nicht immer möglich, dennoch würde ich den wissenschaftlich fundierten Texten eher trauen als einem wie-auch-immer-journalistisch aufbereiteten Text. Letzten Endes wollen diese immer einen (zahlenden) Leser erreichen.

Die PKV haben eine gute, europäische Analyse in Auftrag gegeben, die allen wissenschaftlichen Evidenzkriterien gerecht wird.
Wir in Deutschland sind sehr, sehr gut durch die Pandemie gekommen, gleichwohl wir eine recht alte Bevölkerung aufweisen (und das Alter ist immer noch eine der stärksten Kausalitäten für einen schweren Covid-Verlauf, neben Komorbiditäten, und die nehmen halt auch mit dem Alter zu). Wir haben eine hohe Krankenhaus- und Arztdichte, wir haben sehr viel medizinisches Personal und wir haben sehr hohe ICU-Kapazitäten. Daraus abzuleiten, dass die politischen Maßnahmen überzogen bzw. ICU-Melderegister manipuliert waren ist Panikmache und wurde hier schon oft genug thematisiert.

Schrappe entgegensetzen kann man diesen Artikel der KMA, welcher, gleichwohl Klinik-Management-Aktuell sicherlich durch eine anders gefärbte Brille auf den Sachverhalt schaut, nach meinem Dafürhalten deutlich stimmigere Argumente für die dargestellten ICU-Kapazitäten vorbringt als Schrappe selbst. Das ZDF hat Schrappes Aussagen ebenfalls falsifiziert.

Ob man sich nun auf Welt, Spiegel, Volksverpetzer oder sonstwen verlässt sei jedem selbst überlassen, keine Frage. Tendentiell vertraue ich aber eher den Medien, die eine offenere Quellenstruktur in ihren Artikeln angeben, so dass ich die Herkunft der Zahlen auch selbst validieren kann.

noam 20.05.2021 21:53

Also in NRW scheint Corona in der Bildung kein Thema mehr zu sein. Hier geht man ab dem 31.5. zu vollen Klassengrößen zurück. Die Lehrer sind ja geimpft.

merz 20.05.2021 21:58

Hab ich was verpasst ... das ist doch nicht der Fall

Gilt das ohne Einschränkungen bzgl. lokaler Inzidenz?

m.


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